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RZ-Berichte zum Spiel gegen Fürth

 
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chris
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BeitragVerfasst am: 26.09.2007, 12:00    Titel: RZ-Berichte zum Spiel gegen Fürth Antworten mit Zitat

Koblenz will gegen Fürth punkten, aber auch die spielerische Entwicklung vorantreiben

Die TuS auf schmalem Grat

- GRAFIK -
Wer spielt hinten? TuS: Trainer Rapolder hatte schon am Sonntag nach dem 1:2 gegen Köln laut über personelle Änderungen nachgedacht - demnach zeichnet sich die ein oder andere Umstellung vor dem Spiel gegen Fürth ab.

KOBLENZ. Wie reagiert Fußball-Zweitligist TuS Koblenz auf die jüngste Heimniederlage gegen den 1. FC Köln? Die Antwort auf diese Frage gibt's bereits heute um 17.30 Uhr, wenn die Elf von Trainer Uwe Rapolder den Tabellenzweiten SpVgg Greuther Fürth erwartet.

In den sogenannten englischen Wochen geht es Schlag auf Schlag. Da sind Erfolge schnell vergänglich, da bleibt wenig Zeit, um sich an Großtaten zu ergötzen. Andersherum kann man sich bei drei Spielen innerhalb von sieben Tagen schnell am eigenen Zopf wieder aus dem Sumpf ziehen. Ganz so schlimm ist es um Fußball-Zweitligist TuS Koblenz natürlich nicht bestellt, aber möglicherweise wird heute Abend niemand mehr von der Heimniederlage gegen den 1. FC Köln sprechen - wenn die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder einen Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth folgen lässt.

Der Haken an der Sache: Die Gäste aus Franken sind in der Zweiten Liga so etwas wie die Mannschaft der Stunde und haben sich in der Tabelle oben festgesetzt. 14 Punkte aus sechs Spielen, dazu eine beeindruckende Torbilanz von 9:2, die Mannschaft von Gäste-Coach Bruno Labbadia ist richtig gut aus den Startlöchern gekommen. "Manchmal hat man eben einen Lauf, in dem manches wie von alleine funktioniert", sagt Rapolder über den heutigen Gegner.

Davon sind die Koblenzer noch ein Stück weit entfernt, Rapolder ist noch dabei, das TuS-Mosaik zu einem Bild zusammenzusetzen. "Es ist wichtig, dass die Mannschaft ein Gesicht zeigt", skizziert der Trainer seine übergeordnete Idee, die zuletzt allerdings immer wieder durch persönliche Schnitzer torpediert wurde. Die Spielidee voranbringen, gleichzeitig aber auch die nötigen Punkte einfahren - das steht derzeit bei der TuS auf dem Plan. Die Partie gegen Fürth soll ein weiteres Etappenziel sein.

"Wir müssen einfach auf den positiven Dingen aufbauen", fordert Rapolder, der seit Sonntag mehr als Pädagoge denn als Übungsleiter gefragt war. Einer ausgiebigen Mannschaftssitzung am Montag folgte eine Laufeinheit, gestern war bereits das Abschlusstraining, mehr lässt das dichte Zweitliga-Programm derzeit auch nicht zu. Rapolder: "Wichtig ist, dass die Mannschaft die Köpfe frei bekommt, ein bisschen frische Luft hilft dabei."

Der Hintergrund dieser Aussage liegt auf der Hand. Die Koblenzer Akteure sollen gar nicht erst auf trübe Gedanken kommen, dazu besteht nach der ordentlichen Leistung vom Sonntag auch kein Grund. "Wir dürfen jetzt nicht in Aktionismus verfallen", relativiert Rapolder seine zunächst angekündigten Umbaumaßnahmen, die sich nun auf punktuelle Impulse beschränken werden. "Ein, zwei unverbrauchte Leute können der Mannschaft ganz gut tun", grübelte der Coach gestern vor der abschließenden Einheit.

Dass sich Rapolder derzeit vergleichsweise gelassen gibt, hängt wohl auch damit zusammen, dass das TuS-Ensemble von der Punktzahl her noch halbwegs in der Spur läuft - ungeachtet der Tabellensituation. "Nach meiner Rechnung fehlen uns zwei Punkte, um wieder im Soll zu sein", so der TuS-Trainer. Mit einem Dreier wäre also alles wieder in der Reihe. Zur Not würde ja auch ein ähnlicher Glücks-Moment wie im Vorjahr genügen, als Martin Forkel eben gegen Greuther Fürth mit einem 25 Meter-Schuss für den ersten Zweitliga-Erfolg von TuS Koblenz sorgte.

