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RZ-Berichte zum Spiel gegen Offenbach

 
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chris
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BeitragVerfasst am: 04.04.2008, 10:53    Titel: RZ-Berichte zum Spiel gegen Offenbach Antworten mit Zitat

Bei Erfog gegen Offenbach ist Klas­sen­ver­bleib sicher

TuS will die letzten Zweifel ausräumen

Koblenz - Uwe Rapolder redet nicht lange um den heißen Brei herum. Mit Blick auf den Klas­sen­ver­bleib hat der Trainer von TuS Koblenz schon in der Win­ter­pause die Losung "je früher, desto besser" aus­gege­ben - und bereits heute Abend soll es so weit sein. "Wenn wir gegen Kickers Offenbach gewinnen, dürften wir eigent­lich durch sein", sagt Rapolder. Die Koblenzer hätten dann bereits 39 Zähler auf dem Konto, bei noch sieben aus­ste­hen­den Partien könnte die bislang sor­gen­freie Saison ohne großes Zittern beendet werden.

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Den Ball im Blick: TuS-Links­ver­tei­diger Marko Lomic ist heute im Heimspiel gegen Kickers Offenbach wieder als Vor­lagen­geber gefordert.

Noch ist es aller­dings nicht so weit, zumal die Gäste aus Offenbach keine Ver­anlas­sung haben, klaglos die Punkte abzugeben. "Wir werden hoch­kon­zen­triert sein müssen", nimmt der TuS-Coach seine Elf in die Pflicht, "das wird alles andere als ein Spa­zier­gang." Wobei es aber diverse positive Tendenzen gibt, die die Koblenzer im Vorfeld für sich rekla­mie­ren können.

Selbst­ver­trauen: Trotz des jüngsten 0:1 bei Tabel­len­füh­rer Mön­chen­glad­bach hat sich die Mann­schaft anno 2008 fast jede Woche ein bisschen mehr gefestigt. Die Koblenzer haben in der Rückrunde schon 14 Punkte ein­gefah­ren, ganz nebenbei konnten sich einige Reser­vis­ten wieder in den Fokus spielen. "Richter, Forkel oder auch Wib­lis­hau­ser", sagt Rapolder über seine Rou­tiniers, "sie haben ihre Chancen genutzt und bilden jetzt das Rückgrat der Mann­schaft." Logische Folge: das Trio wird auch gegen den OFC von Beginn an auf dem Platz stehen."

Sta­bilität: Acht Gegen­tref­fer in der Rückrunde sind ein Spit­zen­wert in der Liga, nur Hof­fen­heim hat bislang weniger Tore kassiert. Verant­wort­lich dafür ist auch Torwart Dennis Eilhoff, der zuletzt kon­tinu­ier­lich stark gehalten hat und Sou­ver­änität aus­strahlt. Nicht zu vergessen die "Doppel-Sechs", in der Manuel Hartmann als Taktgeber vor der Abwehr fungiert. "Wenn man die letzten 14 Spiele nimmt, haben wir sogar die beste Abwehr der Liga", rechnet Rapolder vor.

"Wir haben in dieser Woche sehr gut trainiert"

Tabel­len­kon­stel­lation: Bei derzeit elf Punkten Abstand nach unten können die Koblenzer ohne Ver­sagensängste den Weg nach vorne suchen - das sollte die nötige innere Ruhe geben, um die aus­wärts­schwa­chen Hessen aus den Angeln zu heben. "Wir haben in dieser Woche sehr gut trainiert", lobt Rapolder, der derzeit auch den ein oder anderen U 23-Akteur aus dem eigenen Nachwuchs in Augen­schein nimmt. Einziges Manko: Der Koblenzer Offensive geht derzeit die letzte Torgefahr ab, in der vor­ders­ten Linie fehlt mitunter die Kon­sequenz beim Abschluss. "Da muss mehr kommen", fordert der Trainer.

