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Torlöwe Gast
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Verfasst am: 10.08.2007, 10:37 Titel: RZ-Berichte zum Spiel in Mainz |
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TuS will sich in Mainz aktiver präsentieren
Erster Prüfstein für neue Pläne
Koblenz - Hohe eigene Ansprüche und ein gewaltiger Prüfstein: Das Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05 bietet TuS Koblenz am ersten Spieltag ihrer zweiten Zweitliga-Saison gleich die Gelegenheit zur einer echten Standortbestimmung.
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Schon einmal trafen Uwe Rapolder (links) und Jürgen Klopp am ersten Spieltag aufeinander. Vor zwei Jahren war's, zum Bundesligastart, und Rapolders damaliger Klub 1. FC Köln besiegte Klopps Mainzer durch einen Elfmeter in vorletzter Minute mit 1:0.
Zumindest kleinere Verdachtsmomente eines Déjà-vu-Erlebnisses könnten an diesem 12. August aufkommen, wenn TuS Koblenz zum ersten Spieltag der Zweitigasaison 2007/08 am Mainzer Bruchweg antritt. Schließlich wird es dann fast auf den Tag genau ein Jahr her sein, dass die Koblenzer ihre Premiere in Deutschlands Fußball-Unterhaus feierten - ebenfalls als Außenseiter im Auswärtsspiel gegen eine Mannschaft, die gerade aus der Bundesliga abgestiegen war: dem MSV Duisburg.
Anno 2007 verheißt die Auftaktbegegnung aus TuS-Sicht allerdings noch mehr Brisanz: Zum einen liegt dies an der geografischen Nähe der Städte Mainz und Koblenz - insbesondere aber an den gesteigerten Ansprüchen jenes Vereins, dessen Trainer mittlerweile Uwe Rapolder heißt.
"Gar nicht erst vom Gegner abhängig machen"
"Wir wollen uns gar nicht erst vom Gegner abhängig machen", wiederholt der Koblenzer Coach auch vor dem Mainz-Spiel das, was er schon während der gesamten Saisonvorbereitung predigt, "es kommt nur darauf an, wie wir selbst uns entwickeln."
In sechs Wochen Vorbereitung hat Rapolder seinem Kader ein 4-2-3-1-System eingetrichtert, das flexibel auf jeden Gegner ausrichtbar ist. Schließlich wird es anders als in der vergangenen Saison künftig der Anspruch von TuS Koblenz sein, auf dem Spielfeld verstärkt selbst zu agieren. Die Partie beim rheinaufwärts beheimateten Aufstiegskandidaten ist daher auch als erster Prüfstein dafür anzusehen, ob die eigenen Pläne realisierbar sind.
"Wenn wir selbst gut spielen, können wir ohne Zweifel auch Mannschaften wie Mainz, Köln und Gladbach schlagen", sagt Rapolder, "umgekehrt verliert man genauso sicher gegen Wehen, wenn man schlecht spielt." Dass man es in Mainz gleichwohl mit einer Top-Adresse der Zweiten Liga zu tun hat, steht auch für den TuS-Trainer außer Frage. Mehr noch: "Die Mainzer sind für mich der Aufstiegskandidat Nummer eins, mehr noch als Köln oder Gladbach."
Am kommenden Sonntag wird es für sein Team vor allem darauf ankommen, ob es dem zu erwartenden Druck der Mainzer genug entgegen setzen kann - damit wagt Rapolder die Prognose für den spielentscheidenden Faktor. "Mal sehen, wer sich durchdrückt", schmunzelt der 49- Jährige, der in seiner Startformation sechs der insgesamt zehn Neuzugänge aufbieten wird. Für personelle Fragezeichen sorgen einige angeschlagene Spieler, definitiv ausfallen wird - wie bereits im Pokalspiel in Havelse - Linksfuß Ardijan Djokaj. "Mit ihm fehlt uns ein ganz wichtiger Mann", weiß sein Trainer.
Christoph Oster
Quelle: RZ Online http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html |
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chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
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Verfasst am: 10.08.2007, 12:49 Titel: Schock: Soto mit Kreuzbandriss |
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Mittelfeldspieler fällt komplette Vorrunde aus
Schock: Soto mit Kreuzbandriss
Mainz - Das ist ein harter Rückschlag für den Fußball-Zweitligisten FSV Mainz 05: Vier Tage vor dem Saisonstart mit dem Heimspiel gegen die TuS Koblenz (Sonntag, 14 Uhr) hat sich Elkin Soto im Training das Kreuzband im rechten Knie gerissen. Der offensive Mittelfeldspieler fällt damit die komplette Vorrunde aus. Die 05er schauen sich auf dem Transfermarkt nach Ersatz um.
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Niederschmetternde Diagnose für den Mainzer Galatechniker Elkin Soto: Kreuzbandriss im rechten Knie nach einem Zweikampf im Nachmittagstraining am Mittwoch. Der Kolumbianer wird die komplette Vorrunde ausfallen.