Sven Sabock

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html


Zuletzt bearbeitet von chris am 27.09.2007, 10:41, insgesamt einmal bearbeitet
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chris
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BeitragVerfasst am: 26.09.2007, 12:01    Titel: Antworten mit Zitat

Stürmer nach Verletzung wieder fit

Vorfreude bei Maierhofer - Ex-Koblenzer fühlt sich in Fürth wohl

- FOTO -
Trägt jetzt das Kleeblatt auf der Brust: Bis zum Sommer rackerte Stefan Maierhofer (dunkles Trikot) für TuS Koblenz, ehe er zum heutigen Gegner Greuther Fürth wechselte. Foto: Thomas Frey

KOBLENZ. Sechs Monate war er in Koblenz der Liebling der Fans. Stefan Maierhofer kam im Januar zur TuS und half mit, den Klassenverbleib in der Zweiten Liga zu schaffen. Nach seinem Wechsel zur SpVgg Greuther Fürth - der nicht ganz geräuschlos verlief - kehrt er heute im Gäste-Trikot aufs Oberwerth zurück. Vermutlich muss der Österreicher aber zunächst auf der Bank Platz nehmen, nach einer Bänderverletzung hat der Angreifer vorerst seinen Stammplatz verloren.

Herr Maierhofer, wie geht es Ihnen in Fürth?

Danke, gut. Meine Wohnung ist jetzt komplett eingerichtet, ich habe schon viele Freunde gewonnen, und der sportliche Erfolg macht natürlich auch vieles einfacher.

Was macht die Fürther in der Frühphase der Saison so stark?

Das Kollektiv. Wir haben eine intakte Mannschaft, in der es auch außerhalb des Platzes stimmt. Vor allem arbeiten wir im Training super zusammen - und unser Trainer stellt uns gut auf die Spiele ein.

In Fürth hat ein großer Umbruch stattgefunden. Warum harmoniert die Mannschaft schon so gut und präsentiert sich vor allem in der Defensive so stabil?

Der Trainer hat eine klare Handschrift. Wir haben in der Vorbereitung sehr intensiv trainiert und waren praktisch jeden Tag von 8 bis 18 Uhr zusammen. Das hat uns sehr geholfen. Zum Glück haben wir im Moment auch nur wenige Verletzte. Und mit jedem Sieg steigt natürlich das Selbstvertrauen, von dem wir jetzt auch profitieren.

Mit welchen Gefühlen blicken Sie auf das Spiel in Koblenz?

Ich freue mich auf das Spiel bei der TuS - zunächst einmal weil wir dort gewinnen wollen. Außerdem werde ich in Koblenz sicher ein paar alte Bekannte und Freunde sehen. Denn das halbe Jahr in Koblenz hat Spaß gemacht, und ich denke, dass ich dort meine Aufgabe erfüllt habe - immerhin hat es die TuS ja geschafft und ist in der Liga geblieben. Es wird sicher auch ein paar negative Sprechchöre geben, aber das gehört zum Fußball dazu.

Trotzdem gab es rund um Ihren Wechsel nach Fürth ein paar Irritationen. Sind die ausgeräumt?

Ich habe nicht gepokert, sondern es war aus meiner Sicht einfach so, dass sich die Koblenzer Verantwortlichen zu spät bei mir gemeldet haben. Leider ist es so, dass ich noch Geld von der TuS bekomme, auf einige andere trifft das auch zu. Ich bin froh, dass ich mich für Fürth entschieden habe, obwohl ich hier weniger verdiene. Neben dem sportlichen Aspekt sind hier die Rahmenbedingungen einen Tick besser.

In Fürth wollen Sie sich auch für die österreichische Nationalelf empfehlen...

Die Verletzung hat mich zurückgeworfen. Das ist ein weiter Weg, ich muss jetzt erst einmal im Verein meine Leistung bringen.

Mit wem werden Sie nach dem Spiel das Trikot tauschen?

Mit Michael Gurski, das ist schon fix. Schade, dass Philipp Langen verletzt ist; ich habe ihm telefonisch gute Besserung gewünscht.

(sab)

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-2.html
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chris
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BeitragVerfasst am: 26.09.2007, 12:02    Titel: Antworten mit Zitat

TuS: Trainer Rapolder deutet Umstellungen an

Wer spielt hinten?

KOBLENZ. TuS-Trainer Uwe Rapolder hatte schon am Sonntag nach dem 1:2 gegen Köln laut über personelle Änderungen nachgedacht - demnach zeichnet sich die ein oder andere Umstellung vor dem Spiel gegen Fürth ab.

