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RZ-Berichte zum Spiel gegen Augsburg

 
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chris
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BeitragVerfasst am: 17.08.2007, 10:07    Titel: RZ-Berichte zum Spiel gegen Augsburg Antworten mit Zitat

Einsatz und Lei­den­schaft sind die Tugenden

TuS: Eine andere Ein­stel­lung muss her

Koblenz - Uwe Rapolder darf durchaus als Mann des geschlif­fenen Wortes gelten, wenn es um die Ver­mitt­lung fuß­ball­spe­zifi­scher Abläufe geht. Doch wenn die Spieler des Zweit­ligis­ten TuS Koblenz ihrem Trainer entweder gar nicht zuhören oder aber dessen tak­tisches Konzept nicht umsetzen können oder wollen, für den Fall lässt der TuS-Trainer lieber Bilder sprechen. "Denn die", so wusste Rapolder bei der gestrigen Abschluss­pres­sekon­ferenz vor dem heutigen Spiel gegen den FC Augsburg zu ver­mit­teln, "sagen oft mehr als tausend Worte".

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Auch in luftiger Höhe waren die Mainzer, hier Daniel Gunkel (hinten), den Koblen­zern (Marko Lomic) haushoch überlegen. Den Augs­bur­gern dagegen will die TuS heute in Augenhöhe begegnen.

So ersparte sich der Fußball-Lehrer zu Beginn der Woche die Ver­bal­akro­batik und legte statt­des­sen die CD vom Spiel gegen Mainz ein. Wie sich jeder vor­stel­len kann, der das Spiel live mit­erle­ben musste, nicht eben ein ver­gnü­gungs­steu­erpflich­tiges cine­asti­sches Erlebnis für Spieler und Coach. "Da hat jeder deutlich gesehen, dass die Jungs mitunter zehn Meter weit von ihren Gegen­spie­lern entfernt standen. Da müssen wir gegen Augsburg den Hebel ansetzen und viel aggres­siver zur Sache gehen", forderte Rapolder für die heutige Partie eine "ganz andere Ein­stel­lung".

Ob die mit einer ver­änder­ten Auf­stel­lung ein­her­geht, damit ist zumindest in Teilen zu rechnen. Soweit das der wegen einiger ange­schla­gener Spieler dezi­mierte Kader überhaupt zulässt. Ins­beson­dere auf den Außen­bah­nen drückt der Schuh. Auf der linken Seite musste Ardijan Djokaj unter der Woche einen Come­back­ver­such wegen erneut auf­tre­ten­der Schmerzen abbrechen. Auf ihn muss Rapolder weiterhin ver­zich­ten - ebenso wie auf Evangelos Nessos auf der rechten Außenbahn. Auch Du-Ri Cha habe bei seinem eher durch­wach­senen Auftritt in Mainz gezeigt, "dass er noch nicht so weit ist". Was dafür sprechen könnte, dass Dragan Bogavac diesmal auf rechts zum Zuge kommt. Auf der linken Seite wäre Philipp Langen, der in Mainz nach seiner Ein­wechs­lung gute Ansätze gezeigt hat, eine Alter­native.

"Ein Geduld­spiel"

Gegen die spiel­star­ken Augs­bur­ger erwartet Rapolder in jedem Fall "ein Geduld­spiel". Die Begegnung erinnert den TuS-Trainer an die beiden Spiele gegen München 1860 und Erz­gebirge Aue zum Ende der ver­gan­genen Spielzeit. "Sein­erzeit mussten wir auch unbedingt gewinnen. Ich hoffe, dass uns das mit der Unter­stüt­zung der Fans diesmal wieder gelingen wird", sagt der Übungs­lei­ter und setzt auf die Fans als "12. Mann". In jedem Fall aber sieht Rapolder seine Spieler in der Pflicht. "Sie müssen mit Hingabe, mit viel Lei­den­schaft spielen. Denn der Funke muss von den Spielern auf die Zuschauer über­sprin­gen. Und nicht umgekehrt."

Nicht, dass sich der Koblenzer Coach als beken­nen­der Ästhet nun völlig vom Erleb­nis­fuß­ball ver­abschie­det hätte, "doch auch wenn wir erst den zweiten Spieltag haben, müssen wir aufs Ergebnis schauen", bekannte Rapolder. Was gegen die taktische Variante spricht, gegen den FCA mit zwei Stürmern anzu­tre­ten. Rapolder: "Damit würden wir den Augs­bur­gern mit ihrer Dreier-Abwehrkette nur einen Gefallen tun."

Weil auch Augsburg nach dem 2:6-Debakel gegen 1860 zunächst einmal um Scha­dens­begren­zung bemüht sein dürfte, deutet alles auf zwei eher abwar­tende Mann­schaf­ten heute auf dem Oberwerth hin. Mit einem Feuerwerk der Offensive ist eher nicht zu rechnen.

