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RZ-Berichte zum Spiel in Köln

 
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chris
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BeitragVerfasst am: 07.03.2008, 11:22    Titel: RZ-Berichte zum Spiel in Köln Antworten mit Zitat

Vor der Partie beim 1. FC Köln:

TuS freut sich auf die Außen­sei­ter-Rolle

Koblenz - Mit den Sta­tis­tiken ist das immer so eine Sache. Die sagt zum Beispiel aus, dass der 1. FC Köln in dieser Saison bislang nur gegen Mann­schaf­ten gewinnen konnte, die unterhalb von Platz sechs rangieren - eine Regel lässt sich vor dem anste­hen­den Heimspiel der "Geißböcke" gegen den Tabel­len­neun­ten Koblenz (Sonntag, 14 Uhr) deshalb aber noch lange nicht ableiten.

- FOTO -
Der TuS-Trainer und sein Routinier: Uwe Rapolder (links) und Fatmir freuen sich auf die Kulisse in Köln.

Im Gegenteil: Die nüch­ter­nen Fakten in der Rückrunde sagen vor allem aus, dass der große Favorit auf den Aufstieg noch nach dem Rhythmus sucht: Sechs Punkte aus fünf Runden sind nicht eben berau­schend, die TuS hat bislang acht ein­gefah­ren. Findige Mathe­mati­ker haben sogar aus­gerech­net, dass der FC seit dem Amts­antritt von Trainer Christoph Daum bislang nicht über einen Punk­teschnitt von 1,5 hin­aus­gekom­men ist. Und genau in diesem Bereich bewegt sich auch die TuS unter der Ägide von Uwe Rapolder: Saison über­grei­fend gab's aus 26 Partien 39 Punkte, macht 1,5 Zähler im Schnitt.

Ein bisschen Zah­len­spie­lerei, die zum einen doku­men­tiert, dass die Koblenzer an Konstanz gewonnen haben, und es der FC einfach nicht schafft, sein enormes Potenzial auch in Zählbares umzumün­zen. Was aber letztlich nichts daran ändert, dass die TuS als krasser Außen­sei­ter beim großen FC antritt - was bekannt­lich immer seinen beson­deren Reiz hat.

"Wir sind beim FC nicht chan­cen­los"

"Das ist ein Spiel, in dem jeder mehr als 100 Prozent gibt", sagt TuS-Routinier Fatmir Vata, dessen Kollegen in den ver­gan­genen Wochen vor allem die schwache Chan­cen­aus­wer­tung erfolg­reich bekämpft haben. "Wir sind beim FC nicht chan­cen­los", findet zum Beispiel Tayfun Pektürk, während Vata ergänzt: "Jede Minute, in der wir das Unent­schie­den halten, ist wertvoll."

Zum Vorteil könnte der TuS dabei gereichen, dass sich am Sonntag ein völlig anderes Szenario als in den ver­gan­genen Partien abzeich­net: Um im Auf­stiegs­ren­nen zu bleiben, ist der FC zum Siegen verdammt; der mentale Vorteil liegt bei der TuS, die sich mit zwei Siegen in Folge aus dem Tabel­len­kel­ler ver­abschie­det hat. "Mit 30 Punkten im Rücken spielt es sich einfach leichter", sagt Goran Sukalo. Viel­leicht hilft es ja in der Tat, dass die Koblenzer in den nächsten vier Runden gegen die Bran­chen­füh­rer der Liga befreit auftreten können. Denn außer der SpVgg Greuther Fürth hat die TuS noch keines der Top-Teams der Liga in die Knie gezwungen. In Köln gibt's die nächste Chance, um diese Statistik auf­zubes­sern.

