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RZ-Berichte zum Spiel gegen Mainz

 
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chris
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BeitragVerfasst am: 02.02.2008, 14:55    Titel: RZ-Berichte zum Spiel gegen Mainz Antworten mit Zitat

TuS-Koblenz: Im Derby haben Details große Bedeutung

Koblenz - Uwe Rapol­der ist leicht ver­schnupft, aber dennoch gut gelaunt. Von Vor­start-Ner­vosität ist beim Trainer von TuS Koblenz nichts zu spüren, eher von Vor­freude. Vorbei ist die Zeit des Testens, vorbei sind die bis­wei­len öden Tage des Trai­nings­lagers.

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Vor­sich­tiger Blick nach oben: Vor dem Rück­run­den­auf­takt der Zweiten Liga ist TuS-Trainer Uwe Rapol­der guter Dinge, den Verein im Profi-Fußball zu eta­blie­ren - er warnt aber auch vor einer über­zoge­nen Erwar­tungs­hal­tung.

Es wird wieder ernst für den Fußball-Zweit­ligis­ten, noch dazu steht am Kar­nevals­sonn­tag das stim­mungs­volle Derby gegen den FSV Mainz 05 auf dem Pro­gramm. Was gibt's Schö­neres zum Auf­galopp ins neue Jahr?.

Dass Rapolder vergleichsweise gelassen auf den Rück­run­den­auf­takt blickt, liegt vor allem an den erfreu­lichen Ein­drü­cken aus den letzten Übungs­ein­hei­ten. Zuletzt wurde die Mann­schaft sogar vor­zei­tig aus der Klausur in Bad Ber­trich ent­las­sen. Kör­per­lich sind die Grund­lagen geschaf­fen, bis zum Sonntag kommt der men­talen Ebene die ent­schei­dende Bedeu­tung zu. "Wichtig ist, dass alle klar im Kopf sind", sagt Rapol­der und meint damit jene Tugen­den, die nach seiner Meinung gegen den Tabel­len­zwei­ten ent­schei­dend sein werden: Lei­den­schaft, tak­tische Dis­ziplin, Feh­ler­mini­mie­rung, Kon­zen­tra­tion.

Weil das bekann­ter­maßen Aspekte sind, denen auch Rapol­ders Trai­ner­kol­lege Jürgen Klopp große Bedeu­tung bei­misst, zeich­net sich ein Spiel ab, in dem Klei­nig­kei­ten den Aus­schlag geben werden. "Wir werden nicht noch einmal ins offene Messer laufen", blickt der TuS-Coach nur kurz auf das 4:1 der Mainzer zum Sai­sonauf­takt, als die Koblen­zer prak­tisch mit wehen­den Fahnen am Bruch­weg unter­gegan­gen waren. Dieses Sze­nario ist am Sonntag eher nicht zu erwar­ten. Die TuS ist in den letzten fünf Spielen vor der Win­ter­pause viermal ohne Gegen­tref­fer geblie­ben und hat sich gerade in der Rück­wärts­bewe­gung ver­bes­sert.

Insofern wird der Koblenzer Chefcoach den schma­len Grat zwi­schen Risi­kobe­reit­schaft und Sicher­heits­den­ken finden müssen. "Es ist nicht unsere Art auf Unent­schie­den zu spielen, so etwas geht meis­tens schief", sagt Rapol­der, der aber auch weiß, dass sich alle Mann­schaf­ten nach einer Pause "erst einmal suchen und finden müssen". Ver­ständ­lich, wer will schon mit einer Nie­der­lage und den unschö­nen Neben­wir­kun­gen ins neue Jahr starten.

Inso­fern kann ein kleines Detail viel­leicht zum ent­schei­den­den Vorteil für die Koblen­zer werden. In Mainz wurde nämlich unter der Woche die Beschaf­fen­heit des Balls zum Thema gemacht. "Jeder Ball hat seine Eigen­hei­ten, doch der unter­schei­det sich am dra­matischs­ten von allen anderen", kann 05-Trainer Klopp dem Spiel­gerät nicht viel abge­win­nen. Ange­sichts der bis­wei­len kurio­sen Flu­gei­gen­schaf­ten des Leders geht der 05-Trainer sogar noch einen Schritt weiter und fordert einen ein­heit­lichen Liga-Ball. Aber: Um auch in diesem Bereich eine Gleich­heit der Waffen zu schaf­fen, wurde in Mainz mit bau­glei­chen Model­len geprobt. Vor dem Derby wollen alle Betei­lig­ten nichts dem Zufall über­las­sen.

