|
| Thema drucken :: Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
|
Verfasst am: 17.08.2007, 10:07 Titel: RZ-Berichte zum Spiel gegen Augsburg |
|
|
|
Einsatz und Leidenschaft sind die Tugenden
TuS: Eine andere Einstellung muss her
Koblenz - Uwe Rapolder darf durchaus als Mann des geschliffenen Wortes gelten, wenn es um die Vermittlung fußballspezifischer Abläufe geht. Doch wenn die Spieler des Zweitligisten TuS Koblenz ihrem Trainer entweder gar nicht zuhören oder aber dessen taktisches Konzept nicht umsetzen können oder wollen, für den Fall lässt der TuS-Trainer lieber Bilder sprechen. "Denn die", so wusste Rapolder bei der gestrigen Abschlusspressekonferenz vor dem heutigen Spiel gegen den FC Augsburg zu vermitteln, "sagen oft mehr als tausend Worte".
- FOTO -
Auch in luftiger Höhe waren die Mainzer, hier Daniel Gunkel (hinten), den Koblenzern (Marko Lomic) haushoch überlegen. Den Augsburgern dagegen will die TuS heute in Augenhöhe begegnen.
So ersparte sich der Fußball-Lehrer zu Beginn der Woche die Verbalakrobatik und legte stattdessen die CD vom Spiel gegen Mainz ein. Wie sich jeder vorstellen kann, der das Spiel live miterleben musste, nicht eben ein vergnügungssteuerpflichtiges cineastisches Erlebnis für Spieler und Coach. "Da hat jeder deutlich gesehen, dass die Jungs mitunter zehn Meter weit von ihren Gegenspielern entfernt standen. Da müssen wir gegen Augsburg den Hebel ansetzen und viel aggressiver zur Sache gehen", forderte Rapolder für die heutige Partie eine "ganz andere Einstellung".
Ob die mit einer veränderten Aufstellung einhergeht, damit ist zumindest in Teilen zu rechnen. Soweit das der wegen einiger angeschlagener Spieler dezimierte Kader überhaupt zulässt. Insbesondere auf den Außenbahnen drückt der Schuh. Auf der linken Seite musste Ardijan Djokaj unter der Woche einen Comebackversuch wegen erneut auftretender Schmerzen abbrechen. Auf ihn muss Rapolder weiterhin verzichten - ebenso wie auf Evangelos Nessos auf der rechten Außenbahn. Auch Du-Ri Cha habe bei seinem eher durchwachsenen Auftritt in Mainz gezeigt, "dass er noch nicht so weit ist". Was dafür sprechen könnte, dass Dragan Bogavac diesmal auf rechts zum Zuge kommt. Auf der linken Seite wäre Philipp Langen, der in Mainz nach seiner Einwechslung gute Ansätze gezeigt hat, eine Alternative.
"Ein Geduldspiel"
Gegen die spielstarken Augsburger erwartet Rapolder in jedem Fall "ein Geduldspiel". Die Begegnung erinnert den TuS-Trainer an die beiden Spiele gegen München 1860 und Erzgebirge Aue zum Ende der vergangenen Spielzeit. "Seinerzeit mussten wir auch unbedingt gewinnen. Ich hoffe, dass uns das mit der Unterstützung der Fans diesmal wieder gelingen wird", sagt der Übungsleiter und setzt auf die Fans als "12. Mann". In jedem Fall aber sieht Rapolder seine Spieler in der Pflicht. "Sie müssen mit Hingabe, mit viel Leidenschaft spielen. Denn der Funke muss von den Spielern auf die Zuschauer überspringen. Und nicht umgekehrt."
Nicht, dass sich der Koblenzer Coach als bekennender Ästhet nun völlig vom Erlebnisfußball verabschiedet hätte, "doch auch wenn wir erst den zweiten Spieltag haben, müssen wir aufs Ergebnis schauen", bekannte Rapolder. Was gegen die taktische Variante spricht, gegen den FCA mit zwei Stürmern anzutreten. Rapolder: "Damit würden wir den Augsburgern mit ihrer Dreier-Abwehrkette nur einen Gefallen tun."
Weil auch Augsburg nach dem 2:6-Debakel gegen 1860 zunächst einmal um Schadensbegrenzung bemüht sein dürfte, deutet alles auf zwei eher abwartende Mannschaften heute auf dem Oberwerth hin. Mit einem Feuerwerk der Offensive ist eher nicht zu rechnen.
