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madsen Alte Herren

Anmeldedatum: 24.10.2006 Beiträge: 2099
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Verfasst am: 22.11.2009, 20:22 Titel: |
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Doc, ich verstehe schon, was Du meinst. Nur denke ich, dass Du falsch liegst. Dieser Fair-Play-Gedanke hat meiner Meinung nach nichts mit solchen Fällen wie Depressionen, Krankheiten u.s.w. zu tun. Fairplay kann nicht heissen, dass man im Fussball 90 Minuten lang bei jeder falschen Schiedsrichterentscheidung zu eigenen Gunsten zum Schiedsrichter geht und ihn aufklärt. Zum Fussball gehört halt seit Urzeiten dazu, dass man neben dem Gegner auch den Schiedsrichter ausdrickst. Und dass hat meiner Meinung nach der Zwanziger gemeint. Da sehe ich nichts doppelzüngiges, weil ich dass nie mit einem Fall Enke in Verbindung bringen würde. Du hast doch wohl auch nicht von Hölzenbein oder Völler verlangt, dass die zum Schiedsrichter gehen und sagen 'Du hast falsch gepfiffen. Ich habe eine Schwalbe gemacht!'. Du hast die gewonnenen Weltmeisterschaften doch auch gefeiert, als wären sie sportlich fair errungen worden. Oder?
Ich denke, dass Du Zwanziger Unrecht tust, weil Du wie bereits gesagt meiner Meinung nach Äpfel mit Birnen vergleichst. |
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Dr. Socrates Alterspräsident


Anmeldedatum: 17.10.2006 Beiträge: 8394 Wohnort: Koblenz
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Verfasst am: 22.11.2009, 20:35 Titel: |
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Das hier meine ich (Zwanzigers Rede):
"Aber (...) es gibt auch den anderen Satz. Vor dreieinhalb Jahren begann die Weltmeisterschaft mit einem Gottesdienst in München. Damals, die Sonne begann genauso wie hier den Nebel und den Regen zu verdrängen, sprach Bischof Wolfgang Huber: ,Fußball ist ein starkes Stück Leben.‘ Ja, Fußball kann ein starkes Stück Leben sein, wenn wir nicht nur wie Besessene hinter Höchstleistungen herjagen. (...) Maß, Balance, Werte wie Fairplay und Respekt sind gefragt. In allen Bereichen des Systems Fußball. Bei den Funktionären, bei dem DFB, bei den Verbänden, den Klubs, bei mir, aber auch bei euch, liebe Fans. Ihr könnt unglaublich viel dazu tun, wenn ihr bereit seid, (...) euch zu zeigen, wenn Unrecht geschieht. Wenn ihr bereit seid, dass Kartell der Tabuisierer und Verschweiger einer Gesellschaft (...) zu brechen.
Ein Stück mehr Menschlichkeit, ein Stück mehr Zivilcourage, ein Stück mehr Bekenntnis zur Würde des Menschen, des Nächsten, des anderen. Das wird Robert Enke gerecht.“
Gruß Doc _________________ Nie wieder Faschismus!
Nie wieder Krieg!
Nie wieder vierte Liga! |
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madsen Alte Herren

Anmeldedatum: 24.10.2006 Beiträge: 2099
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Verfasst am: 22.11.2009, 21:05 Titel: |
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| Dass hatte ich auch gelesen. Ich bringe es nur nicht in Verbindung mit dem Fussball während der 90 Minuten, sondern mit allem wass außerhalb des Platzes geschieht. Oder nicht ganz. In den 90 Minuten verlange ich auch, dass solche Ungerechtigkeiten wie den Gegner durch Beleidigungen zu provozieren, nicht vorkommen. Dass ist unterste Schublade. Nur bringe ich und anscheinend auch Zwanziger die tausendfachen kleinen Betrügereien während eines Spieles nicht damit in Verbindung. Und wenn ich dass wie Du tuen würde, dann muss es in jeder Spielminute auf jedem Zentimeter des Rasens gelten. Nicht nur in der 119. Minute eines wichitgen Spieles. |
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Dr. Socrates Alterspräsident


