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chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
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Verfasst am: 02.08.2007, 10:45 Titel: RZ-Berichte zum Pokal-Spiel in Havelse |
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Koblenz muss auf Joshua Grenier und Du-Ri Cha verzichten
Fragezeichen hinter Bogavacs Einsatz
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Eingekesselt von Amateurkickern - dieses Szenario wird Goran Sukalo auch am Wochenende erwarten. Der Slowene ist im Pokalspiel gegen Havelse wieder einsatzfähig. Foto: Heil
LAHNSTEIN/KOBLENZ. Nach dem letzten Test in Lahnstein ist bei TuS Koblenz die Zeit der Personalrochaden vorüber. Offen ist vor der DFB-Pokalbegegnung in Havelse nur noch, ob Marco Lomic und Dragan Bogavac spielen werden.
Frank Wiblishauser war die Lust an diesem Abend gehörig vergangen. Freundlich, aber in aller Kürze beantwortete der 29-jährige Linksverteidiger die ihm gestellten Fragen nach einem Spiel, dessen Verlauf nicht nur ihn in Reihen von TuS Koblenz überrumpelt hatte. Vorausgegangen war beim letztlichen 2:1-Sieg gegen den Rheinlandligisten Eintracht Lahnstein eines jener Testspiele, die zwar immer wieder mal vorkommen, allerdings jedes Mal aufs Neue den Hauch einer Sensation haben.
60 Minuten lang hatte sich TuS Koblenz einigermaßen uninspiriert über den hohen Rasen des Rhein-Lahn-Stadions bewegt, war dennoch zu mehreren vergebenen Möglichkeiten und drei Lattentreffern gekommen - und dann glückte dem Gegner mit einem Sonntagsschuss die Führung, die erst kurz vor Schluss gedreht werden konnte . "Am Wochenende in Havelse kann uns Ähnliches erwarten", hatte Wiblishauser seine Lehren aus der Begegnung gezogen - wobei dann, wenn im DFB-Pokal ebenfalls ein Fünftligist auf die große Überraschung lauert, der Ernstfall ansteht.
Gleichwohl werden mit der Reise nach Niedersachsen auch alle personellen Spielchen aufseiten der Koblenzer beendet sein. Dann wird TuS-Trainer Uwe Rapolder auch wieder auf Neuzugang Marko Lomic zurückgreifen können, der seine muskulären Probleme überwunden hat - offen ist indes, ob der Serbe nach drei verpassten Testspielen hinten links den Vorzug vor Philipp Langen erhalten wird. Indes muss ein weiterer Spieler um seinen ersten Pflichtspieleinsatz im Koblenzer Trikot bangen: Dragan Bogavac laboriert zurzeit noch an einer Entzündung der Patellasehne. "Er wird intensiv behandelt und sollte zum Wochenende eigentlich wieder einsatzfähig sein - darüber muss dann letztlich aber der Trainer entscheiden", sagt Mannschaftsarzt Peter Billigmann. Sicher ist derweil, dass die gegen Eintracht Frankfurt geschonten Dennis Eilhoff (Achillessehne), Goran Sukalo (Muskelverhärtung) und Ardijan Djokaj - alle wirkten schon in Lahnstein wieder mit - nunmehr beschwerdefrei sind.
Damit hat der 26 Spieler umfassende Kader für den Saisonstart drei definitive Ausfälle zu verzeichnen. Neben dem Langzeitverletzten Evangelos Nessos werden Du-Ri Cha und Joshua Grenier infolge ihrer Oberschenkelverletzungen frühestens Ende nächster Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen können. Dort befindet sich nach dreiwöchiger Pause auch Frank Wiblishauser wieder - und ist sich seines Rückstandes auf die Konkurrenten bewusst: "Ich muss nun im Training Gas geben und werde dann aber auch wieder spielen. Ganz klar."
Christoph Oster
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html |
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chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
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Verfasst am: 03.08.2007, 09:20 Titel: |
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TuS Koblenz geht als Favorit in DFB-Pokalspiel
Rapolder fordert 100 Prozent Einstellung
KOBLENZ. Für Fußball-Zweitligist TuS Koblenz ist ein Weiterkommen in der 1. DFB-Pokalrunde beim TSV Havelse selbstredend Pflicht. Dragan Bogavac wird am Sonntag (15 Uhr) spielen können, Ardijan Djokaj nicht.
