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TuS fährt dezimiert zum Liga-Primus

 
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chris
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BeitragVerfasst am: 29.03.2008, 16:39    Titel: TuS fährt dezimiert zum Liga-Primus Antworten mit Zitat

Koblenzer müssen in Gladbach etat­mäßi­gen Angriff ersetzen

TuS fährt dezimiert zum Liga-Primus

Koblenz - Die Pflicht ist (fast) erfüllt, jetzt soll die Kür folgen. TuS Koblenz tritt am Sonntag mit reichlich Selbst­ver­trauen bei Tabel­len­füh­rer Borussia Mön­chen­glad­bach an - wenn da nur nicht die massiven Ver­let­zungs­nöte wären.

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Der Torjäger ist zum Zuschauen verurteilt: Eine Wadenverletzung bremst TuS-Angreifer Ardijan Djokaj. Foto: Thomas Frey

Matej Mavric: Ent­zün­dung am Steißbein. Ardijan Djokaj: Zerrung an der Wade. Njazi Kuqi: Zerrung am Ober­schen­kel. Goran Sukalo: Ober­schen­kel-Probleme. Rüdiger Ziehl: Bän­der­anriss im Knie. Das ist die Liste der Profis von TuS Koblenz, die sich derzeit bei Peter Bil­lig­mann die Klinke in die Hand geben. Bil­lig­mann ist TuS-Mann­schafts­arzt und in dessen Praxis ist fast noch mehr los als auf dem Trai­nings­platz.

Zugegeben, eine etwas zuge­spitzte Sicht der Lage rund um den Kader von Trainer Uwe Rapolder, der in dieser Woche gerade mal 16 Kicker bei den Übungs­stun­den begrüßen konnte - etliche davon sind obendrein nicht auf der Höhe ihres Leis­tungs­stands. Insofern kommt es der TuS eigent­lich ganz und gar nicht gelegen, dass am Sonntag (14 Uhr) das Punkt­spiel bei Borussia Mön­chen­glad­bach ansteht, bekann­ter­maßen sou­ver­äner Tabel­len­füh­rer der Zweiten Liga.

Nun reichen 16 Spieler zwar, um eine kon­kur­renz­fähige Mann­schaft auf­zustel­len. Aber es ist fast so etwas wie das letzte Aufgebot, was die Koblenzer beim Alt­meis­ter auf den Platz bringen, allein, weil langsam die Alter­nati­ven ausgehen. Und gerade der Ausfall des Rück­run­den-Sturmduos Djokaj/Kuqi bringt Rapolder ins Grübeln. "Hinten konnten wir die Verluste bislang gut kom­pen­sie­ren", sagt der Coach, "aber vorne geht uns jetzt doch einiges an Torgefahr ab."

Das Ganze in Zahlen: Djokaj ist mit sieben Treffern Top-Tor­schütze der TuS, für Kuqi stehen zwei Erfolge zu Buche. "Wir können die vordere Reihe natürlich mit Fatmir Vata und Anel Dzaka besetzen, aber da haben wir ja nun einmal ver­gleichs­weise wenig Tore erzielt", so der Trainer.

Verständlich also, dass Rapolder im Vorfeld der Partie aus mehreren Gründen eher das Augenmerk darauf legt, eine Elf auf den Platz zu bringen, "die möglichst lange die Null hält". Ohnehin, so fügt der Fußball-Lehrer an, "haben wir seit 13 Runden die beste Abwehr der Liga, diese Stärken werden wir ein­brin­gen müssen."

Womit die psy­cho­logi­sche Kom­ponente der bevor­ste­hen­den 90 Minuten zum Tragen kommt. Die Mön­chen­glad­bacher müssen im Rennen um den Aufstieg einen "Dreier" einfahren, um die Kon­kur­renz auf sicherer Distanz zu halten. Obendrein fordern die erwar­teten 40 000 Besucher stets eine stür­mische Borussia, die mit Macht auf das Koblenzer Tor anrennt. "Insofern können wir ja nur gewinnen", weiß der TuS-Coach. Anders aus­gedrückt: Der Tabel­lenachte kann sich nach vier Siegen aus den letzten fünf Spielen eini­ger­maßen entspannt der Her­aus­for­derung in Mön­chen­glad­bach stellen.