Ein Erfolg und der damit fast sichere Klas­sen­ver­bleib würden dem Trainer auch bei Gesprächen mit poten­ziel­len Neu­zugän­gen als Argu­men­tati­ons­hilfe dienen. "Ich sondiere den Markt", sagt Rapolder, der unter anderem nach jungen Akteuren Ausschau hält, die in der Bun­des­liga derzeit kaum zum Zuge kommen. "Wenn ein Akteur die Mög­lich­keit hat, Spiel­pra­xis zu sammeln, geht er auch in die Zweite Liga", weiß der TuS-Coach, "wir müssen bei unseren Planungen kreativ sein." In Zeiten knapper Kassen ein durchaus ver­nünf­tiger Ansatz.

Sven Sabock - Foto: Thomas Frey

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html


Zuletzt bearbeitet von chris am 07.04.2008, 11:11, insgesamt einmal bearbeitet
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chris
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BeitragVerfasst am: 06.04.2008, 12:19    Titel: Antworten mit Zitat

TuS Koblenz nur 1:1 gegen Offenbach

Vata-Freistoß rettet den Punkt

Koblenz - Die Koblenzer Him­melsstür­mer haben wieder Boden­haf­tung: Nach spie­lerisch magerer Vor­stel­lung reichte es für die TuS gegen Kickers Offenbach nur zu einem 1:1.

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Zähes Ringen um Ball und Punkte: Fatmir Vata (vorne) gelang zumindest noch der Ausgleich für Koblenz. Foto: Thomas Frey

Der Erbauung von Gladbach folgte die Ernüch­terung. Gegen Kickers Offenbach musste sich die TuS Koblenz mit einem 1:1 begnügen - und die Fans mit einer spie­lerisch schwachen Vor­stel­lung ihrer zuvor so hoch­gelob­ten Mann­schaft. "Wir müssen mit dem Remis zufrieden sein, weil wir heute einfach nicht zwingend genug gespielt haben", meinte der feh­ler­lose TuS-Torsteher Dennis Eilhoff. Den Offen­bachern habe man angemerkt, "dass sie noch jeden Punkt brauchen".

Bei der heim­star­ken Borussia noch für ihren cou­ragier­ten Auftritt und die zur Schau gestellte Fußball-Kultur gepriesen, rechnete ein jeder gegen die Offen­bacher Kickers mit der Bestäti­gung des spie­leri­schen Auf­wärt­strends.

Doch weit gefehlt. Von gestei­ger­tem Selbst­bewusst­sein und Kom­bina­tions­sicher­heit keine Spur. Allen positiven Vor­zei­chen zum Trotz agierten die Koblenzer in der Offensive viel zu über­has­tet - und damit zwangs­läu­fig auch unpräzise. Genügend Gele­gen­heit für TuS-Trainer Uwe Rapolder, seinem Bewe­gungs­drang Raum und Platz zu ver­schaf­fen. Gleich mehrfach sprang der ver­ärgerte Coach von seinem Stuhl auf. Steter Grund: Erneut hatten seine Mannen unter Umgehung jeglichen Spiel­ver­suchs mit hohen Bällen das Mit­tel­feld über­brückt. Vorne sollte dann just der klein­gewach­sene Fatmir Vata diese Bälle auch noch ver­nünf­tig ver­arbei­ten.

Die Folge war eine unü­ber­seh­bare Plan­losig­keit im TuS-Spiel. Dagegen ließen die Offen­bacher den Ball mitunter ganz ordent­lich laufen und traten den Gegen­beweis ihrer Aus­wärts­schwäche auch in Zahlen an. In der 34. Minute kam Ver­tei­diger Martin Hysky am Strafraum frei zum Schuss, Eilhoff konnte den abge­fälsch­ten Ball per Fußabwehr noch parieren, doch im Nach­schuss durfte Ana­sta­sios Agritis zum 1:0 für die Hessen ein­schie­ben. Zudem haderten die Offen­bacher mit Schieds­rich­ter Marc Seemann, der den Kickers einen Elfmeter ver­wei­gerte, als Andreas Richter Stürmer Suat Türker zu Fall gebracht hatte.

