Hannes Frauenbeauftragter ;-)


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Verfasst am: 22.12.2011, 18:29 Titel: TuS Koblenz: Kein Grund für Untergangsstimmung |
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TuS Koblenz: Kein Grund für Untergangsstimmung
Koblenz - Nur ein Sieg in 18 Spielen, letzter Tabellenplatz in der Regionalliga West, dazu 3,5 Millionen Euro Schulden und eine bislang ergebnislose Suche nach neuen Großsponsoren – bei einer solchen Vorweihnachtsbilanz würde in den meisten Fußballvereinen der Baum brennen.
Doch die Verantwortlichen der TuS Koblenz wirken erstaunlich gelassen und frohgemut, als sie das bewegte letzte Halbjahr Revue passieren lassen. „Die laufende Saison ist nicht das Problem“, sagt Geschäftsführer Tom Theisen, „bisher haben wir unseren Etat einhalten können. Auch der DFB hat uns bei der Nachlizenzierung ordentliche Arbeit attestiert. Nur leider hat für TuS Koblenz das Leben nicht am 1. Juli 2011 begonnen.“ Nahezu täglich treffen auf der Geschäftsstelle unbezahlte Rechnungen ein, die laut Theisen „mit dieser Saison nichts zu tun haben“, die aber trotzdem bezahlt werden müssen und die ohnehin äußerst sparsame Kalkulation ins Wanken bringen.
Dennoch sind Geschäfstführer Theisen und TuS-Präsident Werner Hecker optimistisch, nicht nur die laufende Saison zumindest wirtschaftlich zu einem guten Ende zu bringen, sondern auch die Basis zu legen für eine hoffnungsvolle Zukunft. „Es besteht kein Grund für Untergangsstimmung“, beruhigt Hecker. Die Gespräche mit möglichen Sponsoren werden „ständig“ geführt, „aber das ist wahnsinnig schwierig“, gibt Werner Hecker zu, „noch können wir nichts Endgültiges sagen.“
Auch mit den größten Gläubigern laufen die Gespräche, denn in absehbarer Zeit wird die TuS ihre Millionenschulden wohl nicht tilgen können. Hecker: „Wir sind guter Hoffnung und haben Signale empfangen, dass die Gläubiger uns entgegenkommen.“ Sprich: zumindest auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten.
„Wir haben die Zweitligazeit aus den Köpfen gestrichen“, gibt Hecker den neuen Kurs vor, „künftig müssen wir sparsam leben.“ Im Mittelpunkt soll nicht der sportliche Erfolg um jeden Preis stehen, sondern die Integrität des Vereins. „Das Ehrenamt spielt wieder eine größere Rolle“, verdeutlicht Hecker, „der Verein und sein Umfeld sind wieder enger zusammengewachsen. Das erkennt jeder an, wie wir in den Gesprächen mit möglichen Sponsoren feststellen können, und hilft uns, die katastrophale sportliche Situation zu kompensieren.“ In der Tat: Viel schlechter, als die TuS derzeit dasteht, geht es nicht. Doch Theisen verweist auf die jüngere Vergangenheit: „Wir haben erst am 4. Juli die Lizenz für die Regionalliga erhalten, da war der Spielermarkt leer gefegt. Natürlich sind wir mit Punktestand und Tabellenplatz nicht zufrieden, aber wir mussten die Spieler nehmen, die verfügbar waren.“
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