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chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
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Verfasst am: 07.11.2007, 10:01 Titel: TuS gegen die Spitzenteams bislang leer ausgegangen |
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TuS gegen die Spitzenteams bislang leer ausgegangen
Einzelkönner ärgern Koblenzer
Koblenz - Die Top-Teams der Liga sind für TuS Koblenz offenbar noch eine Nummer zu groß. Dieser Eindruck drängte sich nach dem 2:4 in Freiburg zum wiederholten Male auf. Dabei machte weniger die Spielanlage als vielmehr die individuelle Klasse einzelner Akteure den Unterschied aus - in Freiburg war es Jonathan Pitroipa.
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Er sieht aus, als wäre er gerade der B-Jugend entwachsen - im Trikot steckt aber einer der besten Zweitliga-Spieler: Freiburgs Angreifer Jonathan Pitroipa wurde am Sonntag zum Schrecken der Koblenzer Abwehr.
TuS Koblenz spielt bislang eigentlich eine passable Saison. Gut, die Mannschaft von Uwe Rapolder hat vielleicht in Relation zu den gezeigten ansprechenden spielerischen Darbietungen ein paar Punkte zu wenig auf dem Konto. Aber auch so reicht es zu einem Mittelfeldplatz, den zu halten vorrangiges Ziel sein sollte. Mehr wäre drin, wenn, ja wenn die Mannen um Kapitän Anel Dzaka sich in der Lage sähen, ihre Phobie abzulegen, sobald es gegen die ganz schweren Brocken in dieser hochkarätig besetzten Liga geht. Noch wartet die Rapolder-Elf auf einen „Dreier“ gegen einen „Zweitliga-Goliath. In Freiburg waren die Koblenzer zumindest an einem Remis nah dran, bevor sie sich durch eine Mischung aus Übermut und defensiver Unordnung wieder selbst ein Bein stellten.
Nicht-Abstieg lautet das Hauptziel
"Wir brauchen mal ein Erfolgserlebnis gegen einen der Großen dieser Liga. Das würde uns einen Schub geben"“, meinte Rapolder nach dem Achterbahn-Spiel im Breisgau. Doch der Trainer mag mit den Seinen nicht allzu sehr ins Gericht gehen, „"so lange wir gegen die Mannschaften aus unserer unmittelbaren Tabellennachbarschaft punkten". Das war zuletzt gegen Osnabrück der Fall und sollte auch am kommenden Sonntag gegen Paderborn gelingen. Erfolge wie diese sind Garant dafür, die Abstiegszone in gebührendem Abstand hinter sich zu wissen.
Nicht-Abstieg, so lautet verständlicherweise das Hauptziel der Koblenzer. Darüber hinaus gilt es, den Anspruch zu untermauern, spielerisch auch mit den Teams aus der oberen Tabellenhälfte mithalten zu können. Und dabei, wenn möglich, noch zu punkten. Doch der ganz große Wurf, der auch dem TuS-Image neuen Glanz verleihen würde, der fehlt eben noch. "Dann ist es am Ende doch die individuelle Stärke, die diese Partien entscheidet", wusste der Koblenzer Fußball-Lehrer nach dem Freiburgspiel. In Baden machte Jonathan Pitroipa den Unterschied aus.
Zwei Mal eingeschenkt
Gegen den 1. FC Köln, wohl die Begegnung, in der die TuS am nächsten dran war an der Erfüllung der „David-gegen-Goliath-Geschichte, stand der spielentscheidende Mann ebenfalls in den Reihen des Gegners. Milivoje Novakovic schenkte den Koblenzern zwei Mal ein, obschon die TuS dem so hoch gepriesenen Kölner Starensemble spielerisch um Längen voraus war.
Ein anderer Knipser, Gladbachs Rob Friend, vermasselte der TuS den Nachmittag, als es gegen eine zwar abgezockte, aber an dem Tag spielerisch recht überschaubar agierende Gladbacher Mannschaft ging. Beim Gastspiel in München waren es der unbändige Kampfgeist, gepaart mit ein wenig Glück und Unvermögen der "Löwen", der den in Unterzahl spielenden Koblenzern zumindest noch ein Unentschieden bescherte.
Doch ob Freiburg, München, Gladbach oder Köln - das erste Erfolgserlebnis gegen einen dieser heißen Aufstiegsanwärter lässt weiter auf sich warten. Damit das gelingt, muss bei der TuS alles passen. Offensiv wie defensiv. Vorne eiskalt, in der Mitte kreativ, hinten über 90 Minuten gut organisiert - dann klappt es auch mit einem "Dreier" gegen eines der Zweitliga-Schwergewichte. Und aus einer passablen TuS-Saison könnte sogar eine überdurchschnittlich gute werden.
Klaus Reimann
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/on/07/11/06/sport/r/tus-1.html?a |
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chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
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Verfasst am: 07.11.2007, 10:02 Titel: |
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Einwurf
Der kleine Makel der jungen Wilden
Sven Sabock blickt auf den 12. Spieltag zurück
Da sage noch einer, die Zweite Liga wäre die Klasse der Grobmotoriker. Nach vorne hoch und weit und hinten immer dicht über der Grasnarbe - dieses Vorurteil ist längst nicht mehr haltbar. Klar, im Bundesliga-Unterhaus steht ehrliche Arbeit immer noch höher im Kurs als ein filigraner Umgang mit dem Leder. Anders als eine Etage höher ist die Anzahl derer, die ein Spiel allein entscheiden können, auf ein überschaubares Maß begrenzt, entsprechend kommt der Systemtreue eine noch größere Bedeutung zu.
Das weiß auch Freiburgs Trainer Robin Dutt, dem es in diesen Tagen mit seiner Mannschaft gelingt, so etwas wie den goldenen Mittelweg zu praktizieren. Der SC-Coach lässt seine Offensivkräfte wie junge Hunde auf dem Platz herumtoben, dass es eine wahre Freude ist. Wie zum Beispiel in der zweiten Halbzeit gegen TuS Koblenz, als man den Pitroipas, Aogos, Uzomas oder Matmours kaum noch eine Position zuordnen konnte - sie tummelten sich kreuz und quer fast überall. In diesen Momenten wird dann auch deutlich, wie beeindruckend gut es den Breisgauern gelungen ist, den Trainerwechsel von Volker Finke hin zu Dutt und den damit verbundenen Personalumbruch zu bewältigen.
Weil aber eben noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, steht Dutt nun vor der nächsten Aufgabe. Spieltrieb und individuelle Klasse mit der nötigen Disziplin und Zweikampfhärte zu kombinieren, sind für jeden Trainer eine echte Herausforderung - im Falle des SC Freiburg eine höchst angenehme. So gesehen war der zwischenzeitliche Ausgleich der Koblenzer ein warnendes Beispiel für die jungen Wilden. Wenn es Dutts Straßenfußballer nun noch schaffen, zwischendurch auch mal an die Defensive zu denken, ist einer der drei Aufstiegsplätze bereits vergeben.
E-Mail an den Autor: Sven.Sabock@Rhein-Zeitung.net
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/on/07/11/06/sport/r/tus-2.html?a |
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