Klaus Reimann - Foto: Thomas Frey
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
Zuletzt bearbeitet von chris am 20.08.2007, 15:02, insgesamt einmal bearbeitet |
|
| Nach oben |
|
 |
chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
|
Verfasst am: 19.08.2007, 13:59 Titel: |
|
|
|
TuS gelingt gegen Augsburg erster Saisonerfolg
Über Standards zum Sieg
Koblenz - Erstes Heimspiel, erster Saisonerfolg. Mit 2:1 besiegte TuS Koblenz gestern Abend den FC Augsburg und leistete damit zumindest ergebnismäßig Wiedergutmachung für die 1:4-Schlappe in Mainz.
- FOTO -
Erlösender Jubel nach dem späten Siegtor für die TuS: Kapitän Anel Dzaka (hinten) feiert den Torschützen Goran Sukalo.
Als Uwe Rapolder vor der Partie seiner TuS Koblenz gegen den FC Augsburg die Randbemerkung fallen ließ, dass zwar erst der zweite Spieltag anstehe, "wir aber jetzt auch mal aufs Resultat schauen müssen", dann war das so etwas wie eine Prophezeiung, was die Güte dieser Partie betraf.
Ein Schönheitspreis wurde, wie zu erwarten, am Freitagabend auf dem Oberwerth nicht vergeben. Aber es ging ja auch nach den Auftaktniederlagen für beide Teams um eine möglichst prompte Wiedergutmachung. Und die gelang den Koblenzern, die am Ende über einen hart erkämpften Sieg jubeln durften. Kein spielerisches Glanzstück der TuS, kein apostrophierter Konzeptfußball, kaum Vertikalspiel. Der Sieg war vielmehr das Ergebnis einer wieder entdeckten Stärke aus der vergangenen Spielzeit.
Beide Koblenzer Tore fielen nach Standardsituationen. Genauer gesagt, nach Ecken von Linksfuß Marko Lomic. Nach einer halben Stunde stand TuS-Verteidiger Branimir Bajic am zweiten Pfosten goldrichtig. Und nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich für Augsburg war es sechs Minuten vor dem Schlusspfiff wieder eine Lomic-Ecke, die zum Sieg führte. Goran Sukalo traf per Kopf und ließ die Fans jubeln.
"Das war ein Geduldspiel und ein Arbeitssieg"
"Das war ein Geduldspiel und ein Arbeitssieg. Natürlich sind wir sehr erleichtert. Die Partie war über weite Strecken von Nervosität geprägt. Doch am Ende hat unsere gute Moral gesiegt", freute sich Rapolder über den ersten "Dreier".
Aus dem Spiel heraus brachten beide Teams tatsächlich herzlich wenig zu Stande. Zu sehr lag das Hauptaugenmerk auf der Defensive. Was nicht weiter wundert, galt es doch gerade im Spiel gegen den Ball diesmal besser zu agieren als bei der Saisonpremiere, als es Gegentore satt gab.
Den Koblenzern gelang die Balance zwischen stabiler Defensive und kontrollierter Offensive zunächst besser. Insbesondere, wenn Philipp Langen auf links den Ball bekam, war stets für Aktion in der FCA-Hälfte gesorgt. Nach schönem Solo wurde Langen erst im letzten Moment gestoppt (4.), sechs Minuten später legte der Linksfuß auf Manuel Hartmann ab, doch dessen Schuss wurde geblockt.
Angst vor Gegentreffer lähmte Offensivspiel
Mit zunehmender Dauer verflachte die Partie allerdings. Die Angst vor einem Gegentreffer lähmte das Offensivspiel, Anspiele in die Spitze fanden nur selten ihren Adressaten. So brauchte es Lomics Eckballkunst und Bajics Geistesgegenwart, um der TuS die Pausenführung zu bescheren.
Hatten beide Mannschaften bis dahin Torchancen in einem sehr überschaubaren Rahmen herausgespielt, so wurde die Partie nach dem Wechsel etwas munterer. Auch Augsburg besann sich nun mehr auf seine Offensivqualitäten. So traf der eingewechselte Imre Szabics per Kopf nur die Latte (65.).
Die Szene sollte der Auftakt fünf ereignisreicher Minuten werden. Erst scheiterte TuS-Defensivmann Marko Lomic per Freistoß knapp (67.), eine Minute später lenkte FCA-Torwart Sven Neuhaus einen 18 Meter-Schuss des Koblenzer Kapitäns Anel Dzaka an den Pfosten. Besser machte es erneut Szabics auf der Gegenseite, als er Lomic schlecht aussehen ließ und aus 12 Metern an Dennis Eilhoff vorbei zum 1:1 einschob. Doch nur eine Punkteteilung nach dem Mainz-Desaster für die TuS? Dachten alle - bis Marko Lomic nochmal zum Eckball antrat.