Klaus Reimann - Foto: Thomas Frey

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html


Zuletzt bearbeitet von chris am 20.08.2007, 15:02, insgesamt einmal bearbeitet
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chris
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BeitragVerfasst am: 19.08.2007, 13:59    Titel: Antworten mit Zitat

TuS gelingt gegen Augsburg erster Sai­son­erfolg

Über Standards zum Sieg

Koblenz - Erstes Heimspiel, erster Sai­son­erfolg. Mit 2:1 besiegte TuS Koblenz gestern Abend den FC Augsburg und leistete damit zumindest ergeb­nis­mäßig Wie­der­gut­machung für die 1:4-Schlappe in Mainz.

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Erlö­sen­der Jubel nach dem späten Siegtor für die TuS: Kapitän Anel Dzaka (hinten) feiert den Tor­schüt­zen Goran Sukalo.

Als Uwe Rapolder vor der Partie seiner TuS Koblenz gegen den FC Augsburg die Rand­bemer­kung fallen ließ, dass zwar erst der zweite Spieltag anstehe, "wir aber jetzt auch mal aufs Resultat schauen müssen", dann war das so etwas wie eine Pro­phe­zei­ung, was die Güte dieser Partie betraf.

Ein Schön­heits­preis wurde, wie zu erwarten, am Frei­tag­abend auf dem Oberwerth nicht vergeben. Aber es ging ja auch nach den Auf­takt­nie­der­lagen für beide Teams um eine möglichst prompte Wie­der­gut­machung. Und die gelang den Koblen­zern, die am Ende über einen hart erkämpf­ten Sieg jubeln durften. Kein spie­leri­sches Glanz­stück der TuS, kein apo­stro­phier­ter Kon­zept­fuß­ball, kaum Ver­tikal­spiel. Der Sieg war vielmehr das Ergebnis einer wieder ent­deck­ten Stärke aus der ver­gan­genen Spielzeit.

Beide Koblenzer Tore fielen nach Stan­dard­situa­tio­nen. Genauer gesagt, nach Ecken von Linksfuß Marko Lomic. Nach einer halben Stunde stand TuS-Verteidiger Branimir Bajic am zweiten Pfosten gold­rich­tig. Und nach dem zwi­schen­zeit­lichen Ausgleich für Augsburg war es sechs Minuten vor dem Schluss­pfiff wieder eine Lomic-Ecke, die zum Sieg führte. Goran Sukalo traf per Kopf und ließ die Fans jubeln.

"Das war ein Geduld­spiel und ein Arbeits­sieg"

"Das war ein Geduld­spiel und ein Arbeits­sieg. Natürlich sind wir sehr erleich­tert. Die Partie war über weite Strecken von Ner­vosität geprägt. Doch am Ende hat unsere gute Moral gesiegt", freute sich Rapolder über den ersten "Dreier".

Aus dem Spiel heraus brachten beide Teams tatsäch­lich herzlich wenig zu Stande. Zu sehr lag das Haupt­augen­merk auf der Defensive. Was nicht weiter wundert, galt es doch gerade im Spiel gegen den Ball diesmal besser zu agieren als bei der Sai­son­pre­miere, als es Gegentore satt gab.

Den Koblen­zern gelang die Balance zwischen stabiler Defensive und kon­trol­lier­ter Offensive zunächst besser. Ins­beson­dere, wenn Philipp Langen auf links den Ball bekam, war stets für Aktion in der FCA-Hälfte gesorgt. Nach schönem Solo wurde Langen erst im letzten Moment gestoppt (4.), sechs Minuten später legte der Linksfuß auf Manuel Hartmann ab, doch dessen Schuss wurde geblockt.

Angst vor Gegen­tref­fer lähmte Offen­sivspiel

Mit zuneh­men­der Dauer ver­flachte die Partie aller­dings. Die Angst vor einem Gegen­tref­fer lähmte das Offen­sivspiel, Anspiele in die Spitze fanden nur selten ihren Adres­saten. So brauchte es Lomics Eck­ball­kunst und Bajics Geis­tes­gegen­wart, um der TuS die Pau­sen­führung zu bescheren.

Hatten beide Mann­schaf­ten bis dahin Tor­chan­cen in einem sehr über­schau­baren Rahmen her­aus­gespielt, so wurde die Partie nach dem Wechsel etwas munterer. Auch Augsburg besann sich nun mehr auf seine Offen­sivqua­litäten. So traf der ein­gewech­selte Imre Szabics per Kopf nur die Latte (65.).

Die Szene sollte der Auftakt fünf ereig­nis­rei­cher Minuten werden. Erst schei­terte TuS-Defensivmann Marko Lomic per Freistoß knapp (67.), eine Minute später lenkte FCA-Torwart Sven Neuhaus einen 18 Meter-Schuss des Koblenzer Kapitäns Anel Dzaka an den Pfosten. Besser machte es erneut Szabics auf der Gegen­seite, als er Lomic schlecht aussehen ließ und aus 12 Metern an Dennis Eilhoff vorbei zum 1:1 einschob. Doch nur eine Punk­tetei­lung nach dem Mainz-Desaster für die TuS? Dachten alle - bis Marko Lomic nochmal zum Eckball antrat.