(sab)

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/on/08/02/02/sport/fussball/t/rzo398355.html


Zuletzt bearbeitet von chris am 05.02.2008, 16:00, insgesamt einmal bearbeitet
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Dr. Socrates
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BeitragVerfasst am: 02.02.2008, 19:12    Titel: Antworten mit Zitat

Es gab auch im Sportteil eine m.E. schöne Geschichte über Ludwig Scherhag, immerhin ehemaliger Amateurnationalspieler bei der Tus, der später auch für die 05er gespielt hat. Und irgendwie aufschlussreich, warum er weder aufs Oberwerth geht, noch einen Sieg für die Tus tippt. Soviel zum Umgang mit ehemaligen Größen (das ist aber jetzt kein aktueller Vorwurf, sondern reicht weit zurück).
Ich bin halt persönlich ein bisschen involviert, weil ich den "Ludde" ganz gut kannte und mit ihm seinerzeit glorreich auf der besten aller Realschulen (Clemens-Brentano) die Mittlere Reife erlangt habe. In unserer Abschlussklasse waren mit Armin Diel und Willi Ritz weitere kommende Tus-Aktive und weil auch noch der Rot-Weiß-Heroe Peter Reuter (Gott hab ihn selig) dabei war, brauchten die 4 Jungs damals für die obligatorischen Matches zwischen 2 Klassen lediglich noch einen guten Torhüter und 6 weitere als "Füllmaterial" dienende Klassenkameraden, um alles an die Wand zu spielen.
Those were the Days, my friends.

Gruß Doc
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chris
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BeitragVerfasst am: 03.02.2008, 12:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hier ist der Artikel:

Scherhag tippt auf die Mainzer

Traditionsduelle zwischen der TuS und dem FSV liegen lange zurück

KOBLENZ. Lang ist es her, dass das Team des Fußball-Zweitligisten FSV Mainz 05 zu einem Auswärtsspiel nach Koblenz musste. Weil TuS Koblenz fast 30 Jahre lang in der einen oder anderen Klasse unterhalb der 05er spielte, ist dieser Südwest-Klassiker der 50er, 60er, 70er in Vergessenheit geraten.

Der letzte namhafte Spieler, der in gemeinsamen Zeiten bei beiden Klubs aktiv war, ist heute 54 Jahre alt: Ludwig Scherhag, gebürtiger Koblenzer, 05-Spielmacher und Torschütze beim gewonnenen Endspiel um die Deutsche Amateurmeisterschaft 1982, Monate später als erster 05er Torschütze des Monats.

"Die älteren meiner Kameraden haben immer erzählt, dass die Spiele gegen Mainz einst die Highlights der Saison waren", erinnert sich Scherhag, der 1980 von TuS Neuendorf nach Mainz wechselte. "Mit einem aus der alten Mainzer Garde, Herbert Scheller, habe ich noch zusammen gespielt. Der kannte die alten Rivalitäten. Die habe ich nicht erlebt."

Den ersten Kontakt zu den 05ern, für die Scherhag bis 1984 in 111 Oberligaspielen 35 Tore schoss, hatte er in der Zweitliga-Aufstiegsrunde 1978. Neuendorf gewann beide Spiele gegen Mainz, Scherhag traf in beiden Spielen. Den Aufstieg verpassten beide Mannschaften. Zwei andere Duelle auf dem Koblenzer Oberwerth, beide lange vor Scherhags Zeiten, waren entscheidender. Im Jubiläumsjahr 1955 steckten die 05er ganz tief im Abstiegskampf. Drei Spiele standen noch an: Kaiserslautern auswärts, Neuendorf auswärts, Worms zu Hause. Drei Spitzenteams. Realistisch gesehen: null Punkte. Auf dem Betzenberg hatten die Mainzer Pech. Sie verschossen einen Elfer und verloren erst in der Schlussminute 1:2.

