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Mika Alte Herren

Anmeldedatum: 17.03.2007 Beiträge: 2309
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Verfasst am: 01.10.2007, 11:39 Titel: Nachberichte zum Spiel bei 1860 |
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Stimmen zum Spiel gegen Koblenz:
"Zwei verlorene Punkte!"
„Wir wurden knallhart bestraft“, fasste Löwen-Trainer Marco Kurz das Unentschieden gegen Koblenz zusammen. „In diesem Moment ist das auch eine Qualitätsfrage“, erklärte der 38-Jährige. „Die Mannschaft ist noch in der Entwicklung und hat heute Lehrgeld bezahlt. Wir werden darüber in den nächsten Tagen sprechen müssen.“
Sein Team hätte sehr gut begonnen, habe zielstrebig in der 1. Halbzeit gespielt. „Wir haben unsere Angriffe mit wenigen Kontakten nach vorne gebracht“, lobte der Ex-Profi. „Trotz klarer Anweisungen gaben wir dann gegen zehn Spieler unsere Ordnung auf. Uns fehlte nach der Pause Cleverness und Zielstrebigkeit“, so seine Analyse.
Sein Kollege Uwe Rapolder sprach von einem „sehr emotionalen Spiel“. Durch den Platzverweis wäre viel Unruhe ins Spiel gekommen. „Foul kann man geben, aber eine Rote Karte war das nicht“, erklärte Rapolder. „Durch die krasse Fehlentscheidung (Anm.: Der Schiedsrichter hatte anstatt Branimir Bajic seinen Kollegen Matej Mavric vom Platz gestellt) kam viel Hektik auf. Danach wurde jede Entscheidung des Schiedsrichters kommentiert.“ Dass der Unparteiische den falschen Spieler des Feldes verwiesen hat, daran waren die Koblenzer nicht unschuldig. Auch nach mehrmaligem Nachfragen haben sie den tatsächlichen Übeltäter verschwiegen. Rapolder lieferte indirekt die Begründung: Bajic sei in der Defensivzentrale unersetzbar. Und Mavric kommt nun sicherlich aufgrund der nachweisbaren Fehlentscheidung ohne Sperre davon. Ein Schelm, wer böses dabei denkt!
„Sechzig hat sehr stark begonnen“, analysierte der 49-jährige Rapolder. „Wir waren froh, dass wir die Anfangsphase heil überstanden hatten, dann kamen der Platzverweis und kurz danach das Gegentor. Eigentlich ist dann so ein Spiel gelaufen.“ Er sprach seiner Mannschaft ein Kompliment aus, dass sie trotzdem weitergekämpft habe. „Wir haben uns gewehrt. Natürlich sind wir mit dem Punkt zufrieden, schließlich haben wir 70 Minuten mit einem Mann weniger gespielt.“
Der verletzte Löwen-Kapitän Danny Schwarz konnte nur den Kopf schütteln und murmelte: „Das verstehe ich nicht!“ Diese Niederlage sei enorm bitter. „Eigentlich bist du mausetot, wenn du auswärts mit zehn Mann in Rückstand gerätst“, meinte der 32-Jährige. Die vielen unnötigen Ballverluste hätten den Löwen das Genick gebrochen. „Man hat gemerkt, dass die ersten Spiele viel Kraft gekostet haben, dadurch waren wir nicht mehr so konzentriert.“ Der Mittelfeldspieler will ab Montag wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren. Dafür wurde eigens ein Plastikschutz für die gebrochene Rippe angefertigt. „Mal sehen, ob ich in Jena wieder auflaufen kann“, zeigt sich Schwarz optimistisch.