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Mit breiter Brust zum Fünftligisten: Anel Dzaka ist wichtiger Bestandteil jener Stammformation, die sich laut TuS-Trainer Uwe Rapolder "in den Tests abgezeichnet hat" Foto: Tom Frey
Die Ausführungen zum Gegner beginnen erst einmal mit einem kleinen Scherz. "Über den TSV Havelse weiß man, dass Volker Finke dort herkommt", witzelt Uwe Rapolder zum Auftakt in die Runde - und damit auch bloß kein falscher Eindruck entsteht, ist jegliches Schmunzeln über einen gewissen Fünftligisten aus Niedersachsen an dieser Stelle abgeschlossen und untersagt.
Die erste Runde im DFB-Pokal, welche TuS Koblenz mit Havelse ein ziemlich gnädiges Los beschert hat, will schließlich ernst genommen werden, denn: "Der Pokal ist eine Chance - wir sind froh, wenn wir weit kommen und wollen am Sonntag sicher nicht sagen: Toll, jetzt können wir uns auf die Liga konzentrieren."
Für die Koblenzer ist erstmals in ihrer Vereinsgeschichte ein Sieg im DFB-Pokal Pflicht - das muss vor der Partie beim Gegner aus der Niedersachsenliga niemand großartig betonen. Zur Sicherheit tut Uwe Rapolder es dann doch noch, als er auf den Fitness-Stand seiner Mannschaft zu sprechen kommt: "Wir sind bei 80 bis 85 Prozent - das muss einfach reichen, egal, wie der Fünftligist heißt."
Gleichwohl hat der TuS-Trainer es vorgezogen, den TSV Havelse während dessen Saisonvorbereitung beobachten zu lassen: "Wir wissen einiges über sie und wollen uns nicht überraschen lassen. Allerdings gilt Letzteres auch für unsere eigene Leistung." Mit Blick auf die ungleiche Begegnung lässt Rapolder keinen Zweifel an der Gültigkeit seiner Rechnung: "Wenn wir eine zu 100 Prozent gute Einstellung an den Tag legen, werden wir Havelse schlagen", sagt der 49-Jährige, "wir müssen mit dem Kopf und dem Herzen bereit sein."
Klarheit herrscht seit gestern bei TuS Koblenz, was die personelle Lage vor dem ersten Pflichtspiel der Saison anbelangt. Dragan Bogavac konnte nach einer Entzündung an der Patellasehne bereits wieder mit der Mannschaft trainieren und wird in Havelse definitiv zum Einsatz kommen. Dies gilt allerdings nicht für jenen Akteur, dem die Rolle auf der anderen Flügelposition zugedacht war: Ardijan Djokaj hat sich im Vormittagstraining eine Wadenzerrung zugezogen und fällt für das kommende Wochenende definitiv aus. Am wahrscheinlichsten ist damit, dass der zuletzt überzeugende Philipp Langen auf der linken Offensivseite zum Einsatz kommen wird, die Außenposition in der Abwehrkette dürfte Marko Lomic bekleiden, dessen Trainingsrückstand sich nach einer Verletzungspause in Grenzen hält. "Läuferisch ist er sowieso der Beste. Aber er wird im taktischen Bereich arbeiten müssen", sagt Rapolder.
Christoph Oster
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html |
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chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
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Verfasst am: 03.08.2007, 09:21 Titel: |
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Fußball: TuS-Gegner mit junger Mannschaft
Kein Abwehrriegel beim TSV Havelse
HAVELSE/KOBLENZ. Weil besondere Ereignisse ja ihre Schatten vorauswerfen, hatte also auch der TSV Havelse gestern nachmittag um drei zum Ortstermin geladen. Allzu oft ist es hier in der Vergangenheit schließlich nicht vorgekommen, dass ein einziges Fußballspiel gesteigertes Medieninteresse hervorruft.
In Havelse, das ein Ortsteil der vor den Toren Hannovers gelegenen Stadt Garbsen ist, haben sportliche Großereignisse zuletzt in eher überschaubarer Zahl stattgefunden. "Ein DFB-Pokalspiel ist hier natürlich nicht alltäglich", sagt Trainer Jürgen Stoffregen - und er muss es wissen. Schließlich stand Stoffregen auch an der Seitenlinie, als Havelse vor 16 Jahren zum letzten Mal für Furore in Fußball-Deutschland sorgte, ebenfalls im Pokal nach einem 4:2 im Elfmeterschießen gegen den 1. FC Nürnberg.
Anno 2007 hat Fortuna dem mittlerweile in die Fünftliga-Versenkung abgerutschten Verein ein weniger attraktives Los beschert. "TuS Koblenz ist sicher nicht das Zugpferd schlechthin", sagt Stoffregen - wenn auch nicht ohne die Relativierung: "Sportlich ist es mehr als der Gegner, den man vom Namen her vermutet."