Eher kon­tra­pro­duk­tiv ist in diesem Zusam­men­hang übrigens die Erin­nerung an das Hinspiel, als die Koblenzer trotz einer eigent­lich passablen Leistung mit 0:5 unter­gin­gen - nach dem Platz­ver­weis von Branimir Bajic brach es in der letzten Vier­tel­stunde über die TuS herein. "Wir wollen das Spiel dieses Mal natürlich positiver gestalten", gibt Rapolder die Richtung vor. Was ja eigent­lich kein Kunst­stück ist, "aber auch ein 0:4 wäre sicher nicht positiver als das Hinspiel." Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Sven Sabock

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
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chris
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BeitragVerfasst am: 01.04.2008, 09:36    Titel: Antworten mit Zitat

Bajics Eigentor beschert Gladbach glück­lichen Sieg

Die TuS verliert in letzter Minute

Mön­chen­glad­bach - Gut gespielt, viel Lob ein­geheimst, aber wohl das Glück ver­braucht: Durch ein Eigentor von Branimir Bajic in der Nach­spiel­zeit verlor TuS Koblenz bei Borussia Mön­chen­glad­bach mit 0:1 (0:0).

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90 Minuten lang stemmten sich die Koblenzer, hier Branimir Bajic (links) und Andreas Richter gegen Sascha Rösler (rechts), erfolgreich gegen die Gladbacher Angriffe. Dann kam die Nachspielzeit, und Bajic wurde zum großen Pechvogel. Foto: Thomas Frey

Darin bleiben sich die Koblenzer seit der Partie in Fürth treu: Wenn die TuS spielt, ist für den Unter­hal­tungs­wert gesorgt. Auf dieses Unter­hal­tungs­moment hätten die Mannen von Trainer Uwe Rapolder indes ver­zich­ten können: In der zweiten Minute der Nach­spiel­zeit bei der Partie in Mön­chen­glad­bach schlug das Schicksal erbar­mungs­los zurück. Waren die Koblenzer in Fürth durch das Siegtor in Minute 94 und gegen 1860 München durch zwei Eigentore des Gegners noch stürmisch von Fortuna umarmt worden, so gesellte sich nun das Pech zur TuS. Einen Flan­ken­ball von Marko Marin "in die Schnitt­stelle der Abwehr" (O-Ton Rapolder) lenkte Branimir Bajic unhaltbar für Eilhoff ins eigene Tor.

Klar, dass ein Wort nach dem Schluss­pfiff im Koblenzer Lager die Runde machte. "Bitter. Wir haben uns hier heute richtig gut verkauft und hätten den einen Punkt sicher verdient gehabt", merkte der erneut stark auf­spie­lende Manuel Hartmann an.

In der Tat, gegen die über weite Strecken recht ein­falls­los auf­tre­ten­den Glad­bacher bot die forsch agierende TuS eine Stunde lang eine auch spie­lerisch anspre­chende Vor­stel­lung. Hinten wurden geschickt die Räume zuge­stellt, bei Ball­besitz sorgten Marko Lomic auf links und ins­beson­dere der lauf­starke Martin Forkel auf rechts für Angriffs­schwung. Wenn dieser eingedenk der Glad­bacher Offen­sivstärke auch arg gebremst daher kam. Doch immerhin ver­buch­ten die Koblenzer in Durchgang eins die beste Chance, als Forkel über rechts kam, im Strafraum nach innen kurvte und mit links abzog. Sein

Schuss brachte Chri­sto­fer Heimeroth im Glad­bacher Tor aber nicht in Ver­legen­heit.

Der Borussia wiederum fiel wenig ein, um der mas­sier­ten TuS-Defensive bei­zukom­men. Lange Bälle auf Friend, in der Hoffnung, dass dieser den Ball für einen Mit­spie­ler ablegen kann - kreatives Angriffss­piel sieht anders aus.

Erst mit der Ein­wechs­lung von Marin nach 55 Minuten wurden die Aktionen der Gastgeber etwas zwin­gen­der. "Es war klar, dass die Glad­bacher den Druck ver­stär­ken würden. Zumal den Koblen­zern die Antworten ausgingen. "Wir konnten in dieser Phase, so nach einer Stunde, wegen unserer per­sonel­len Nöte nicht nachlegen und unsere Konter nicht mehr fahren", bedauerte Rapolder.

