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Vorn zu harmlos und hinten nicht dicht

 
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Hannes
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BeitragVerfasst am: 09.08.2010, 15:44    Titel: Vorn zu harmlos und hinten nicht dicht Antworten mit Zitat

Vorn zu harmlos und hinten nicht dicht


Rostock - Die Ostsee ist für die Fußballer der TuS Koblenz keine Reise wert: Beim FC Hansa Rostock kassierte die TuS mit 0:2 (0:1) ihre erste Saisonniederlage in der Dritten Liga. Schon die Zweitligapartien in den zurückliegenden beiden Jahren hatte die TuS in Rostock verloren.


Es gibt nur wenige Fußballspiele, die mit einer derart starken Symbolik enden wie die Drittligapartie der TuS Koblenz beim FC Hansa Rostock. In der Nachspielzeit bejubelt der Spieler des Spiels, Tobias Jänicke, seinen zweiten Treffer, das Stadion tobt, eine weiß-blaue Spielertraube liegt auf dem grünen Rasen. Daneben, mit hängenden Köpfen, stehen die Gelb-Schwarzen, die Spieler der TuS Koblenz. Jänickes 2:0 war der Schlusspunkt des Spiels.

Ausgangspunkt des Treffers war ein Fehlpass auf der linken Seite. Jänicke kam so an den Ball, startete aus Richtung Eckfahne zum Tor, tunnelte Stefan Haben und versenkte. „Das 2:0 ist nicht so wichtig. Wenn man nach vorn spielt, kann man in der letzten Minute das 2:0 kassieren“, sagte TuS-Trainer Petrik Sander, den die Entstehung des Treffers allerdings gewaltig fuchste: „Das hat mit Dritter Liga nichts zu tun. Das ist Amateurfußball.“

Und symptomatisch zugleich. Denn schon der erste Gegentreffer war aus eigenem Ballbesitz heraus entstanden. Stefan Haben spielte den Ball aus dem Strafraum heraus, Marcel Schied warf sich in den Schuss und blockte ihn. Im zentralen Mittelfeld klaffte bei der TuS ein Riesenloch, Tobias Jänicke schaltete am schnellsten, spurtete hinein, eroberte die Kugel und lief exakt durch die Lücke zwischen Innenverteidiger Haben und Linksverteidiger Thomas Genter aufs Tor zu. Bei seinem Flachschuss ins lange Eck war Paucken ohne Chance. „Den Ball muss Stefan irgendwohin schlagen. Von mir aus auf die Tribüne“, fand Sander.

Überhaupt war der erste Durchgang die bislang schlechteste Halbzeit der Koblenzer in dieser Saison. „Wir konnten einfach unsere Leistung nicht abrufen. Das ärgert mich tierisch“, sagte Rechtsverteidiger Dennis Riemer. Doch nicht nur die Youngster waren von der 13 000-Zuschauer-Kulisse an der Ostsee beeindruckt. Sander sprach sogar davon, dass seine Mannschaft „eingeschüchtert“ gewesen sei.

Selbst manche Hansa-Fans rieben sich verwundert die Augen, wie souverän ihre Mannschaft das Spiel kontrollierte – obwohl Trainer Peter Vollmann im vierten Spiel bereits die vierte Startformation aufs Feld schickte. Die Koblenzer, die zum dritten Mal in Folge mit derselben Startaufstellung begannen, hatten die größeren Probleme.

Zum Beispiel nach einer Ecke von Mohammed Lartey, als Peter Schyrba am Fünfmeterraum freistand, aber am Tor vorbeiköpfte (12.). Innenverteidiger Ole Kittner zeichnete sich gleich zweimal aus: Nach einer Flanke von Jänicke rettete er per Kopf vor Radovan Vujanovic (21.), dann klärte er eine Situation aufmerksam, bevor Marcel Schied den Pass in die Tiefe spielen konnte. Gute Gelegenheiten für die Gäste waren im ersten Durchgang rar.

Das besserte sich nach der Pause. Lukas Nottbeck (47.) und Johannes Rahn (51.) hatten zwei gute Kopfballgelegenheiten. Massimo Cannizzaro zielte von der Strafraumgrenze knapp vorbei (75.). Und nach einer Hereingabe von Thomas Klasen sprang die Kugel im Strafraum an den Unterarm von Schyrba (87.). „Wenn der Schiri da Elfmeter gibt, ist für uns ein Punkt drin“, fand Brinkmann. Aber auch so, daran ließ Sander keinen Zweifel, „geht der Sieg für Hansa in Ordnung“.

http://www.rhein-zeitung.de/sport/3.-liga/tuskoblenz_ar....t-dicht-_arid,121669.html
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*** Mit freundlichen Grüssen, Hannes ***
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