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Jungspund Pektürk will noch viel lernen

 
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chris
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BeitragVerfasst am: 15.10.2007, 09:52    Titel: Jungspund Pektürk will noch viel lernen Antworten mit Zitat

19-Jähriger spielt sich in die Herzen der Fans

Jungspund Pektürk will noch viel lernen

Koblenz - Während die ver­gan­genen Wochen für Fußball-Zweit­ligist TuS Koblenz eher durch­wach­sen verlaufen sind, zählt aus­gerech­net der Jüngste im Kader zu den Gewinnern: Mit vier cou­ragier­ten Auf­trit­ten hat sich Tayfun Pektürk in die Herzen der Fans gespielt.

- FOTO -
Scheut keinen Zweikampf: TuS-Angreifer Tayfun Pektürk (rechts, hier im Duell mit Gladbachs Sascha Rösler) hat sich in den ver­gan­genen Wochen in den Vor­der­grund gespielt.

Als Stürmer tut man mitunter gut daran, nicht zu sehr ins Grübeln zu geraten. Jede miss­ratene Aktion, die sich im Kopf festsetzt, könnte beim nächsten Mal fatale Folgen haben. Sch­ließ­lich ist vor dem geg­neri­schen Kasten kein Zaudern, sondern kon­sequen­tes Handeln gefragt. "Mal trifft man und mal trifft man eben nicht", sagt zum Beispiel Tayfun Pektürk. Unbeküm­merte Worte eines 19-Jährigen, die auch in seine Spiel­weise ein­fließen. Pektürk, der jüngste im Kader des Fußball-Zweit­ligis­ten TuS Koblenz ist so etwas wie ein Instinkt­fuß­bal­ler. Munter drauflos zu kicken und dennoch die tak­tischen Aufgaben zu erfüllen - mit diesen Eigen­schaf­ten hat sich der Deutsch-Türke in den ver­gan­genen Wochen in den Vor­der­grund gespielt. Seit seinem Debüt beim 1:2 gegen den 1. FC Köln zählte Pektürk stets zu den Aktiv­pos­ten bei der TuS.

Rapolder: "Er bleibt mit beiden Beinen auf dem Boden"

"Ich war anfangs schon etwas aufgeregt", sagt er mit etwas Abstand zu seinem Profi-Debüt, "aber wenn man dann auf dem Platz steht, legt sich das schnell". Und das ist seiner Spiel­weise auch anzu­mer­ken. Pektürk ist schnell, drib­bel­stark, beidfüßig, variabel ein­setz­bar - und ner­ven­stark. So gesehen hat er sich dann auch nicht lange an der ver­gebe­nen Chance gegen Köln auf­gehal­ten, als er so ziemlich alles richtig gemacht hatte. Einziger Haken: Der Ball ging nicht ins Tor, sondern um ein paar Zen­time­ter vorbei.

Mit derlei Aktionen gewinnt man die Sym­pathien der Fans, bei denen der Ex-Schalker hoch im Kurs steht. "Ich habe einfach versucht, mich über das Training an die Mann­schaft her­anzu­arbei­ten", sagt Pektürk nüchtern. Der Neuzugang geht erstaun­lich souverän mit seinem Kar­rie­resprung um, was auch bei Uwe Rapolder gut ankommt. "Er bleibt mit beiden Beinen auf dem Boden", lobt der TuS-Trainer seinen Roh­dia­man­ten, den er nun behutsam schleifen will. "Seine Ent­wick­lung ist absolut top", sagt Rapolder, der dem Jungspund zuletzt den Vorzug gegenüber eta­blier­ten Kräften wie Du-Ri Cha, Dragan Bogavac oder auch Nou­red­dine Daham gegeben hatte. Denn, so hat der Coach fest­gestellt: "Er setzt auch seinen Körper sehr gut ein." Was min­des­tens genauso wichtig ist: Durch seine Viel­sei­tig­keit ist er auf dem besten Weg, seinen Platz in der TuS-Offensive zu festigen. "Der Trainer hat gesagt, dass wir vorne viel rochieren sollen. Das versuche ich dann auch", erzählt Pektürk. Dabei kommt ihm gelegen, dass er auch mit dem linken Fuß etwas anzu­fan­gen weiß. Von außen in die Mitte zu ziehen, um dann den Abschluss zu suchen, das ist eine der Stärken des 19-Jährigen, der aber auch betont, "dass ich noch viel lernen muss."

"Die Stimmung ist sehr gut, alle ziehen prima mit"

Gleiches trifft freilich auch auf den gesamten TuS-Kader zu, der in den ver­gan­genen Tagen zur Zufrie­den­heit Rapolders gear­bei­tet hat. "Die Stimmung ist sehr gut, alle ziehen prima mit", fasst der Coach seine Eindrücke zusammen. Nach einer inten­siven Trai­nings­woche geht ab heute die Vor­berei­tung auf die Partie in Offenbach am Freitag weiter (18 Uhr), wo die TuS nach dem 0:5 gegen Mön­chen­glad­bach wieder die Kurve bekommen will. Im Vorfeld des Spiels hat Rapolder keine beson­deren Maßnahmen oder Trai­nings­for­men geplant, "wir arbeiten in allen Bereichen." Dazu gehörte zuletzt glei­cher­maßen ein schweiß­trei­ben­des Zir­kel­trai­ning wie ein lockeres Fuß­ball­ten­nis-Turnier.

Ab heute werden im Übrigen auch Anel Dzaka und Djordje Pantic wieder zur Trai­nings­gruppe hin­zustoßen. Während der Kapitän aufgrund mus­kulä­rer Probleme ein paar Tage kürzer treten musste, sucht Torwart Pantic nach seinen Ellbogen-Operation wieder den Anschluss. Daneben ist Rüdiger Ziehl nach seinem Mus­kel­faser­riss bereits seit einigen Tagen wieder voll belastbar.

Sven Sabock - Foto: J. Weber

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
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