Rapolders Problem: Die Alternativen halten sich gerade in der Defensive in Grenzen. Die nächstliegende Option wäre der Einsatz von Andreas Richter, der für den zuletzt glücklosen Matej Mavric ins Team rutschen könnte. Denn: Rüdiger Ziehl fällt aufgrund seiner Adduktorenbeschwerden weiterhin aus, und Joshua Grenier hat nach seiner hartnäckigen Oberschenkelverletzung noch Trainingsrückstand. Aber: Im Abschlusstraining hatte der US-Amerikaner zwischenzeitlich sogar das gelbe Leibchen an...

In der Offensive hat Tayfun Pektürk zuletzt gute Argumente geliefert, um erneut in der Startelf zu stehen. Der dribbelstarke Mann könnte ein wichtiger Faktor sein, um die Fürther Abwehr zu knacken. Spielt Pektürk, müsste Dragan Bogavac wohl erneut draußen bleiben. Es sei denn, der flinke Montenegriner darf für Fatmir Vata auf dem Flügel stürmen - und der Routinier würde dann Noureddine Dahams Posten in der Spitze übernehmen.

(sab)

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-3.html
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chris
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BeitragVerfasst am: 27.09.2007, 10:42    Titel: Antworten mit Zitat

TuS Koblenz - SpVgg Greuther Fürth 3:0 (2:0)

Die TuS dreht mächtig auf

KOBLENZ. TuS Koblenz hat die 1:2-Pleite gegen den 1. FC Köln eindrucksvoll repariert. Mit der bislang besten Saisonleistung erreichte die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder einen nie gefährdeten Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth.

- FOTO -
So eng ging's im Duell zwischen TuS Koblenz und der SpVgg Greuther Fürth selten zu: Hier setzt sich Tayfun Pektürk gegen den Fürther Leonhard Haas (rechts) durch. Foto: Thomas Frey

Fußball-Festtage müssen nicht immer auf einen Sonntag fallen. Mitunter gibt's auch an einem ganz gewöhnlichen Mittwoch Außergewöhnliches zu sehen. Zum Beispiel gestern Abend, als TuS Koblenz die SpVgg Greuther Fürth mal eben mit 3:0 nach Hause schickte. Ein rundum gelungener Auftritt der Blau-Schwarzen, die ihren Plan exakt umsetzten: Hinten wurden die Fehler auf ein Minimum reduziert, vorne die Chancen genutzt. Viel besser geht's nicht. "Ich dachte schon, dass so etwas in der Luft liegt", freute sich TuS-Trainer Uwe Rapolder, "die Mannschaft hat eine sehr gute Reaktion auf die Niederlage gegen Köln gezeigt."

Zur Überraschung vieler gab's auf dem Oberwerth einen guten alten Bekannten zu sehen. Joshua Grenier durfte erstmals in dieser Saison mitmischen, der US-Amerikaner sollte der Abwehr mehr Halt geben und obendrein die Kommunikation verbessern. Der Plan von Rapolder ging auf, nicht nur dank Grenier kam die TuS erstmals in dieser Saison ohne Gegentor aus. Und was nicht minder beeindruckte: Die Koblenzer zeigten auch im Spiel nach vorn jene Kombinationssicherheit, die sich der Trainer seit Wochen erhofft. "Das war einfach unser Spiel", strahlte TuS-Kapitän Anel Dzaka.

Maßgeblichen Anteil am Gesamtpaket hatte der Freistoßtreffer von Fatmir Vata in der 29. Minute. Der Albaner zwirbelte den Ball aus 22 Metern ins Dreieck - es war der Auftakt für eine fortan furios agierende TuS, die die Franken aus Fürth an die Wand spielte. Ganz nebenbei: Die Fürther hatten bis dato gerade erst zwei Gegentreffer kassiert - schwer nachvollziehbar, wie der Elf von Trainer Bruno Labbadia dieses Kunststück gelungen ist.

In Koblenz jedenfalls kam der bisherige Tabellenzweite nicht über die Rolle des Statisten hinaus. Da durfte selbst Anel Dzaka nach einem Lomic-Freistoß mitten im Getümmel einen Kopfball zum 2:0 versenken, so etwas sieht man auch nicht alle Tage.