Passiert ist das sportliche Unglück im Nachmittagstraining am Mittwoch. Nach einem Zweikampf blieb Elkin Soto im Rasen hängen, der Mittelfeldspieler des FSV Mainz 05 drehte seitlich über das rechte Knie ab und knickte mit dem vollem Körpergewicht weg. Der Kolumbianer signalisierte sofort eine schwere Verletzung.
Dolmetscher Martin Heininger fuhr den 27-Jährigen umgehend nach Weiler in die Praxis Klaus Gerlach. Der 05-Klubarzt veranlasste sofort eine Kernspintomografie im Binger Krankenhaus. Nach Studium der Röntgenbilder stellte Gerlach noch am Abend die für 05-Cheftrainer Jürgen Klopp niederschmetternde Diagnose: Riss des vorderen Kreuzbandes, Innenmeniskusriss, Kapselriss im Kniegelenk.
Elkin Soto ist gestern beim Kniespezialisten Dr. Jürgen Eichhorn in Bad Griesbach operiert worden. Der linke Mittelfeldspieler wird die komplette Vorrunde ausfallen und bei günstigstem Heilungsverlauf frühestens in der Winter-Vorbereitung wieder ins Mannschaftstraining einsteigen können.
"Elkin ist für uns ein superwichtiger Spieler"
"Elkin ist für uns ein superwichtiger Spieler", erklärte Klopp gestern. "Wir haben uns bewusst für einen kleinen Kader entschieden, um jungen Spielern eine Chance zu geben. Für diesen Mut bekommen wir nun im Alltag richtig auf die Fresse gehauen. Das ist nicht in Ordnung."
Sollte heißen: Für Elkin Soto gibt es im aktuellen Kader für den harten Zweitligaalltag keinen gleichwertigen Ersatz. Der Kolumbianer ist ein fertiger Spieler, abgeklärt, mit großer Erfahrung: perfekt am Ball, dribbelstark, leichtfüßig, große Übersicht, sehr sicher im Passspiel, aggressiv und geschickt im Pressing, glänzend in der Torvorbereitung, gute Schusstechnik.
Einen ähnlich kompletten offensiven Mittelfeldspieler mit stärkerem linkem Fuß hat es zuvor am Bruchweg noch nicht gegeben. Dass Soto in der vergangenen Rückrunde kurz nach seiner Verpflichtung in der Winterpause zwei Monate pausieren musste wegen eines Innenbandrisses im linken Knie war sicher mit einer der Gründe für den späteren Abstieg.
Klopp ließ keinen Zweifel daran, dass der Fußball-Zweitligist sich nach Ersatz umschauen wird; die Sommer-Transferperiode endet am 31. August. Christian Heidel informierte noch am Mittwochabend sein Netzwerk für den nationalen und internationalen Transfermarkt. Der 05-Manager: "Die Drähte glühen, wir sind dran."
In drei Minuten abgeklärt
Bis ein neuer Mann gefunden ist, wird Markus Feulner auf die linke Mittelfeldseite zurückkehren. Feulner kennt diese Position aus der vergangenen Bundesligasaison. Beim gestrigen Nachmittagstraining nahm Klopp den 25-Jährigen nach der Begrüßung sofort kurz in den Arm, der Mittelfeldspieler lauschte den Worten des Trainer lächelnd wissend. Danach ein kurzes Kopfnicken. Die Sache war binnen drei Minuten abgeklärt. Rechtsfuß Feulner kann auch links Betrieb machen. Sicher auf eine andere Art als Spezialist Soto, der auch die Linie lang am Gegenspieler vorbei kommt.
In der neuen 05-Mannschaft steht personell mittlerweile kaum noch ein Stein auf dem anderen. Klopp übte gestern bei leichtem Dauerregen mit seiner möglichen Startelf das Pressingverhalten gegen eine B-Elf, die das 4-2-3-1-Verhalten der Koblenzer zu simulieren hatte.
Die Mannschaft mit den orangefarbenen Leibchen: Wache - Hoogland, Subotic, Noveski, Demirtas - Karhan, Gunkel, Pekovic, Feulner - Ruman, Baljak.
Neuzugang Felix Borja gab in der B-Elf den Mittelstürmer, der Mann aus Ecuador simulierte die Spielweise des extrem beweglichen Fatmir Vata, einzige Spitze der TuS Koblenz. Das sah gut aus, was Borja anbot. Klopp plant den Neuzugang, der die Laufwege natürlich noch nicht verinnerlicht hat, offensichtlich als Joker ein für einen 20- bis 30-minütigen Vollgaseinsatz.
Die Positionsverschiebungen im Mittelfeld sollten die Abläufe nicht gravierend beeinflussen, denn die in der Vorbereitung eingeübte Basis der vier Aufbauspieler ist die ständige Rochade. Auffallend dennoch, dass Miroslav Karhan, der in der Zentrale der Chef sein soll, in der Grundaufstellung an der rechten Linie begann. In der Mitte pressten Milorad Pekovic und Daniel Gunkel. Auch das kann funktionieren, denn Karhan spielt aus dem Halbfeld gute Flugbälle, Gunkel hat im Passspiel ein Auge für den Raum.