Und weil in Koblenz, wo es im Vorjahr im dichten Nebel eine 3:8-Packung gegeben hatte, garantiert nichts zu holen sein würde, bereiteten sich die Mainzer auf ein Endspiel gegen Worms vor. Tatsächlich begann das Spiel in Koblenz schlecht: Eigentor in der 1. Minute. Ausgerechnet der in Koblenz geborene Verteidiger Alfred Höfer überforderte seinen Torwart mit einem missglückten Rückpass. Wenig später das 0:2. Trainer Gerd Higi mahnte zur Schadensbegrenzung. Aber dann: Anschlusstreffer. Neuendorf wankte. Karl-Heinz Wettig, die große 05-Legende der 50er, machte ein Riesenspiel und glich zehn Minuten vor Schluss aus. Franz Mattes, der erfahrene Torjäger aus Weisenau, traf dann sogar noch per Fallrückzieher zum sensationellen 3:2.

Ein Jahr später revanchierten sich die Koblenzer mit einem glatten 4:0. So sah die Normalität aus in den 50ern. Aber nicht mehr lange. 1959 stieg die TuS ab. Das entscheidende Spiel: eine 3:4-Heimniederlage gegen Mainz 05. Die Entscheidung: ein Eigentor des Neuendorfer Stoppers Severin Sorger in der vorletzten Minute. Ein Jahr später waren die Koblenzer wieder da, aber der kaum schlagbare Angstgegner wurden sie nie wieder.

In den 80ern spielte Koblenz beim zweiten Zusammenbruch der 05er binnen weniger Jahre eine Rolle. Jürgen Jughard, der Vorsitzende und Mäzen der 05er, kam bei Koblenz auf der Autobahn ums Leben. Jughard hatte die 05er massiv verstärkt, unter anderem mit Scherhag, den er aus seiner Zeit im TuS-Vorstand kannte. Die Mainzer blieben auf einem gewaltigen Schuldenberg sitzen. "Für die Spieler war das ein schwerer Schlag", sagt Scherhag. "Einzelheiten kannte ja keiner. Wir hatten Erfolg, und darum ging es ja."

Im Stadion "Am Oberwerth" wird Scherhag an diesem Sonntag nicht sein. "Wenn, dann wäre ich im Mainzer Block", sagt er. "Ich habe zwar länger für Koblenz gespielt, aber Mainz 05 hat sich auch nach meiner aktiven Zeit noch vorbildlich verhalten." Scherhags Tipp: 2:0 für Mainz 05. Christian Karn

Für die Partie am Sonntag gibt es noch rund 1500 Karten an der Tageskasse.

Quelle: Rhein-Zeitung
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chris
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BeitragVerfasst am: 04.02.2008, 11:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hartmanns erstes Saisontor bügelt Eilhoff-Patzer aus

TuS mit Moral zum Remis

Koblenz - 1:1 zwischen TuS Koblenz und dem FSV Mainz 05. Eine Punk­tetei­lung zum Rück­run­den­auf­takt, mit der beide Seiten gut leben können.

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Packender Zweikampf zwischen dem Koblenzer Angreifer Noureddine Daham (links) und dem Mainzer Innenverteidiger und Torschützen Neven Subotic. Fotos: Tom Frey

Ein Punkt für jede Seite, gefolgt von einer um sich grei­fen­den Zufrie­den­heit - da war dann schon mal Zeit für eine den tollen Tagen ange­mes­sene kar­neva­lis­tische Einlage. Als TuS-Trainer Uwe Rapolder dem Mainzer Kon­tra­hen­ten nach dem 1:1 alles Gute für den Rest der Saison wünschte und pro­phe­zeite, dass man sich in der kommenden Spielzeit wohl nicht mehr sehen werde, wollte der gut auf­gelegte Mainzer Trainer Jürgen Klopp die Vorlage bewusst miss­ver­ste­hen und konterte: "Ihr schafft das schon, ihr steigt nicht ab", meinte "Kloppo" grinsend und hatte die Lacher auf seiner Seite.

Die Punk­tetei­lung zum Rück­run­den­auf­takt tat der guten Laune und dem Selbst­bewusst­sein der Mainzer keinen Abbruch. "Als Auf­stiegs­anwär­ter haben wir den Anspruch, spitze zu sein. Gegen Fürth müssen wir jetzt zeigen, wie stark wir wirklich sind", blickte Markus Feulner schon auf die kommende Aufgabe.

