chris Admin


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Verfasst am: 01.08.2007, 09:49 Titel: Neue Situation für Dauerbrenner Ziehl |
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Routinier im TuS Mittelfeld droht Platz auf Ersatzbank
Neue Situation für "Dauerbrenner" Ziehl
KOBLENZ. In der vergangenen Spielzeit ging nichts ohne ihn, den "Mr. Zuverlässig" im Trikot des Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz. Wenn auch nur eines von vielen Rädchen im System des Aufsteigers, so war es doch nicht zuletzt der Antriebskraft eines Rüdiger Ziehl zu verdanken, dass dem Aufsteiger ein erfolgreicher Saisonverlauf beschieden war. Wobei Ziehl auf der Position des "Sechsers" nicht allein mit der Lizenz zum Grätschen ausgestattet war. Der zweikampfstarke und robuste Defensivakteur kam überdies in 32 Spielen immerhin auf vier Tore.
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Routinier im TuS-Mittelfeld: Rüdiger Ziehl muss sich neu beweisen. Foto: Th. Frey
Doch beim Grätschen und Toreschießen wird sich Ziehl in der neuen Spielzeit vorerst aufs Training beschränken müssen. Der 29-Jährige ist zum Beginn der neuen Spielzeit im defensiven Mittelfeld nur zweite Wahl. Und wie es Ziehls Art ist, redet er auch gar nicht lange drumherum. "Ja, das ist so. Insbesondere im Testspiel gegen den FC Metz habe ich katastrophal gespielt", reflektiert der Rechtsfuß selbstkritisch und nüchtern die Lage der Dinge im neuformierten TuS-Ensemble. Im Augenblick haben der ohnehin gesetzte Goran Sukalo, aber auch Manuel Hartmann, Neuzugang von den Stuttgarter Kickers, die Nase vorn.
Doch sollten sich Außenstehende von dieser fast emotionslosen Bestandsaufnahme in eigener Sache nicht täuschen lassen. Ziehl ist nicht nur auf dem Rasen ein Kämpfertyp. Und so schiebt er auch gleich nach: "Das ist nur eine Momentaufnahme. Jetzt bin ich die Nummer drei, aber das kann sich auch wieder ändern", denkt Ziehl keineswegs daran, sich in sein Schicksal zu fügen. Wenn es nach ihm geht, will er "alles dafür tun", dass sich sein Status schon recht bald wieder ändert. Mut wird ihm dabei die Situation in der Winterpause machen, als Christof Babatz eigentlich als Stammkraft fürs defensive Mittelfeld geholt wurde, letztlich aber nicht am zweikampfstärkeren Ziehl vorbeikam.
Dessen Einsicht beruht auf der Erkenntnis, dass den TuS-Kader der Gegenwart eine "Ausgeglichenheit auf hohem Niveau" auszeichnet. "Wir haben zugelegt, qualitativ wie quantitativ. Akteure wie Ardijan Djokaj oder Marko Lomic bringen enormes Potenzial in die Mannschaft."
Schnelles Spiel in die Tiefe mit wenigen Kontakten zum Ziel - das sind die Ansprüche, die Trainer Uwe Rapolder an seine Mannen hat. Eine Maßgabe, die Hartmann auf der "Staubsaugerposition" aus Sicht Rapolders derzeit eher zu erfüllen scheint. Und die Ziehl einen Bankplatz beschert. Vorerst. "Ich werde um meinen Platz kämpfen", verspricht Ziehl.
Klaus Reimann
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-2.html |
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