Sven Sabock - Foto: Thomas Frey

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html


Zuletzt bearbeitet von chris am 10.03.2008, 11:00, insgesamt einmal bearbeitet
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chris
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BeitragVerfasst am: 07.03.2008, 12:07    Titel: Antworten mit Zitat

4000 Fans stärken der TuS den Rücken

Bereits 45 000 Karten im Vorverkauf abgesetzt

KOBLENZ. Die Partie zwischen dem 1. FC Köln und TuS Koblenz elektrisiert die Massen: Für das Spiel im Rhein-Energie-Stadion sind bereits 45 000 Karten verkauft, gut möglich, dass die 50 000 Besucher fassende Arena am Sonntag annähernd ausverkauft ist.

Rund 4000 TuS-Fans werden die rund 100 Kilometer rheinabwärts in Angriff nehmen. "Aus dem Gästekontingent sind alle Stehplatzkarten vergriffen", sagt TuS-Pressesprecher Dirk Zilles, "es wird an der Tageskasse aber wohl noch Sitzplatzkarten für den Koblenzer Block geben." Im TuS-Shop sind indes keine Eintrittskarten mehr verfügbar, die Koblenzer mussten die restlichen der 3200 Gäste-Karten zurück an den 1. FC Köln schicken.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn setzt die TuS einen Fan-Zug für 750 Personen ein, 400 Plätze wurden bereits verkauft. Karten sind noch im TuS-Shop im Schängel-Center erhältlich, die Abfahrts- und Ankunftszeiten stehen im Internet unter www.tuskoblenz.de.

Quelle: Rhein-Zeitung
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chris
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BeitragVerfasst am: 07.03.2008, 12:07    Titel: Antworten mit Zitat

Rapolder kartet nicht nach

TuS-Trainer tritt ohne Rachegelüste bei ehemaligem Arbeitgeber an

KOBLENZ. Die ganz große Brisanz ist raus. Während Uwe Rapolder vor dem Hinspiel auf dem Koblenzer Oberwerth vom Kölner Boulevard eine volle Breitseite verpasst wurde ("Rapolder giftet gegen den FC"), geht es dieses Mal im Vorfeld der Partie im Blätterwald in der Domstadt doch merklich ruhiger zu. Was vermutlich auch damit zusammenhängt, dass die zuletzt wenig überzeugenden Auftritte des FC wichtiger als der Gästetrainer sind.

Der TuS-Coach, der im Dezember 2005 nach nur sechs Monaten in Köln gehen musste, hat das Kapitel FC ohnehin längst abgehakt - was nichts daran ändert, dass die Partie am Sonntag für den 49-Jährigen kein Spiel wie jedes andere ist.

Herr Rapolder, wie gehen Sie persönlich an das Spiel in Köln heran?

Ich komme zurück nach Köln, insofern ist es schon etwas Spezielles. Aber das wäre auch der Fall, wenn wir in Bielefeld oder Mannheim antreten würden, wo ich ja auch schon als Trainer tätig war.

In Köln durften Sie seinerzeit bekanntlich nur sechs Monate bleiben, ehe Sie beurlaubt wurden. Haben Sie mittlerweile Ihren Frieden mit dem FC geschlossen?

Natürlich, da ist nichts hängengeblieben. Es ist damals einfach dumm gelaufen. Wir waren einfach nicht stark genug und haben zu wenig Punkte gemacht. Das sind Dinge, die man als Trainer letztlich akzeptieren muss. Wenn die sportlichen Ziele nicht erreicht werden, ob sie nun realistisch sind oder nicht, muss der Trainer die Konsequenzen tragen.

Die TuS hat mit zwei Siegen in Folge Selbstvertrauen getankt, die Kölner müssen gewinnen, um im Aufstiegsrennen zu bleiben. Liegt der psychologische Vorteil auf Seiten der TuS?