Doch es sollte noch schlimmer werden für die Gäste. Die TuS drehte nach der Pause erst richtig auf, mit ein bisschen mehr Konsequenz wäre ein Schützenfest möglich gewesen. Angesichts der Dominanz sprang lediglich das 3:0 durch Dragan Bogavac heraus, der nach Vorarbeit von Tayfun Pektürk keine Mühe hatte, aus elf Metern den Ball einzuschieben. "Es war wichtig, dass wir endlich einmal hinten die Null gehalten haben", sagte TuS-Stopper Matej Mavric, der zuletzt ein Unsicherheitsfaktor war - gestern aber nahezu alle Zweikämpfe gewann. "Es war höchste Zeit, dass wir mal ohne Fehler ausgekommen sind", ergänzte der Slowene.

Am Ende hatte die TuS leichtes Spiel, zumal die Fürther gleich zwei Platzverweise verkraften mussten. Zunächst sah Daniel Felgenhauer Rot (76.), dann musste Marino Biliskov nach Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen. Zu diesem Zeitpunkt schwappte bereits die Welle durch das Stadion, die Zuschauer waren restlos begeistert. Angesichts der fanunfreundlichen Anstoßzeit waren lediglich 8194 Zuschauer gekommen - diejenigen, die Hause geblieben sind, haben etwas verpasst. "Für uns sieht es jetzt mit zehn Punkten wieder erfreulicher aus, mal sehen, wie wir uns am Sonntag in München aus der Affäre ziehen", blickte ein erleichterter Rapolder auf die nächste Aufgabe - vor der den Koblenzern in dieser Verfassung nicht bange sein muss.

Sven Sabock

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
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BeitragVerfasst am: 28.09.2007, 11:17    Titel: Antworten mit Zitat

Akteure von TuS Koblenz loben sich nach souveränem 3:0 gegen Fürth gegenseitig

"Mini-Sturm" mit großem Auftritt

- FOTO -
Denker und Lenker: TuS-Kapitän Anel Dzaka (rechts) spielte beim 2:0 gegen Fürth groß auf. Foto: Thomas Frey

KOBLENZ. Erleichterung bei den Akteuren von TuS Koblenz: Nachdem es Anel Dzaka & Co. gegen den 1. FC Köln versäumt hatten, sich für eine gute Leistung zu belohnen, lief beim 3:0 gegen die SpVgg Greuther Fürth fast alles wie am Schnürchen.

Am Ende waren die Kleinsten die Größten. Entsprechend fiel ihr Jubel aus: Tayfun Pektürk, Fatmir Vata und Dragan Bogavac tanzten mit ihren Mannschaftskameraden im Anstoßkreis, als wollten sie jedem zurufen: "Ja, so macht Fußball Spaß!" Gerade mal 1,72 Meter misst das Sturmtrio der TuS im Schnitt, aber gegen Fürths Defensivgarde um Marino Biliskov (1,95 Meter), Jan Mauersberger (1,94 Meter) oder Torhüter Sascha Kirschstein (1,96 Meter) verwandelten sich die vermeintlichen Zwerge in Riesen.

"Das war unser Spiel, wir hatten sehr viel Bewegung in der Offensive", stimmte Anel Dzaka in das allgemeine Lob für den gut disponierten TuS-Angriff ein: "Wir haben zwar zwei Tore aus Standards erzielt, aber weitere Chancen gut herausgespielt." Seinen eigenen Treffer verdankte der Koblenzer Kapitän einem Freistoß, "den Marko Lomic genau auf den kurzen Pfosten geschlagen hat". TuS-Tor Nummer eins resultierte aus einem direkt verwandelten Freistoß von Fatmir Vata. "Natürlich braucht man ein wenig Glück, damit so ein Ball reingeht", gab der Torschütze zu, "aber genau dieses Glück hat uns ja gegen Köln gefehlt."

Da war sie noch einmal, die Erinnerung an die unglückliche Niederlage gegen den 1. FC Köln. Oder besser: die Genugtuung, gegen Greuther Fürth so gespielt zu haben, wie man es sich drei Tage zuvor gegen den FC vorgenommen hatte. "Gegen Köln haben einige in der Halbzeit die Köpfe hängen lassen, diesmal hatten wir uns fest vorgenommen, nach der Pause das dritte Tor zu machen", erklärte Joshua Grenier den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage. Ohne freilich erwartet zu haben, "dass uns die Fürther einen dritten Treffer schenken würden".

Zum ersten Mal stand Grenier nach seiner Verletzungspause im Team, auf der ungewohnten rechten Abwehrseite, "auf der ich auch in der vergangenen Saison gegen Fürth gespielt habe". Natürlich habe es Spaß gemacht, wieder dabei zu sein, erst recht nach der klaren Führung, "nach der wir auch ein bisschen für die Galerie spielen konnten". Zuvor allerdings habe man die "geistige und körperliche Fitness" beweisen müssen, die der Trainer zur Minimierung eigener Fehler gefordert habe. "Einfach spielen, einfach den Ball nach vorn", lautete Greniers Rezept, um elf Gegentoren in fünf Versuchen endlich ein Spiel ohne Gegentor folgen zu lassen.

