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RZ-Berichte zum Spiel gegen Paderborn

 
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chris
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BeitragVerfasst am: 13.11.2007, 11:08    Titel: RZ-Berichte zum Spiel gegen Paderborn Antworten mit Zitat

Mit Heimsieg im Tabellen-Mit­tel­feld fest­set­zen:

Ver­lockende Aussicht für die TuS

Koblenz - TuS Koblenz steht heute um 18 Uhr vor einer unan­geneh­men Aufgabe: Gegen den Tabel­len­letz­ten SC Paderborn erwartet alle Welt einen Heimsieg. Grund genug für Trainer Uwe Rapolder, vor einer über­zoge­nen Erwar­tungs­hal­tung zu warnen.

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Der TuS-Kapitän zieht auf und davon: Anel Dzaka (am Ball) kann mit seinen Kollegen einen wichtigen Schritt ins Mit­tel­feld der Tabelle setzen - wenn das heutige Heimspiel gegen den SC Paderborn gewonnen wird.

Eigent­lich blickt Uwe Rapolder derzeit nur beiläufig auf die Tabelle. Sagt er zumindest. Statt­des­sen wird der Trainer von TuS Koblenz nicht müde zu betonen, dass es vielmehr darum geht, eine eigene Spiel­phi­loso­phie zu ent­wickeln, in der die Punkte dann nur das schmü­ckende Beiwerk sind. Vor der heutigen Partie gegen den SC Paderborn (18 Uhr) hat er es dann doch etwas genauer getan, was aber vor allem an den Gästen liegt. Die stehen nämlich noch ohne Sieg abge­schla­gen am Tabel­lenende und haben bislang lediglich ein paar Kom­pli­mente bekommen. Und weil obendrein die übrigen Kon­kur­ren­ten aus dem Tabel­len­kel­ler allesamt verloren haben, liegt die vor­der­grün­dige Rechnung auf der Hand: Mit drei Punkten gegen Paderborn würde die TuS nicht nur die Gäste dem Abstieg ein Stück näher­brin­gen, sondern obendrein ein solides Polster erwirt­schaf­ten.

Rapolder spricht von "positivem Druck"

Eine ver­lockende, aber eben auch gefähr­liche Heran­gehens­weise. "Wir haben vor der Win­ter­pause fast nur noch direkte Tabel­len­nach­barn, insofern können wir unsere Situation noch um einiges ver­bes­sern", sagt Rapolder und spricht von "positivem Druck": "Es muss uns bestärken, dass wir bislang in der Liga solide dastehen."

Auf den Rasen über­tra­gen, wünscht sich der Trainer einen ähnlich kon­zen­trier­ten Auftritt wie gegen Greuther Fürth. Ein Spiel, in dem die Koblenzer wenig Chancen des Gegners zuließen, um dann kon­sequent den Weg nach vorne zu suchen. Das sollte auch gegen Paderborn möglich sein, wobei auch der Faktor Geduld ein wichtiger Begleiter sein wird. "Es kann ein sehr unan­geneh­mes Spiel werden", weiß Rapolder, der seinen Kickern aber jegliche Beklem­mun­gen nimmt: "Im Vorjahr ging es gegen 1860 oder Aue gegen den Abstieg, so gesehen ist es im Moment um einiges beru­higen­der."

"Cha braucht einfach ein Erfolgs­erleb­nis"

Gerade in den Heim­spie­len hat der TuS-Trainer seine Elf bislang sehr offensiv aus­gerich­tet, was gegen Osnabrück zu Beginn kräftig dane­ben­gegan­gen war. Ein Beleg dafür, dass sich die Koblenzer mit zwei "Sechsern" am wohlsten fühlen, um darü­ber­hin­aus in der Offensive variabel agieren zu können. "Wichtig ist, dass wir im zentralen Mit­tel­feld die nötige Sta­bilität haben, dann können wir auch den nötigen Druck aufbauen", sagt Rapolder, der durch­bli­cken lässt, dass Branimir Bajic nach seiner Rot-Sperre wie schon im DFB-Pokal­spiel gegen Arminia Bielefeld auf die Position vor der Abwehr versetzt werden könnte. Daneben grübelt er noch, wie die Pärchen auf den Außen­bah­nen aussehen könnten. Links ist Ardijan Djokaj nach seinen starken Auf­trit­ten ohnehin gesetzt, rechts bekommt ver­mut­lich Du-Ri Cha die Gele­gen­heit, seinen Auf­wärt­strend zu bestäti­gen. Rapolder: "Cha braucht einfach ein Erfolgs­erleb­nis, er muss es aber auch erzwingen."