Natürlich. Köln hat schon einen riesigen Druck, die müssen aufsteigen. Es gibt jetzt sechs Konkurrenten, die alle dicht beisammen liegen. Mit jedem Spiel wird es schwieriger für den FC, denn wenn es auf eine knappe Entscheidung zwischen mehreren Mannschaften hinausläuft, besteht immer die Gefahr, dass es nicht klappt. Die Kölner haben sicher gedacht, dass sie vor dem 23. Spieltag komfortabler dastehen würden. Im Prinzip ist der FC in einer Bringschuld gegenüber den Fans, aber das wissen Trainer und Spieler auch. Es ist das Duell zwischen dem Goliath aus Köln und dem David aus Koblenz, in dem der FC wenig gewinnen kann - weil sie gewinnen müssen.

Das Gespräch führte Sven Sabock

Quelle: Rhein-Zeitung
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chris
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BeitragVerfasst am: 07.03.2008, 12:08    Titel: Antworten mit Zitat

Sukalo spekuliert auf einen Punkt

Slowene kehrt erstmals in der Rückrunde in die TuS-Startelf zurück - Rapolder hat Alternativen

KOBLENZ. Den 22 Minuten gegen Kaiserslautern und den 14 Minuten gegen Jena sollen für Goran Sukalo nun endlich wieder 90 Minuten folgen. Zug um Zug hat sich der Koblenzer Mittelfeld-Denker nach seiner langwierigen Oberschenkelverletzung wieder an die Mannschaft herangearbeitet und dabei auch wieder Vertrauen in seine lädierte Muskulatur gefasst. "Ich habe jetzt seit zehn Tagen ohne Schmerzen trainiert und bin wieder frei im Kopf", sagt der 26-Jährige, der in der Partie der TuS erstmals in der Rückrunde vor der Rückkehr in die Startelf steht.

Eine Nachricht, die eigentlich selbstverständlich ist, wenn da nicht die letzten beiden Auftritte von Rüdiger Ziehl gewesen wären. Der hatte sich als Sukalo-Vertreter vor der Abwehr mächtig reingehängt und Werbung in eigener Sache betrieben, ehe ihn nun eine Verletzung gestoppt hat. Genauer gesagt: ein Außenbandteilriss im rechten Kniegelenk. Mindestens zwei Wochen Pause sind die Folge, Trainer Uwe Rapolder bleibt nun eine Härtefall-Entscheidung auf der Sechser-Position erspart. Sukalo sieht sich jedenfalls gerüstet: "Mit fehlt sicher noch etwas die Spritzigkeit, aber das ist kein großes Problem."

Dass sich der Slowene so selbstbewusst äußert, hängt auch mit der erfreulichen Gesamtsituation bei der TuS zusammen. Dank der jüngsten beiden Erfolge und der 30 Punkte auf dem Konto gefallen sich die Koblenzer in der Rolle des Außenseiters. "Wenn man nicht den unbedingten Zwang hat, punkten zu müssen, geht manches einfach ein bisschen leichter", spekuliert Sukalo zumindest auf ein Pünktchen.

Die Hoffnung wird durch die leicht entspannte Personalsituation genährt. Bis auf Ziehl und den gelb-gesperrten Marko Lomic steht Rapolder der komplette Kader zur Verfügung, in nahezu allen Mannschaftsteilen gibt es mehrere Varianten. Wie so oft in dieser Saison ist dabei in erster Linie der Posten auf der rechten Außenbahn vakant. In der Vorwoche gegen Jena durfte sich dort der Linksfuß Gabriel Fernandez versuchen, das Experiment schreit aber nicht unbedingt nach einer Fortsetzung. Der Argentinier ist allem Anschein nach eher ein Mann fürs OffensivZentrum und hat seine Stärken, wenn er aus dem Mittelfeld in die Spitze vorrückt. Gleiches gilt eigentlich auch für Fatmir Vata, der aber am Sonntag nach seiner Einwechslung mehr Ballsicherheit in die Reihen der Koblenzer brachte. Ein Faktor, der gerade in einem Auswärts-spiel von Bedeutung ist, um zum Beispiel den Rhythmus der Kölner zu brechen. "Ich hatte kein Problem damit, von der Bank zu kommen", sagt der 36-Jährige rückblickend, "es gab ja nach dem Kaiserslautern-Spiel keinen Grund, etwas zu ändern."