Anmeldedatum: 17.10.2006 Beiträge: 8394 Wohnort: Koblenz
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Verfasst am: 22.11.2009, 21:32 Titel: |
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Madsen, wir sind uns doch weitgehend einig. Tricksereien, Elferschinden, Wettbetrug....Natürlich wird das immer vorkommen. Ich habe ja auch selbst lange genug gespielt. Das war so, ist so, wird so bleiben. In dieser Beurteilung des Sachverhaltes gibt es bei uns keine Differenzen.
Ich mag es allerdings nicht, wenn sich ein hoher Repräsentant des Fussballs einerseits dafür (zu Recht) feiern lässt, in einer guten Rede den Fussball endlich mal öffentlich von einem Sockel (auf den wir ihn alle gestellt haben) herunterzuholen und gewisse Grundtugenden mal wieder einzufordern oder sich generell zu besinnen. Sehr gut, und dass es dafür eines Suizides bedurfte ist umso tragischer. Er wurde dafür auch von allen Seiten gelobt.
Ein paar Tage später allerdings scheint das alles vergessen zu sein. Nunmehr heißt es, "Fairplay ist da einfach, wo es um nichts geht." Dies ist zum einen eine Binsenweisheit, konterkariert aber meiner Ansicht nach genau das, wofür Zwanziger kurz vorher Lorbeeren einheimste. Wäre es denn ein Beinbruch gewesen, zu sagen: "Genau das habe ich mit meiner Rede gemeint. Schade, dass Henry die Regelwidrigkeit nicht zugab und so ein Zeichen gesetzt hätte, wie man einen sportlichen Gegner mit Würde und Respekt behandelt, auch dem Schiedsrichter hilft und generell dem Sport und seinem Fairplay-Gedanken einen guten Dienst erweist. Natürlich weiß ich, wie schwer es in den heutigen, von Geld und Kommerz beherrschten Zeiten ist, eine solche Handlung zu begehen. Aber sie hätte gezeigt, dass Henry ein großer Sportler und Mensch ist und Fussball eben nicht alles ist."
Und hier steht, das es doch geht:
Bundesliga-Blitz
Fair-Play-Preis für Miro Klose
02. Mai 2005 00.00 Uhr
Fair-Play-Preis für Miro Klose
Der Schiri-Wettskandal ist noch längst nicht ausgestanden. In Italien hat die Staatsanwaltschaft jetzt Wettscheine mit Kombi-Wetten auf das Spiel Lautern - Freiburg (3:0) gefunden. Eine Partie, die Schiri Jürgen Jansen verpfiffen haben soll. Die Staatsanwaltschaft Berlin führt ihn noch als Beschuldigten.
Damals, am Anfang des Skandals, schworen Trainer, Manager und Spieler, den Schiris zu helfen. Mit fairem Verhalten auf und neben dem Platz. Nach einer Schamfrist wurde weiter gemeckert, beleidigt, geschauspielert. Ein Spieler aber hat jetzt den guten Vorsatz wahrgemacht.
Werder-Stürmer Miro Klose wurde von Bielefelds Torwart Mathias Hain im Strafraum gelegt. Dachten 40 000 Fans im Stadion, dachte Schiri Herbert Fandel, und er pfiff Elfmeter. Doch Assistent Thorsten Schiffner intervenierte: Kein Foul. Fandel fragte Klose, der bestätigte: "Es war kein Foul. Ich finde, da muß man fair zum Schiri sein und es ihm so einfach wie möglich machen." Das Besondere an der Situation: Es stand 0:0, Werder brauchte ganz dringend drei Punkte fürs internationale Geschäft. Punkte fürs große Geld.
Jedes Jahr verleiht der Verband Deutscher Sportjournalisten einen Fair-Play-Preis. Der Sieger 2005 kann nur Miro Klose sein!
Gruß Doc _________________ Nie wieder Faschismus!
Nie wieder Krieg!
Nie wieder vierte Liga! |
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Verfasst am: Titel: |
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madsen Alte Herren