„Wenn man in Überzahl zweimal führt, darf man einfach nicht Unentschieden spielen“, sagte Torjäger Antonio Di Salvo. „Wir müssen noch viel lernen.“ Besonders die Kontermöglichkeiten müsse man besser ausspielen. „Trotz meiner beiden Tore bin ich total enttäuscht“, erklärte der 28-Jährige, „weil wir zwei Punkte leichtfertig verspielt haben.“
Ähnlich sah es auch Berkant Göktan. „Die Enttäuschung ist groß, weil wir vorher das 3:1 hätten machen müssen. Und dann kassieren wir fünf Minuten vor Schluss den Ausgleich – bitter! Aber so ist Fußball eben.“ Den Platzverweis fand der 26-Jähige korrekt. „Er war der letzte Mann, aber der Schiedsrichter hat den falschen vom Platz gestellt.“ Der Unparteiische hätte mehrere Spieler zu der Szene befragt, „aber keiner der Koblenzer hat gesagt, wer es wirklich war.“
Torben Hoffmann sprach von einer ordentlichen Partie. „Unter dem Strich haben wir zwei Punkte liegen gelassen. Es ist traurig, dass wir in Überzahl zwei Dinger kassieren.“ Der 32-Jährige sprach von einem Lernprozess, den die Mannschaft nehmen müsse. „Wenn wir unsere Konterchancen konsequenter nutzen, kommen wir nicht in Gefahr. Man hat gesehen, dass man bis zum Schluss konzentriert und diszipliniert spielen muss.“
http://www.tsv1860.de/
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Mika Alte Herren

Anmeldedatum: 17.03.2007 Beiträge: 2309
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Verfasst am: 01.10.2007, 11:40 Titel: |
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Gefühlter Sieg für die TuS
Koblenzer holen in Unterzahl einen Punkt bei 1860 München - Schiri stellt falschen Spieler vom Platz
TuS Koblenz hat dem TSV 1860 München das "Wiesn-Heimspiel" gehörig vermasselt. Die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder erkämpfte in Unterzahl bei den "Löwen" ein Unentschieden - ein gefühlter Sieg für die TuS.
TSV 1860 München - TuS Koblenz 2:2 (1:1)
MÜNCHEN. Mittendrin sah es nach einer Packung für TuS Koblenz aus, aber am Ende tanzten die Blau-Schwarzen im Mittelkreis. Beim 2:2 zwischen dem TSV 1860 München und der Mannschaft von TuS-Trainer Uwe Rapolder war so ziemlich alles drin, was ein Fußballspiel interessant macht. Haarsträubende Fehler, ein Schiedsrichter, der mit einer krassen Fehlentscheidung die Emotionen hochkochen ließ - und ein überraschendes Ende.
Doch der Reihe nach: Da war vor allem der Unparteiische Stefan Lupp aus Zossen, der am Sonntag wohl besser einen ausgiebigen Wiesn-Besuch gemacht hätte, statt draußen in der Allianz Arena ein Spiel zu pfeifen. In der 21. Minute schwante den Koblenzern schon Schlimmes, als er nach einem Laufduell zwischen Branimir Bajic und Berkant Göktan an der Hosentasche nestelte und Rot in der Hand hatte. Doch nach minutenlangen Diskussionen traf es den unschuldigen Matej Mavric. "Ich war 20 Meter weg", merkte der Slowene zurecht an. Es half nichts, die Koblenzer waren in Unterzahl.
Klar, dass die Schlüsselszene der Partie auch anschließend für reichlich Gesprächsstoff sorgte. "Es war vielleicht ein Foul von Bajic , aber niemals Rot", traf die Einschätzung Rapolders noch am ehesten die Szenerie. Doppelt ärgerlich: Der Platzverweis traf die TuS just in jener Phase, in der sie die Anfangsoffensive der 60er überstanden hatte. Rapolder versuchte anschließend mit etlichen Umbaumaßnahmen seiner Elf mehr Stabilität zu geben, die aber erst in der zweiten Halbzeit griffen. Schmeichelhaft, dass die TuS zuvor mit einem 1:1 in die Kabine gehen durfte, nachdem Goran Sukalo einmal mehr seine Kopfballstärke unter Beweis gestellt und in der 36. Minute eine Vata-Flanke eingenickt hatte. Fassungslosigkeit bei den "Löwen", die bis dato alles im Griff gehabt hatten.
Das Ärgerliche für die Koblenzer: Nach dem letzten Auftritt gegen Fürth schienen die individuellen Fehler endlich ausgemerzt - gestern wurde Trainer Rapolder eines Besseren belehrt. Vor dem ersten Tor sahen Joshua Grenier und Branimir Bajic ganz schlecht aus, vor dem zweiten Treffer durch Antonio di Salvo (60.) stiftete Andreas Richter mit einem Ballverlust Verwirrung in der eigenen Hintermannschaft. "Daran müssen wir unbedingt arbeiten", haderte Rapolder, wollte mit seinen Mannen aber nicht zu hart ins Gericht gehen.
Denn: Selbst in Unterzahl fügte sich die TuS nicht in ihr Schicksal, sondern versuchte dagegenzuhalten. Was gar nicht so einfach war, weil die Steilpässe von 60-Spielmacher Berkant Göktan immer wieder die Koblenzer Abwehr aufrissen. "Uns hat in dieser Phase einfach die Cleverness gefehlt", bemängelte Münchens Trainer Marco Kurz die mangelnde Chancenauswertung.
