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TuS-Saison ist nur auf dem Rasen zu Ende

 
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Ede
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BeitragVerfasst am: 15.05.2011, 18:59    Titel: TuS-Saison ist nur auf dem Rasen zu Ende Antworten mit Zitat

TuS-Saison ist nur auf dem Rasen zu Ende

Koblenz - Mit dem 0:2 gegen Jahn Regensburg ist auch die Saison 2010/2011 für TuS Koblenz Geschichte, die Zukunft des Fußball-Drittligisten bleibt offen. Gut zwei Wochen sind noch Zeit, um die finanzielle Grundlage für die kommende Spielzeit zu schaffen - spätestens dann wird sich weisen, wie es um den Klub bestellt ist.
Michael Stahl verletzte sich im letzten Saisonspiel ohne Fremdeinwirkung am Knie.
Frey-Pressebild

Auf der Suche nach neuen Geldgebern gibt es bislang keine Fakten zu vermelden, Präsident Werner Hecker sieht sich auf dem schwierigen Weg aber ein gutes Stück weiter. "Ich merke an den positiven Rückmeldungen, dass die Region spürt, dass das Leben ohne die TuS um einiges ärmer ist", berichtet Hecker von zahlreichen Gesprächen und ergänzt: "Ich bin noch optimistischer, als ich es ohnehin schon bin." Der Haken an der Sache: Der Abschluss mit einem potenziellen Investor lässt auf sich warten, von weiteren Sponsoren gibt es wohl (noch) nicht mehr als Absichtserklärungen. Und die Zeit drängt. Es gilt, bis zum 1. Juni einen Gesamt-Etat von rund fünf Millionen Euro auf die Beine zu stellen, um in der Dritten Liga konkurrenzfähig zu bleiben.

"Wir arbeiten an mehreren Szenarien", sagt Hecker und strickt mit den Vereins-Verantwortlichen offenbar auch an einem Plan B, sollten sich die Dinge nicht nach Wunsch entwickeln. Eines steht für den TuS-Chef unumstößlich fest: "Wir werden den Verein nicht verkaufen." Ähnliche Vorgänge wie im Jahr 2001, als der polnische Unternehmer Anton Ptak den Klub quasi schluckte und auch einen Geschäftsführer einsetzte, schließt Hecker aus. Vielmehr könnte eine Variante sein, mit einem noch abgespeckteren Etat in die neue Spielzeit zu gehen - was noch mehr als bislang einer sportlichen Gratwanderung gleichkäme.

Trotz der vielen Konjunktive nimmt Hecker wohlwollend zur Kenntnis, dass sowohl Trainer Petrik Sander als auch andernorts umworbene Spieler mit ihren Entscheidungen warten. Im Rahmen der Partie gegen Regensburg wurde einzig Patrick Schmidt verabschiedet, der zu Rheinlandligist FC Karbach wechselt. "Es sind alle über den Stand der Dinge informiert", setzt der TuS-Präsident auf Transparenz. Auch seien parallel Gespräche mit möglichen Neuzugängen geführt worden. "Wenn die Rahmenbedingungen fix sind, kann die Kaderplanung ruck, zuck gehen", ist Hecker sicher.

Die wesentliche Personalie wird sein, den Coach zu einem Weitermachen zu bewegen. "Wir werden ihm eine Perspektive bieten müssen", weiß Hecker, dass der Coach nicht noch mehr Kompromisse als in dieser Saison eingehen wird. Weitere Einsparungen sind mit Sander vermutlich nicht zu machen. "Ich habe den Eindruck, dass viele Dinge mit meiner Person verknüpft werden", hält sich der 50-Jährige aus nachvollziehbaren Gründen weiterhin mit einem Treuebekenntnis zurück, "ich weiß nicht, ob ich dem gerecht werden kann." Die Ereignisse der vergangenen Wochen und erst recht die 90 Minuten gegen Regensburg dienen ihm als warnendes Beispiel dafür, dass der Aufschwung in dieser Saison auf tönernen Füßen steht. Die Verletzungsnöte und Formschwankungen setzen dem Team zu, am Samstag erwischte es auch noch Michael Stahl. Der 23-Jährige zog sich ohne Fremdeinwirkung eine Knieverletzung zu und fällt wohl für das Pokalspiel gegen Trier aus. Die Summe der Widrigkeiten: Zuletzt gab's drei Heimniederlagen in Folge, die TuS ist in den letzten sechs Saisonspielen ohne Sieg geblieben. "Wer glaubt, dass wir wieder einfach so die Klasse halten, täuscht sich", sagt Sander und stellt klar: "Ich bin Trainer und kein Zauberer."

Von unserem Redakteur Sven Sabock
http://www.rhein-zeitung.de/sport/tuskoblenz_artikel,-T....zu-Ende-_arid,248866.html
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