Rapolder erkannte das Mit­tel­feld­vakuum, nahm Martin Forkel heraus und Stürmer Nou­red­dine Daham rein (40.). Anel Dzaka rückte mehr in die Zentrale, sollte mithelfen, das aus dem Ruder gelaufene TuS-Spiel zu steuern.

Mit der Aufgabe indes war der Bosnier nicht lange beschäf­tigt. Nach 54 Minuten nahm Rapolder seinen Kapitän nach einer eher durch­wach­senen Leistung vom Feld. Ein klarer Fin­ger­zeig. Für Dzaka kam Kämp­fer­natur Rüdiger Ziehl. Vermisste der TuS-Coach die Lei­den­schaft im Spiel seiner Mann­schaft?

Nun, die TuS spielte in Durchgang zwei nicht besser, aber enga­gier­ter. Und erfolg­rei­cher. Weil im Spiel nichts zusam­men­lief, musste eine Stan­dard­situa­tion herhalten für den Koblenzer Ausgleich. Vata schlenzte einen Frei­stoß­ball aus 18 Metern unhaltbar in den Winkel (57.).

Der Partie fehlte weiterhin die Klasse, aber zumindest. gab's Tor­chan­cen. Offenbach werkelte weiter munter an der Ver­bes­serung der schlech­ten Aus­wärts­bilanz, einen Schuss von Oualid Mokhtari hielt Eilhoff klasse (68.). Auf der Gegen­seite verzog Ardijan Djokaj nach schöner Lomic-Vorarbeit nur knapp (73.). Am Ende durften sich ins­beson­dere Gerech­tig­keits­fana­tiker am 1:1 erfreuen.

Klaus Reimann

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/on/08/04/05/sport/r/tus-1.html
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chris
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BeitragVerfasst am: 07.04.2008, 10:27    Titel: Antworten mit Zitat

TuS-Kapitän zum wie­der­hol­ten Male aus­gewech­selt

Dzaka zeigt sich selbst­kri­tisch

Koblenz - Mund abputzen und den einen Punkt mitnehmen: So lässt sich das 1:1 von TuS Koblenz gegen Offenbach zusam­men­fas­sen, in dem die Elf von Trainer Uwe Rapolder nicht an die letzten starken Auftritte anknüpfen konnte. Auffällig: Nach 54 Minuten nahm der Trainer den Pub­likums­lieb­ling Anel Dzaka vom Platz.

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Eifrig, aber glücklos: TuS-Kapitän Anel Dzaka (Nummer 10) stürzt sich nach wie vor in jeden Zweikampf, schafft es derzeit aber nicht, dem Koblenzer Offen­sivspiel ent­schei­dende Impulse zu verleihen.

So ähnlich muss es wohl sein, wenn eine Boy-Group ihren großen Auftritt hat. Da schlapp­ten also die müden Kicker von TuS Koblenz aus den Kata­kom­ben des Stadions Oberwerth und wurden von einem lauten Gekrei­sche empfangen. Im Mit­tel­punkt des Ganzen stand wieder einmal jener Mann, der sich in den letzten drei­ein­halb Jahren in die Herzen der Fans gespielt hat. "Anel", schrillte es immer wieder von den zahl­rei­chen ver­zück­ten Mädels vor der Haupt­tribüne, "ein Foto". Und der TuS-Kapitän ließ sich natürlich nicht lumpen: Hier eine Unter­schrift auf ein T-Shirt, dort ein Lächeln in die reihum gezückten Foto-Handys. Keine Frage, der Koblenzer "Zehner" steht bei den Anhängern hoch im Kurs, das 1:1 gegen Offenbach war bei den Teenies am Freitag nur ein Ran­daspekt.

