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RZ-Berichte zum Pokal-Spiel in Havelse

 
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chris
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BeitragVerfasst am: 02.08.2007, 10:45    Titel: RZ-Berichte zum Pokal-Spiel in Havelse Antworten mit Zitat

Ko­blenz muss auf Joshua Grenier und Du-Ri Cha ver­zich­ten

Fra­gezei­chen hinter Boga­vacs Ein­satz

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Eingekesselt von Amateurkickern - dieses Szenario wird Goran Sukalo auch am Wochenende erwarten. Der Slowene ist im Pokalspiel gegen Havelse wieder einsatzfähig. Foto: Heil

LAHNSTEIN/KOBLENZ. Nach dem letzten Test in Lahn­stein ist bei TuS Koblenz die Zeit der Per­sonal­rocha­den vor­über. Offen ist vor der DFB-Pokal­begeg­nung in Havelse nur noch, ob Marco Lomic und Dragan Bogavac spielen wer­den.

Frank Wib­lis­hau­ser war die Lust an diesem Abend gehörig ver­gan­gen. Freund­lich, aber in aller Kürze beant­wor­tete der 29-jäh­rige Links­ver­tei­diger die ihm gestell­ten Fragen nach einem Spiel, dessen Verlauf nicht nur ihn in Reihen von TuS Koblenz über­rum­pelt hatte. Vor­aus­gegan­gen war beim letzt­lichen 2:1-Sieg gegen den Rhein­land­ligis­ten Ein­tracht Lahn­stein eines jener Test­spie­le, die zwar immer wieder mal vor­kom­men, aller­dings jedes Mal aufs Neue den Hauch einer Sen­sation haben.

60 Minuten lang hatte sich TuS Koblenz eini­ger­maßen unin­spi­riert über den hohen Rasen des Rhein-Lahn-Sta­dions bewegt, war dennoch zu meh­reren ver­gebe­nen Mög­lich­kei­ten und drei Lat­ten­tref­fern gekom­men - und dann glückte dem Gegner mit einem Sonn­tags­schuss die Führung, die erst kurz vor Schluss gedreht werden konnte . "Am Woche­nende in Havelse kann uns Ähn­liches erwar­ten", hatte Wib­lis­hau­ser seine Lehren aus der Begeg­nung gezogen - wobei dann, wenn im DFB-Pokal eben­falls ein Fünft­ligist auf die große Über­raschung lauert, der Ernst­fall ansteht.

Gleich­wohl werden mit der Reise nach Nie­der­sach­sen auch alle per­sonel­len Spiel­chen auf­sei­ten der Koblen­zer beendet sein. Dann wird TuS-Trai­ner Uwe Rapol­der auch wieder auf Neu­zugang Marko Lomic zurück­grei­fen können, der seine mus­kulären Pro­bleme über­wun­den hat - offen ist indes, ob der Serbe nach drei ver­pass­ten Test­spie­len hinten links den Vorzug vor Philipp Langen erhal­ten wird. Indes muss ein wei­terer Spieler um seinen ersten Pflicht­spielein­satz im Koblen­zer Trikot bangen: Dragan Bogavac labo­riert zurzeit noch an einer Ent­zün­dung der Patel­laseh­ne. "Er wird inten­siv behan­delt und sollte zum Woche­nende eigent­lich wieder ein­satz­fähig sein - darüber muss dann letzt­lich aber der Trainer ent­schei­den", sagt Mann­schafts­arzt Peter Bil­lig­mann. Sicher ist der­weil, dass die gegen Ein­tracht Frank­furt geschon­ten Dennis Eilhoff (Achil­les­seh­ne), Goran Sukalo (Mus­kel­ver­här­tung) und Ardijan Djokaj - alle wirkten schon in Lahn­stein wieder mit - nunmehr beschwer­defrei sind.

Damit hat der 26 Spieler umfas­sende Kader für den Sai­son­start drei defi­nitive Aus­fälle zu ver­zeich­nen. Neben dem Lang­zeit­ver­letz­ten Evan­gelos Nessos werden Du-Ri Cha und Joshua Grenier infolge ihrer Ober­schen­kel­ver­let­zun­gen frühe­stens Ende nächs­ter Woche wieder ins Mann­schafts­trai­ning ein­stei­gen können. Dort befin­det sich nach drei­wöchi­ger Pause auch Frank Wib­lis­hau­ser wieder - und ist sich seines Rück­stan­des auf die Kon­kur­ren­ten bewusst: "Ich muss nun im Trai­ning Gas geben und werde dann aber auch wieder spie­len. Ganz klar."