Klopp: "Relativ gutes Spiel mit relativ viel Ball­besitz"

Gegen Koblenz blieb bei den 05ern vieles im Ansatz stecken. Klopps Wortwahl bei der Spie­lana­lyse offen­barte dann auch eine Zufrie­den­heit mit Abstri­chen. "Wir haben ein relativ gutes Spiel mit relativ viel Ball­besitz abge­lie­fert. Aller­dings haben wir aus unseren vielen Offen­sivak­tio­nen zu wenig gemacht."

Mainz offensiv zu harmlos

In der Tat bestand bei den Gästen ein akuter Mangel an tor­gefähr­lichen Aktionen. Neu­erwer­bung Isaac Boakye war im Sturm­zen­trum zumeist auf sich alleine gestellt, der Spie­lauf­bau geriet so manches Mal ins Stottern. Kein Wunder, das Fehlen so spiel­star­ker Kräfte wie Felix Borja oder Chadli Amri und der kurz­fris­tige Ausfall von Miroslav Karhan waren nicht zu kom­pen­sie­ren.

So resul­tierte die Führung der Mainzer denn auch aus einer sich mani­fes­tie­ren­den Mainz-Phobie bei TuS-Torsteher Dennis Eilhoff. Bei zwei, drei Gegen­toren schon maß­geb­lich beteiligt, als die Koblenzer beim Sai­sonauf­takt mit 1:4 am Bruchweg unter­gin­gen, patzte Eilhoff auch gestern wieder punkt­genau.

Nach Eilhoff-Patzer kurze Schock­starre bei der TuS

05-Ver­tei­diger Neven Su-botic hatte nach einem harmlosen Schüss­chen gen TuS-Kasten schon wieder den Rück­wärts­gang eingelegt, als die Mit­spie­ler plötzlich jubelnd auf ihn einstürz­ten. Eilhoff hatte den Ball doch tatsäch­lich durch die fang­berei­ten Finger gleiten lassen (10.).

Nicht nur Uwe Rapolder befürch­tete ange­sichts dieser Szene und mit Blick aufs Hinspiel erneut Schlimmes. Doch die TuS fand nach etwa zehn­minüti­ger Schock­starre ins Spiel zurück. "Da haben wir Moral bewiesen", kon­sta­tierte Rapolder. Mainz presste zwar weiter gut und ließ der TuS kaum Raum zur Ent­fal­tung, doch eine feine Ein­zel­leis­tung war es, die Koblenz zurück in die Partie brachte.

Mit seinem ersten Pflicht­spiel­tref­fer für die Koblenzer münzte Manuel Hartmann die gute Moral in Zählbares um. "Der Trainer hat mich ermutigt, mal was zu wagen, einen Spieler aus­stei­gen zu lassen und drauf­zuhal­ten", beschrieb Hartmann die Szene nach 35 Minuten, als der Mit­tel­feld­mann eben genau das beher­zigte und aus 18 Metern unhaltbar für 05-Torwart Daniel Ischdonat einschoss.

Zufrie­den­heits-Abstriche bei beiden Teams

Nichts nutzte den Mainzern zum guten Schluss der Umstand, die Spie­lan­teile in Durchgang zwei noch weiter zu ihren Gunsten ausgebaut zu haben. Die beste Chance hatten sogar die Koblenzer, doch Anel Dzakas Schuss aus fünf Metern strich knapp übers Tor der 05er (75.).

Blieb noch eine erwäh­nens­werte Szene. Als TuS-Ver­tei­diger Branimir Bajic in der Nach­spiel­zeit Gelb-Rot sah, tobte Rapolder am Spiel­feld­rand und war auch eine halbe Stunde später kaum zu beruhigen: "Das war völlig über­flüs­sig und schadet der Mann­schaft nur." Abstriche bei der Zufrie­den­heit gab's also nicht nur bei den Mainzern.