In Niedersachsen weiß man um die Qualität der TuS-Mannschaft, die bei der Testspielniederlage gegen Eintracht Frankurt beobachtet wurde; besonders Anel Dzaka, Fatmir Vata und Dragan Bogavac sind den Havelser Spähern nachhaltig aufgefallen.
Altbekannt klingt die Maßgabe, die man in Havelse für das Kräftemessen mit der TuS ausgerufen hat: "Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen." Wer allerdings glaubt, dies ginge mit dem Aufbau einer Festung um den eigenen Strafraum einher, sieht sich getäuscht. "Wenn wir weiterkommen wollen, müssen wir ein Tor schießen - außerdem wäre es ja fast schon peinlich, wenn wir am Sonntag nur hintendrin stünden."
Ohnehin setzt der letztjährige Vierte der Niedersachsenliga prinzipiell auf eine offensive Ausrichtung. Und auf einen möglichen Schuss Unbekümmertheit: Das Durchschnittsalter der Mannschaft liegt gerade einmal bei 23 Jahren. (ost)
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-2.html |
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chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
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Verfasst am: 06.08.2007, 10:03 Titel: |
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DFB-Pokalspiel TSV Havelse - TuS Koblenz 0:3 (0:3)
Rumpelfußball reicht Rapolder nicht
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Auch wenn es hier so aussieht, sie stolperten nicht: TuS-Spieler Branimir Bajic und seine Kollegen setzten sich mit 3:0 in Havelse durch. Foto: Ulrich zur Nieden
HAVELSE. Fußball-Zweitligist TuS Koblenz hat seine Premiere als Favorit in der 1. DFB-Pokalrunde unbeschadet überstanden. Beim glanzlosen 3:0-Sieg gegen den Fünftligisten TSV Havelse stellte die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder die Weichen bereits früh auf Sieg.
Pünktlich zur Pokalzeit kommen die Liebhaber von Stammtischparolen immer wieder voll auf ihre Kosten. Gängige Fußballweisheiten wie "Der Pokal schreibt seine eigenen Gesetze", "Die Partie muss erstmal gespielt werden" und "Das Spiel dauert 90 Minuten" werden vor allem in der Vorberichterstattung immer wieder zu Rate gezogen.
Zumindest die letzte Aussage sollte sich aber beim DFB-Pokalauftritt der TuS Koblenz beim TSV Havelse nur theoretisch bestätigen. Hinterher waren sich nämlich alle Beteiligten einig, dass die Erstrunden-Partie eigentlich schon nach 26 Minuten zugunsten des Favoriten entschieden war. Mit einem sehenswerten Freistoßtor und seinem zweiten Treffer des Tages zum 0:3 hatte Marko Lomic sehr früh die Verhältnisse zurechtgerückt; einen entspannten Tag bescherte er seinem Trainer Uwe Rapolder damit aber trotzdem nicht.
"In der zweiten Halbzeit habe ich mich nur noch geärgert", zeigte sich der Übungsleiter vor allem mit dem Leistungsabfall seiner Akteure nach der Pause unzufrieden; gar als "Rumpelfußball" bezeichnete er das Auftreten der Koblenzer Mannschaft in dieser Spielphase. Insofern war es ein Glück für die TuS, dass gerade im Pokal oftmals zwanzig, dreißig gute Minuten - vor allem, wenn es gegen die ganz Kleinen geht - zum Erfolg ausreichen.
In einem jener Spiele, in denen man als Zweitligist gegen drei Spielklassen tiefer angesiedelte Amateurkicker eigentlich nur verlieren kann, konnten die Gastgeber in den ersten zehn Minuten durchaus dagegenhalten. Doch das im Pokal so bitter nötige Glück war ihnen nicht lange hold: Ein individueller Abwehrfehler und Marko Lomics nachfolgender Überraschungsschuss von halbrechts in die kurze Torecke entriss den TSV Havelse schnell aus allen Träumen. "Ich wüsste gerne, ob er diesen Schuss wirklich so gewollt hat", zeigte auch Rapolder sein Erstaunen über die erfolgreiche Verwertung der überhaupt ersten Tormöglichkeit seiner Elf, bei der vor allem TSV-Keeper Dlugaiczyk keinen guten Eindruck hinterließ.
