Frau Hannes A-Jugend-Spieler


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Verfasst am: 27.05.2011, 14:56 Titel: TuS-Präsident: Wir appellieren an die Region |
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TuS-Präsident: Wir appellieren an die Region
Koblenz - Das verlorene Pokal-Finale gegen Regionalligist Eintracht Trier war nicht eben ein Steilpass für die Verantwortlichen der TuS Koblenz. Seit Wochen laufen hinter den Kulissen zahlreiche Rettungsversuche, um die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die kommende Saison zu schaffen.
Angesichts der Dimension des Ganzen wäre aber wohl selbst der Pokalsieg inklusive der rund 150 000 Euro an Einnahmen aus der Teilnahme am DFB-Pokal wahrscheinlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen. Bis zum kommenden Dienstag, 15.30 Uhr, bleibt Zeit, um die Bedingungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu erfüllen, der TuS droht nach wie vor das Aus in der Dritten Liga. Mit einem Appell an die Öffentlichkeit und einer „Retter-Aktion“ unternimmt TuS-Präsident Werner Hecker einen weiteren Versuch, um den finanziell angeschlagenen Verein vor der Pleite zu bewahren.
Herr Hecker, wie ist der Stand der Dinge bei der Suche nach möglichen Geldgebern?
Leider ist die Suche bisher nicht erfolgreich gewesen, obwohl die Gespräche zwischenzeitlich Anlass zu begründetem Optimismus gegeben haben. Aber leider kam es im Ergebnis mit einem potenziellen Großsponsor – auf den wir große Stücke gesetzt hatten – nicht zu dem erhofften Abschluss.
Woran sind die Verhandlungen im Wesentlichen gescheitert?
Zum einen sieht er die Perspektiven für die TuS im Moment nicht in dem Maß gegeben, um sich massiv zu beteiligen. Er wäre wohl bereit gewesen, wenn er mittelfristig ein klar umrissenes Konzept gesehen hätte, vor allem mit Blick auf einen Stadionbau. Er hat uns aber zugesichert, dass er erneut zu Gesprächen bereit ist, wenn wir den Sprung in die kommende Saison schaffen.
Fehlt den Sponsoren der Mut, sich gerade jetzt in der Stunde der Not bei der TuS zu engagieren?
Genau so ist es. Dabei sollten sich aber alle vor Augen führen, dass die Region ein großes Stück Kultur und Lebensqualität verliert, wenn die TuS untergehen sollte. Und ganz nebenbei: Wir leisten eine hervorragende Jugendarbeit und gestalten damit das Leben in Koblenz mit.
Mit diesem Pfund kann die TuS ja eigentlich wuchern. Trainer und Mannschaft haben sich etliche Sympathien erworben.
Das Bemerkenswerte ist, dass der sportliche Erfolg stimmt. Das Umfeld stimmt, es wird seriös gearbeitet – das wird von jeder Stelle anerkannt. Offensichtlich scheint bei Geldgebern aber die Angst vorzuherrschen, ob es auch mittelfristig mit TuS Koblenz weitergeht.
Zuletzt wurde auch ein Arbeitskreis mit der Stadt eingerichtet. Ist auf dieser Ebene eine Senkung der Stadionkosten zu erwarten, die die TuS massiv belasten?
Ich habe den Oberbürgermeister vor rund zwei Wochen zum wiederholten Mal gefragt, ob eine Senkung der Stadionmiete in Betracht käme und die Stadt sich in der Lage sieht, uns in dieser schwierigen Phase zu helfen. Die Frage wurde leider verneint.
In der jüngsten Vergangenheit war auch die Rede von einer Vermarktung des Stadionnamens.
Bereits im vergangenen Dezember haben wir diesbezüglich bei der Stadtverwaltung angefragt. Leider haben wir erst in dieser Woche unter Bedingungen das Ja für die Vermarktung des Stadionnamens bekommen. Vier Arbeitstage vor der Lizenzabgabe wird es sehr schwierig, noch einen Partner zu finden.
In Bielefeld, so ist zu lesen, hilft das Land Nordrhein-Westfalen dem Verein mit einem tilgungsfreien Darlehen von elf Millionen Euro. Ist für die TuS eine Unterstützung aus Mainz zu erwarten?