Das Glück zu zwingen bleibt ohnehin der große Wunsch im Lager der TuS, nachdem bislang etliche Punkte liegen gelassen wurden. Im richtigen Moment die richtige Ent­schei­dung zu treffen - das wird heute einmal mehr die Her­aus­for­derung für die Koblenzer Fußballer sein. Die Partie gegen den Tabel­len­letz­ten wird nicht zuletzt auch im Kopf ent­schie­den, wobei Rapolder seiner Elf den Rücken stärkt: "Ich vertraue der Mann­schaft, sie hat sich die nötige Sta­bilität erar­bei­tet, um ihren Weg zu gehen."

Sven Sabock - Foto: Wolfgang Heil

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html


Zuletzt bearbeitet von chris am 14.11.2007, 12:29, insgesamt einmal bearbeitet
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chris
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BeitragVerfasst am: 14.11.2007, 12:29    Titel: Antworten mit Zitat

Unent­schie­den gegen Schluss­licht SC Paderborn

Ent­täu­schende Null­num­mer in Koblenz

Koblenz - Was für eine ent­täu­schende Leistung in einem rundum ent­täu­schen­dem Spiel: Mit einem 0:0 gegen Tabel­len­schluss­licht SC Paderborn hat eine schwer­fäl­lig spielende Mann­schaft von TuS Koblenz leicht­fer­tig die Chance vergeben, sich deutlich von den Abstiegsplät­zen der Zweiten Fußball-Bun­des­liga abzu­set­zen.

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Mit langem Bein bemüht sich der Ex-Koblenzer Emil Noll im Trikot des SC Paderborn um Ball­kon­trolle; TuS-Ver­tei­diger Joshua Grenier (rechts) schaut zu.

TuS-Mit­tel­feld­spie­ler Goran Sukalo sah's eher prag­matisch: "Natürlich sind wir ent­täuscht, weil wir kein Tor gemacht haben. Aber wir haben uns auch keins gefangen. Darauf können wir aufbauen." Na denn!

"Mit unserer Kickerei hatten wir den Sieg auch nicht verdient"

TuS-Trainer Uwe Rapolder redete dagegen Tacheles: "Mit unserer Kickerei hatten wir den Sieg auch nicht verdient. Das war heute ein spie­leri­scher Rück­schritt." So kamen auch überhaupt keine Miss­ver­ständ­nisse auf: Es war ein trost­loser Abend am Koblenzer Oberwerth. Das Stadion liegt bekannt­lich in einer Was­ser­schutz­zone - aber nichts und niemand schützte die 7348 zahlenden Zuschauer an diesem nass­kal­ten Abend vor einem Ereignis, das nur in Ansätzen an ein pro­fes­sio­nel­les Fuß­ball­spiel erinnerte.

Schwer zu sagen, was in Durchgang eins mehr frus­trierte, die geballte Ereig­nis­losig­keit auf dem Rasen oder der dau­erhafte Regen. Merk­wür­dig ver­unsi­chert suchte die TuS vergebens nach geeig­neten Mitteln, das eng­maschig gestrickte Defen­siv­netz der Gäste zu durch­drin­gen.