Uwe Rapolder konnte die Jube­larien um den Koblenzer Vorzeige-Fußballer offenbar nicht ganz teilen - was man durchaus nach­voll­zie­hen konnte. Nach 54 Minuten hatte der TuS-Trainer den 27-Jährigen nach einem unter dem Strich schwachen Auftritt vom Platz genommen, zwei­fel­los mehr als eine gewöhn­liche Aus­wechs­lung. "Er hat großen Anteil daran, dass die TuS da steht, wo sie jetzt steht", sagte Rapolder später - ehe das Aber kam: "In der Summe muss von ihm mehr kommen."

"Ich weiß, dass ich mehr kann"

Keine Frage, der Coach weiß, was er an seinem "Zehner" hat, unter Arten­schutz stellt er Dzaka indes nicht (mehr). "Ich habe ihm immer den Rücken gestärkt", so Rapolder, der von dem Koblenzer Pub­likums­lieb­ling freilich auch mehr als von anderen verlangt. Wie wichtig der Kapitän für die TuS ist, zeigt allein schon dessen Viel­sei­tig­keit. Ob im defen­siven Mit­tel­feld, als hängende Spitze oder auf der Außenbahn - der Bosnier hat in dieser Saison schon so ziemlich überall gespielt. Und Dzaka nimmt die diversen Ver­set­zun­gen klaglos hin. "Ich stelle mich in den Dienst der Mann­schaft, das ist das Ent­schei­dende", betont er immer wieder.

Mög­licher­weise ist zwischen all den Posi­tions­wech­seln die Form auf der Strecke geblieben. In den letzten vier Partien musste Dzaka stets vorzeitig vom Feld. Nur ein Indiz dafür, dass es in dieser Saison nicht so recht läuft - trotz vier Toren und drei Vorlagen. "Ich weiß, dass ich mehr kann", räumt der Kapitän selbst­kri­tisch ein. Verbale Attacken sind ohnehin nicht sein Ding. Klar sei er frus­triert, dass er aus­gewech­selt wurde, "aber der Trainer wollte eben noch einen frischen Mann für die Offensive bringen". Das war am Frei­tag­abend Rüdiger Ziehl, der nicht eben als fili­gra­ner Vor­lagen­geber gilt ...

"Der eine Punkt ist für uns ganz wichtig"

Sei's drum: Es spricht für Dzaka, dass er wieder einmal das Kollektiv in den Vor­der­grund rückte. "Der eine Punkt ist für uns ganz wichtig", lobte er die Stei­gerung der TuS nach der Pause. Dass zuvor wenig zusam­men­gelau­fen war, lag freilich vor allem an den untaug­lichen Mitteln, mit denen die Koblenzer den OFC aus den Angeln heben wollten. Hohe Bälle auf den klein gewach­senen Fatmir Vata trieben Trainer Uwe Rapolder mehrfach die Zor­nes­röte ins Gesicht. Mit­ten­drin in der all­gemei­nen Kon­zept­losig­keit: Anel Dzaka, der derzeit zu sehr mit seiner eigenen Leistung beschäf­tigt ist, statt seiner Rolle als Führungs­per­sön­lich­keit bei der TuS gerecht werden zu können.

Viel­leicht fehlt es aber einfach nur an einem Erfolgs­erleb­nis. Wie zum Beispiel gleich zu Beginn der Partie, als Dzaka nach einer Herein­gabe von Ardijan Djokaj nur um Zen­time­ter am 1:0 vor­bei­rutschte. Es wird dem Koblenzer Kapitän gut getan haben, dass die Fans hernach trotzdem lauthals "ihren" Anel feierten.

Sven Sabock

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
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BeitragVerfasst am: 07.04.2008, 10:28    Titel: Antworten mit Zitat

TuS Koblenz - Kickers Offenbach 1:1 (0:1)

Die TuS-Spieler in der Ein­zel­kri­tik

Dennis Eilhoff: Der TuS-Torwart sah vor dem Eckball, der zum 0:1 führte, schlecht aus - Eilhoff trat über das Leder. Aber: Ursache war ein Platz­feh­ler, ansonsten war der 25-Jährige bei den wenigen Chancen der Gäste auf dem Posten.

