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chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
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Verfasst am: 05.10.2007, 10:46 Titel: TuS vor Bewährungsprobe gegen Mönchengladbach |
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TuS vor Bewährungsprobe gegen Mönchengladbach
Fortschritte in Punkte umsetzen
Koblenz - TuS Koblenz steht am Wochenende vor der bisher größten Herausforderung in der noch jungen Saison. Denn geht es nach Trainer Uwe Rapolder, reißt am Sonntag die Serie von Aufstiegsfavorit Borussia Mönchengladbach, der mit der Empfehlung von fünf Siegen in Folge auf dem Koblenzer Oberwerth antritt.
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Keine Angst vor großen Namen: TuS-Routinier Fatmir Vata (am Ball) ist nach seinen starken Leistungen auch gegen Borussia Mönchengladbach gesetzt.
"Wir wollen gewinnen!" Eine Plattitüde, das weiß auch Uwe Rapolder, hinter der sich aber etwas verbirgt. Der Trainer von TuS Koblenz hat einiges vor mit seiner Mannschaft, auf die am Sonntag eine echte Aufgabe wartet. Dem großen Aufstiegsfavoriten Borussia Mönchengladbach nicht nur die Stirn zu bieten, sondern obendrein auch die Zähler im ausverkauften Stadion Oberwerth zu behalten - das ist die klare Ansage des Chefs.
Rapolder: "Qualitätssprung"
Dass sich Rapolder vor dem Duell gegen den fünfmaligen Deutschen Meister nicht demütig in die Rolle des Punktelieferanten fügen will, liegt in den vergangenen Auftritten begründet. Es scheint, als habe die Mannschaft nicht nur verstanden, was der Trainer will, sondern inzwischen auch in der Lage ist, die Ideen von Rapolder Stück für Stück auf dem Platz umzusetzen. Gerade im Spiel nach vorn lief es zuletzt ein ganzes Stück besser - selbst bei der Heimniederlage gegen den 1. FC Köln (1:2) vor Wochenfrist. "Zuletzt war ganz klar ein Qualitätssprung da", blickt Rapolder auf die englische Woche zurück, in der seine Elf vor allem gegen Greuther Fürth (3:0) großen Sport gezeigt hatte.
Die Partie bei 1860 München muss angesichts des frühen Platzverweises mit anderen Maßstäben beurteilt werden. "Hier waren vor allem Moral und Charakter gefordert", freut sich der Trainer, dass seine Kicker in Unterzahl die entsprechende Reaktion gezeigt haben. Zieht man einen Strich unter das Ganze, leitet sich die Vorgabe für das Gladbach-Spiel fast folgerichtig ab. "Wir müssen jetzt sehen, dass wir die Faktoren Moral und Spielstärke kombinieren", sagt Rapolder. Das hört sich relativ einfach an, ist aber auf dem Rasen zumeist nur schwer in die Tat umzusetzen - zumal der Gegner keine Laufkundschaft ist. "Man kann sicher nicht jedes Mal so agieren wie gegen Fürth", warnt Rapolder vor einem allzu ungestümen Anrennen auf das Gladbacher Tor. Denn: Die Borussia scheint sich derzeit wieder auf eine ihre Stärken zu besinnen, die einst im Konterspiel lagen und die nun durch den wieder genesenen Oliver Neuville neu belebt werden.
Obendrein haben sich im Fall von TuS Koblenz zuletzt vor allem die individuellen Fehler als Hemmschuh des eigenen Schaffens erwiesen. Gegen Köln oder auch in München schenkten die Koblenzer leichtfertig die Gegentore her. Ein Problem, das sich auf dem Trainingsplatz nur schwer beheben lässt, weshalb Rapolder die Organisation auf dem Platz verbessern will. Die Räume eng zu halten, um so besser und schneller in die Zweikämpfe zu kommen, ist in diesem Fall ein probates Mittel. "Kompaktes Auftreten ist wichtig", sagt Rapolder, der in den beiden abschließenden Übungseinheiten noch Detailarbeit leisten will.
Pragmatismus wird großgeschrieben
Nimmt man all diese Aussagen, deutet sich an, dass die Koblenzer wohl etwas zurückhaltender als zuletzt auftreten werden. Denn bei allem Spektakel geht's schließlich auch um Punkte, weshalb Rapolder schlicht und ergreifend anmerkt, "dass es einfach darum geht, ein Tor mehr zu erzielen".
Pragmatismus wird also großgeschrieben am Sonntag. Hinten die Null halten und vorne ein Törchen schießen, so sieht zuvorderst der Plan aus. Auch wenn man sich in Koblenz auch im zweiten Jahr in Liga zwei erst noch daran gewöhnen muss, dass es gegen die Nachfahren von Günter Netzer oder Lothar Matthäus geht - in Ehrfurcht erstarren sollten Rapolders Mannen deshalb noch lange nicht.
