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TuS lässt Bogavac ziehen

 
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chris
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BeitragVerfasst am: 21.12.2007, 14:26    Titel: TuS lässt Bogavac ziehen Antworten mit Zitat

Angreifer wechselt zum Liga-Kon­kur­ren­ten Paderborn

TuS lässt Bogavac ziehen

Koblenz - Es hatte sich in den letzten Wochen ange­deu­tet, gestern wurden Fakten geschaf­fen: Angreifer Dragan Bogavac wechselt von Fußball-Zweit­ligist TuS Koblenz zum Liga-Kon­kur­ren­ten SC Paderborn.

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Seltenes Glück: Dragan Bogavac erzielte in der Zweitliga-Hinrunde zwar drei Tore für TuS Koblenz, fand im System von Trainer Uwe Rapolder aber nicht die gewünschte Position.

Es hat wohl einfach nicht gepasst. Gerade mal ein halbes Jahr hielt die nicht immer einfache Beziehung zwischen Fußball-Zweit­ligist TuS Koblenz und Angreifer Dragan Bogavac, ehe die Betei­lig­ten nun einen Schluss­strich gezogen haben: Der 27-Jährige kehrt dem Oberwerth den Rücken und soll in der Rückrunde den Tabel­len­letz­ten SC Paderborn vor dem Abstieg bewahren. Bogavac unter­schrieb bei den Ost­west­falen einen Vertrag bis zum 30. Juni 2009, der aller­dings nur für die Zweite Liga Gül­tig­keit hat.

"Keine Frage, er ist ein prima Fußballer", sagt TuS-Trainer Uwe Rapolder über den Mon­tene­gri­ner, "aber er konnte sich nicht mit unserem System anfreun­den." Rapolder bevorzugt bekann­ter­maßen eine Variante mit einem Angreifer in vor­ders­ter Reihe und drei Halbstür­mern, Bogavac musste dabei häufig auf der unge­lieb­ten Außenbahn spielen. Unter dem Strich standen für den kleinen Dribbler zwölf Einsätze und vier Tore für die TuS zu Buche, beim 1:0 gegen den VfL Osnabrück gelang ihm das ent­schei­dende Tor. Obendrein spielte er beim 3:0 gegen Greuther Fürth groß auf.

Das hört sich auf den ersten Blick gar nicht so schlecht an, Bogavac bestritt aller­dings nur zwei Partien über die volle Distanz. Was dem bisweilen eigen­bröt­leri­schen Angreifer gar nicht gefiel. Der Neuzugang vermisste offenbar die Rücken­deckung des Trainers und machte zwi­schen­zeit­lich auch seinem Unmut Luft. Kon­sequenz: Vor der Partie gegen den 1. FC Köln wurde Bogavac kurz­zei­tig sus­pen­diert und kehrte nach einer Auss­pra­che mit Trainer Rapolder in den Kader zurück. Zu allem Überfluss war er in den letzten Wochen vor der Win­ter­pause an der Leiste verletzt und konnte seine Bilanz nicht mehr ver­bes­sern.

Finan­zielle Ent­las­tung

Neben den sport­lichen und zwi­schen­mensch­lichen Irrungen in Koblenz spielte für die TuS nicht zuletzt der finan­zielle Aspekt eine Rolle, um sich in der Win­ter­pause zu trennen. "Die Belastung des Vereins sinkt dadurch nicht uner­heb­lich", deutet TuS-Geschäfts­füh­rer Rüdiger Ster­zen­bach nur vage an, dass das ein­gesparte Gehalt von Bogavac hilfreich ist, um die zwi­schen­zeit­lichen "Une­ben­hei­ten" im Etat zu glätten. Dem Vernehmen nach zählte der Ex-Bur­ghau­sener zu den Bes­ser­ver­die­nern im Koblenzer Kader - im Gegenzug ließ die Effizienz zu wünschen übrig. Nur logisch daher, dass die geringe Ablö­sesumme nicht das wich­tigste Argument war, um den Akteur ziehen zu lassen.

Mög­licher­weise ist Bogavac nicht der einzige Akteur, der die TuS vor der Rückrunde verlassen wird. "Mit dem ein oder anderen Spieler werde ich sicher noch ein Gespräch führen", sagt Rapolder, "mancher Neuzugang ist in Koblenz noch nicht ganz ange­kom­men". Insofern wird der Trainer die Zeit bis zum Trai­nings­auf­takt am 3. Januar nutzen, um seine per­sonel­len Vor­stel­lun­gen umzu­set­zen. die Wech­sel­frist in der Winter Trans­fer­peri­ode endet am 31. Januar. Rein quan­tita­tiv hat die TuS den Weggang von Bogavac bereits kom­pen­siert: Im neuen Jahr wird der Argen­tinier Gabriel Fernandez die Offensive ver­stär­ken. Der 29-Jährige gilt freilich eher als ein Akteur, der aus dem Zentrum in die Spitze nachrückt.

Gut möglich, dass der Angreifer nun in Paderborn sein Glück findet. "Er hat die Qualität, um uns sofort wei­ter­zuhel­fen", sagt SCP-Geschäfts­füh­rer Michael Born. Obendrein ist bei der Elf von Trainer Holger Fach das Gedränge im Angriff über­schau­bar, fast in der kom­plet­ten Vorrunde fiel der etat­mäßige Angriff mit René Müller und Danko Boskovic ver­let­zungs­bedingt aus. Gerade mal zehn Treffer in 17 Spielen waren das beschei­dene Resultat. Mit Bogavac soll die Torflaute ein Ende haben.

Sven Sabock

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
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