Gut möglich also, dass der Routinier dieses Mal wieder beginnen darf, was Sascha Traut zum Nachteil gereichen würde. Nach einem ordentlichen Start in die Rückrunde wurde der Rechtsaußen von einer Grippe zurückggeworfen und fehlte gegen Jena. Und dann gibt's als Mitbewerber auch noch Tayfun Pektürk, der nach seinem ersten Saisontreffer reichlich Selbstvertrauen getankt hat.

Vergleichsweise einfach liegen die Dinge auf der linken Defensivseite, wo Frank Wiblishauser als erster Vertreter für den gesperrten Marko Lomic infrage kommt. Bleibt eigentlich nur die Frage, wer in der Innenverteidigung das Vertrauen des Trainers erhält. Branimir Bajic ist nach seinem Muskelfaserriss wieder fit, aber dessen Vertreter Andreas Richter oder auch Joshua Grenier haben keinen Anlass zur Klage gegeben.

Auf die kantigen Kerle in der hinteren Reihe wartet jedenfalls eine mächtige Herausforderung: Mit 26 Treffern stellen Milivoje Novakovic (16) und Nationalspieler Patrick Helmes den mit Abstand erfolgreichsten Angriff der Liga. Als deren Zulieferer hat sich bislang noch am ehesten Thomas Broich verdient gemacht, während Nemanja Vucicevic deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Sven Sabock

Quelle: Rhein-Zeitung
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chris
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BeitragVerfasst am: 08.03.2008, 11:36    Titel: Antworten mit Zitat

Pressekonferenz vor dem Spiel aus Köln:
http://www.rheinvideo.de/videos/n7tvokA/Pressekonferenz-vor-dem-Spiel-Koeln-Koblenz
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chris
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BeitragVerfasst am: 10.03.2008, 11:00    Titel: Antworten mit Zitat

1. FC Köln - TuS Koblenz 1:0 (0:0)

TuS nutzt die Räume nicht

- FOTO -
Zu Boden geht hier der Koblenzer Fatmir Vata im Duell mit dem Kölner Adli Chihi. Foto: T. Frey

Köln - TuS Koblenz hat die Über­raschung verpasst. Zwar spielte die Rapolder-Elf in Köln gut mit, agierte im Angriff aber allzu harmlos und verlor am Ende mit 0:1 beim FC.

Christoph Daum dozierte nach dem mühsam errun­genen 1:0 gegen die TuS aus Koblenz mal wieder gewohnt langatmig über Moti­vati­ons­künste im All­gemei­nen und seine Vorzüge auf diesem Gebiet im Beson­deren. Nach 45 aus Sicht des 1. FC Köln wenig berau­schen­den Minuten und einem gellenden Pfeif­kon­zert zur Halbzeit sah sich der Kölner Fußball-Lehrer in der Pause zuvor­derst mal wieder als Psy­cho­loge gefordert.

Im Verein mit einem gelun­genen Per­sonal­wech­sel war es womöglich eben diese Auf­bau­arbeit, die aus FC-Sicht doch noch zum Gelingen des Nach­mit­tags beitrug. Zehn starke Minuten nach dem Wechsel reichten den Kölnern zum Sieg. Wie der zustande kam, schien auch Daum im Nach­hin­ein nicht mehr son­der­lich zu inter­essie­ren. "In solchen Situa­tio­nen sind die Punkte ent­schei­dend. Manchmal kommt es eben auf Klei­nig­kei­ten an", spielte Daum auf die spiel­ent­schei­den­den Szenen zwischen der 52. und 54. Minute an.

180 Sekunden als Spie­gel­bild einer Begegnung, in der Koblenz gut stand, nach vorne aber oftmals zu behäbig und unpräzise agierte. Auf der anderen Seite ein Spiel, in dem den Gast­gebern über weite Strecken das kreative Moment abging, ihnen aber ein genialer Moment reichte, um zum Erfolg zu kommen.