Du Ri-Cha: Weil die TuS in der Abwehr nur mit einer Drei­erkette agierte, beschränkte sich der Koreaner als rechtes Glied der Abwehr­for­mation über­wie­gend auf seine Defensiv-Aufgaben. Geringe Feh­ler­quote, ordent­lich.

Branimir Bajic: Bester Koblenzer gegen Offenbach. Glänzte durch gutes Stel­lungs­spiel, war im Abwehr­zen­trum jederzeit Herr der Lage.

Andreas Richter: Hatte anfangs gegen OFC-Stürmer Suat Türker Probleme, fand dann aber seinen Rhythmus. Mühte sich nach der Pause um mehr Präzision im Spie­lauf­bau.

Frank Wib­lis­hau­ser: Kam in der ersten Halbzeit kaum in die Zwei­kämpfe, konnte dem Koblenzer Spiel ent­spre­chend wenig Impulse verleihen. Nach der Ver­set­zung auf die linke Defen­siv­seite deutlich besser.

Manuel Hartmann: Es kann für den 24-Jährigen nicht immer so glänzend laufen wie in den ver­gan­genen Wochen. Hatte einige Stock­feh­ler in seinen Aktionen.

Martin Forkel: Ein durch­wach­sener Auftritt des Flü­gel­spie­lers. Konnte auf der rechten Seite wenig Impulse setzen, wurde schon vor der Pause aus­gewech­selt.

Marko Lomic: Der Serbe hat wohl die fili­gran­ste Ball­behand­lung in der TuS-Elf. Schau­felte aller­dings etliche unplat­zierte Bälle entweder ohne Druck in den Strafraum oder hinter das Tor.

Anel Dzaka: Der TuS-Kapitän müht sich, aber dem "Zehner" gelingt derzeit nicht viel. Hatte gleich in der ersten Minute Pech, als er um Zen­time­ter am 1:0 vor­bei­rutschte.

Fatmir Vata: In der ersten Halbzeit als Ball­ver­tei­ler häufig zu hektisch. Ansch­ließend besser, allein sein Frei­stoßtref­fer war das Ein­tritts­geld wert.

Ardijan Djokaj: Wurde auf dem Weg zum Tor gleich dreimal von einer falschen Abseits­ent­schei­dung des Schieds­rich­ters gestoppt. Noch der gefähr­lichste TuS-Angreifer.

Nou­red­dine Daham: Kam nach 40 Minuten ins Spiel, konnte seine Ein­wechs­lung nur bedingt recht­fer­tigen.

Rüdiger Ziehl: Nach seiner Ein­wechs­lung als solider Zwei­kämp­fer unterwegs.

Gabriel Fernandez: Durfte zwölf Minuten mit­spie­len.

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-2.html
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BeitragVerfasst am: 07.04.2008, 11:08    Titel: Antworten mit Zitat

Lethargie statt Leidenschaft

Sand im Getriebe beim Remis gegen Offenbach

KOBLENZ. Wenigstens in dem Punkt sind sich die TuS-Akteure dann doch noch einig geworden. Dem Freistoßtor von Fatmir Vata zum 1:1 gegen Kickers Offenbach war ein Disput zwischen dem kleinen Albaner und Marko Lomic vorausgegangen. Ursprünglich wollte Lomic seinem Kollegen Vata das Erstrecht auf einen Freistoßkick "abkaufen", indem er dem Stürmer anbot, er könne dann ja den nächsten schießen. Zum TuS-Glück setzte sich Vata durch und bescherte seinen Farben mit seinem zweiten, direkt verwandelten Freistoß in dieser Spielzeit zumindest einen Teilerfolg.