Klaus Reimann

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
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BeitragVerfasst am: 04.02.2008, 11:08    Titel: Antworten mit Zitat

So haben sie gespielt

TuS Koblenz in der Ein­zel­kri­tik

- FOTO -
Rundum misslungener Rückrunden-Auftakt für Dennis Eilhoff: Nach dem Patzer beim 0:1 wurde er dann bei einem Zusammenprall in der Luft mit dem Mainzer Daghfous kräftig durchgeschüttelt. Diagnose nach dem Spiel: eine Zerrung des Halswirbelmuskels und ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma. "Dennis kann aber am Mittwoch wieder ins Training einsteigen", so TuS-Mannschaftsarzt Billigmann.


Dennis Eilhoff: Schon wieder ein Patzer des TuS-Tor­ste­hers gegen Mainz. Erstaun­lich aber, wie Eilhoff sein Malheur weg­steckte und in der Folgezeit fehlerlos hielt.

Du-Ri Cha: Obgleich er dort nicht mehr spielen wollte, scheint der Süd­korea­ner rechts hinten in der Abwehr­kette seine Position gefunden zu haben. Gute Vor­stel­lung.

Matej Mavric: Auf­merk­sam im Abwehr­zen­trum, nicht immer mit der nötigen Kon­struk­tivität, wenn es um den Spie­lauf­bau geht.

Branimir Bajic: Eine tadellose Leistung des Mann­deckers - bis zur Nach­spiel­zeit. Bei einem über­flüs­sigen Foul handelte sich der Bosnier die Gelb-Rote Karte ein.

Marko Lomic: Verbuchte erneut viele gute Szenen auf der linken Außenbahn. Hat in der Win­ter­pause offen­sicht­lich an seinen Defen­sivschwächen gear­bei­tet.

Anel Dzaka: Großes Lauf­pen­sum des TuS-Kapitäns. Wegen des Fehlens von Sukalo musste Dzaka auf der Position des "Sechsers" ran. Im Spiel-aufbau daher nicht wie gewohnt präsent.

Manuel Hartmann: Zwei­fel­los stärkster TuS-Akteur. Schoss ein schönes Tor, das dem Ex-Stutt­gar­ter zudem viel Selbst­ver­trauen für seine Offensiv-aktionen gab.

Sascha Traut: Neben Hartmann zweite positive Über­raschung dieser Begegnung. Der einstige Karls­ruher traute sich auf rechts einiges zu und hatte viele gelungene Aktionen.

Ardijan Djokaj: Der Techniker blieb diesmal etwas unter seinen Mög­lich­kei­ten. Wurde von seinen Mit­spie­lern auf der linken Außenbahn aber auch etwas ver­nach­läs­sigt.

Fatmir Vata: Operierte zunächst zu sehr in der Spitze, fehlte daher als Anspiel­sta­tion im vorderen Mit­tel­feld. Mit zuneh­men­der Spieldauer ließ sich Vata zurück­fal­len und fand besser ins Spiel.

Nou­red­dine Daham: Nicht die erhoffte Ver­stär­kung in der Sturm­spitze. Behaup­tete zu selten den Ball und sammelte zu viele Abspiel­feh­ler.

Gabriel Fernandez: Der Argen­tinier kam nach 50 Minuten und zeigte einige gute Ansätze, tauchte dann aber im offen­siven Nie­mands­land der TuS unter.

Rüdiger Ziehl: Ver­stärkte das Mit­tel­feld, um den Punkt zu sichern. Kämp­ferisch gewohnt stark.

Njazi Kuqi: Stürmer mit Koor­dina­tions­defi­ziten. Nur bedingt eine Sturm-Alter­native. (rei)

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-2.html
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chris
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BeitragVerfasst am: 04.02.2008, 11:09    Titel: Antworten mit Zitat

Karhan verletzt - Daghfous rechts - Gunkels fünfte Gelbe

Die Mainzer: Gesamtein­druck okay, aber aus­baufähig

- FOTO -
Isaac Boakye (links, im Duell mit Matej Mavric) hatte gute Szenen in Ballannahme, -behauptung, und -verarbeitung. Der Zugang wirkte bisweilen allerdings auch etwas passiv. Foto: Schulz

Mainz - Der Sta­dion­spre­cher ver­kün­dete die ver­änderte Lage erst unmit­tel­bar vor dem Anpfiff. Zu diesem Zeitpunkt saß Miroslav Karhan fluchend in der Kabine - Ober­schen­kel­ver­här­tung, kein Spiel möglich. "Ich habe keine Ahnung, was da passiert ist", sagte Karhan später ent­spre­chend schlecht gelaunt. "ich weiß nur, dass da plötzlich beim Aufwärmen ein Schmerz war und nichts mehr ging."