Aber der Reihe nach: Als Fatmir Vata eine präzise Flanke in den FC-Strafraum schickte, Ardijan Djokaj ebenso präzise köpfte, hatten viele TuS-Fans den Torschrei schon auf den Lippen. Doch FC-Torsteher Faryd Mondragon reagierte klasse und boxte den Ball noch aus der Ecke.

Da waren sieben Minuten in Halbzeit zwei gespielt. Köln hatte mit der Her­ein­nahme von Nemanja Vucicevic den Druck nochmal erhöht, Koblenz nahm das Angebot an und hielt spie­lerisch dagegen. Die Djokaj-Szene machte den Gästen Mut - und mündete im Übermut. Zwei Minuten später, die Gäste waren weit auf­gerückt, spielte der ansonsten gute Manuel Hartmann einen ver­häng­nis­vol­len Fehlpass in die Spitze.

Der FC konterte schul­buch­mäßig. Über die Stationen Roda Antar, Vucicevic und Patrick Helmes kam der Ball zu Milivoje Novakovic, der aus vier Metern nur noch ein­zuschie­ben brauchte.

Kurz nach Hartmanns Fehlpass war es TuS-Trainer Uwe Rapolder, der wütend aufsprang, ges­tiku­lierte und flehend ins Publikum schaute. Ganz so, als schien er das Folgende bereits zu erahnen. "Natürlich habe ich mich geärgert. Das war der fünfte Fehlpass von Hartmann. Und wenn sich die Fehler häufen, kommt eben so etwas dabei heraus", bilan­zierte Rapolder.

Aber nicht allein mit dem zu langsamen Umschal­ten von Angriff auf Abwehr in dieser Szene haderte der Coach. "Auch wenn es darum ging, schnell auf Offensive umzu­schal­ten, haben wir heute die uns zur Verfügung stehenden Räume nicht genutzt, weil wir nicht schnell und nicht präzise genug agiert haben", bemän­gelte der Trainer.

Gut mit­spie­len, das reicht eben nicht immer. "Natürlich muss die Spiel­anlage stimmen, das ist bei uns ja auch der Fall. Aber offensiv muss da einfach mehr kommen, da muss auch mal einer explo­die­ren und das Ding machen." Da dies nicht der Fall war, blieb Rapolder nur das eine Resümee: "Wir haben im Rahmen unserer Mög­lich­kei­ten alles versucht. Aber es hat gegen den FC nicht gereicht."

Klaus Reimann

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
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chris
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BeitragVerfasst am: 11.03.2008, 11:31    Titel: Antworten mit Zitat

Nie­der­lage in der Domstadt - Rapolder vermisst Qualität

Klasse auf eine Szene kon­zen­triert

Köln - Nicht zuletzt die indi­vidu­elle Klasse machte beim 0:1 von TuS Koblenz beim 1. FC Köln den Unter­schied. Während die TuS aus ihren Frei­hei­ten nichts machte, schlug der FC einmal gnadenlos zu.

- FOTO -
Diese drei Männer waren maß­geb­lich daran beteiligt, dass sich der 1. FC Köln am Ende über einen Sieg freuen durfte: Milivoje Novakovic (links) schob zum 1:0 ein, weil Patrick Helmes (rechts) selbstlos aufgelegt und Nemanja Vucicevic das Ganze toll initiiert hatte.