Statt schnell über die Flügel zu spielen, suchten die Koblenzer allzu oft den Weg weit und hoch durch die Mitte. Wer weiß, dass dort der klein gewach­sene Fatmir Vata seinen Arbeits­platz hat, kann erahnen, wie sinnent­leert eine solche Vor­gehens­weise war. Nur gele­gent­lich wurde die um sich greifende Lethargie von nen­nens­wer­ten Aktionen unter­bro­chen. Zwei Tor­chan­cen durfte die TuS für sich rekla­mie­ren, zweimal vergab der ansonsten recht lustlos spielende Du-Ri Cha. In der 23. Minute schei­terte er nach Vata-Pass an Pader­borns Torwart Lukas Kruse, kurz vor dem Wechsel setzte der Süd­korea­ner einen 18-Meter-Schuss knapp neben das Tor.

Gäste witterten Chance

Die Gäste aus Ost­west­falen, im ersten Durchgang ohne große Ambi­tio­nen, den Rasen in des Gegners Hälfte in Mit­lei­den­schaft zu ziehen, witterten wohl die Chance, in Koblenz zu ihrem ersten Sai­son­erfolg zu kommen. Paderborn war die Mann­schaft mit den besseren Tor­chan­cen in den zweiten 45 Minuten. Was schon alles über die Anstren­gun­gen der TuS-Spieler sagt, ihrem Offen­sivspiel so etwas wie Struktur zu verleihen. Benjamin Schüssler (58. und 78.) hatte zweimal die Chance zum 1:0 für die Gäste.

Auf TuS-Seite vergab Tayfun Pektürk (76.) die einzige TuS-Chance in Halbzeit zwei. Nach 90 Minuten durften sich die Zuschauer freuen: Wenn schon nicht vom Dau­erre­gen, so befreite der Schluss­pfiff die Fans zumindest von der Ereig­nis­losig­keit auf dem Rasen.

Klaus Reimann - Foto: Thomas Frey

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
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BeitragVerfasst am: 15.11.2007, 10:30    Titel: Antworten mit Zitat

Gegen Paderborn spielerisches Armutszeugnis ausgestellt

Koblenz wählt die falschen Mittel

- FOTO -
Da fliegen die (Rasen-)Fetzen: Sowohl die TuS Koblenz (obenauf mit Goran Sukalo) als auch der SC Paderborn (Andrew Sinkala bei einer artistischen Einlage) mühten sich vergeblich und brachten in der Nähe des gegnerischen Tores nur wenig Kunstvolles zustande. Foto: Thomas Frey

KOBLENZ. Fußball-Zweitligist TuS Koblenz steht in den zehn Tagen bis zum nächsten Spiel beim SV Wehen Wiesbaden einiges an Arbeit bevor. Das 0:0 gegen den SC Paderborn lässt sich in der Tabelle durchaus verschmerzen, das Auftreten der Koblenzer stimmte indes nachdenklich.

Zwischendurch war es Matej Mavric, der stellvertretend für die Kollegen den geballten Zorn des Trainers zu spüren bekam. Weil die Geräuschkulisse auf den Rängen mit der eines Advents-Gottesdienstes vergleichbar war, wurde annähernd das gesamte Stadion Ohrenzeuge des Anpfiffs, den sich der Slowene von Uwe Rapolder einhandelte. Wieder einmal hatte Mavric genau das getan, was der TuS-Coach von seinen Defensivkräften eigentlich überhaupt sich sehen will: den Ball irgendwohin in die unendliche Tiefe des Raumes gespielt. Die Szenen wiederholten sich, das Ergebnis zeichnete sich früh ab. Am Ende stand für Fußball-Zweitligist TuS Koblenz ein 0:0 gegen den SC Paderborn.

"Im Fußball ist es wie im richtigen Leben. Man bekommt nur das, was man verdient", verpackte Rapolder philosophisch, dass es für die TuS an diesem Abend wohl ein bisschen zu viel des Guten gewesen wäre, für den müden Auftritt gegen den bis dato Tabellenletzten mit einem Dreier belohnt zu werden. Man könnte anfügen, dass Fußball zum Glück auch kein Eiskunstlauf ist. Statt einer schwachen B-Note gab's nämlich einen Punkt, der den Koblenzern vordergründig sogar weiterhilft.

Nach dem 13. Spieltag stehen für die TuS nun 16 Zähler auf dem Konto, die bedrohliche Region ist derzeit immerhin fünf Punkte entfernt. Kurzum: Die Koblenzer haben es als Tabellenelfter in den ausstehenden vier Runden bis Weihnachten weiterhin selbst in der Hand, die Grundlage für eine solide Saison zu legen.

