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TuS gegen die Spitzenteams bislang leer ausgegangen

 
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chris
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BeitragVerfasst am: 07.11.2007, 10:01    Titel: TuS gegen die Spitzenteams bislang leer ausgegangen Antworten mit Zitat

TuS gegen die Spit­zen­teams bislang leer aus­gegan­gen

Ein­zel­kön­ner ärgern Koblenzer

Koblenz - Die Top-Teams der Liga sind für TuS Koblenz offenbar noch eine Nummer zu groß. Dieser Eindruck drängte sich nach dem 2:4 in Freiburg zum wie­der­hol­ten Male auf. Dabei machte weniger die Spiel­anlage als vielmehr die indi­vidu­elle Klasse einzelner Akteure den Unter­schied aus - in Freiburg war es Jonathan Pitroipa.

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Er sieht aus, als wäre er gerade der B-Jugend ent­wach­sen - im Trikot steckt aber einer der besten Zweitliga-Spieler: Freiburgs Angreifer Jonathan Pitroipa wurde am Sonntag zum Schrecken der Koblenzer Abwehr.

TuS Koblenz spielt bislang eigent­lich eine passable Saison. Gut, die Mann­schaft von Uwe Rapolder hat viel­leicht in Relation zu den gezeigten anspre­chen­den spie­leri­schen Dar­bie­tun­gen ein paar Punkte zu wenig auf dem Konto. Aber auch so reicht es zu einem Mit­tel­feld­platz, den zu halten vor­ran­giges Ziel sein sollte. Mehr wäre drin, wenn, ja wenn die Mannen um Kapitän Anel Dzaka sich in der Lage sähen, ihre Phobie abzulegen, sobald es gegen die ganz schweren Brocken in dieser hoch­karätig besetzten Liga geht. Noch wartet die Rapolder-Elf auf einen „Dreier“ gegen einen „Zweitliga-Goliath. In Freiburg waren die Koblenzer zumindest an einem Remis nah dran, bevor sie sich durch eine Mischung aus Übermut und defen­siver Unordnung wieder selbst ein Bein stellten.

Nicht-Abstieg lautet das Hauptziel

"Wir brauchen mal ein Erfolgs­erleb­nis gegen einen der Großen dieser Liga. Das würde uns einen Schub geben"“, meinte Rapolder nach dem Ach­ter­bahn-Spiel im Breisgau. Doch der Trainer mag mit den Seinen nicht allzu sehr ins Gericht gehen, „"so lange wir gegen die Mann­schaf­ten aus unserer unmit­tel­baren Tabel­len­nach­bar­schaft punkten". Das war zuletzt gegen Osnabrück der Fall und sollte auch am kommenden Sonntag gegen Paderborn gelingen. Erfolge wie diese sind Garant dafür, die Abstiegs­zone in gebühren­dem Abstand hinter sich zu wissen.

Nicht-Abstieg, so lautet ver­ständ­licher­weise das Hauptziel der Koblenzer. Darüber hinaus gilt es, den Anspruch zu unter­mau­ern, spie­lerisch auch mit den Teams aus der oberen Tabel­len­hälfte mithalten zu können. Und dabei, wenn möglich, noch zu punkten. Doch der ganz große Wurf, der auch dem TuS-Image neuen Glanz verleihen würde, der fehlt eben noch. "Dann ist es am Ende doch die indi­vidu­elle Stärke, die diese Partien ent­schei­det", wusste der Koblenzer Fußball-Lehrer nach dem Frei­burg­spiel. In Baden machte Jonathan Pitroipa den Unter­schied aus.

Zwei Mal ein­geschenkt

Gegen den 1. FC Köln, wohl die Begegnung, in der die TuS am nächsten dran war an der Erfüllung der „David-gegen-Goliath-Geschichte, stand der spiel­ent­schei­dende Mann ebenfalls in den Reihen des Gegners. Milivoje Novakovic schenkte den Koblen­zern zwei Mal ein, obschon die TuS dem so hoch geprie­senen Kölner Sta­ren­sem­ble spie­lerisch um Längen voraus war.

