chris Admin


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Verfasst am: 24.07.2007, 11:55 Titel: Rapolder: Eilhoff ist die Nummer eins |
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Rapolder: Eilhoff ist die Nummer eins
Trainer von Koblenz hat sich in Torwartfrage festgelegt
KOBLENZ. Drei Torleute, aber nur einer kann spielen: Dies ist das Los von Dennis Eilhoff, Michael Gurski und Djordje Pantic, die sich bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz um den begehrten Platz bewerben. Bleiben alle drei fit, wird wohl Eilhoff vorerst seinen Status als Nummer eins behalten.
- FOTO - (von Djordje Pantic )
Dennis Eilhoff startet als Nummer eins in die anstehende Saison.
Uwe Rapolder ist lange genug im Geschäft, um zu wissen, dass der Profi-Fußball kein Ponyhof ist. Harmonie in einem Kader ist gut und wichtig, aber manchmal muss man eben auch schwierige Entscheidungen treffen. Anders als bei den Feldspielern, wo Personalwechsel allein schon aus taktischen oder Verletzungsgründen häufiger vollzogen werden, hat die diffizile Problematik rund um die Nummer eins meist eine größere Tragweite.
Das weiß auch der TuS-Trainer, der sich im Vorfeld der Saison bereits festgelegt hat. "Dennis Eilhoff geht als Nummer eins in die Saison", sagt Rapolder, wohlwissend, dass er es hier mit einem Härtefall zu tun hat. "Der dritte Torwart ist nicht weit von der Nummer eins entfernt, das macht es mir nicht einfach", ergänzt der 49-Jährige, der vor dem ersten Pflichtspiel am 5. August beim TSV Havelse einen der beiden Reservisten zudem auf die Tribüne setzen muss. "Es tut mir leid, aber es geht ja nicht anders", sagt Rapolder.
Dass alle drei Torleute nur um Nuancen auseinanderliegen, zeigt ein Blick auf die aktuelle Situation von Eilhoff, Gurski und Pantic, die sich im Training nichts schenken.
Dennis Eilhoff: Mit einer starken Leistung im Wintertrainingslager in Belek hat sich der 24-Jährige den Posten als Nummer eins gesichert - und im Verlauf der Rückrunde sukzessive untermauert. Eilhoff strahlte Ruhe aus und erledigte unspektakulär seinen Job. In 17 Spielen unterlief ihm nur ein Fehler, gleich im Debüt gegen Duisburg griff er an einer Flanke vorbei. Ansonsten hielt der Westfale, was zu halten war.
Die zwischenzeitliche Talfahrt der TuS lag am wenigsten an ihm. Eilhoff steht nach wie vor bei Arminia Bielefeld unter Vertrag, hat sich aber aus verständlichen Gründen dazu entschlossen, ein weiteres Jahr nach Koblenz ausleihen zu lassen. Arminia-Trainer Ernst Middendorp hat neben Mathias Hain den Südafrikaner Rowen Fernandez für das Tor geholt, für Eilhoff wäre in Bielefeld kein Platz gewesen.
"Ich habe meinen Vertrag in Koblenz verlängert, weil ich hier spielen und der Mannschaft helfen will", sagt der Schlussmann, der von einem Bonus aus der Rückrunde nichts wissen will: "Ich versuche mich im Training aufzudrängen." Pech für ihn: In der Vorbereitung machte ihm eine Entzündung an der Achillessehne zu schaffen, mit zwei Paraden gegen Slavia Prag meldete sich Eilhoff am Wochenende zurück. Entsprechend selbstbewusst blickt er in Richtung Saisonstart: "Ich mache mir keinen Kopf und gehe davon aus, dass ich zum Einsatz komme."
Michael Gurski: Hinter dem 28-Jährigen liegt eine Saison mit einer sportlichen und emotionalen Achterbahnfahrt. Nach einigen schwächeren Partien am Ende der Hinrunde war er bei Ex-Trainer Milan Sasic unten durch, der ihn von der Nummer eins zur Nummer drei degradierte und auf die Tribüne verbannte. Ein Nackenschlag für Gurski, von dem er sich langsam wieder erholt hat. "Ich freue mich einfach wieder auf jedes Training und habe gelernt, mich über den Moment zu freuen", sagt der Schwabe, der zwischenzeitlich schon mit der TuS abgeschlossen hatte. "Es gab ein paar Anfragen, aber der Verein hat signalisiert, dass er weiter mit mir plant." Gurski ist durchaus bewusst, dass Eilhoff derzeit einen Vorsprung hat, "aber ich sehe mich auf einem guten Weg." Nach den unschönen Erfahrungen zu Beginn der Rückrunde hat Gurski vor allem die Hoffnung, "dass allein sportliche Kriterien entscheidend sind."
Djordje Pantic: Der Serbe hat in den vergangenen sechs Monaten eine erstaunliche Entwicklung gemacht. Pantic wirkte in den ersten Wochen verunsichert, inzwischen ist seine Körpersprache viel selbstbewusster, der lange Schlaks wirkt auch kräftiger. "Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass ich körperlich jetzt viel besser darauf bin", sagt der 27-Jährige, der in den Vorbereitungsspielen bewiesen hat, dass sich vor allem seine Strafraumbeherrschung verbessert hat.
"Ich trainiere gut und fühle mich bei der TuS wohl", gibt sich der stets freundliche Pantic zuversichtlich, früher oder später seine Spielanteile zu bekommen. Dass er aller Voraussicht nach vorerst nur als Ersatz in die Saison gehen wird, nimmt er als Berufsrisiko in Kauf: "Als Torwart muss man damit leben, dass nur einer zwischen den Pfosten stehen kann."
Sven Sabock
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html |
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