Ansonsten schienen sich die TuS-Spieler über 90 Minuten hinweg nicht darüber im Klaren zu sein, wie sie des Gegners durchaus verwundbarer Abwehr beikommen sollten. Eine weitgehende Mittelfeldbrache führte zu einem veritablen Systemausfall im Spielaufbau der Koblenzer. Weit und hoch statt passgenau und flach, so sahen die recht überschaubaren Angriffsversuche der Gastgeber über weite Strecken aus. Folglich gefiel TuS-Coach Uwe Rapolder die Art und Weise überhaupt nicht, mit der seine Akteure den von ihm gepriesenen und geforderten Systemfußball immer wieder ignorierten. "Unser Vertikalspiel war heute schlecht, wir standen viel zu defensiv. Außerdem waren wir einfach zu lethargisch", monierte der Übungsleiter.

Frank Wiblishauser, in Gladbach noch einer der stärksten TuS-Akteure, kam gegen Offenbach überhaupt nicht ins Spiel. Anel Dzaka, so scheint's, kommt erst gar nicht in diese Saison herein. Und weil "Mr. Zuverlässig" Manuel Hartmann diesmal auch noch etliche Stockfehler in sein Spiel einbaute, war's um das kreative Moment im Koblenzer Spiel - von fünf starken Anfangsminuten abgesehen - geschehen.

Über die Gründe vermochte auch Rapolder nur zu spekulieren. Als der in dem Punkt ziemlich ratlose Trainer auch noch auf den "schlechten Rasen" auf dem Oberwerth zu sprechen kam, war eigentlich schon alles gesagt. Genauso gut hätte er auch atmosphärische Störungen oder ein schlechtes Karma ins Feld führen können.

Immerhin habe seine Mannschaft Moral bewiesen und sei zum siebten Mal in dieser Spielzeit nach einem Rückstand nochmal zurückgekommen. Gleichwohl konnte Rapolder "eine gewisse Ernüchterung" nach dieser mageren Vorstellung nicht verhehlen.

Mager ist auch das Stichwort für den Auftritt von TuS-Kapitän Dzaka. Eifrig und mannschaftsdienlich wie eh und je, blieb der Bosnier - wie schon so oft in den vergangenen Wochen - spielerisch nahezu alles schuldig. Nach 54 Minuten war der Arbeitstag für Dzaka beendet. Rapolder nahm seinen "Zehner" vom Feld und wechselte Rüdiger Ziehl ein. Ein Kämpfer für eine auf dem Papier eher kreative Kraft. Dzaka nahm es äußerlich gelassen. Natürlich hätte er lieber weitergespielt. "Aber ich werde weiter an mir arbeiten und Gas geben", versprach der Kapitän. Es lief einfach nicht an diesem Tag. Nicht für ihn und nicht für die Mannschaft. Klaus Reimann

Quelle: Rhein-Zeitung - 07.04.2008
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BeitragVerfasst am: 07.04.2008, 11:09    Titel: Antworten mit Zitat

Andersen gefällt nur das Ergebnis nicht

Offenbachs Trainer sieht seine Mannschaft auf dem richtigen Weg - Moses Sichone ereifert sich

KOBLENZ. Offenbachs Abwehrspieler Nico Bungert sagte es freiweg: "Ich habe auf der Anzeigentafel gesehen, dass es 1:0 für Hoffenheim stand, und gedacht, dass ein Punkt jetzt gut für uns wäre." Ein durchaus nachvollziehbares Kalkül, denn nach dem Remis in Koblenz haben die Kickers ihren Abstand zum 1. FC Kaiserslautern auf sechs Punkte ausbauen können. Keine Frage, das Unentschieden auf dem Oberwerth hilft den Hessen auf dem Weg zum Klassenverbleib zumindest ein kleines Stückchen weiter. "Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen", meinte OFC-Präsident Dieter Müller.

Anders als sein Schützling gab sich Trainer Jörn Andersen später eher zurückhaltend: "Ich habe zwar mitbekommen, wie es in Lautern stand, aber nicht weiter da-rauf reagiert. Die Mannschaft sollte so weiterspielen wie bisher." Nur das Ergebnis sei wieder einmal enttäuschend gewesen. "Wir haben zum dritten Mal in Folge mit 1:0 geführt und trotzdem nicht gewonnen." Seit dem ersten Spieltag, als dem OFC ein Erfolg in Paderborn gelang, wartet man am Main auf einen Auswärts-Dreier, "aber einmal wird es uns in den verbleibenden vier Auswärtsspielen schon noch gelingen."