Chri­stoph Oster

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
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chris
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BeitragVerfasst am: 03.08.2007, 09:20    Titel: Antworten mit Zitat

TuS Koblenz geht als Favorit in DFB-Pokal­spiel

Ra­pol­der fordert 100 Prozent Ein­stel­lung

KOBLENZ. Für Fuß­ball-Zweit­ligist TuS Koblenz ist ein Wei­ter­kom­men in der 1. DFB-Pokal­runde beim TSV Havelse selbst­redend Pflicht. Dragan Bogavac wird am Sonntag (15 Uhr) spielen können, Ardijan Djokaj nicht.

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Mit breiter Brust zum Fünftligisten: Anel Dzaka ist wichtiger Bestandteil jener Stammformation, die sich laut TuS-Trainer Uwe Rapolder "in den Tests abgezeichnet hat" Foto: Tom Frey

Die Aus­führun­gen zum Gegner begin­nen erst einmal mit einem kleinen Scherz. "Über den TSV Havelse weiß man, dass Volker Finke dort her­komm­t", witzelt Uwe Rapol­der zum Auftakt in die Runde - und damit auch bloß kein falscher Ein­druck ent­steht, ist jeg­liches Schmun­zeln über einen gewis­sen Fünft­ligis­ten aus Nie­der­sach­sen an dieser Stelle abge­schlos­sen und unter­sagt.

Die erste Runde im DFB-Pokal, welche TuS Koblenz mit Havelse ein ziem­lich gnä­diges Los beschert hat, will schließ­lich ernst genom­men werden, denn: "Der Pokal ist eine Chance - wir sind froh, wenn wir weit kommen und wollen am Sonntag sicher nicht sagen: Toll, jetzt können wir uns auf die Liga kon­zen­trie­ren."

Für die Koblen­zer ist erst­mals in ihrer Ver­eins­geschichte ein Sieg im DFB-Pokal Pflicht - das muss vor der Partie beim Gegner aus der Nie­der­sach­sen­liga niemand großar­tig beto­nen. Zur Sicher­heit tut Uwe Rapol­der es dann doch noch, als er auf den Fit­ness-Stand seiner Mann­schaft zu spre­chen kommt: "Wir sind bei 80 bis 85 Prozent - das muss einfach rei­chen, egal, wie der Fünft­ligist heißt."

Gleich­wohl hat der TuS-Trai­ner es vor­gezo­gen, den TSV Havelse während dessen Sai­son­vor­berei­tung beob­ach­ten zu lassen: "Wir wissen einiges über sie und wollen uns nicht über­raschen lassen. Aller­dings gilt Letz­teres auch für unsere eigene Leis­tung." Mit Blick auf die unglei­che Begeg­nung lässt Rapol­der keinen Zweifel an der Gül­tig­keit seiner Rech­nung: "Wenn wir eine zu 100 Prozent gute Ein­stel­lung an den Tag legen, werden wir Havelse schla­gen", sagt der 49-Jäh­rige, "wir müssen mit dem Kopf und dem Herzen bereit sein."

Klar­heit herrscht seit gestern bei TuS Koblenz, was die per­sonelle Lage vor dem ersten Pflicht­spiel der Saison anbe­langt. Dragan Bogavac konnte nach einer Ent­zün­dung an der Patel­lasehne bereits wieder mit der Mann­schaft trai­nie­ren und wird in Havelse defi­nitiv zum Einsatz kommen. Dies gilt aller­dings nicht für jenen Akteur, dem die Rolle auf der anderen Flü­gel­posi­tion zuge­dacht war: Ardijan Djokaj hat sich im Vor­mit­tags­trai­ning eine Waden­zer­rung zuge­zogen und fällt für das kom­mende Woche­nende defi­nitiv aus. Am wahr­schein­lichs­ten ist damit, dass der zuletzt über­zeu­gende Philipp Langen auf der linken Offen­siv­seite zum Einsatz kommen wird, die Außen­posi­tion in der Abwehr­kette dürfte Marko Lomic beklei­den, dessen Trai­nings­rück­stand sich nach einer Ver­let­zungs­pause in Grenzen hält. "Läu­ferisch ist er sowieso der Beste. Aber er wird im tak­tischen Bereich arbei­ten müs­sen", sagt Rapol­der.

