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TuS-Krise: Werner Hecker sieht „positive Signale“

 
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Mael
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BeitragVerfasst am: 30.05.2011, 09:48    Titel: TuS-Krise: Werner Hecker sieht „positive Signale“ Antworten mit Zitat

Fußball Koblenz kämpft um Lizenz – Was wird aus Geschäftsführer Loos?

Koblenz. Das herrliche Frühsommer-Wochenende kennen die Verantwortlichen der TuS Koblenz nur vom Hörensagen. Für einen Spaziergang inklusive Biergarten-Besuch hatte Werner Hecker keine Zeit, vielmehr führte der Präsident des Fußball-Drittligisten ein Telefonat nach dem anderen. Es geht um nicht weniger als die Zukunft des Klubs im Profifußball, die am seidenen Faden hängt.

Nachdem sich der Einstieg eines potenziellen Investors zerschlagen hatte, hat sich die Lage zwischenzeitlich noch einmal zugespitzt. Neben der ins Leben gerufenen „Retter-Aktion“ sind zahlreiche Gespräche geführt worden, um die vom DFB geforderte Bürgschaft einreichen zu können. „Es gibt positive Signale“, sagte Hecker am Sonntagnachmittag. Für eine Entwarnung oder gar Euphorie ist es freilich noch viel zu früh. Das Grund-Dilemma: Selbst ein Mini-Etat von 4,5 Millionen Euro (der Schnitt in der Dritten Liga liegt bei 6,3 Millionen) ist in der Region Koblenz nur schwer zu realisieren, eine frustrierende Erfahrung für die Verantwortlichen nach vielen Verhandlungen mit möglichen Sponsoren. Und doch ist der Optimismus vorhanden, mit einem abgespeckten Budget ins Rennen zu gehen – und konkurrenzfähig zu sein.

Vieles läuft dabei auch bei Wolfgang Loos zusammen, der das Zahlenwerk zusammenträgt und spätestens am 1. Juni, 15.30 Uhr, dem DFB zugestellt haben wird. Dabei ist es alles andere als sicher, dass der 55-Jährige auch nach Ablauf seines am 30. Juni endenden Vertrags für die TuS tätig sein wird. Offizielle Aussagen dazu gibt es von den Beteiligten nicht, aber die Anzeichen deuten darauf hin, dass sich die Zeit von Loos nach knapp dreieinhalb Jahren in Koblenz dem Ende entgegenneigt.

„Ich halte es in diesem Fall wie mit dem Trainer und den Spielern: Wir können erst dann Verhandlungen führen, wenn wir wissen, dass wir die Verträge auch erfüllen können“, sagt Hecker. Das lässt Raum für Spekulationen, ein Plädoyer für eine Weiterbeschäftigung von Loos klingt freilich anders. Wobei der TuS-Chef in diversen Foren-Beiträgen im Internet massiv kritisiert wird. Demnach habe Hecker bei den Verhandlungen mit dem Investor die Bedingung gestellt, dass Loos Geschäftsführer bleiben muss. „Ich weiß nicht, wer sich so etwas ausdenkt“, wehrt sich Hecker, „wir sind wahrlich nicht in der Position, um Forderungen zu stellen.“

Dass die TuS-Chefs trotz aller Widrigkeiten an ein gutes Ende glauben, liegt auch ein Stück weit an den erheblichen finanziellen Problemen zahlreicher Konkurrenten. Während der massiv gefährdete Zweitliga-Absteiger Arminia Bielefeld wohl über den Berg ist, sieht es in Babelsberg, Regensburg, Offenbach, Unterhaching und Jena ebenfalls düster aus. Eine Tatsache, die dem DFB nicht gefallen kann und die Lizenzvergabe möglicherweise beeinflusst. Rot Weiss Ahlen ist bereits insolvent und muss trotz sportlicher Rettung absteigen. Fraglich ist auch, ob Babelsberg dieses Schicksal abwenden kann. Trotz der Unterstützung durch die Stadt Potsdam steht der Etat noch nicht.

Dem Vernehmen nach wird der DFB zwischen dem 6. und 8. Juni seine abschließenden Entscheidungen bekannt geben. Bis dahin werden die Krisen-Klubs der Liga zittern müssen – und hoffen, dass die Spieler bei der Stange bleiben. In Koblenz hat nach dem Wechsel von Manuel Hornig zu Arminia Bielefeld auch Johannes Rahn bei den Ostwestfalen angeheuert. Weitere Spieler dürften folgen. Dennis Riemer zum Beispiel ist ohnehin nur vom VfL Wolfsburg II ausgeliehen, auch Mittelfeldspieler Michael Stahl sollen Angebote vorliegen. Und nicht zuletzt müssten sich Hecker und Co. vermutlich nach einem Trainer umsehen. Nach den jüngsten Eindrücken deutet wenig darauf hin, dass Petrik Sander seinen Vertrag in Koblenz verlängern wird.

RZ Koblenz und Region vom Montag, 30. Mai 2011, Seite 24.
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BeitragVerfasst am: 31.05.2011, 20:02    Titel: Antworten mit Zitat

Er hat ja schon mal positive Signale gesehen, die sich als blindes Signal erwiesen hat
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