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TuS vor Bewährungsprobe gegen Mönchengladbach

 
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chris
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BeitragVerfasst am: 05.10.2007, 10:46    Titel: TuS vor Bewährungsprobe gegen Mönchengladbach Antworten mit Zitat

TuS vor Bewährungs­probe gegen Mön­chen­glad­bach

Fort­schritte in Punkte umsetzen

Koblenz - TuS Koblenz steht am Woche­nende vor der bisher größten Her­aus­for­derung in der noch jungen Saison. Denn geht es nach Trainer Uwe Rapolder, reißt am Sonntag die Serie von Auf­stiegs­favo­rit Borussia Mön­chen­glad­bach, der mit der Emp­feh­lung von fünf Siegen in Folge auf dem Koblenzer Oberwerth antritt.

- FOTO -
Keine Angst vor großen Namen: TuS-Routinier Fatmir Vata (am Ball) ist nach seinen starken Leis­tun­gen auch gegen Borussia Mön­chen­glad­bach gesetzt.

"Wir wollen gewinnen!" Eine Plat­titüde, das weiß auch Uwe Rapolder, hinter der sich aber etwas verbirgt. Der Trainer von TuS Koblenz hat einiges vor mit seiner Mann­schaft, auf die am Sonntag eine echte Aufgabe wartet. Dem großen Auf­stiegs­favo­riten Borussia Mön­chen­glad­bach nicht nur die Stirn zu bieten, sondern obendrein auch die Zähler im aus­ver­kauf­ten Stadion Oberwerth zu behalten - das ist die klare Ansage des Chefs.

Rapolder: "Qua­litätss­prung"

Dass sich Rapolder vor dem Duell gegen den fünf­mali­gen Deutschen Meister nicht demütig in die Rolle des Punk­telie­feran­ten fügen will, liegt in den ver­gan­genen Auf­trit­ten begründet. Es scheint, als habe die Mann­schaft nicht nur ver­stan­den, was der Trainer will, sondern inzwi­schen auch in der Lage ist, die Ideen von Rapolder Stück für Stück auf dem Platz umzu­set­zen. Gerade im Spiel nach vorn lief es zuletzt ein ganzes Stück besser - selbst bei der Heim­nie­der­lage gegen den 1. FC Köln (1:2) vor Wochen­frist. "Zuletzt war ganz klar ein Qua­litätss­prung da", blickt Rapolder auf die englische Woche zurück, in der seine Elf vor allem gegen Greuther Fürth (3:0) großen Sport gezeigt hatte.

Die Partie bei 1860 München muss ange­sichts des frühen Platz­ver­wei­ses mit anderen Maßstäben beurteilt werden. "Hier waren vor allem Moral und Charakter gefordert", freut sich der Trainer, dass seine Kicker in Unterzahl die ent­spre­chende Reaktion gezeigt haben. Zieht man einen Strich unter das Ganze, leitet sich die Vorgabe für das Gladbach-Spiel fast fol­gerich­tig ab. "Wir müssen jetzt sehen, dass wir die Faktoren Moral und Spielstärke kom­binie­ren", sagt Rapolder. Das hört sich relativ einfach an, ist aber auf dem Rasen zumeist nur schwer in die Tat umzu­set­zen - zumal der Gegner keine Lauf­kund­schaft ist. "Man kann sicher nicht jedes Mal so agieren wie gegen Fürth", warnt Rapolder vor einem allzu unge­stü­men Anrennen auf das Glad­bacher Tor. Denn: Die Borussia scheint sich derzeit wieder auf eine ihre Stärken zu besinnen, die einst im Kon­ter­spiel lagen und die nun durch den wieder genesenen Oliver Neuville neu belebt werden.

Obendrein haben sich im Fall von TuS Koblenz zuletzt vor allem die indi­vidu­ellen Fehler als Hemmschuh des eigenen Schaffens erwiesen. Gegen Köln oder auch in München schenkten die Koblenzer leicht­fer­tig die Gegentore her. Ein Problem, das sich auf dem Trai­nings­platz nur schwer beheben lässt, weshalb Rapolder die Orga­nisa­tion auf dem Platz ver­bes­sern will. Die Räume eng zu halten, um so besser und schneller in die Zwei­kämpfe zu kommen, ist in diesem Fall ein probates Mittel. "Kompaktes Auftreten ist wichtig", sagt Rapolder, der in den beiden absch­ließen­den Übungs­ein­hei­ten noch Detail­arbeit leisten will.

Prag­matis­mus wird groß­geschrie­ben

Nimmt man all diese Aussagen, deutet sich an, dass die Koblenzer wohl etwas zurück­hal­ten­der als zuletzt auftreten werden. Denn bei allem Spektakel geht's schließ­lich auch um Punkte, weshalb Rapolder schlicht und ergrei­fend anmerkt, "dass es einfach darum geht, ein Tor mehr zu erzielen".

Prag­matis­mus wird also groß­geschrie­ben am Sonntag. Hinten die Null halten und vorne ein Törchen schießen, so sieht zuvor­derst der Plan aus. Auch wenn man sich in Koblenz auch im zweiten Jahr in Liga zwei erst noch daran gewöhnen muss, dass es gegen die Nach­fah­ren von Günter Netzer oder Lothar Matthäus geht - in Ehrfurcht erstarren sollten Rapolders Mannen deshalb noch lange nicht.