Klaus Reimann - Foto: Thomas Frey
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/on/07/08/18/sport/r/tus-1.html?a |
|
| Nach oben |
|
 |
chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
|
Verfasst am: 20.08.2007, 14:03 Titel: |
|
|
|
Deutliche Steigerung beim 2:1 gegen Augsburg
TuS erzwingt ersten Erfolg
Koblenz - Die Erleichterung stand Trainer und Spielern von TuS Koblenz nach dem 2:1-Erfolg gegen Augsburg ins Gesicht geschrieben. Mit dem Erfolgserlebnis im Rücken will sich die Mannschaft jetzt daran machen, auch den spielerischen Ansprüchen des Trainers gerecht zu werden.
- FOTO -
Kollektiver Jubel: Nach seinem entscheidenden Treffer zum 2:1-Sieg gegen Augsburg stand Goran Sukalo (verdeckt) im Mittelpunkt der Feierlichkeiten, Kapitän Anel Dzaka (links) richtete den Blick in Richtung der Fans.
Vor einer Woche in Mainz noch im Tal der Tränen, am Freitagabend in Jubelchor vereint - TuS Koblenz versteht sich in dieser noch jungen Spielzeit fraglos prächtig darauf, mit den Emotionen seiner Fans zu spielen. Nach dem mühsam errungenen 2:1-Erfolg gegen den FC Augsburg hatte sich jedenfalls der Zustand kollektiver Erleichterung über den Oberwerth gelegt. Die Mannschaft hatte einen drohenden Fehlstart nochmal abwenden können.
Da war es am Ende allenfalls zweitrangig, dass nicht spielerische Macht, sondern Moral und der etwas ausgeprägtere Siegeswille das ersehnte Erfolgserlebnis beschert hatten. In der 2. Liga wird in erster Linie nunmal Fußball gekämpft, da muss die von Trainer Uwe Rapolder so liebevoll gepflegte Spielkultur schon mal hinten anstehen. Über Kampf zum Spiel, so sähe es der Coach wohl am liebsten. Doch besagte Spielkultur war bei der TuS gegen erst spät aufgewachte Augsburger nur in Ansätzen erkennbar. Das soll sich nach diesem Sieg ändern. "Jetzt müssen wir uns Selbstvertrauen holen und auch spielerisch unseren Weg finden", meinte der Coach. Was leichter fallen sollte, wenn sich alle Konzentration nicht allein darauf richtet, endlich den ersten "Dreier" einfahren zu müssen.
Altgewohnte TuS-Tugend
So musste am Freitag eine altgewohnte TuS-Tugend herhalten, um den Sieg unter Dach und Fach zu bringen. Zwei Tore nach Standards, das klingt unspektakulär. Aber genau das war das Koblenzer Spiel über weite Strecken. Doch zum guten Schluss heiligte der Zweck in dieser richtungsweisenden Begegnung eben die Mittel. "Es ist doch egal, wie wir die sich bietenden Chancen nutzen. Wir waren zweimal nach Ecken zur Stelle. Das zählt", gab sich Branimir Bajic pragmatisch.
Der bosnische Manndecker zählte nicht nur wegen seines Treffers zum 1:0 zu den besten TuS-Akteuren. Überhaupt agierten die Koblenzer in der Rückwärtsbewegung diesmal wesentlich konsequenter, als das noch in Mainz der Fall war. Die Innenverteidiger Bajic und Matej Mavric standen zumeist richtig, Torwart Dennis Eilhoff strahlte wieder jene Sicherheit aus, mit der er in der vergangenen Saison zum Stammkeeper avancierte.
Die Entdeckung des Spiels
In der Offensive war Philipp Langen vielleicht die Entdeckung dieses Spiels. Schnörkellos, stets mit Drang zum Tor machte Langen auf der linken Flanke ordentlich Betrieb. Und stellt Rapolder womöglich vor ein Luxusproblem. Wie wird der Fußball-Lehrer spielen lassen, wenn der von ihm so geschätzte Linksfuß Ardijan Djokaj wieder fit ist?
Nur einmal erwischten die Gäste den Koblenzer Defensivverbund im Tiefschlaf, als Imre Szabics plötzlich ganz "blank" stand, Marko Lomic abermals mangelndes Zweikampfgeschick an den Tag legte und die Augsburger zum zwischenzeitlichen Ausgleich kamen. "Da haben wir etwas zu naiv gespielt", drückte es Goran Sukalo noch nett aus.
Doch Sukalo war es schließlich, der dafür sorgte, dass so viel Naivität nicht bestraft wurde. Sein Kopfballtreffer zum 2:1 sechs Minuten vor Schluss brachte den Sieg und die Erkenntnis bei dem Slowenen, "dass wir solche schweren Spiele noch oft haben werden, bis wir auf 40 Punkte kommen". Sicher keine allzu gewagte Prophezeiung ...
Klaus Reimann - Foto: Thomas Frey
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|