"Wichtiger ist eine perfekt eingestellte Mannschaft.
Mag sein, dass im Angriff Srdjan Baljak nun auch deshalb bessere Karten hat, weil der Neuzugang, der zuletzt körperlich im Tief steckte, neben dem jungen Mario Vrancic der letzte verbliebene Linksfuß ist, der offensiv auch mal an der Linie durchziehen kann. Verteidiger Christian Demirtas und der davor positionierte Markus Feulner haben andere Gewohnheiten.
Tatsache ist, dass nach dem Ausfall der Stammspieler Marco Rose und Elkin Soto nicht die junge Zweitbesetzung (Stefan Markolf, Mario Vrancic) spielt, sondern die komplette rechte Besetzung links aushelfen muss. Ideal ist das nicht.
"Ein Rechtsfuß auf links, das ist sicher keine perfekte Lösung", erklärte Klopp. "Aber das kann am Sonntag nicht das Problem sein. Denn viel wichtiger ist eine perfekt eingestellte Mannschaft."
Reinhard Rehberg
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/mainz-1.html |
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chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
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Verfasst am: 14.08.2007, 12:32 Titel: TuS muss aggressiver werden |
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Rapolder: Spiel gegen Ball war schlecht
TuS muss aggressiver werden
Mainz/Koblenz - Der freudigen Erwartung folgte prompt die Ernüchterung, mitunter gar Entsetzen. All jene, die mit Blick auf die just gestartete Zweitligaspielzeit von TuS Koblenz schon mit einem einstelligen Tabellenplatz und sogar mehr geliebäugelt hatten, wurden beim 1:4 der Rapolder-Elf in Mainz mit den harten Fakten konfrontiert. Und Fakt ist: Diese TuS-Mannschaft wird sich gehörig steigern müssen, will sie ihren eigenen und den Ansprüchen der Anhänger gerecht werden.
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Häufiges Bild: Mainz (Srdjan Baljak) mit Ball Richtung Tor, die Koblenzer orientierungslos hintendrein.
Bei den quirligen und schon gedanklich stets präsenteren 05ern offenbarte die Koblenzer Formation jedenfalls Fehler in allen Mannschaftsteilen. Der Beobachter wurde den Eindruck nicht los, dass die Mainzer Rochaden, das fixe Umschalten von Abwehr auf Angriff und gnadenloses Pressing das wenig homogene TuS-Kollektiv vor unlösbare Aufgaben stellten. Trainer Uwe Rapolder: "Wir müssen unser Spiel gegen den Ball ändern. Das war einfach nicht aggressiv genug. So kann man in der Zweiten Bundesliga nicht bestehen."
Kaum ein TuS-Spieler erreichte in Mainz Normalform. Obgleich völlig neu formiert, spielte das 05er Mittelfeld mit seinen Kontrahenten Katz und Maus. Es ist schon erstaunlich, wie 05-Coach Jürgen Klopp es immer wieder versteht, seine Mannen bedingungslos auf sein System einzuschwören. Während das Mainzer Spiel wie aus einem Guss, mit viel Biss und enormer Laufbereitschaft daherkam, ließ die TuS selbst diese Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Abschneiden vermissen. Von der Umsetzung eines unbestritten ausgeklügelten Rapolder-Konzeptes ganz zu schweigen.
Experiment abgebrochen
Aber auch Rapolder hatte mit seinen taktischen Finessen in Mainz wenig Glück. Das Experiment, Frank Wiblishauser hinten links in die Abwehrkette einzubauen und dafür Marko Lomic ins Mittelfeld zu beordern, brach der Coach mangels Erfolg zur Halbzeit ab. Und auch die Hereinnahme von Du-Ri Cha nach fünfwöchiger Verletzungspause erwies sich als Schuss in den Ofen.
Die Koblenzer mögen sich damit trösten, nicht jede Woche ein solch leidenschaftlich agierendes Team vor der Brust zu haben. Ständig einem Markus Feulner hinterherzulaufen, würde Martin Forkel sicher das Fußballspielen vergraulen. Aber auch Hoffnungsträger wie Linksfuß Lomic enttäuschten. Zu taktischen Unzulänglichkeiten gesellte sich beim Serben noch fehlende Aggressivität. Beides ersichtlich vor dem Treffer zum 1:3, als Lomic unendlich lange neben Srdjan Baljak herlief, anstatt diesen mit einem taktischen Foul zu stoppen.
Gegen Augsburg will die TuS ein anderes Gesicht zeigen. Fatmir Vata: "Da gehen wir anders zur Sache und holen drei Punkte." Womit Anspruch und Wirklichkeit zumindest ein Stückchen näher zusammenrücken würden.
Klaus Reimann - Foto: Bernd Eßling
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html |
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