Und es ist nicht neu im Fußball, dass diese Nachlässigkeiten häufig bestraft werden. Gestern passierte dies in Person von Ardijan Djokaj, der vier Minuten vor dem Ende eine Flanke von Fatmir Vata einnickte - die TuS hatte in Unterzahl zweimal einen Rückstand ausgeglichen. "Die Mannschaft hat eine tolle Moral gezeigt", lobte Rapolder denn auch seine müden Kicker, die anschließend ihre verdiente Belohnung bekamen. Bis zum späten Abend ging's aufs Oktoberfest, ehe die vermutlich gut gelaunte Koblenzer Reisegruppe in der Nacht per Bus die Heimreise antrat...
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Mika Alte Herren

Anmeldedatum: 17.03.2007 Beiträge: 2309
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Verfasst am: 02.10.2007, 07:46 Titel: |
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Einzelkritik:
Dennis Eilhoff: Der TuS-Torwart stemmte sich erfolgreich gegen die drohende Niederlage. Schuldlos an den Gegentoren, eine Glanztat in der ersten Halbzeit.
Joshua Grenier: Eine grauenhafte erste Halbzeit von "Mister Zuverlässig." Fand keine Einstellung gegen Münchens Bierofka. Nach der Pause besser, bekam mehr Sicherheit.
Matej Mavric: Für den Slowenen war schon nach 25 Minuten Feierabend. Wurde von Schiedsrichter Lupp für ein Foul vom Platz gestellt, an dem er gar nicht beteiligt gewesen war.
Branimir Bajic: Orientierungslos vor dem 1:0 der Münchner, nicht so stark wie in den vergangenen Partien. Nach seinem Patzer verunsichert, fing sich dann etwas.
Marko Lomic: Kaum vorhandenes Defensivverhalten in der ersten Halbzeit. Unkonzentriert und fahrig. Später etwas präsenter und mit mehr Entschlossenheit im Passspiel.
Goran Sukalo: Bester Koblenzer in München. Räumte zahlreiche Defensiv-Kopfbälle ab und erzielte zudem seinen dritten Saisontreffer. Versuchte zunächst, das Spiel zu ordnen, später auch als Antreiber im Einsatz.
Manuel Hartmann: Kam gut ins Spiel und verbiss sich in einigen Zweikämpfen. Wurde nach dem Koblenzer Platzverweis ein Opfer der Taktik.
Anel Dzaka: Erst links, dann im zentralen Mittelfeld. Mehr als Kämpfer denn als Techniker gefordert.
Dragan Bogavac: Durfte wieder neben Fatmir Vata stürmen - aus taktischen Gründen allerdings auch nur eine halbe Stunde. Bemüht, aber ohne gefährliche Szenen.
Tayfun Pektürk: Nicht so wirkungsvoll wie in den Partien gegen Köln und Fürth. Hatte zu Beginn einige Stockfehler, lief sich bisweilen fest. Musste in der 54. Minute für Noureddine Daham weichen.
Fatmir Vata: Zwei Torvorlagen für den Routinier im Angriff. Versuchte ansonsten, den Ball zu sichern.
Ardijan Djokaj: Kam nach einer halben Stunde und wurde zum Spielverderber der "Löwen". Hatte nach der Pause zwei Chancen, traf kurz vor Schluss zum 2:2.
Andreas Richter: Kam für Hartmann, konnte die Abwehr aber nur bedingt stabilisieren. Schlimmer Fehlpass vor dem Münchner 2:1.
Noureddine Daham: Lief viel, fand aber nicht die rechte Bindung zum Team. (sab)
Rhein-Zeitung |
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Mika Alte Herren

Anmeldedatum: 17.03.2007 Beiträge: 2309
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Verfasst am: 02.10.2007, 07:48 Titel: |
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Joshua Grenier: "Wir liegen im Soll"
Amerikaner leistete Schwerstarbeit in Abwehr
MÜNCHEN. Nach langer Verletzungspause feierte Joshua Grenier gegen Fürth sein Comeback. Gegen 1860 München verteidigte der Amerikaner erneut von Beginn an. Dabei musste er auf der für ihn eher ungewohnten rechten Abwehrseite ran. Ein schwieriges Unterfangen für den 28-Jährigen, der jede Menge Arbeit hatte, um "Löwen"-Linksfuß Daniel Bierofka zu bremsen.
Herr Grenier, ihr Team hat früh eine eher seltsame Rote Karte kassiert, geriet kurz darauf in Rückstand. Wie hat die Mannschaft das weggesteckt?
Es war sicher ein Sieg der Moral. In dieser riesigen Arena 70 Minuten in Unterzahl zu spielen war schwierig. Aber wir haben guten Fußball gezeigt. Ich denke, wir haben den Punkt verdient. Aus meiner Sicht war sogar ein Sieg drin.