Auch kämpferische Mittel fehlten

"Die Tabelle ist ohnehin nur eine Momentaufnahme", sagt Rapolder, der aber auch weiß, dass mit Spielen wie dem gegen Paderborn bis zur Winterpause nicht mehr viel Zählbares hinzukommen wird. Deshalb zeichnet sich vor der anstehenden Partie beim SV Wehen Wiesbaden ab, dass der Trainer in der taktischen Arbeit wohl wieder einiges auffrischen wird, was eigentlich schon in den Köpfen der Spieler eingeschliffen schien. Spieleröffnung, Flügelspiel, Laufwege - statt Feinarbeit müssen die Grundlagen noch einmal wiederholt werden.

Wie so ziemlich jeder Trainer hätte auch der Übungsleiter der TuS seinen Mannen durchaus das spielerische Armutszeugnis verziehen. Wenn, ja wenn es die Koblenzer irgendwie geschafft hätten, den Hebel umzulegen. Aber auch das klappte gegen Paderborn nicht. Statt das Beste aus der Situation zu machen und sich in die Zweikämpfe und auf die "zweiten Bälle" zu stürzen, spulten die Blau-Schwarzen in überschaubarem Tempo ihr Pensum ab.

"Wenn es schon spielerisch nicht läuft, muss man wenigstens mehr Leidenschaft an den Tag legen", drückte Rapolder das eigentliche Dilemma aus. Es fehlten die Szenen, an denen man sich hochziehen kann, weil zu wenige Pässe ihren Adressaten fanden. Aggressive Körpersprache? Fehlanzeige. "Wir wollten gewinnen, aber wir haben die falschen Mittel gewählt", zeigte sich der in die Startelf zurückgekehrte Branimir Bajic durchaus selbstkritisch, während sein Nebenmann Goran Sukalo anmerkte, "dass es eben manchmal solche Spiele gibt, in denen nichts läuft". Die gibt's, sie sollten nur nicht zur Regel werden.

Sven Sabock

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
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BeitragVerfasst am: 15.11.2007, 10:31    Titel: Antworten mit Zitat

TuS Koblenz-Keeper im RZ-Gespräch

Torwart Eilhoff: "Wir sind im Niemandsland"

- FOTO -
Dennis Eilhoff hielt das TuS-Tor zum zweiten Mal in dieser Saison sauber. Foto: T. Frey

KOBLENZ. Wenn ein Spiel torlos endet, dann sollte zumindest der Torhüter zufrieden sein. Und so sah Dennis Eilhoff das 0:0 zwischen TuS Koblenz und dem SC Paderborn mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Herr Eilhoff, war es ein Punktverlust oder ein Punktgewinn?

So wie es gelaufen ist, hatten wir den Sieg nicht verdient. Natürlich bin ich froh, dass wir zu null gespielt haben - das ist wenigstens etwas. Wir hatten uns fest vorgenommen, drei Punkte zu holen, aber dafür hat die Leistung einfach nicht gereicht.

Woran lag es, dass Ihre Mannschaft nicht ins Spiel gekommen ist?

Paderborn hat sehr kompakt gestanden, damit sind wir nicht zurechtgekommen. Manchmal entwickelt sich dann so ein Spiel, in dem sich beide Mannschaften neutralisieren. Am Ende kannst du froh sein, dass auf dem schweren Boden nicht doch ein Ball rein geht und du das Spiel sogar noch verlierst.

Die TuS bleibt mit 16 Punkten im Mittelfeld. Eine trügerische Sicherheit?

Wir befinden uns sozusagen im Niemandsland der Tabelle, dürfen uns jedoch auf keinen Fall auf die faule Haut legen. Wir treffen jetzt auf Gegner, die mit uns auf Augenhöhe sind. In diesen Spielen müssen wir unbedingt punkten, am besten gleich im nächsten Spiel in Wiesbaden.

Das Gespräch führte Edgar Benz

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-2.html
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