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chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
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Verfasst am: 25.10.2007, 10:27 Titel: RZ-Berichte zum Spiel gegen Osnabrück |
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TuS-Angreifer will gegen Osnabrück eine Serie starten
Vata will lieber Punkte statt Lob
Koblenz - Fußball-Zweitligist TuS Koblenz steckt in diesen Tagen in einem Dilemma: Das Verhältnis zwischen Aufwand und Punktzahl ist in einer Schieflage. "Wir müssen jetzt einfach mal ein Spiel gewinnen", sagt Fatmir Vata mit Blick auf das nächste Heimspiel gegen den VfL Osnabrück am Sonntag.
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Alter schützt vor Leistung nicht: Fatmir Vata (am Ball) hat in den vergangenen Partien gezeigt, dass er in der Offensive von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz ein wichtiger Faktor ist.
Die Skepsis der Fans ist längst gewichen. Als im Sommer die Verpflichtung von Fatmir Vata feststand, vermuteten einige, dass der Albaner bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz seine Karriere langsam ausklingen lassen würde und sich das Ganze obendrein ordentlich vergüten lässt. Inzwischen sind die Zweifler eines Besseren belehrt worden; der mittlerweile 36-Jährige hat unter Beweis gestellt, dass er auch im Herbst seiner Laufbahn eine echte Verstärkung darstellt.
"Ich wusste ja, was mich bei der TuS erwartet", sagt der Angreifer, "deshalb war ich auch ziemlich zuversichtlich, dass ich mich hier durchsetzen würde." Und die Zahlen sprechen für den Ex-Bielefelder: Bei acht Einsätzen hat er fünf Torvorlagen geliefert, dazu einen Treffer selbst erzielt. Sobald der Anpfiff ertönt, ist der Routinier auf 180 und läuft auch im gesetzten Fußballer-Alter etliche Meter mehr als mancher Jungspund. "Ach", sagt Vata wie selbstverständlich, "ich bin jetzt sicher etwas frischer als zum Saisonbeginn, das hilft mir während der Spiele."
Lob vergeht, Punktestand besteht
Das Dumme daran: Ähnlich wie bei der gesamten Mannschaft versanden viele Aktionen. Mal kommt der letzte Pass nicht an, mal fehlt vor dem Tor die letzte Konsequenz. "Wir kriegen viel Lob, habe aber zu wenig Punkte", sagt Vata.
Dieser Umstand geht einem Fußballer ziemlich auf die Nerven. "Ein gutes Spiel ist meistens drei Tage später vergessen, aber die Punkte in der Tabelle sind entscheidend", bringt er die aktuelle Situation der TuS auf den Punkt. Nun stehen die Koblenzer mit zwölf Zählern durchaus solide da, "aber wir müssen jetzt einfach mal ein Spiel gewinnen", fordert Vata.
Anders ausgedrückt: Für die Partie am Sonntag (14 Uhr) gegen den VfL Osnabrück würde er auch eine bescheidene Leistung billigend in Kauf nehmen, wenn am Ende Zählbares für die TuS herausspringt. "Spielerisch sind wir sicher auf Platz sechs oder sieben anzusiedeln", glaubt der Angreifer, "aber das müssen wir jetzt eben auch bestätigen."
Mindestens 20 Punkte will Vata bis zur Winterpause mit der TuS einfahren: "Wenn wir jetzt eine Serie starten, würde uns das schon sehr helfen." Sein Erfolgsrezept hört sich einfach an: als Mannschaft besser verteidigen und die Torchancen besser nutzen. Dafür wird er dann auch bereitwillig wieder etliche Kilometer im TuS-Trikot zurücklegen...