Die Abwehr wirkte in einigen Situationen wackelig. Woran lag's?
Wir hatten es ganz einfach mit einer sehr starken Offensive der 1860er zu tun. Bierofka und Göktan - das sind Spieler, die reichlich Erstligaerfahrung haben. Mit Bierofka hatte ich einige Probleme. Aber nach der langen Pause war es für mich das zweite Spiel in wenigen Tagen. Das ist natürlich das beste Aufbautraining, aber es ist auch verdammt hart.
Die TuS hat in der englischen Woche vier Punkte geholt. Zufrieden damit?
Wir hatten uns vorgenommen, sieben Punkte zu holen. Aber mit Blick auf die heutige Partie sind die vier Punkte in Ordnung. In der Tabelle stehen wir jetzt mit elf Punkten auf Rang neun. Wir liegen damit im Soll.
Am nächsten Spieltag kommen die Gladbacher. Wieder ein Spitzenteam. Ihre Prognose?
Ich freue mich jetzt erst einmal darauf, nach dieser Woche wieder nach Hause zu kommen und das Spiel zu verdauen. Aber klar, auch gegen die Gladbacher wird es nicht leicht. Denn die haben - genau wie die Münchner einen super Sturm. Neuville und seine Kollegen in den Griff zu bekommen wird sicher schwierig.
Rhein-Zeitung |
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chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
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Verfasst am: 02.10.2007, 10:09 Titel: |
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Freispruch für TuS-Verteidiger Matej Mavric
Falsche Rote Karte ohne Folgen
Koblenz - Das Fußball-Regelwerk meint es gut mit TuS Koblenz. Weil Matej Mavric bei seinem Platzverweis in der Partie bei 1860 München das Opfer einer Verwechslung wurde, entgeht er einer Sperre. Und auch Branimir Bajic als eigentlicher Übeltäter kann im Nachhinein nicht vom DFB bestraft werden.
- FOTO -
Der Aufreger schlechthin am Sonntag: TuS-Abwehrspieler Matej Mavric (Zweiter von links) sinkt nach der Roten Karte von Schiedsrichter Stefan Lupp fassungslos zu Boden, der eigentliche Übeltäter Branimir Bajic (links) kommt ungeschoren davon.
Der Schriftverkehr war überschaubar. Keine 24 Stunden nach der Posse von München hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Fakten geschaffen und gar nicht erst ein umfassendes Sportgerichts-Verfahren in die Wege geleitet. Zu deutlich war die Sachlage auf dem Rasen der Allianz Arena, wo der Koblenzer Innenverteidiger Matej Mavric am Sonntag vom Platz gestellt worden war. Für ein Foul, das gar nicht er, sondern sein Nebenmann Branimir Bajic begangen hatte. Das Resultat des Ganzen: Mavric entgeht einer Sperre, die nach einer Roten Karte normalerweise mindestens für ein Spiel vorgesehen ist.
Dem DFB, der stets bemüht ist, die Tatsachenentscheidungen des Schiedsrichters zu stützen, springt in diesem Fall ein Passus im Regelwerk zur Seite. Im Paragrafen 13, Nummer 2 der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB ist nämlich ein Ausnahmefall definiert, der dann in Kraft tritt, wenn die Entscheidung des Schiedsrichters nicht nur "strittig" ist, sondern auf einem "offensichtlichen Irrtum" beruht. Und, um im Bild zu bleiben, "offensichtlicher" ging es bei dem Platzverweis gegen Mavric nun wirklich nicht mehr. Der Slowene trabte nämlich 20 Meter hinterher, als sich sein Kollege Bajic und Berkant Göktan in der 21. Minute während eines Laufduells bekriegten, ehe der Spielmacher der "Löwen" zu Boden sank.
Offenbar komplett den Überblick verloren
Der Unparteiische Stefan Lupp, ein 29-jähriger Student aus Zossen, hatte die Situation als Rot-würdig gewertet, inmitten der ganzen roten TuS-Spieler aber offenbar komplett den Überblick verloren. Auch seine Assistenten verunsicherten ihn eher, als dass sie eine Hilfe gewesen wären. Die Konsequenz: Während Mavric (blonde Haare) vom Platz flog, hatte sich Übeltäter Bajic (schwarze Haare) im allgemeinen Durcheinander irgendwo auf dem Platz verkrümelt. Weil der Schiedsrichter sein Fehlverhalten einräumte und auch die Fernsehbilder die Szenerie deutlich belegten, wurde Mavric nun freigesprochen - der Slowene darf folglich am Sonntag im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach wieder mitmischen.
