chris Admin


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Verfasst am: 09.08.2007, 09:20 Titel: TuS erwartet stürmischen FSV |
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Mainzer leihen sich Felix Borja aus
TuS erwartet stürmischen FSV
Koblenz/Mainz - Die Spannung steigt: Am Sonntag beginnt für den Fußballklub TuS Koblenz im Mainzer Bruchwegstadion die Zweitligasaison. Und Gegner FSV Mainz 05 hat in dieser Woche noch einmal aufgerüstet - für rund 200.000 Euro hat der FSV den ecuadorianischen Nationalstürmer Felix Borja vom griechischen Meister Olympiakos Piräus ausgeliehen.
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Ob der Mainzer Trainer Jürgen Klopp (links) seinem neuen Stürmer Felix Borja schon taktische Anweisungen für die Partie am Sonntag gegen TuS Koblenz gibt?
Seine Prioritäten hat Felix Borja schon gesetzt. "Erst einmal Tore schießen, dann Deutsch lernen", erklärte der neue Stürmer des FSV Mainz 05, den der Zweitligist in dieser Woche der Öffentlichkeit vorstellte. Der ecuadorianische Nationalstürmer, der fließend englisch spricht, hatte 05-Dolmetscher Martin Heininger dazu gebeten, der aus dem Spanischen übersetzte - das ging flüssiger.
Vor einer Woche trainierte Borja noch mit dem griechischen Meister und Champions-League-Teilnehmer Olympiakos Piräus im Tiroler Trainingslager in Seefeld, am Sonntag soll der 24-Jährige beim Saisonauftakt gegen TuS Koblenz die ersten Tore am Bruchweg erzielen. "Vor einem halben Jahr habe ich durch Zufall im griechischen Fernsehen ein Spiel von Mainz 05 gesehen", berichtet Borja. Gegen wen, weiß er nicht mehr. Nur, dass sein neuer Klub verloren hat. Viel mehr Infos hatte der Spieler zuvor nicht vom Zweitligisten. Jürgen Klopp kannte der Ecuadorianer aus dem vergangenen Jahr. Auch aus dem Fernsehen - als Experte bei der WM in Deutschland.
"Der Trainer hat mich schon am Telefon motiviert"
Und wieder einmal war es der 05-Trainer, der ausschlaggebend für diesen Blitzwechsel war. "Der Trainer hat mich schon am Telefon motiviert", erzählt der WM-Teilnehmer, der beim 0:3 gegen die deutsche Mannschaft eine Halbzeit lang spielte. "Das ist nicht alltäglich, dass der Trainer selbst anruft. Ich kenne es nur so, dass die Trainer sagen, wenn der Spieler da ist, ist er da. Mehr interessiert oft nicht." Diese Konstellation gefiel dem Profi: Ein Klub, der den Wiederaufstieg anstrebt, der den Spieler unbedingt haben will. Demgegenüber der Champions-League-Teilnehmer, der möglicherweise den Angreifer gar nicht aufstellen wird. "Dazu kam, dass der deutsche Fußball einfach einen anderen Stellenwert hat. Das Gesamtpaket gefiel mir. Das ist eine große Herausforderung."
Spitzname "Känguru"
Felix Borja präsentierte sich im Gespräch als freundlicher, intelligenter Mann, der gerne und viel lacht, dessen offenes Wesen gefällt, der sich locker-selbstbewusst gibt. Und der stolz ist auf seinen Spitznamen. Ein ecuadorianischer Fernsehreporter nannte Borja während eines Meisterschaftsspiels mit El Nacional Quito (Borja erzielte zwei Kopfballtore) "das Känguru" - ein Name, der sich sofort durchsetzte. "Das finde ich richtig gut", sagt der 24-Jährige. "Das passt zu mir, denn ich habe wirklich viele Kopfballtore gemacht." Und seine Sprungkraft bei einer Körpergröße von 1,80 Metern hat die 05er schon in den ersten Trainingseinheiten mächtig beeindruckt. "Obwohl ich eigentlich mit dem linken Fuß mehr Treffer erzielt habe. Auch mehr als mit dem rechten Fuß. Ich bin normalerweise ein Rechtsfuß." Der Mann hat offenbar den Riecher dafür, wo er hin muss im Angriff. "Im deutschen Fußball wird viel von außen in den Strafraum gespielt. Das ist mein Ding. Das passt", erklärt der Stürmer. Der Strafraum, sagt er, das ist sein Zuhause. "Ich mag es, wenn viel los ist im 16er, dann versuche ich den richtigen Moment zu erwischen, um zuzuschlagen."
"Mit diesem Druck muss man umgehen können"
Der richtige Mann also für die neue Trikotnummer in Mainz? Der Klub übergab Borja das Hemd mit der neun. Das Symbol für den klassischen Mittelstürmer und Torjäger. "Das gefällt mir. Die Nummer hatte ich auch in Quito immer", sagt Borja. "Damit ist sicherlich eine große Verantwortung verbunden, aber mit diesem Druck muss man umgehen können."
Immerhin hat der Nationalspieler aus Ecuador in Piräus, wo sich fünf Stürmer um den einzig freien Platz neben dem gesetzten Rivaldo schlugen, sieben Treffer erzielt. Und in seiner Heimat, bei Nacional Quito, traf Borja regelmäßig. In 121 Einsätzen schoss Borja 50 Tore. Mit 17 gab der Stürmer, der als Straßenfußballer in seinem Viertel begann, sein Erstligadebüt in Quito und schoss gleich drei Treffer. Das soll ihm bei seinem deutschen Zweitligadebüt am Sonntag aus Koblenzer Sicht auf keinen Fall gelingen. Davor soll sich vor allem die Koblenzer Innenverteidigung um Abwehrchef Matej Mavric und Branimir Bajic kümmern. Die TuS-Defensive muss sich aber wohl insgesamt auf einen Mainzer Angriffssturm einstellen - denn auch für den FSV-Stürmer Petr Ruman, der beim 6:1-Pokalsieg der Mainzer in Worms zwei Tore geschossen und sich einen Finger ausgekugelt hatte, gibt es Entwarnung. Ruman trainierte mit einer Schiene bereits wieder mit.
Jörg Schneider - Foto: Julia Rau
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
Anmerkung: Kann das sein, dass das alles abgeschrieben ist? Nur so ein Gedanke...  |
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