Klaus Reimann - Foto: Thomas Frey

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/on/07/08/18/sport/r/tus-1.html?a
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chris
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BeitragVerfasst am: 20.08.2007, 14:03    Titel: Antworten mit Zitat

Deutliche Stei­gerung beim 2:1 gegen Augsburg

TuS erzwingt ersten Erfolg

Koblenz - Die Erleich­terung stand Trainer und Spielern von TuS Koblenz nach dem 2:1-Erfolg gegen Augsburg ins Gesicht geschrie­ben. Mit dem Erfolgs­erleb­nis im Rücken will sich die Mann­schaft jetzt daran machen, auch den spie­leri­schen Ansprüchen des Trainers gerecht zu werden.

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Kol­lek­tiver Jubel: Nach seinem ent­schei­den­den Treffer zum 2:1-Sieg gegen Augsburg stand Goran Sukalo (ver­deckt) im Mit­tel­punkt der Fei­erlich­kei­ten, Kapitän Anel Dzaka (links) richtete den Blick in Richtung der Fans.

Vor einer Woche in Mainz noch im Tal der Tränen, am Frei­tag­abend in Jubelchor vereint - TuS Koblenz versteht sich in dieser noch jungen Spielzeit fraglos prächtig darauf, mit den Emotionen seiner Fans zu spielen. Nach dem mühsam errun­genen 2:1-Erfolg gegen den FC Augsburg hatte sich jeden­falls der Zustand kol­lek­tiver Erleich­terung über den Oberwerth gelegt. Die Mann­schaft hatte einen drohenden Fehlstart nochmal abwenden können.

Da war es am Ende allen­falls zweit­ran­gig, dass nicht spie­leri­sche Macht, sondern Moral und der etwas aus­gepräg­tere Sie­ges­wille das ersehnte Erfolgs­erleb­nis beschert hatten. In der 2. Liga wird in erster Linie nunmal Fußball gekämpft, da muss die von Trainer Uwe Rapolder so liebevoll gepflegte Spiel­kul­tur schon mal hinten anstehen. Über Kampf zum Spiel, so sähe es der Coach wohl am liebsten. Doch besagte Spiel­kul­tur war bei der TuS gegen erst spät auf­gewachte Augs­bur­ger nur in Ansätzen erkennbar. Das soll sich nach diesem Sieg ändern. "Jetzt müssen wir uns Selbst­ver­trauen holen und auch spie­lerisch unseren Weg finden", meinte der Coach. Was leichter fallen sollte, wenn sich alle Kon­zen­tra­tion nicht allein darauf richtet, endlich den ersten "Dreier" einfahren zu müssen.

Altgewohnte TuS-Tugend

So musste am Freitag eine alt­gewohnte TuS-Tugend herhalten, um den Sieg unter Dach und Fach zu bringen. Zwei Tore nach Standards, das klingt unspek­takulär. Aber genau das war das Koblenzer Spiel über weite Strecken. Doch zum guten Schluss heiligte der Zweck in dieser rich­tungs­wei­sen­den Begegnung eben die Mittel. "Es ist doch egal, wie wir die sich bietenden Chancen nutzen. Wir waren zweimal nach Ecken zur Stelle. Das zählt", gab sich Branimir Bajic prag­matisch.

Der bosnische Mann­decker zählte nicht nur wegen seines Treffers zum 1:0 zu den besten TuS-Akteuren. Überhaupt agierten die Koblenzer in der Rück­wärts­bewe­gung diesmal wesent­lich kon­sequen­ter, als das noch in Mainz der Fall war. Die Innen­ver­tei­diger Bajic und Matej Mavric standen zumeist richtig, Torwart Dennis Eilhoff strahlte wieder jene Sicher­heit aus, mit der er in der ver­gan­genen Saison zum Stamm­kee­per avan­cierte.

Die Ent­deckung des Spiels

In der Offensive war Philipp Langen viel­leicht die Ent­deckung dieses Spiels. Schnör­kel­los, stets mit Drang zum Tor machte Langen auf der linken Flanke ordent­lich Betrieb. Und stellt Rapolder womöglich vor ein Luxus­pro­blem. Wie wird der Fußball-Lehrer spielen lassen, wenn der von ihm so geschätzte Linksfuß Ardijan Djokaj wieder fit ist?

Nur einmal erwi­sch­ten die Gäste den Koblenzer Defen­siv­ver­bund im Tief­schlaf, als Imre Szabics plötzlich ganz "blank" stand, Marko Lomic abermals man­geln­des Zwei­kampf­geschick an den Tag legte und die Augs­bur­ger zum zwi­schen­zeit­lichen Ausgleich kamen. "Da haben wir etwas zu naiv gespielt", drückte es Goran Sukalo noch nett aus.

Doch Sukalo war es schließ­lich, der dafür sorgte, dass so viel Naivität nicht bestraft wurde. Sein Kopf­ball­tref­fer zum 2:1 sechs Minuten vor Schluss brachte den Sieg und die Erkennt­nis bei dem Slowenen, "dass wir solche schweren Spiele noch oft haben werden, bis wir auf 40 Punkte kommen". Sicher keine allzu gewagte Pro­phe­zei­ung ...

Klaus Reimann - Foto: Thomas Frey

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
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