Chri­stoph Oster

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
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chris
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BeitragVerfasst am: 03.08.2007, 09:21    Titel: Antworten mit Zitat

Fuß­ball: TuS-Geg­ner mit junger Mann­schaft

Kein Abwehr­rie­gel beim TSV Havel­se

HAVELSE/KOBLENZ. Weil beson­dere Ereig­nisse ja ihre Schat­ten vor­aus­wer­fen, hatte also auch der TSV Havelse gestern nach­mit­tag um drei zum Orts­ter­min gela­den. Allzu oft ist es hier in der Ver­gan­gen­heit schließ­lich nicht vor­gekom­men, dass ein ein­ziges Fuß­ball­spiel gestei­ger­tes Medien­inter­esse her­vor­ruft.

In Havel­se, das ein Orts­teil der vor den Toren Han­novers gele­genen Stadt Garbsen ist, haben sport­liche Großer­eig­nisse zuletzt in eher über­schau­barer Zahl statt­gefun­den. "Ein DFB-Po­kal­spiel ist hier natür­lich nicht all­täg­lich", sagt Trainer Jürgen Stoffre­gen - und er muss es wissen. Sch­ließ­lich stand Stoffre­gen auch an der Sei­ten­linie, als Havelse vor 16 Jahren zum letzten Mal für Furore in Fuß­ball-Deutsch­land sorgte, eben­falls im Pokal nach einem 4:2 im Elf­meter­schießen gegen den 1. FC Nürn­ber­g.

Anno 2007 hat Fortuna dem mitt­ler­weile in die Fünft­liga-Ver­sen­kung abge­rutsch­ten Verein ein weniger attrak­tives Los beschert. "TuS Koblenz ist sicher nicht das Zug­pferd schlecht­hin", sagt Stoffre­gen - wenn auch nicht ohne die Rela­tivie­rung: "Sport­lich ist es mehr als der Gegner, den man vom Namen her ver­mutet."

In Nie­der­sach­sen weiß man um die Qua­lität der TuS-Mann­schaft, die bei der Test­spiel­nie­der­lage gegen Ein­tracht Fran­kurt beob­ach­tet wurde; beson­ders Anel Dzaka, Fatmir Vata und Dragan Bogavac sind den Havel­ser Spähern nach­hal­tig auf­gefal­len.

Alt­bekannt klingt die Maß­gabe, die man in Havelse für das Kräf­temes­sen mit der TuS aus­geru­fen hat: "Wir wollen uns so teuer wie möglich ver­kau­fen." Wer aller­dings glaubt, dies ginge mit dem Aufbau einer Festung um den eigenen Straf­raum einher, sieht sich getäuscht. "Wenn wir wei­ter­kom­men wollen, müssen wir ein Tor schießen - außer­dem wäre es ja fast schon pein­lich, wenn wir am Sonntag nur hin­ten­drin stün­den."

Ohnehin setzt der letzt­jäh­rige Vierte der Nie­der­sach­sen­liga prin­zipi­ell auf eine offen­sive Aus­rich­tung. Und auf einen mög­lichen Schuss Unbeküm­mert­heit: Das Durch­schnitts­alter der Mann­schaft liegt gerade einmal bei 23 Jahren. (ost)

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-2.html
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chris
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BeitragVerfasst am: 06.08.2007, 10:03    Titel: Antworten mit Zitat

DFB-Pokal­spiel TSV Havelse - TuS Koblenz 0:3 (0:3)

Rum­pel­fuß­ball reicht Rapol­der nicht

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Auch wenn es hier so aussieht, sie stolperten nicht: TuS-Spieler Branimir Bajic und seine Kollegen setzten sich mit 3:0 in Havelse durch. Foto: Ulrich zur Nieden

HAVELSE. Fuß­ball-Zweit­ligist TuS Koblenz hat seine Pre­miere als Favorit in der 1. DFB-Pokal­runde unbe­scha­det über­stan­den. Beim glanz­losen 3:0-Sieg gegen den Fünft­ligis­ten TSV Havelse stellte die Mann­schaft von Trainer Uwe Rapol­der die Weichen bereits früh auf Sieg.