Ein anderer Knipser, Gladbachs Rob Friend, ver­mas­selte der TuS den Nach­mit­tag, als es gegen eine zwar abge­zockte, aber an dem Tag spie­lerisch recht über­schau­bar agierende Glad­bacher Mann­schaft ging. Beim Gastspiel in München waren es der unbändige Kampf­geist, gepaart mit ein wenig Glück und Unver­mögen der "Löwen", der den in Unterzahl spie­len­den Koblen­zern zumindest noch ein Unent­schie­den bescherte.

Doch ob Freiburg, München, Gladbach oder Köln - das erste Erfolgs­erleb­nis gegen einen dieser heißen Auf­stiegs­anwär­ter lässt weiter auf sich warten. Damit das gelingt, muss bei der TuS alles passen. Offensiv wie defensiv. Vorne eiskalt, in der Mitte kreativ, hinten über 90 Minuten gut orga­nisiert - dann klappt es auch mit einem "Dreier" gegen eines der Zweitliga-Schwer­gewichte. Und aus einer passablen TuS-Saison könnte sogar eine über­durch­schnitt­lich gute werden.

Klaus Reimann

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/on/07/11/06/sport/r/tus-1.html?a
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chris
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BeitragVerfasst am: 07.11.2007, 10:02    Titel: Antworten mit Zitat

Einwurf

Der kleine Makel der jungen Wilden

Sven Sabock blickt auf den 12. Spieltag zurück

Da sage noch einer, die Zweite Liga wäre die Klasse der Grob­moto­riker. Nach vorne hoch und weit und hinten immer dicht über der Grasnarbe - dieses Vorurteil ist längst nicht mehr haltbar. Klar, im Bun­des­liga-Unterhaus steht ehrliche Arbeit immer noch höher im Kurs als ein fili­gra­ner Umgang mit dem Leder. Anders als eine Etage höher ist die Anzahl derer, die ein Spiel allein ent­schei­den können, auf ein über­schau­bares Maß begrenzt, ent­spre­chend kommt der Sys­tem­treue eine noch größere Bedeutung zu.

Das weiß auch Freiburgs Trainer Robin Dutt, dem es in diesen Tagen mit seiner Mann­schaft gelingt, so etwas wie den goldenen Mittelweg zu prak­tizie­ren. Der SC-Coach lässt seine Offen­siv­kräfte wie junge Hunde auf dem Platz her­umto­ben, dass es eine wahre Freude ist. Wie zum Beispiel in der zweiten Halbzeit gegen TuS Koblenz, als man den Pitroipas, Aogos, Uzomas oder Matmours kaum noch eine Position zuordnen konnte - sie tummelten sich kreuz und quer fast überall. In diesen Momenten wird dann auch deutlich, wie beein­dru­ckend gut es den Breis­gau­ern gelungen ist, den Trainer­wech­sel von Volker Finke hin zu Dutt und den damit ver­bun­denen Per­sona­lum­bruch zu bewäl­tigen.

Weil aber eben noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, steht Dutt nun vor der nächsten Aufgabe. Spiel­trieb und indi­vidu­elle Klasse mit der nötigen Disziplin und Zwei­kampf­härte zu kom­binie­ren, sind für jeden Trainer eine echte Her­aus­for­derung - im Falle des SC Freiburg eine höchst angenehme. So gesehen war der zwi­schen­zeit­liche Ausgleich der Koblenzer ein warnendes Beispiel für die jungen Wilden. Wenn es Dutts Straßen­fuß­bal­ler nun noch schaffen, zwi­schen­durch auch mal an die Defensive zu denken, ist einer der drei Auf­stiegsplätze bereits vergeben.

E-Mail an den Autor: Sven.Sabock@Rhein-Zeitung.net

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/on/07/11/06/sport/r/tus-2.html?a
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