Anmeldedatum: 24.10.2006 Beiträge: 2099
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Verfasst am: 23.11.2009, 16:24 Titel: |
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| Aber Klose wurde vom Schiedsrichter gefragt. Wäre Henry gefragt worden, hätte er wahrscheinlich dass Handspiel zugegeben. Ist nicht zu beweisen. Aber wäre Klose nicht gefragt worden, wäre er nicht zum Schiedsrichter gegangen und hätte ihm vom Nichtfoul berichtet. Dass scheint mir ziemlich sicher, oder? |
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madsen Alte Herren

Anmeldedatum: 24.10.2006 Beiträge: 2099
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Verfasst am: 29.11.2009, 13:21 Titel: |
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Noch mal zu Henry. Gestern (28.11.) hat kurz vor Schluss ein Mainzer Spieler den Ball neben das Tor geköpft. Daraufhin gab der Schiedsrichter einen Eckball. Aus diesem Eckball resultierte der 1:1-Ausgleich.
Der Mainzer ist nach der Eckballentscheidung nicht zum Schiedsrichter gegangen und hat ihn aufgelärt, dass er den Ball geköpft hat.
Heute lese ich nirgendwo auch nur einen Zipfel der Entrüstung. Aber wo ist der Unterschied zwischen diesem Vorfall und dem von Henry.
Warum verteufelt man den Franzosen und nimmt dem Mainzer Spieler nichts krumm? Wie denken genau die Mainzer Fans darüber, die letzte Woche Henry aufs Übelste beschimpft haben?
Genau deswegen sage ich: Wer auf Henry draufhaut und Fairplay verlangt, der heuchelt nur. Weil er ansonsten jede Betrügerei auf dem Platz akzeptiert. Vor allem auch dann, wenn es die eigene Mannschaft betrifft. |
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marvinc92 Kapitän der 1.


Anmeldedatum: 07.04.2009 Beiträge: 1688 Wohnort: Montabaur
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Verfasst am: 29.11.2009, 14:11 Titel: |
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Das liegt vielleicht daran das es beim Mainzer Spiel NUR ein Eckball war.
Bei Henry und den Franzosen ist ja sofort ein Tor daraus entstanden...
Dieses Beispiel hättest du aber jetzt nicht genommen, wenn der Eckball kein Tor geworden wäre...
Greetz |
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madsen Alte Herren

Anmeldedatum: 24.10.2006 Beiträge: 2099
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Verfasst am: 29.11.2009, 14:17 Titel: |
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Doch, auch dann zählt dieses Beispiel. Ich sage: Wer Henry verurteilt, muss auch bei all den anderen Fällen den Finger heben, wenn ein Spieler nicht freiwillig zum Schiri geht und ihm die Wahrheit sagt. Egal, ob ein Tor fällt oder ob es einen Einwurf odersonstwas gibt.
Ich kann doch nicht den Spielern nur dann Fairplay abfordern, wenn aus der vom Schiedsrichter falsch erkannten Szene ein Tor fällt. |
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Superkalifragilistigex... Kapitän der 1.


Anmeldedatum: 01.10.2009 Beiträge: 1086
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Verfasst am: 29.11.2009, 14:21 Titel: |
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Die internationale Wettmafia wollte nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» auch das WM- Qualifikationsspiel am 9. September zwischen Bosnien-Herzegowina und der Türkei manipulieren. Es soll versucht worden sein, den bosnischen Trainer mit 500 000 Euro zu bestechen, berichtete das Magazin, aber der Coach habe das Angebot abgelehnt. Die Partie, in der beide Mannschaften noch um einen Platz in den Playoffs kämpften, endete 1:1. Der Fußball-Weltverband FIFA will auf sich auf einer Sondersitzung seiner Exekutive am 2. Dezember in Kapstadt mit dem Thema Wettskandal befassen.
Quelle:
http://www.transfermarkt.de/de/news/33342/spiegel-wm-sp....e-manipuliert-werden.html _________________ - kocham cię - |
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