Sven Sabock - Foto: Thomas Frey
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
Zuletzt bearbeitet von chris am 29.10.2007, 14:28, insgesamt einmal bearbeitet |
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chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
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Verfasst am: 26.10.2007, 10:11 Titel: |
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TuS-Gegner: Interview mit Osnabrücker Trainer
Wollitz setzt auf den Nachwuchs
Koblenz - Im schnelllebigen Trainergeschäft ist die Verbindung von Claus Dieter Wollitz mit dem VfL Osnabrück vergleichsweise ungewöhnlich. Seit 2004 steht der 42-Jährige nun schon beim VfL Osnabrück an der Seitenlinie, unlängst hat der Zweitliga-Aufsteiger den Vertrag mit dem angehenden Fußball-Lehrer sogar bis 2011 verlängert. Am Sonntag gastieren Wollitz und der VfL in Koblenz.
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Claus Dieter Wollitz, wie er leibt und lebt: Der Ex-Profi fiebert auch als Trainer des VfL Osnabrück über 90 Minuten an der Seitenlinie mit. Am Sonntag will er mit dem Aufsteiger der TuS das Leben schwer machen.
Glaubt man der Statistik, steht TuS Koblenz am Sonntag wohl vor der bisher einfachsten Aufgabe der Saison. Der nächste Gegner VfL Osnabrück besticht zwar durch enorme Heimstärke, hat aber in der Fremde erst ein Pünktchen erwirtschaftet. Ein Fakt, den Claus Dieter Wollitz zwar nicht von der Hand weisen kann, der aber seiner Meinung nach nicht die bisherige Leistung seiner Mannschaft widerspiegelt. Vor der Partie in Koblenz nimmt der Trainer des Aufsteigers gerne die Rolle des Spielverderbers an, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung verrät.
Herr Wollitz, mit zwölf Punkten aus den ersten zehn Spielen hat sich der VfL offenbar gut in der Liga eingefunden. Trifft dieses erste Fazit zu?
Das könnte man meinen, und jeder sagt das auch. Ich sehe das allerdings etwas differenziert. Ich denke, wir könnten den ein oder anderen Punkt mehr haben. Ich bin nicht komplett unzufrieden, aber die Tabelle täuscht ein bisschen. Wir haben bis jetzt ein ganz gutes Polster und müssen nun daran arbeiten, dass sich die Situation nicht verschlechtert.
Dummerweise müssen Sie mit Ihrer Mannschaft am Sonntag auswärts antreten, wo der VfL bisher erst einen Punkt geholt hat. Gibt's eine Erklärung dafür?
Es gibt natürlich Erklärungen, aber es ist manchmal schwierig, so etwas kurz zusammenzufassen. Ich suche nicht nach Alibis, aber bei einigen anderen etablierten Klubs sieht das auch nicht viel besser aus. Wenn man die Spiele im Nachhinein analysiert, muss man sagen, dass das 1:1 in Wehen in Ordnung war. In Mönchengladbach haben wir beim 1:2 viele Torchancen vergeben und einen klaren Elfmeter nicht bekommen. In Hoffenheim haben wir 1:0 geführt, ehe das Spiel gekippt ist, anschließend in Augsburg haben wir verdient verloren. Über das 0:3 in Kaiserslautern möchte ich keine großen Worte mehr verlieren. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der ein oder andere Punkt mehr möglich war.
Der VfL ist in den vergangenen Jahren zwischen Regional- und Zweiter Liga gependelt. Was stimmt Sie zuversichtlich, dass sich der Verein jetzt etablieren kann?
Was in der Vergangenheit war, kann ich nicht beurteilen. Ich setze auf junge Spieler und nach Möglichkeit auf deutsche Spieler mit einer guten Ausbildung. Wenn man die bislang verletzten Pierre de Wit und Assimiou Touré hinzuzählt, hätten wir in der ersten Elf ein Durchschnittsalter von unter 22 Jahren. Ich glaube, dass insgesamt die Art und der Umgang ein anderer sind.
Dass zuletzt neun Deutsche in der Startelf standen, ist für Sie also ein Teil der Philosophie?