Selbstverständlich haben wir auch in diese Richtung unsere Fühler ausgestreckt und Gespräche geführt. Bisher ist aber leider kein Erfolg zu verzeichnen.
Am kommenden Dienstag muss der Verein die Lizenzierungs-Unterlagen beim DFB abgeben. Wie groß ist die Finanzierungslücke, die bis dahin geschlossen werden muss?
Es handelt sich um eine siebenstellige Summe, die uns im Rahmen der Lizenzierung nach heutigem Stand fehlt.
Welche Möglichkeiten sehen Sie in der Kürze der Zeit noch?
Es laufen durchaus noch Gespräche, die mit Sicherheit bis zum 1. Juni weitergeführt werden. Das heißt, wir tun wirklich alles, was in unserer Macht steht. Aber je mehr Zeit vergeht, umso schwieriger wird es naturgemäß. Um aber wirklich auch alle Möglichkeiten auszuschöpfen, haben wir in diesen Tagen eine „Retter-Aktion“ ins Leben gerufen, in der wir die gesamte Region darum bitten, uns in einer existenzbedrohenden Phase zu unterstützen. Jeder Euro zählt!
Warum lohnt es sich, die TuS zu unterstützen?
Die TuS Koblenz hat den Grundstein für die nächsten 100 Jahre bereits gelegt: mit einer jungen Mannschaft, in der viele Eigengewächse aktiv sind, die sich mit der Stadt identifiziert und zeigt, dass sie schlagkräftig ist. Aber vor allem auch mit starken Jugendmannschaften, die nicht ohne Grund in den obersten Ligen ihrer Altersklasse spielen.
Gibt es zusammengefasst noch Hoffnung, dass die TuS in der kommenden Saison in der Dritten Liga spielt?
Die Verantwortlichen werden die Hoffnung bis zum 1. Juni sicher nicht aufgeben. Auf allen Ebenen werden unsere Bemühungen fortgeführt werden. Eines steht dabei fest: Der Umfang unserer Chancen, die Lizenz für die nächste Saison zu erlangen, wird entscheidend davon abhängen, in welchem Ausmaß wir die Etatdeckung gegenüber dem DFB nachweisen können. Deshalb zählt auch und gerade jetzt jeder Euro! Und gerade deshalb kommen auch ganz aktuelle finanzielle Hilfen keineswegs zu spät!
Ich wende mich daher im Namen der TuS auf diesem Wege an die Öffentlichkeit und bitte jeden Einzelnen um Hilfe. Die TuS feiert am 1. August ihren 100. Geburtstag und blickt auf eine lange Tradition in Koblenz zurück. Als Verein, der die Stadt sportlich über die eigenen Grenzen hinaus bekannt gemacht hat, aber auch als sozial engagierter Partner. Dieser Geburtstag darf nicht der letzte sein, den wir gemeinsam in Koblenz feiern. Wir suchen „Retter“ der TuS und bitten um Spenden.
Was passiert, wenn die TuS keine Lizenz bekommt? Spielt die Mannschaft dann in der Regionalliga oder gibt es einen Neuanfang in der Oberliga?
Wenn dieser Fall tatsächlich eintreten sollte, werden wir natürlich alle sich dann noch bietenden Möglichkeiten wahrnehmen, um in der Regionalliga an den Start gehen zu können – um damit den höherklassigen Fußball in Koblenz zu retten. Auch dies wird letztlich von den dann gegebenen wirtschaftlichen Möglichkeiten des Vereins abhängen.
Das Gespräch führte Sven Sabock
Der Verein bittet Unternehmen, aber auch Privatpersonen um Spenden unter dem Stichwort „Retter“ auf das Konto 190 080 44 bei der Sparkasse Koblenz, Bankleitzahl 570 501 20. Alle „Retter“ werden – sofern der Wunsch besteht – auf einer Sonderseite unserer Zeitung und im Stadion Oberwerth auf einer „Wand der Retter“ namentlich aufgeführt. Geben Sie dazu im Verwendungszweck einfach den Namen an, der veröffentlicht werden soll.
Aus der RZ vom 27.05.2011 _________________ Ohne Navi gen Nussloch... |
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