Uwe Rapolder wusste es schon vor dem Gastspiel seiner Koblenzer beim 1. FC Köln: In dieser Zweitliga-Saison ist vieles anders, als es alt­her­gebrachte Fußball-Weis­hei­ten vermuten lassen. Für gewöhn­lich ist eine starke Abwehr der Garant für eine erfolg­rei­che Spielzeit. Doch selbst diese in Stein gemeißelte Regel wird heuer ad absurdum geführt. Der 1. FC Kai­sers­lau­tern hat als Dritt­letz­ter 27 Gegen­tref­fer, Fürth und Gladbach auf den Auf­stiegsplät­zen haben 28 bzw. 26. Schluss­licht Paderborn verbucht 33 Gegentore, lediglich drei mehr als die Kölner

Nein, wer es in dieser Spielzeit zu etwas bringen will, sollte auch den Nachweis erbringen, Tore schießen zu können. Eben daran schei­ter­ten die Koblenzer bei ihrer zwar ansehn­lichen, aber torlosen Dar­bie­tung in Köln.

"Aus Chancen mal ein Tor machen"

Wenn das Bemühen zwar vorhanden, der Erfolg aber nicht gegeben ist, dann kommt schnell der Begriff Qualität ins Spiel. In dem Punkt machte Rapolder aus seiner Unzu­frie­den­heit keinen Hehl: "Da fehlt uns einfach die indi­vidu­elle Klasse, aus den sich bietenden Chancen mal ein Tor zu machen."

Klasse, die sich bei den Kölner eigent­lich auch nur in der einen, spiel­ent­schei­den­den Szene mani­fes­tierte. Aber dieses eine Tor machte eben den Unter­schied aus zwischen Aufstiegs-Anwärter und Mit­tel­feld-Mitläufer.

Bei der TuS mündete nicht uner­heb­licher Aufwand im Spiel nach vorne lediglich in einer Kopf­ball­chance von Ardijan Djokaj unmit­tel­bar vor dem 0:1. "Wenn wir da in Führung gegangen wären, wer weiß, wie die Partie dann gelaufen wäre", sinnierte Rapolder im Nach­hin­ein. Träumen ist erlaubt, wenn die Rea­litäten fürs erhoffte Erfolgs­erleb­nis gegen einen "Großen" der Liga nicht reichen.

"Gegen den Ball gut gespielt"

So wird die TuS die noch rest­lichen Punkte für den Klas­sen­ver­bleib gegen andere Teams holen müssen. Gegen solche, die sich - defensiv wie offensiv - auf Augenhöhe mit den Koblen­zern bewegen. "Gegen den Ball", so betonte Rapolder, "haben wir heute richtig gut gespielt." Das beherr­schen in der Liga mitt­ler­weile aber selbst die Kel­ler­kin­der - wie die Gegen­tor­sta­tis­tik beweist. Zäh und zau­der­lich indes geriet das Koblenzer Spiel, je näher die Gäste dem FC-Strafraum kamen.

Dann ver­hin­der­ten fehlende Hand­lungs­schnel­lig­keit wie bei Anel Dzaka in Halbzeit eins oder mangelnde Präzision wie bei zwei Zuspielen von Njazi Kuqi auf den frei­ste­hen­den Djokaj in Halbzeit zwei den ersehnten Torerfolg.

"Noch mehr so Geduldss­piele"

Gemessen an den Spie­lan­tei­len hatte FC-Coach Christoph Daum "keine riesigen Leis­tungs­unter­schiede" aus­gemacht. Die Koblenzer hätten gut gestanden; und erst nach dem Wechsel und mit der Ein­wechs­lung des agilen Nemanja Vucicevic sei seine Mann­schaft "mehr und mehr in indi­vidu­elle Situa­tio­nen gekommen und hat sich so die Freiräume schaffen können", erläu­terte Daum. Freiraum, den der FC beim 1:0 glänzend zu nutzen verstand - im Unter­schied eben zu den an solchen Situa­tio­nen schei­tern­den Koblen­zern. Daum appel­liert an die Geduld des Kölner Publikums, wenn er festhält: "Es wird in dieser Saison noch mehr so Geduld­spiele geben. Darauf müssen wir uns ein­stel­len." So lange sie aus FC-Sicht so enden wie gegen Koblenz...

Klaus Reimann - Foto: Thomas Frey

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
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