Ein wenig haderte Jörn Andersen auch mit Marc Seemann, der seiner Mannschaft nach einem vermeintlichen Foul an Suat Türker einen Elfmeter verweigert habe. "Wenn es der Schiedsrichter nicht sieht, dann pfeift er auch nicht", zeigte er jedoch mehr Verständnis für den Unparteiischen als Abwehrspieler Moses Sichone, der nicht nur gesehen hatte, "wie Suat umgehauen wurde", sondern auch die Freistoßentscheidung anzweifelte, die Fatmir Vatas Freistoßtor zum Koblenzer Ausgleich vorausgegangen war. "Der Ball ist auf meine Schulter gefallen. Ein Witz, so etwas zu pfeifen", erregte sich Sichone und trauerte drei Punkten nach, "die wir hier unbedingt holen wollten".

Zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen bemängelte zwar auch Anestis Agritis, aber das 1:1 bewertete er positiv. "Sehr zufrieden" fühle er sich sogar, gab der Torschütze des OFC zu Protokoll und kündigte einen Kampf um einen Stammplatz an: "Ich will meine Chance." Schließlich sind Tore bekanntermaßen nicht die schlechtesten Argumente. Edgar Benz

Quelle: Rhein-Zeitung - 07.04.2008
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BeitragVerfasst am: 08.04.2008, 09:15    Titel: Antworten mit Zitat

Spannung soll erhalten erhalten bleiben

TuS-Trainer Rapolder setzt Reiz­punkte

Koblenz - Spätes­tens am Sonn­tag­abend dürfte die ver­hal­tene Ernüch­terung im Lager von TuS Koblenz endgültig verflogen sein. Nach dem 1:1 gegen Kickers Offenbach bleibt in der Tabelle fast alles beim Alten, durch die glatte 0:3-Nie­der­lage des SV Wehen Wiesbaden beim FSV Mainz 05 ist sogar Platz sieben nach wie vor in Reich­weite.

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Will sich neu beweisen: Martin Forkel (links, im Duell mit Thorsten Judt) wurde gegen den OFC früh aus­gewech­selt.

Auch Uwe Rapolder wird das erfreut regis­triert haben, der Blick auf die Tabelle ist für den TuS-Trainer in der Regel aber nur ein Ran­daspekt. Vielmehr treibt den Coach im Nachklapp der Partie gegen den OFC um, dass er bei manchem Akteur im Kader eine Sta­gna­tion aus­gemacht hat. "Ich hatte gehofft, dass sich der ein oder andere schneller ent­wickeln würde", sagte Rapolder, ohne dabei Namen nennen zu wollen. Mög­licher­weise meint er damit Gabriel Fernandez, der zwar eine starke Rück­run­den-Vor­berei­tung abge­lie­fert hat, offenbar aber noch Ein­gewöh­nungs-Probleme hat. Dass Rapolder zu Beginn der zweiten Halbzeit den technisch ver­sier­ten Argen­tinier zunächst auf der Bank ließ und statt­des­sen den Zwei­kämp­fer Rüdiger Ziehl ins Rennen schickte, ist ein Indiz dafür, dass der TuS-Coach mit den jüngsten Leis­tun­gen des Tech­nikers nicht wirklich zufrieden ist.