Pünkt­lich zur Pokal­zeit kommen die Lieb­haber von Stamm­tisch­paro­len immer wieder voll auf ihre Kosten. Gängige Fuß­ball­weis­hei­ten wie "Der Pokal schreibt seine eigenen Geset­ze", "Die Partie muss erstmal gespielt werden" und "Das Spiel dauert 90 Minu­ten" werden vor allem in der Vor­bericht­erstat­tung immer wieder zu Rate gezo­gen.

Zumin­dest die letzte Aussage sollte sich aber beim DFB-Poka­lauf­tritt der TuS Koblenz beim TSV Havelse nur theo­retisch bestäti­gen. Hin­ter­her waren sich nämlich alle Betei­lig­ten einig, dass die Erstrun­den-Par­tie eigent­lich schon nach 26 Minuten zuguns­ten des Favo­riten ent­schie­den war. Mit einem sehens­wer­ten Frei­stoßtor und seinem zweiten Treffer des Tages zum 0:3 hatte Marko Lomic sehr früh die Ver­hält­nisse zurecht­gerückt; einen ent­spann­ten Tag bescherte er seinem Trainer Uwe Rapol­der damit aber trotz­dem nicht.

"In der zweiten Halb­zeit habe ich mich nur noch geär­ger­t", zeigte sich der Übungs­lei­ter vor allem mit dem Leis­tungs­abfall seiner Akteure nach der Pause unzu­frie­den; gar als "Rum­pel­fuß­ball" bezeich­nete er das Auf­tre­ten der Koblen­zer Mann­schaft in dieser Spiel­pha­se. Inso­fern war es ein Glück für die TuS, dass gerade im Pokal oftmals zwan­zig, dreißig gute Minuten - vor allem, wenn es gegen die ganz Kleinen geht - zum Erfolg aus­rei­chen.

In einem jener Spiele, in denen man als Zweit­ligist gegen drei Spiel­klas­sen tiefer ange­sie­delte Ama­teur­kicker eigent­lich nur ver­lie­ren kann, konnten die Gast­geber in den ersten zehn Minuten durch­aus dage­gen­hal­ten. Doch das im Pokal so bitter nötige Glück war ihnen nicht lange hold: Ein indi­vidu­eller Abwehr­feh­ler und Marko Lomics nach­fol­gen­der Über­raschungs­schuss von halb­rechts in die kurze Torecke entriss den TSV Havelse schnell aus allen Träu­men. "Ich wüsste gerne, ob er diesen Schuss wirk­lich so gewollt hat", zeigte auch Rapol­der sein Erstau­nen über die erfolg­rei­che Ver­wer­tung der über­haupt ersten Tor­mög­lich­keit seiner Elf, bei der vor allem TSV-Kee­per Dlu­gaic­zyk keinen guten Ein­druck hin­ter­ließ.

Als Goran Sukalo nur sieben Minuten später den Ball aus gut und gerne 25 Metern in Rich­tung geg­neri­sches Tor schick­te, schie­nen die meisten Ein­hei­mischen bereits das Schlimmste zu befürch­ten. Und während der Pfosten in dieser Situa­tion noch einmal kurz für Erleich­terung sorgen konnte, nutzte TuS-Kapitän Anel Dzaka nur wenige Sekun­den später einen Sukalo-Pass eiskalt zum frühen 0:2 aus und legte damit den Grund­stein für das Errei­chen der zweiten Pokal­run­de. Nach dem 0:3 konnten die Koblen­zer aber nur noch durch einen Pfos­ten­tref­fer von Matej Mavric (31.) zwin­gend auf sich auf­merk­sam machen. Vor allem in der zweiten Halb­zeit zeigte der Zweit­ligist dann nur noch wenig attrak­tiven Som­mer­fuß­ball.