Das kann man so sagen. Gerade für uns als Aufsteiger geht es darum, Spieler schnell zu integrieren. Da hilft es schon sehr, wenn man sich besser verständigen kann. Das fördert auch die Identifikation mit dem Verein - und es entsteht eine Wechselwirkung mit den Fans.
Zu Ihrer Person: Man erlebt Sie an der Seitenlinie, wie Sie stets auf und ab laufen. Kommt da noch der Spieler Claus Dieter Wollitz durch?
Ich kann nicht einfach auf der Bank sitzen und so tun, als wäre mir egal, was auf dem Platz passiert. Jeder Trainer hat seine Art, wie er sich während der Spiele verhält - ich lebe eben noch viele Situationen mit. Mit der Zeit wird das sicher nachlassen, aber das ist eben meine Art. Ich habe gerne gespielt, aber ich bin jetzt auch sehr gerne Trainer.
Ist das Spiel in Koblenz für Ihre Mannschaft ein Fingerzeig für die nächsten Wochen? Anschließend geht's für den VfL gegen Köln und Mainz...
Nein, nein. Zu sagen, dass wir in Koblenz eine Chance haben und dann gegen Mainz oder Köln auf verlorenem Posten stehen, halte ich für völlig falsch. Zunächst einmal gibt's in Koblenz drei Punkte zu verteilen. Koblenz hängt wohl etwas hinter den eigenen Erwartungen zurück, man hat dort ja auch große Anstrengungen unternommen. Zuletzt ist es dort wohl etwas unglücklich gelaufen, in der Mannschaft steckt Potenzial. Aber man vernimmt ja, dass in Koblenz die Punkte gegen Osnabrück schon fest eingeplant sind und auch eine Serie gestartet werden soll - wir werden sehen, ob das auch so funktioniert.
Hat Ihnen Milan Sasic, mit dem Sie ja die Ausbildung zum Fußball-Lehrer absolvieren, ein paar Tipps gegeben?
Nein. Nichts gegen Herrn Sasic, aber wir haben unsere Leute, die sich regelmäßig mit den Gegnern beschäftigen. Ich habe die TuS selbst zweimal beobachtet.
Können Sie eigentlich noch die Frage hören, woher der Spitzname "Pelé" rührt? Die wenigsten kennen Sie ja unter Ihrem richtigen Namen...
Sie formulieren das sehr zurückhaltend. Um ehrlich zu sein, nervt es wirklich, dass immer wieder zu kommentieren. Der Name gehört mittlerweile einfach zu mir. Es stört mich nicht, wenn jemand Pelé zu mir sagt. Ich überlasse es jedem selbst, wie er mich anspricht.
Das Gespräch führte Sven Sabock
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html |
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chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
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Verfasst am: 27.10.2007, 10:52 Titel: |
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Koblenzer sondieren Markt - Spielt Sukalo?
TuS auf der Suche nach Schnäppchen
Koblenz - Uwe Rapolder wird einen seiner Schlüsselspieler nochmal genau unter die Lupe nehmen. Es ist Goran Sukalo, der sich ausgerechnet vor dem Heimspiel gegen den VfL Osnabrück (Sonntag, 14 Uhr) mit einer Knieverletzung herumplagt. Offenbar nichts Dramatisches, "aber wenn das Risiko zu groß ist, wird er nicht spielen", sagt Rapolder vor dem Abschlusstraining. Schließlich braucht er seinen "Sechser" und Kopfball-Spezialisten, der im Mittelfeldzentrum längst zu einer festen Größe geworden ist.
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Er ist vor dem Osnabrück-Spiel leicht am Knie verletzt: Goran Sukalo.
Parallel zu den aktuellen Personalien beginnt man bei der TuS aber bereits, den Transfermarkt zu sichten, um in der Wechselperiode vor der Rückrunde leichte Korrekturen am Kader vorzunehmen. Grund sind die zahlreichen Langzeitverletzten, bei denen sich der Zeitpunkt der Rückkehr nur schwer vorhersagen lässt. Obendrein hinkt der ein oder andere Neuzugang noch hinter den Erwartungen zurück, wie Rapolder am Rande des Trainingslagers in Bad Bertrich einräumte.