"Natürlich tut die Null gut", befand auch Trainer Uwe Rapolder und freute sich insbesondere für den zuletzt gescholtenen Matej Mavric. Dem Slowenen fiel nach einer fehlerlosen Partie sichtlich ein Stein vom Herzen. "Wir haben es zwar vorher immer versucht, aber heute endlich zu Null gespielt. Es war wirklich Zeit, dass wir mal keinen Fehler gemacht haben", brachte Mavric seine Erleichterung zum Ausdruck.

TuS-Keeper Dennis Eilhoff hatte nur zweimal zittern müssen, doch Stefan Reisinger schickte den Ball freistehend am Pfosten vorbei ins Aus und Stefan Maierhofers Kopfball landete am Lattenkreuz. "Ich konnte den Ball nicht mehr richtig drücken, aber was soll"s, ob 3:0 oder 3:1, das ist jetzt auch egal", befand der enttäuschte Ex-Koblenzer, der erst nach der Pause zum Einsatz gekommen war. In den ersten Minuten habe sein Team noch gut gestanden, "doch dann haben wir das Mittelfeld vergessen und besonders Goran Sukalo zu viel Freiraum gelassen". Was dieser zu guten Anspielen auf die flinken Koblenzer Stürmer genutzt habe. Viel Lob für die "TuS-Minis" also auch vom 2,02-Meter-Mann Maierhofer.

Größe bewies Fatmir Vata auch im Rückblick auf den Platzverweis gegen seinen Gegenspieler Biliskov. "Ich habe ihn zuerst gefoult, und dann hat er mich etwas getreten", beschrieb der Albaner die Szene, die seines Erachtens "nicht unbedingt mit einer Roten Karte geahndet werden musste".

Edgar Benz

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
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BeitragVerfasst am: 28.09.2007, 11:18    Titel: Antworten mit Zitat

Beste Unterhaltung beim Koblenzer 3:0

TuS: Zweikämpfe und Schaulaufen

- FOTO -
Ein bisschen Feiern war erlaubt nach dem Koblenzer 3:0 gegen Greuther Fürth: Vor allem Jungspund Tayfun Pektürk (Mitte) hatte allen Grund zur Freude, neben einer starken Leistung bereitete der 19-Jährige den dritten Treffer vor. Foto: Thomas Frey

KOBLENZ. Am Ende war es für Uwe Rapolder fast zu viel des Guten. Jeder Ballkontakt der TuS wurde von den Fans mit einem lauten "Olé" begleitet, die dezimierten Gäste aus Fürth fast schon wie ein Stier am Ring durch das Stadion Oberwerth gezogen.

"Eigentlich ist es nicht so schön, wenn man gegen neun Mann spielt", passte dem Koblenzer Trainer die aufkommende Arroganz in seiner Elf nicht wirklich, "aber mir ist das umgekehrt vor acht Jahren mit Waldhof Mannheim auch schon mal passiert, so gesehen gleicht sich alles aus", schmunzelte Rapolder nach einem nahezu perfekten Abend.

3:0 hieß es gegen die bis dato ungeschlagenen Franken, neben der runden Leistung hatte auch die Dramaturgie der TuS in die Karten gespielt. Nach dem 1:0 durch Fatmir Vatas Freistoß (31.) entwickelte die Partie eine Eigendynamik, der zwei weitere Tore durch Anel Dzaka (31.) und Dragan Bogavac (49.) folgten - und die im Schaulaufen endete.

Der Vortrag der Koblenzer war einmal mehr ein Beleg dafür, dass man in der Tat über den Kampf zum Spiel finden muss. Die TuS war im Mittelfeld weitaus präsenter als zuletzt und schaffte es, die Fehler zu minimieren. Weil der Rapolder-Elf obendrein das Glück zur Seite sprang, konnte eigentlich nichts schief gehen. "Wir haben am Ende dann auch gut gespielt", ergänzte der Coach zufrieden. Voraussetzung dafür war wohl auch der unbedingte Wille, nicht mit zwei Heimpleiten in Folge zum anstehenden Auswärtsspiel nach München zu fahren. Dort wird sich weisen, ob der aktuelle Formanstieg in konstante Leistungen umgesetzt werden kann.

(sab)

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-2.html
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