Respekt musste man nach der Partie vor allem den ein­hei­mischen Akteu­ren zollen. Trotz des frühen Rück­stan­des steck­ten sie nicht auf und suchten ihr Heil wei­ter­hin in der Offen­sive. Doch Angrei­fer Niyazi Sarier vergab kurz vor dem Pau­sen­pfiff die beiden besten Chan­cen. "Die Stärke des Gegners war unsere Schwäche", schimpfte Uwe Rapol­der - und Tor­hüter Dennis Eilhoff fasste prä­gnant zusam­men: "Mund abput­zen und auf das nächste Los war­ten." In der Tat konnte das Fazit für die TuS-Verant­wort­lichen bei deren Abreise nur lauten: Pokal-Bla­mage ver­hin­dert und Pflicht erfüllt. Nicht mehr und nicht weni­ger.

Tobias Küp­per

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BeitragVerfasst am: 06.08.2007, 10:04    Titel: Antworten mit Zitat

Fünft­ligist freut sich über aus­geblie­benes "Schlacht­fest"

Eu­pho­rie in Havelse nahm schnel­les Ende

- FOTO -
Nach dem 1:0-Führungs­tref­fer jubel­ten fast nur noch die mit­gereis­ten TuS-Fans. Foto: Ulrich zur Nie­den

HAVELSE. Alex­ander Dlu­gaic­zyk hatte am ver­gan­genen Sonn­abend das, was man einen richtig guten Tag nennt. Der Tor­hüter des nie­der­säch­sischen Fünft­ligis­ten TSV Havelse war von seinem Trainer Jürgen Stoffre­gen zur Seite genom­men und darüber unter­rich­tet worden, dass er in der Pokal­begeg­nung mit TuS Koblenz zwi­schen den Pfosten stehen dürfe - dem "Spiel des Jah­res", wie es die Pla­kat­wer­bung in der gesam­ten Stadt Garbsen angekün­digt hat­te.

Etwa 24 Stunden später stand Dlu­gajc­zyk dann tatsäch­lich im Trikot mit der Nummer 1 auf dem Rasen des Wil­helm-Lan­grehr-Sta­dions - und zwar noch immer: Die Partie gegen den Koblen­zer Zweit­ligis­ten war zu diesem Zeit­punkt lange vorüber und der Tor­hüter machte einen etwas nach­denk­lichen Ein­druck: "Man hat ihre Erfah­rung gese­hen", sagte der Keeper und verwies damit vor allem auf die abge­zockte Art, mit der die TuS-Spie­ler ihn in den ersten 26 Minuten gleich dreimal hatten über­win­den kön­nen.

Elf Minuten Eupho­rie, weitere sieben Minuten Hoff­nung auf die Über­raschung - dann hatte TuS Koblenz es geschafft, den Lärm­pegel auf den Tribü­nen spürbar zu senken. Erst in der zweiten Halb­zeit, als man den Gegner gewähren ließ und dieser sich zwi­schen­zeit­lich zu einem Anflug von Gleich­wer­tig­keit auf­schwang, wurde es wieder lauter rund um den Rasen. Zumal man in Havelse eine Direk­tive frei nach dem Motto "Tröten für die Über­raschung" aus­gege­ben und gefühlte tausend Plas­tik­trom­peten ver­teilt hatte. Nicht zuletzt auf­grund dieser Rum­mel­platz-At­mos­phäre war vor den Toren Han­novers vom Ärger über ein ver­meint­lich unat­trak­tives Pokal­los nicht viel zu spüren - die TuS aus Koblenz konnte die Dien­streise nach Havelse auch als zufrie­den­stel­lende Was­ser­stands­mel­dung für ihr Vor­haben, sich einen Namen in Fuß­ball-Deutsch­land zu erar­bei­ten, wer­ten.

"Für uns war es heute eine Erfah­rung", sagte Trainer Jürgen Stoffre­gen, der froh war, dass das zwi­schen­zeit­lich zu ver­mutende Schlacht­fest am Ende aus­geblie­ben war. Aber: "Uns sind Fehler unter­lau­fen, die man nicht machen darf, wenn man eine Sen­sation schaf­fen will."

Das galt auch für Alex­ander Dlu­gaic­zyk, der sich beim 0:1 von Marko Lomic hatte düpie­ren lassen. Besser machen kann es die neue Nummer eins beim TSV am kom­men­den Woche­nen­de. Dann kommt zum Sai­son­start nach Havelse niemand Gerin­geres als der VfL Bücke­bur­g.

Chri­stoph Oster

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-2.html
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