Mika Alte Herren

Anmeldedatum: 17.03.2007 Beiträge: 2309
|
Verfasst am: 04.09.2007, 08:15 Titel: Rechte Seite bleibt Baustelle |
|
|
|
Rechte Seite bleibt Baustelle
TuS Koblenz: Trainer Rapolder sucht nach passenden Konstellationen
KOBLENZ. Auch als Fußball-Trainer kann man es eben nicht allen recht machen - das liegt in der Natur der Sache. Schon zu Regionalligazeiten wurde bei TuS Koblenz die Güte des Offensivspiels stets in Verbindung mit der Anzahl der Stürmer festgemacht. Auch Trainer Uwe Rapolder musste in diesen Tagen bereits mehrfach erklären, dass diese These nur bedingt haltbar ist.
Wenn auch unbeabsichtigt, wurde der Koblenzer Coach beim 2:2 gegen den 1. FC Kaiserslautern in seiner Sicht der Dinge bestätigt. Dort hatte er in der Schlussphase sein komplettes Offensivpersonal auf den Rasen geschickt, letztlich konnte die TuS aber froh sein, überhaupt noch einen Zähler ins Ziel gerettet zu haben. Mut zur Offensive wird eben nicht immer belohnt.
Gerade die aufwühlenden letzten 20 Minuten der Partie bilden denn auch für Rapolder die Arbeitsgrundlage der nächsten Wochen. Kompakter stehen und gleichermaßen kreativ den Weg nach vorn suchen ist der Auftrag ans Koblenzer Personal. "Es kann doch nicht sein, dass der Gegner in unserem Strafraum kombiniert, da müssen wir viel aggressiver zu Werke gehen", legt der Coach den Finger in die Wunde. Dass der Koblenzer Trainer nun schon vier Mal seine Startformation geändert hat, zeigt freilich auch, dass er auf der Suche nach der Balance noch nicht die optimale Personalkonstellation gefunden hat.
Als wesentliche Baustelle hat sich dabei die rechte Seite herauskristallisiert, wo der bislang gesetzte Martin Forkel gegen Kaiserslautern eine Denkpause bekam und von Matej Mavric vertreten wurde. Der Slowene hielt die Seite weitgehend dicht, Flankenläufe sind allerdings nicht sein Ding. Auf der offensiven Position präsentiert sich Sascha Traut noch wechselhaft, Du-Ri Cha fehlt einfach ein Erfolgserlebnis, um selbstbewusster und zielstrebiger auftreten zu können. Auch Dragan Bogavac wurde bereits auf der Außenbahn getestet, blühte gegen den FCK aber im Angriff so richtig auf. Fazit: Die ultimative Lösung wird rechts noch gesucht.
Ärgerlich für Rapolder: Auch die in den Vorjahren erfolgreich praktizierte Variante mit Brenny Evers und Evangelos Nessos wird es wahrscheinlich so bald nicht geben. Nessos ist nach zwei Knieoperationen noch nicht im Mannschaftstraining, auch Rechtsverteidiger Evers fällt vorerst aus. Nach seiner Handverletzung im April absolvierte der Niederländer eine durchwachsene Vorbereitung, ehe er vor dem FCK-Spiel kurzfristig passen musste. Evers fühlte sich zuletzt während der Einheiten schlapp, genauere Untersuchungen sollen in dieser Woche Aufschluss geben.
Weil sich gegen Kaiserslautern auch im Defensivzentrum Lücken auftaten, wittert der noch angeschlagene Joshua Grenier seine Chance. Der US-Amerikaner ist noch ohne Pflichtspiel-Einsatz, nach einer langwierigen Oberschenkelverletzung darf er nur langsam die Frequenz steigern. Gleiches gilt für Linksfuß Ardijan Djokaj. Beiden hilft die Liga-Pause - was wohl für den kompletten TuS-Kader gilt.
Rhein-Zeitung |
|