Folglich fehlte es an Ent­las­tung für die TuS-Defensive, die in den letzten zehn Spiel­minu­ten zusehends in Bedräng­nis kam. Folglich blieb Rapolder Realist, auch wenn der Zeitpunkt des Gegen­tores ärgerlich war. "Natürlich ist so ein Gegen­tref­fer in der Nach­spiel­zeit immer unglück­lich. Aber irgendwie war dieses Tor auch logisch. Wir hatten in der Schluss­phase einige brenzlige Situa­tio­nen zu über­ste­hen." In Fürth habe man eben das nötige Quäntchen Glück gehabt, diesmal habe dieses Glück gefehlt. "So gleicht sich eben alles aus", resü­mierte Rapolder den knapp ver­pass­ten "Ach­tungs­erfolg" beim Tabel­len­füh­rer.

Allerdings waren sich Trainer und Koblenzer Spieler darin einig: "Diese Nie­der­lage wirft uns nicht um. Wir haben heute selbst­bewusst auf­gespielt und werden das auch in den kommenden Begeg­nun­gen tun", versprach Hartmann. Dann wird auch die Koblenzer Offensive wieder besser bestückt sein, und es kommt auch sicher wieder die Zeit, in der die TuS mit Treffern ins geg­neri­sche Tor für gute Unter­hal­tung sorgen wird.

Klaus Reimann

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/on/08/03/31/sport/r/tus-1.html
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chris
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BeitragVerfasst am: 01.04.2008, 09:37    Titel: Antworten mit Zitat

Marins Jubel­spurt

Gladbachs Dribbler leitet die Ent­schei­dung ein

Mön­chen­glad­bach - Die Erleich­terung beim Tabel­len­füh­rer über das späte Siegtor mani­fes­tierte sich in einem einzigen, unwi­der­steh­lichen Sprint. Marko Marin spurtete über den halben Platz, stürmte auf Trainer Jos Luhukay zu und ließ sich in der Folgezeit von nahezu jedem auf der Glad­bacher Bank herzen und drücken.

Sekunden zuvor hatte der Glad­bacher Youngster mit einem scharfen Flan­ken­ball, den der Koblenzer Branimir Bajic per Kopf ins eigene Tor gelenkt hatte, Mann­schaft und Fans in einen wahren Jubel­tau­mel versetzt. "Uns fällt ein Stein vom Herzen. Es war heute sicher nicht unser bestes Spiel. Aber gerade solche Partien musst du gewinnen, wenn du auf­stei­gen willst", bemühte Luhukay eine alt­bekannte Fuß­ball­weis­heit.

Ausgerechnet Marin! Nach 55 Minuten ins Spiel gekommen, stiftete der klein­gewach­sene Dribbler viel Unruhe in der TuS-Abwehr. Das Spiel der Borussia war auf einmal weniger sche­matisch und für den Gegner schwerer aus­zure­chen.

Was ins­beson­dere in Durchgang eins nicht der Fall gewesen war. Da redete Gladbachs Mit­tel­feld­spie­ler Sascha Rösler auch nicht lange drumherum. "Das war heute sicher nicht unser Tag. Wir haben es kaum einmal geschafft, die her­vor­ragende Koblenzer Abwehr mit spie­leri­schen Mitteln in Ver­legen­heit zu bringen." Auch Luhukay sparte nicht mit Lob für den Gegner. "Respekt vor Koblenz und der Arbeit von Uwe Rapolder. Sie haben uns das Leben heute sehr schwer gemacht."

Wie wichtig dieser Dreier für die Borussia war, zeigt der Blick auf die Tabelle. Der Vorsprung auf den ersten Nicht-Auf­stiegs­platz beträgt nunmehr acht Punkte. Was auch Luhukay mit einem Erstaunen regis­trierte. "Da gewinnst du so ein Spiel doch noch und ver­größerst sogar den Abstand."