Sven Sabock - Foto: Thomas Frey

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
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chris
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BeitragVerfasst am: 09.10.2007, 13:37    Titel: Antworten mit Zitat

TuS-Trainer hakt Heimpleit gegen Gladbach ab

Rapolder hofft auf Ler­nef­fekt

Koblenz - Bei TuS Koblenz ist man bemüht, aus dem herben 0:5 gegen Borussia Mön­chen­glad­bach die richtigen Lehren zu ziehen. Da wird es Trainer Uwe Rapolder durchaus gelegen kommen, dass er nun elf Tage Zeit hat, um vor allem die Defizite in der Rück­wärts­bewe­gung auf­zuar­bei­ten.

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Mund abputzen und wei­ter­machen: Geht es nach Trainer Uwe Rapolder, sollen sich Du-Ri Cha (Foto) und die übrigen TuS-Spieler nicht lange mit dem 0:5 gegen Borussia Mön­chen­glad­bach aufhalten.

Entweder ist Uwe Rapolder ein guter Schau­spie­ler oder er hat wirklich die benei­dens­werte Gabe, in kürzester Zeit ein Spiel mit der nötigen Distanz zu betrach­ten. Bei einem Fuß­ball­trai­ner sind ja beide Eigen­schaf­ten zumeist hilfreich, weshalb der Fußball-Lehrer in Diensten von TuS Koblenz bereits eine halbe Stunde nach dem 0:5 gegen Borussia Mön­chen­glad­bach zumindest öffent­lich einen dicken Strich unter die Pleite setzte. "Eine Mega-Schlappe", wie der Coach selbst sagte.

Rapolder ist bemüht, dass sich die Klatsche gar nicht erst großartig in den Köpfen der Spieler festsetzt. "Meine Aufgabe wird es jetzt sein, die Mann­schaft wieder auf­zurich­ten", sagte der 49-Jährige mit ruhiger Stimme und nutzte den denk­wür­digen Sonntag, um noch einmal klar­zustel­len, dass es für die TuS zuvor­derst darum geht, eini­ger­maßen sor­gen­frei durch die Saison zu kommen. "Alle reden von der stärksten Zweiten Liga aller Zeiten", fügte Rapolder an, "da kann man dann aber nicht erwarten, dass wir hier zu Hause einfach die Favoriten schlagen. Das geht nicht." Die Mann­schaft gerade in spie­leri­scher Hinsicht zu ent­wickeln und am Ende auf einem soliden Mit­tel­feld­platz ein­zulau­fen - diesen Weg will der Coach kon­sequent verfolgen, "auch wenn dieser Rück­schlag natürlich verdammt weh tut".

"Die Wahl der Mittel war naiv"

Das Ärger­liche an der Pleite waren vor allem die letzten zwölf Minuten, in denen es über die TuS her­ein­brach. Erst die Rote Karte gegen Branimir Bajic, dann die vergebene Chance von Dragan Bogavac und zu guter Letzt drei Treffer, bei denen die Hin­ter­mann­schaft in ihre Ein­zel­teile zerlegt wurde - zwölf Minuten, die den durchaus positiven Gesamtein­druck gänzlich ver­wisch­ten. "Der Einsatz war da, aber die Wahl der Mittel naiv", sagte Rapolder. Soll heißen: Wer blind nach vorne läuft, wird hinten bestraft.

Und gerade in diesem Punkt musste sich der Koblenzer wohl am meisten bemühen, die Fassung zu bewahren und Opti­mis­mus zu ver­brei­ten. Gerade Rapolder, für den Ordnung und Orga­nisa­tion auf dem Platz stets die wich­tigs­ten Faktoren sind, hat mit der TuS nun die meisten Gegentore in der Liga kassiert. Zuletzt hatte der Trainer mit Umstel­lun­gen in der hinteren Reihe versucht, mehr Sta­bilität zu erzeugen. Was gegen Fürth prima klappte, gelang in München und nun eben gegen Gladbach nur pha­sen­weise. Die grund­legen­den Erkennt­nisse vom Sonntag: Bei den Standards in der Defensive strahlte die Hin­ter­mann­schaft wenig Sou­ver­änität aus, dazu schaffte es das Mit­tel­feld zu selten, die Passwege in die Tiefe zuzu­stel­len. Anders­herum: Bislang hat es die TuS in jedem Spiel geschafft, sich aus­rei­chend Chancen zu erar­bei­ten und vor allem auch zu erspielen - dank indi­vidu­eller Qualität und eines variablen Auftritts in der Offensive.

Verbal ist Rapolder bereits in die Offensive gegangen, ab heute beginnen nach dem freien Montag nun die Aufräum­arbei­ten auf dem Platz. "Dieses Spiel darf uns nicht umwerfen", stellt der Trainer das große Ganze in den Mit­tel­punkt und setzt auf die heilenden Kräfte einer Nie­der­lage. Weil sich gerade in schwie­rigen Phasen der Charakter einer Mann­schaft zeigt, sucht der Coach den Schul­ter­schluss mit seinen Schütz­lin­gen. Den Satz "Wenn man kon­tinu­ier­lich und hart arbeitet, wird man auch belohnt werden", hat Rapolder seinem Kader bereits ein­getrich­tert. Selbst­redend, dass als Kon­sequenz in elf Tagen in Offenbach ein anderes Ergebnis her­aus­sprin­gen soll als am Sonntag gegen Mön­chen­glad­bach.

Sven Sabock - Foto: Jens Weber

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
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