Gleiches gilt im Übrigen auch für Bajic, gegen den im Nachklapp nicht ermittelt werden darf - weil eben eine Tatsachenentscheidung von Schiri Lupp vorliegt. Hintergrund dieser Rechtsprechung ist ein Präzedenzfall um den damaligen Bayern-Spieler Hassan Salihamidzic, der im November 2003 wegen eines offenkundigen Schiri-Fehlers vom Platz gestellt worden war. Ähnlich gelagert war der Platzverweis des damaligen Herthaners Alexander Madlung im November 2004.
Rapolder: "Enormer Druck"
Klar, dass man bei TuS Koblenz das Urteil des DFB erleichtert zur Kenntnis genommen hat. Wobei Uwe Rapolder bereits nach dem Spiel dafür plädierte, den untröstlichen Mann in Schwarz nicht an den Pranger zu stellen. "Die Unparteiischen haben auch Druck. Gerade einem jüngeren Schiri kann so eine Geschichte die Karriere vermasseln", so der TuS-Trainer, "das Gespann stand nach dieser Karte natürlich enorm unter Druck."
Erschwerend hinzu kam, dass die Akteure auf beiden Seiten versuchten, die Situation für sich zu nutzen, Gesten von Außen taten ein Übriges. Immerhin, Lupp fing sich und brachte die 90 Minuten einigermaßen über die Bühne.
Angesichts der Wirren rund um die Rote Karte ging fast unter, dass die Koblenzer derzeit mit einem ähnlichen Problem wie der Schiedsrichter zu kämpfen haben. Durch eigene Fehler wurden mehrfach gute Leistungen nicht in Punkte umgewandelt. Im Vergleich zu Lupp bekamen die TuS-Spieler in München aber die Chance, ihre Patzer vor den Gegentoren wieder zu reparieren.
Sven Sabock
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html |
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chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
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Verfasst am: 02.10.2007, 10:10 Titel: |
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Einwurf
Das Spiel lebt von den Fehlern
Sven Sabock blickt auf den achten Spieltag zurück
Es ist müßig, darüber zu spekulieren, wie der Koblenzer Trainer Uwe Rapolder reagiert hätte, wenn die TuS bei 1860 München in Unterzahl kräftig abgewatscht worden wäre. Ein indisponierter Schiedsrichter, der einer Mannschaft zu Unrecht 70 Minuten Unterzahl beschert und das Drehbuch der Partie maßgeblich umschreibt - der Sündenbock wäre schnell gefunden gewesen. Weil die TuS aber sogar in Unterzahl zu einem beachtlichen 2:2 kam, konnte der Fußball-Lehrer durchaus aufgeräumt seine Sicht rund um die Tücken des Schiedsrichter-Wesens beleuchten. Was obendrein überraschte: Rapolder nahm den an diesem Tag überforderten Unparteiischen sogar in Schutz, der in München zu allem Überfluss auch von seinen beiden Assistenten im Stich gelassen worden war.
Um den Mann in Schwarz zu unterstützen, liegt die Forderung nach einem Videobeweis nahe - die der TuS-Trainer denn auch erhob. Eine mögliche Variante, die wohl auch technisch umsetzbar wäre: Ein vierter Mann mit Zugriff auf die Fernsehbilder sitzt abseits des Feldes, ist per Funk mit dem Schiedsrichter verbunden und steht bei strittigen Szenen beratend zur Seite.
Ein durchaus diskutabler Ansatz, mit dem sich die mächtigen Fifa-Funktionäre aber schwertun. Die zaghaften Experimente mit einem Chip im Ball oder einer Torkamera haben die Regelwerker noch nicht überzeugt - zumindest wird uns das gerne berichtet. Dass die Fifa als oberstes Organ ungeachtet aller Änderungen nur ungern in die Entscheidungsgewalt des Unparteiischen eingreifen will, liegt auf der Hand: Denn die Tatsachen-Entscheidung des Schiedsrichters gehört zum Spiel ebenso dazu wie der Torwart. Dieses hohe Gut zu bewahren und gleichzeitig ein Höchstmaß an Gerechtigkeit zu erreichen, ist die Herausforderung. Selbstredend, dass dabei im Multimedia-Zeitalter auch die Technik Einzug halten muss. Unter dem Strich muss bei allen Überlegungen aber eine wesentliche Erkenntnis stehen: Der Fußball lebt von den Fehlern. Von denen der Spieler, aber eben auch von denen der Schiedsrichter.
E-Mail an den Autor: Sven Sabock@Rhein-Zeitung.net
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-2.html |
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