Klaus Reimann

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/on/08/03/31/sport/r/tus-2.html
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BeitragVerfasst am: 01.04.2008, 12:17    Titel: Antworten mit Zitat

Sportlich läuft's, aber Lizen­zie­rung macht Sorgen

Leich­tig­keit nur auf dem Rasen

Mön­chen­glad­bach - Auf dem Papier eine Nie­der­lage, auf dem Rasen ein hauchdünn ver­pass­tes Remis, gefühlt ein Image-Gewinn - geht das eigent­lich? Die Frage kann bei aller Wider­sprüch­lich­keit mit einem "Ja" beant­wor­tet werden. TuS Koblenz hat beim 0:1 in Mön­chen­glad­bach eine Stunde lang eine über­zeu­gende Vor­stel­lung geboten.

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Der TuS-Kapitän als Kämpfer: Anel Dzaka ist wieder im Auf­wärt­strend.

Als Mann­schaft stand die TuS den über weite Strecken unin­spi­riert wer­keln­den Glad­bachern in nichts nach, als letztlich spiel­ent­schei­dend erwies sich die indi­vidu­elle Klasse eines Marko Marin.

Ins­beson­dere im Mit­tel­feld boten die Koblenzer dem Tabel­len­füh­rer erfolg­reich die Stirn. Nicht zuletzt ein Verdienst des neuen "Sechser-Traum­paa­res" Manuel Hartmann und Frank Wib­lis­hau­ser. Hartmann wächst bei der TuS in die Rolle eines Führungs­spie­lers. Wib­lis­hau­ser, als linker Ver­tei­diger nur noch zweite Wahl, hat auf der Position vor der Abwehr augen­schein­lich seine sport­liche Heimat gefunden. Wobei Wib­lis­hau­ser dank seiner tech­nischen Fer­tig­kei­ten mehr ist als nur der Mann mit der Lizenz zum Grätschen. Der Bayer besticht durch ein gutes Auge und ein eben­sol­ches Passspiel. "Beide haben gut har­moniert und richtig stark gespielt", lobte auch TuS-Trainer Uwe Rapolder.

Hartmann ist selber über­rascht über die effektive Arbeit der neuen Koalition:"Der Frank ist ein abge­zock­ter Profi, wir verstehen uns prima auf dem Platz. Trotzdem ist es erstaun­lich, wie gut wir die Ver­let­zun­gen von Rüdiger Ziehl und vor allem Goran Sukalo kom­pen­sie­ren können."

Auflagen und Bedin­gun­gen?

Die TuS ohne Sukalo - in der Hinrunde wäre das noch undenkbar gewesen. Vor dem Hin­ter­grund des gerade laufenden Lizen­zie­rungs­ver­fah­rens für die neue Spielzeit indes werden sich die TuS-Fans wohl oder übel damit abfinden müssen, mög­licher­weise einen Sukalo oder andere lieb­gewon­nene Spieler in der nächsten Saison nicht mehr im TuS-Trikot zu sehen zu bekommen. Geschäfts­füh­rer Wolfgang Loos nimmt kein Blatt vor den Mund: "Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich den einen oder anderen Transfer nicht aus­sch­ließen. Die Lizenz für die neue Saison scheint alles andere als ein Selbst­läu­fer zu werden. Am 21. April gibt es Post von der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Dann werden die TuS-Verant­wort­lichen endgültig wissen, ob Auflagen und Bedin­gun­gen drohen, und wenn ja, welche.

Die Lizenz für die Zukunft macht auch deshalb gegen­wär­tig Mühe, weil alte Sünden schwer auf dem Klub lasten. "Die Ver­gan­gen­heit holt uns hier jeden Tag ein", weiß Loos. So manches, an dem Verein und Fans sich heute erfreuen, ist noch gar nicht bezahlt. "Das belastet uns", bekennt der Geschäfts­füh­rer.

Fernab des DFL-Votums stehen zwei Dinge bereits fest: Es wird nächste Saison keine neuen Spieler bei der TuS geben, die Ablöse kosten. Ansonsten gilt das Motto: Kosten sparen, wo immer es geht. "Die DFL verlangt eine Liqui­ditäts­berech­nung, die den Spiel­betrieb ohne Wenn und Aber gewähr­leis­tet." Daran arbeitet Loos derzeit min­des­tens so hart wie Trainer und Spieler am sport­lichen Fort­kom­men.

Klaus Reimann - Foto: Thomas Frey

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
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