Gabriel Fernandez spielt vor
Weil gerade im offensiven Mittelfeld die Alternativen rar sind, spielt derzeit der Argentinier Gabriel Fernandez bei der TuS vor. "Ein guter Mann", sagt der Trainer über den 29-Jährigen, der zuletzt in der kolumbianischen Ersten Liga bei Real Cartagena unter Vertrag stand. Dank einer DVD konnte sich Rapolder einen ersten Eindruck verschaffen, "aber so etwas reicht natürlich nicht aus, um den Spieler einzuschätzen". Der Offensivakteur wird vorerst weiter getestet - möglicherweise passt er sogar in das Raster des Koblenzer Trainers, der einen Vorgriff auf die neue Saison im Hinterkopf hat: "Wir planen ja mittelfristig und wollen in der Winterpause ein oder zwei Schnäppchen machen."
Im Umkehrschluss könnte das aber auch bedeuten, dass dem ein oder anderen Reservisten ein Wechsel nahegelegt wird. Bis dahin gibt's freilich noch reichlich Möglichkeiten, um sich zu empfehlen...
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus.html |
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chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
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Verfasst am: 29.10.2007, 01:22 Titel: |
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Arbeitssieg für TuS Koblenz: 1:0 gegen VfL Osnabrück
Koblenz - Mit dem 1:0 (0:0) gegen Aufsteiger VfL Osnabrück kam TuS Koblenz am Sonntag im Duell zweier Tabellennachbarn zu einem Arbeitssieg.
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Der Koblenzer Fatmir Vata (l) im Zweikampf gegen den Osnabrücker Marcel Schuon (M).
Das entscheidende Tor gegen das auswärtsschwächste Team der 2. Fußball-Bundesliga erzielte vor 9142 Zuschauern der Montenegriner Dragan Bogavac in der 50. Minute.
Die Koblenzer, die ihr letztes Heimspiel 0:5 gegen Mönchengladbach verloren hatten, zeigten sich in der Abwehr gefestigt, doch das Spiel nach vorn ließ zu wünschen übrig. Routinier Fatmir Vata war als einzige Spitze meist auf sich allein gestellt, hatte aber in der 9. Minute mit einem Volleyschuss die einzige Großchance vor der Pause. Die Gäste machten geschickt die Räume eng und verlegten sich vorwiegend auf Konter, die durch Rouwen Hennings (24./Pfostenschuss) und Thomas Reichenberger (36./43) zu guten Gelegenheiten führten.
Nach der Pause wurden die Niedersachsen durch Bogavacs Treffer kalt erwischt. Mit der Führung kam Sicherheit ins Koblenzer Spiel, die Torlatte verhinderte nach einer missglückten Abwehr des Osnabrückers Dominique Ndjeng das mögliche 2:0. Gaetano Manno (71.) hatte den Ausgleich auf dem Fuß.
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/on/07/10/28/sport/fussball/t/rzo373578.html?a |
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chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
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Verfasst am: 29.10.2007, 14:27 Titel: |
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Nach drei Spielen ohne Erfolg:
Steiniger Weg zu drei Punkten
Koblenz - Es scheint, als wäre das Glück zu TuS Koblenz zurückgekehrt. Nachdem die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder trotz ansprechender Leistungen drei Runden lang ohne Erfolg geblieben war, gab's gegen Aufsteiger VfL Osnabrück wieder einen Heimsieg - wenn auch mit Mühe und Not.
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Augen zu und durch: Beim 1:0 gegen den VfL Osnabrück hatte TuS-Verteidiger Andreas Richter (Nummer 1 mehr Arbeit, als ihm lieb sein konnte. In dieser Szene springt er mit Osnabrücks Marcel Schuon zum Kopfball.
