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Verfasst am: 28.08.2010, 08:13 Titel: Koblenzer mühen sich vergeblich |
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Koblenzer mühen sich vergeblich
TuS muss sich gegen Werder Bremen II mit einem torlosen Unentschieden begnügen – Hornig feiert Debüt
TuS Koblenz muss in der Dritten Liga weiterhin auf den ersten Heimsieg warten. Die Mannschaft von Trainer Petrik Sander kam gegen Werder Bremen II nicht über ein 0:0 hinaus.
Koblenz. Zwei glanzvolle Auftritte in Folge sind noch längst keine Garantie, dass es auch beim dritten Mal so kommt. Diese Erfahrung mussten die Fußballer von TuS Koblenz machen, die sich gegen Werder Bremen II zwar nach Kräften mühten, aber den Ball partout nicht im Tor unterbrachten. Mit dem 0:0 geht das Warten auf den ersten Liga-Heimsieg weiter – auf der anderen Seite sind die Koblenzer auf dem Oberwerth noch ohne Niederlage.
An dem völlig verregneten Freitagabend, der wohl etliche Fans vom Besuch im Stadion Oberwerth abgehalten hatte, wurde spätestens nach einer halben Stunde klar, dass die Gäste beileibe nicht angereist waren, um mal eben die Punkte abzuliefern. Die TuS bestimmte zwar das Geschehen und investierte viel Laufbereitschaft, kam aber aus den Zweikämpfen heraus selten zu zwingenden Aktionen.
Es fehlte die Klarheit und Präzision, zudem machten die Bremer im Mittelfeld geschickt die Räume eng. Anders als die Reserve des VfB Stuttgart in der Vorwoche präsentierten sich die Hanseaten erstaunlich robust.
Konsequenz: Torchancen blieben in den ersten 45 Minuten Mangelware, die Koblenzer kamen allenfalls mit Fernschüssen zu halbwegs gefährlichen Möglichkeiten. Auf der anderen Seite ließ sich auch die Abteilung Abwehr wenig zuschulden kommen, für Trainer Sander gab's somit auch keinen Grund, den frisch verpflichteten Manuel Hornig einzuwechseln.
Um 14.13 Uhr war aus der DFB-Zentrale die Spielberechtigung für den 27-Jährigen in der TuS-Geschäftsstelle eingetrudelt. Hornig musste indes seinen zweiten Arbeitstag in Koblenz bis zur 78. Minute auf der Ersatzbank verbringen, um in den abschließenden zwölf Minuten für Kapitän Dennis Brinkmann als „Sechser“ zu agieren. Zuvor durfte der Ex-Lauterer hautnah miterleben, wie seinem Coach in den zweiten 45 Minuten langsam aber sicher der Kamm schwoll. Was vor allem an Schiedsrichter Marc Seemann lag. Der Unparteiische verweigerte in der 51. Minute dem 1:0 durch Johannes Rahn die Anerkennung, weil der TuS-Angreifer die Hand zu Hilfe genommen haben soll. Zuvor hatte Ole Kittner maßgerecht aufgelegt. Ob Seemann richtig lag, ließ sich nicht erkennen.
Dass Sander nun überwiegend stehend das Geschehen verfolgte, hing aber auch mit manch missglücktem Pass seiner Schützlinge zusammen. Die Blau-Schwarzen erhöhten zwar die Schlagzahl und wollten ihr Glück nun erzwingen, die Präzision wollte sich aber auch weiterhin nicht einstellen. Zweikämpfe prägten das Geschehen, zudem mussten Standards herhalten, um die Gäste in Bedrängnis zu bringen.
Aber die finden eben nicht jede Woche wie zuletzt in Stuttgart den Weg ins Tor. Und weil auch Marcus Steegmann die aussichtsreichste Möglichkeit in der 71. Minute verstreichen ließ, konnte am Ende nur ein 0:0 stehen.
Sven Sabock
Quelle: Rhein-Zeitung vom 28.08.2010
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