Die Ein­stel­lung stimmt

"Ich wünsche mir einfach, dass jeder von den Spielern versucht, seine Schwächen abzu­stel­len und gleich­zei­tig an seinen indi­vidu­ellen Mög­lich­kei­ten arbeitet", sagt Rapolder mit Blick auf die nächsten Wochen, in denen er wohl noch häufiger derlei Reiz­punkte setzen wird, um seine Kicker zu kitzeln. Denn: Der Verweis auf den Abstiegs­kampf inklusive Exis­tenzangst greift nicht mehr. Vielmehr kann sich die TuS in den aus­ste­hen­den sieben Partien darauf kon­zen­trie­ren, die aktuelle Plat­zie­rung zu ver­tei­digen - eine durchaus angenehme Situation. "Es ist mir lieber, die Spannung auf­recht­erhal­ten zu müssen als unter richtigem Druck zu stehen", so Rapolders Prämisse.

Fest steht: Die Ein­stel­lung stimmt. Obwohl am Freitag vieles Stückwerk war, riss sich die Mann­schaft nach der Pause zusammen und verdiente sich den Punkt. "Wir haben gegen Offenbach Moral gezeigt", merkte Martin Forkel an. Der Mit­tel­feld­mann ließ sich im Übrigen seinen Frust nicht anmerken, obwohl die Partie für ihn per­sön­lich eher ein Rück­schritt war. Der 28-Jährige wurde schon nach 40 Minuten aus­gewech­selt, "ich muss das akzep­tie­ren", sagt Forkel zäh­neknir­schend. Ihm dürfte es vor der Partie in Osnabrück sicher nicht an Trai­ningsei­fer mangeln.

Sven Sabock - Foto: Thomas Frey

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BeitragVerfasst am: 08.04.2008, 09:16    Titel: Antworten mit Zitat

Einwurf

Vom Fan zur Nummer eins

Sven Sabock blickt auf den 27. Spieltag zurück

0:3 im Kel­ler­duell. 22 Punkte nach 27 Runden, dabei nur 20 Tore erzielt: Dies ist die Schre­ckens­bilanz des SC Paderborn, der bereits sieben Spieltage vor Schluss die traurige Gewiss­heit hat, ab sofort für die Dritte Liga planen zu müssen. Rein rech­nerisch ist für den Tabel­len­letz­ten freilich noch alles möglich - aber wie sollen jetzt fünf Siege gelingen, wenn es bis dato nur zu vier Erfolgen gereicht hat? Nein, man muss kein allzu großer Experte sein, um sich auf den ersten Zweitliga-Absteiger der Saison 2007/2008 fest­zule­gen.

Anders sieht es da schon um den FC Carl Zeiss Jena aus, der plötzlich wieder berech­tigte Hoffnung hat, eine Chaos-Saison inklusive zweier Trainer-Ent­las­sun­gen doch noch zu einem guten Ende zu führen. Drei Siege in Folge haben den Abstand auf das rettende Ufer von elf auf sechs Punkte schrump­fen lassen. Und die Thüringer spielen noch gegen alle direkten Kon­kur­ren­ten aus dem Tabel­len­kel­ler. Tot­gesagte leben bekannt­lich länger ...

Während also in Jena die Hoffnung lebt, wird in St. Pauli gefeiert - und zwar richtig. Ver­ständ­lich, denn selbst im Freu­den­haus der Liga gibt's nicht alle Tage ein 5:0 zu bejubeln. In der Vorwoche noch aus­gerech­net in Paderborn vor­geführt, meldeten sich die Kiez-Kicker ein­drucks­voll zurück.

Ganz nebenbei gab's am Mil­lern­tor auch noch die Episode um Benedikt Pliquett. Den jungen Mann kannten bislang freilich nur die ein­gefleisch­ten St. Pauli-Anhänger. Noch in der Vorwoche stand er nämlich mitten im Fanblock, ehe er am Sonntag nicht ganz über­raschend befördert wurde: Weil Torwart Patrik Borger zuletzt chronisch schwächelte, ist Pliquett nun die Nummer eins beim Hamburger Kult-Klub. Ver­ständ­lich, dass er nach seinem feh­ler­freien Debüt gegen Freiburg zwischen den Pfosten ein paar Tränen ver­drückte. Die Ree­per­bahn ist eben ein Platz für große Gefühle.

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