Am Ende war es Andreas Richter egal, dass längst nicht jeder Pass angekommen war. Erleichtert stand der Verteidiger von TuS Koblenz in den Katakomben des Stadions Oberwerth und hielt zufrieden fest, "dass wir nun auch mal ein schlechtes Spiel gewonnen haben". Dass er dies mit einem Lächeln garnierte, war verständlich, denn in den vergangenen Wochen mussten er und seine Kollegen stets nach Gründen suchen, warum die Punkteausbeute im Widerspruch zu den ordentlichen Darbietungen gestanden hatte. Keine Frage, der Dreier gegen den VfL Osnabrück hat die Mienen bei der TuS aufgehellt, zumal die Mannschaft mit 15 Punkten den Sprung ins Mittelfeld geschafft hat.
Der Weg dahin war freilich ein steiniger. Gerade in der ersten Halbzeit ließen die Koblenzer vieles von dem vermissen, was ihnen zuletzt reichlich Komplimente eingebracht hatte. "Vielleicht war noch ein bisschen Verunsicherung da, weil wir in Offenbach nur einen Punkt geholt haben", mutmaßte Richter. Möglich, dass der Blick auf den Tabellenkeller manchen in seiner Schaffenskraft hemmte - vor allem aber fiel das fehlende Spielverständnis ins Auge. Viele Missverständnisse prägten den Beginn, kaum ein Pass fand den Weg in die Spitze. Lediglich in der neunten Minute zwang Fatmir Vata mit einem Linksschuss Osnabrücks Torwart Tino Berbig zu einer Glanztat, ansonsten versandeten etliche Angriffe.
Offensive Variante gewählt
Vielleicht waren die Koblenzer aber auch davon überrascht, dass sich der VfL keineswegs schüchtern und demütig präsentierte, sondern nach 20 Minuten immer besser ins Spiel fand. "Wir können froh sein, dass wir zur Pause nicht schon 0:2 in Rückstand gelegen haben", traf Richters Einschätzung bestens den Verlauf. Denn: Neben einem Pfostenschuss von Rouwen Hennings (24.) war TuS-Torwart Dennis Eilhoff mit zwei Glanztaten entscheidend daran beteiligt, dass die Partie später ein gutes Ende nahm.
Dabei hatte TuS-Trainer Uwe Rapolder eine sehr offensive Variante gewählt, um das Glück zu zwingen. Anel Dzaka rückte zunächst ins zentrale Mittelfeld, für ihn blieb Manuel Hartmann zunächst draußen. Daneben löste Martin Forkel wieder Joshua Grenier als rechten Verteidiger ab, wohl auch deshalb, weil seine Stärken in den Vorstößen über die Außenbahnen liegen. Das klappte nur bedingt, wie auch Kapitän Dzaka eingestand. "Bei den Kontern in der ersten Halbzeit haben wir nicht gut gestanden", beschrieb er das Durcheinander auf dem Platz noch diplomatisch.
Plötzlich waren die Fesseln gelöst
Dass Dzaka gegen seinen Ex-Club dann doch als Sieger vom Platz gehen konnte, lag zum einen an der fehlenden Konsequenz der Niedersachsen und zum anderen am Geistesblitz von Dragan Bogavac. Der Montenegriner übertölpelte in Zusammenarbeit mit Matej Mavric bei einem Freistoß in der 51. Minute die VfL-Abwehr zum 1:0.
Plötzlich waren die Fesseln gelöst, die TuS knüpfte zumindest in Ansätzen an die Leistungen der vergangenen Wochen an. Was wohl auch daran lag, dass Rapolder zu der gewohnten taktischen Formation zurückkehrte. "Wir haben es versäumt, das zweite Tor nachzulegen, deshalb mussten wir noch etwas zittern", gab Hartmann zu Protokoll. Aber zu zittern und zu jubeln war ihm gestern lieber als gut zu spielen und mit gesenktem Haupt in die Kabine zu trotten.
Sven Sabock - Foto: dpa
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html |
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