Sven Sabock - Foto: Thomas Frey
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html |
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chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
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Verfasst am: 09.10.2007, 13:37 Titel: |
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TuS-Trainer hakt Heimpleit gegen Gladbach ab
Rapolder hofft auf Lerneffekt
Koblenz - Bei TuS Koblenz ist man bemüht, aus dem herben 0:5 gegen Borussia Mönchengladbach die richtigen Lehren zu ziehen. Da wird es Trainer Uwe Rapolder durchaus gelegen kommen, dass er nun elf Tage Zeit hat, um vor allem die Defizite in der Rückwärtsbewegung aufzuarbeiten.
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Mund abputzen und weitermachen: Geht es nach Trainer Uwe Rapolder, sollen sich Du-Ri Cha (Foto) und die übrigen TuS-Spieler nicht lange mit dem 0:5 gegen Borussia Mönchengladbach aufhalten.
Entweder ist Uwe Rapolder ein guter Schauspieler oder er hat wirklich die beneidenswerte Gabe, in kürzester Zeit ein Spiel mit der nötigen Distanz zu betrachten. Bei einem Fußballtrainer sind ja beide Eigenschaften zumeist hilfreich, weshalb der Fußball-Lehrer in Diensten von TuS Koblenz bereits eine halbe Stunde nach dem 0:5 gegen Borussia Mönchengladbach zumindest öffentlich einen dicken Strich unter die Pleite setzte. "Eine Mega-Schlappe", wie der Coach selbst sagte.
Rapolder ist bemüht, dass sich die Klatsche gar nicht erst großartig in den Köpfen der Spieler festsetzt. "Meine Aufgabe wird es jetzt sein, die Mannschaft wieder aufzurichten", sagte der 49-Jährige mit ruhiger Stimme und nutzte den denkwürdigen Sonntag, um noch einmal klarzustellen, dass es für die TuS zuvorderst darum geht, einigermaßen sorgenfrei durch die Saison zu kommen. "Alle reden von der stärksten Zweiten Liga aller Zeiten", fügte Rapolder an, "da kann man dann aber nicht erwarten, dass wir hier zu Hause einfach die Favoriten schlagen. Das geht nicht." Die Mannschaft gerade in spielerischer Hinsicht zu entwickeln und am Ende auf einem soliden Mittelfeldplatz einzulaufen - diesen Weg will der Coach konsequent verfolgen, "auch wenn dieser Rückschlag natürlich verdammt weh tut".
"Die Wahl der Mittel war naiv"
Das Ärgerliche an der Pleite waren vor allem die letzten zwölf Minuten, in denen es über die TuS hereinbrach. Erst die Rote Karte gegen Branimir Bajic, dann die vergebene Chance von Dragan Bogavac und zu guter Letzt drei Treffer, bei denen die Hintermannschaft in ihre Einzelteile zerlegt wurde - zwölf Minuten, die den durchaus positiven Gesamteindruck gänzlich verwischten. "Der Einsatz war da, aber die Wahl der Mittel naiv", sagte Rapolder. Soll heißen: Wer blind nach vorne läuft, wird hinten bestraft.
Und gerade in diesem Punkt musste sich der Koblenzer wohl am meisten bemühen, die Fassung zu bewahren und Optimismus zu verbreiten. Gerade Rapolder, für den Ordnung und Organisation auf dem Platz stets die wichtigsten Faktoren sind, hat mit der TuS nun die meisten Gegentore in der Liga kassiert. Zuletzt hatte der Trainer mit Umstellungen in der hinteren Reihe versucht, mehr Stabilität zu erzeugen. Was gegen Fürth prima klappte, gelang in München und nun eben gegen Gladbach nur phasenweise. Die grundlegenden Erkenntnisse vom Sonntag: Bei den Standards in der Defensive strahlte die Hintermannschaft wenig Souveränität aus, dazu schaffte es das Mittelfeld zu selten, die Passwege in die Tiefe zuzustellen. Andersherum: Bislang hat es die TuS in jedem Spiel geschafft, sich ausreichend Chancen zu erarbeiten und vor allem auch zu erspielen - dank individueller Qualität und eines variablen Auftritts in der Offensive.
Verbal ist Rapolder bereits in die Offensive gegangen, ab heute beginnen nach dem freien Montag nun die Aufräumarbeiten auf dem Platz. "Dieses Spiel darf uns nicht umwerfen", stellt der Trainer das große Ganze in den Mittelpunkt und setzt auf die heilenden Kräfte einer Niederlage. Weil sich gerade in schwierigen Phasen der Charakter einer Mannschaft zeigt, sucht der Coach den Schulterschluss mit seinen Schützlingen. Den Satz "Wenn man kontinuierlich und hart arbeitet, wird man auch belohnt werden", hat Rapolder seinem Kader bereits eingetrichtert. Selbstredend, dass als Konsequenz in elf Tagen in Offenbach ein anderes Ergebnis herausspringen soll als am Sonntag gegen Mönchengladbach.
Sven Sabock - Foto: Jens Weber
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html |
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