Als Goran Sukalo nur sieben Minuten später den Ball aus gut und gerne 25 Metern in Richtung gegnerisches Tor schickte, schienen die meisten Einheimischen bereits das Schlimmste zu befürchten. Und während der Pfosten in dieser Situation noch einmal kurz für Erleichterung sorgen konnte, nutzte TuS-Kapitän Anel Dzaka nur wenige Sekunden später einen Sukalo-Pass eiskalt zum frühen 0:2 aus und legte damit den Grundstein für das Erreichen der zweiten Pokalrunde. Nach dem 0:3 konnten die Koblenzer aber nur noch durch einen Pfostentreffer von Matej Mavric (31.) zwingend auf sich aufmerksam machen. Vor allem in der zweiten Halbzeit zeigte der Zweitligist dann nur noch wenig attraktiven Sommerfußball.
Respekt musste man nach der Partie vor allem den einheimischen Akteuren zollen. Trotz des frühen Rückstandes steckten sie nicht auf und suchten ihr Heil weiterhin in der Offensive. Doch Angreifer Niyazi Sarier vergab kurz vor dem Pausenpfiff die beiden besten Chancen. "Die Stärke des Gegners war unsere Schwäche", schimpfte Uwe Rapolder - und Torhüter Dennis Eilhoff fasste prägnant zusammen: "Mund abputzen und auf das nächste Los warten." In der Tat konnte das Fazit für die TuS-Verantwortlichen bei deren Abreise nur lauten: Pokal-Blamage verhindert und Pflicht erfüllt. Nicht mehr und nicht weniger.
Tobias Küpper
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html |
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Verfasst am: Titel: |
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chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
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Verfasst am: 06.08.2007, 10:04 Titel: |
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Fünftligist freut sich über ausgebliebenes "Schlachtfest"
Euphorie in Havelse nahm schnelles Ende
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Nach dem 1:0-Führungstreffer jubelten fast nur noch die mitgereisten TuS-Fans. Foto: Ulrich zur Nieden
HAVELSE. Alexander Dlugaiczyk hatte am vergangenen Sonnabend das, was man einen richtig guten Tag nennt. Der Torhüter des niedersächsischen Fünftligisten TSV Havelse war von seinem Trainer Jürgen Stoffregen zur Seite genommen und darüber unterrichtet worden, dass er in der Pokalbegegnung mit TuS Koblenz zwischen den Pfosten stehen dürfe - dem "Spiel des Jahres", wie es die Plakatwerbung in der gesamten Stadt Garbsen angekündigt hatte.
Etwa 24 Stunden später stand Dlugajczyk dann tatsächlich im Trikot mit der Nummer 1 auf dem Rasen des Wilhelm-Langrehr-Stadions - und zwar noch immer: Die Partie gegen den Koblenzer Zweitligisten war zu diesem Zeitpunkt lange vorüber und der Torhüter machte einen etwas nachdenklichen Eindruck: "Man hat ihre Erfahrung gesehen", sagte der Keeper und verwies damit vor allem auf die abgezockte Art, mit der die TuS-Spieler ihn in den ersten 26 Minuten gleich dreimal hatten überwinden können.
Elf Minuten Euphorie, weitere sieben Minuten Hoffnung auf die Überraschung - dann hatte TuS Koblenz es geschafft, den Lärmpegel auf den Tribünen spürbar zu senken. Erst in der zweiten Halbzeit, als man den Gegner gewähren ließ und dieser sich zwischenzeitlich zu einem Anflug von Gleichwertigkeit aufschwang, wurde es wieder lauter rund um den Rasen. Zumal man in Havelse eine Direktive frei nach dem Motto "Tröten für die Überraschung" ausgegeben und gefühlte tausend Plastiktrompeten verteilt hatte. Nicht zuletzt aufgrund dieser Rummelplatz-Atmosphäre war vor den Toren Hannovers vom Ärger über ein vermeintlich unattraktives Pokallos nicht viel zu spüren - die TuS aus Koblenz konnte die Dienstreise nach Havelse auch als zufriedenstellende Wasserstandsmeldung für ihr Vorhaben, sich einen Namen in Fußball-Deutschland zu erarbeiten, werten.
"Für uns war es heute eine Erfahrung", sagte Trainer Jürgen Stoffregen, der froh war, dass das zwischenzeitlich zu vermutende Schlachtfest am Ende ausgeblieben war. Aber: "Uns sind Fehler unterlaufen, die man nicht machen darf, wenn man eine Sensation schaffen will."
Das galt auch für Alexander Dlugaiczyk, der sich beim 0:1 von Marko Lomic hatte düpieren lassen. Besser machen kann es die neue Nummer eins beim TSV am kommenden Wochenende. Dann kommt zum Saisonstart nach Havelse niemand Geringeres als der VfL Bückeburg.
Christoph Oster
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-2.html |
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