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Ziehl kämpft und muss warten

 
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chris
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BeitragVerfasst am: 10.11.2007, 11:56    Titel: Ziehl kämpft und muss warten Antworten mit Zitat

Defensiv-Stratege bei TuS in der Reser­vis­ten­rolle

Ziehl kämpft und muss warten

Koblenz - Im Vorjahr waren sie bei Fußball-Zweit­ligist TuS Koblenz nahezu unan­tast­bar, in dieser Spielzeit setzt Trainer Uwe Rapolder zumeist auf andere. Die Rede ist von Rüdiger Ziehl und Brenny Evers, wobei der Nie­der­län­der durch eine Krankheit fast zwei Monate zum Zuschauen ver­urteilt war.

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Abräumer im War­tes­tand: TuS-Routinier Rüdiger Ziehl (am Ball) hat in dieser Saison seinen Stamm­platz im Mit­tel­feld verloren, eine unge­wohnte Situation für den 30-Jährigen.

Er rackert und rennt, ganz so wie er es nun schon seit drei­ein­halb Jahren im Trikot von TuS Koblenz täglich prak­tiziert: Rüdiger Ziehl zählt auf dem Fuß­ball­platz zur Gilde der Arbeiter. Ein Typ, der eigent­lich keinen Unter­schied darin sieht, ob nun Training ist oder ein Spiel auf dem Programm steht. Den Gegner bekämpfen und dann die Kollegen in Szene setzen - diese Eigen­schaf­ten zählen zu den Stärken des 30-Jährigen, die er in dieser Saison im Liga-Betrieb bislang nur zwei Mal unter Beweis stellen konnte: Einem Kurzein­satz gegen Augsburg folgte der Auftritt beim FC St. Pauli, bei dem die komplette Elf eine unter­irdi­sche Vor­stel­lung gezeigt hatte. Pech für den Dau­erbren­ner der ver­gan­genen Jahre, beim 0:1 am Mil­lern­tor konnte er nicht viel Werbung in eigener Sache betreiben.

"Meine Situation ist derzeit absolut unbe­frie­digend"

"Keine Frage, meine Situation ist derzeit absolut unbe­frie­digend", sagt Ziehl, der freilich auch zur Kenntnis genommen hat, dass seine Kon­kur­ren­ten nicht einmal schlecht spielen. Auf der "Sechser"-Position vor der Abwehr ist Goran Sukalo gesetzt, daneben hat sich Manuel Hartmann schneller als erwartet in Liga zwei etabliert. Kon­sequenz: "Magic Ziehl", wie er von den Fans ehr­fürch­tig genannt wird, muss auf seine Chance warten, eine neue, unge­wohnte Rolle. Zuletzt, beim DFB-Pokal­spiel gegen Arminia Bielefeld, blieb für einen der dienstäl­tes­ten TuS-Akteure sogar nur der Platz auf der Tribüne, für Hartmann spielte Bajic im defen­siven Mit­tel­feld. Zwei­fel­los ein Nacken­schlag für Ziehl und ein Beleg dafür, wie sich die Hier­archie in der neuen Saison ver­scho­ben hat. Und selbst im Abwehr­zen­trum, wo er bisweilen aus­gehol­fen hatte, sind seine Dienste bislang nicht gefragt, "mir wäre es egal, wo ich spiele". Aber Ziehl lässt sich nicht unter­krie­gen und gibt sich ganz als Kämp­fer­natur: "Ich sehe zu, dass ich fit bleibe, manchmal drehen sich die Dinge ganz schnell."

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Blickt wieder selbst­bewusst nach vorn: TuS-Abwehr­spie­ler Brenny Evers.

Rein sta­tis­tisch gesehen sieht es für Brenny Evers noch schlech­ter aus als für Ziehl. Der Rechts­ver­tei­diger hat unter Trainer Uwe Rapolder noch kein einziges Pflicht­spiel absol­viert. Just als im April der neue Coach kam, hatte er einen Mit­tel­hand-Bruch, in der Vor­berei­tung kam er nur langsam auf Touren, und dann setzte ihn auch noch eine Krankheit außer Gefecht. Dass der 29-Jährige nun wieder Licht am Ende des Tunnels sieht, liegt vor allem daran, dass er kör­per­lich auf dem Weg der Besserung ist.

"Gefühl für den Ball ist eigent­lich schnell wieder da"

"Ich bin sicher noch nicht bei 100 Prozent", sagt Evers, der seit zwei Wochen ohne Probleme wieder mit der Mann­schaft trainiert. "Das Gefühl für den Ball ist eigent­lich schnell wieder da", erzählt der Abwehr­spie­ler, "aber gerade die kurzen Sprints gehen am Anfang ziemlich an die Substanz." Immerhin: Beim Koblenzer 2:4 am ver­gan­genen Sonntag in Freiburg saß Evers schon wieder auf der Bank, zwei­fel­los eine Moti­vati­onss­pritze für die kommenden Wochen. Und auch vom Trainer gibt's ein Lob: "Er ist auf einem guten Weg." Worte, die der Rück­keh­rer gerne hört, Ansprüche meldet er deshalb noch lange nicht an. "An mögliche Ein­satz­zei­ten denke ich noch nicht", gibt sich Evers beschei­den, "für mich ist jetzt erst einmal wichtig, dass ich ordent­lich mit­trai­nie­ren kann."

Sven Sabock - Fotos: Thomas Frey

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/on/07/11/10/sport/r/tus-1.html?a
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