Der kurz­fris­tige Ausfall des Slowaken, wenige Minuten vor dem Rück­run­den­start auf dem Koblenzer Oberwerth - ein weiterer schwerer Rück­schlag für die Zweit­liga­fuß­bal­ler des FSV Mainz 05: Nikolce Noveski, Tim Hoogland, Felix Borja und Chadli Amri musste Jürgen Klopp aus diversen Gründen ohnehin schon ersetzen, mit Karhan fehlte dem 05-Coach der sechste Stamm­spie­ler und Leis­tungs­trä­ger. Nejmeddin Daghfous kam dadurch zu seinem ersten Einsatz im rechten Mit­tel­feld in der Start­for­mation der 05er. "Das Gute daran war, dass ich überhaupt keine Zeit hatte, mir große Gedanken zu machen", sagte der junge Offen­siv­mann später. "Die Aufgabe war ja klar." Schon in zwei Test­spie­len hatte Klopp den 21-Jährigen in weiser Voraus­sicht auf dieser Position üben lassen.

Daghfous erledigte Aufgabe im rechten Mit­tel­feld ordent­lich

Daghfous erledigte seine Aufgabe ordent­lich. Der bisherige Stürmer kämpfte sich in diese Rolle hinein, und spielte den Part solide hinunter. Im Endeffekt hatte der Newcomer sogar mehr gute Szenen und gewonnene Zwei­kämpfe als Markus Feulner, der auf der linken 05-Mit­tel­feld­seite trotz großen Bemühens kaum etwas zustande brachte und sich immer wieder in Zwei­kämp­fen unter­legen sah. "Ich hätte mir gewünscht, dass ich mehr zum Tor hinkomme", sagte Daghfous später selbst­kri­tisch. "Ich denke aber, das war fürs erste Mal ganz okay. In Zukunft muss ich versuchen, die Gele­gen­hei­ten besser zu erkennen und zu nutzen."

Da ist Stefan Markolf schon einen Schritt weiter. Zum Rück­run­den­auf­takt stand der 24-Jährige erwar­tungs­gemäß in der ersten elf. Klopp hatte sich lange Zeit gelassen mit der Ent­schei­dung. Markolf erfuhr erst am Morgen des Spiel­tages definitiv, dass er den Platz von Marco Rose einnehmen sollte. Markolf brauchte eine gewisse Anlauf­zeit. Im Gesamtein­druck prä­sen­tierte sich der Links­ver­tei­diger im Spiel nach vorne ball­siche­rer und ziel­stre­biger. In der Rück­wärts­bewe­gung fehlte Markolf anfangs die klare Linie. Das besserte sich. Doch bereits nach drei Minuten ließ sich der 05-Abwehr­mann im Strafraum von Sascha Traut aufs Übelste verladen - zum Glück für die 05er war kein Koblenzer schnell genug mit­gekom­men.

Markolf "ohne den richtigen Zug zum Tor"

"Meine Leistung war aus­baufähig", zog der 05-Profi ein Fazit. Sein eigenes Spiel habe etwas dem der ganzen Mann­schaft geglichen. Ganz ordent­lich, aber ohne den richtigen Zug zum Tor. "Am Anfang, da haben wir Ball und Gegner sehr gut laufen lassen", bilan­zierte Markolf, "nach der Führung haben wir jedoch den Faden verloren. Und später hat uns dann oft die Geduld gefehlt, im richtigen Moment zuzu­ste­chen."

Eine Tatsache, auf der die 05-Verant­wort­lichen jedoch nicht groß herum reiten wollten. "Wir spielen hier mit einem Aufgebot, dass so sicher­lich nicht geplant war", sagte der Manager. Christian Heidel war recht zufrieden mit diesem ersten Auftritt nach der Win­ter­pause. "Da weiß man ja nie so genau, wo man steht. Vor allen Dingen nicht mit dieser Auf­stel­lung." Bisher habe man am Bruchweg die Per­sonal­situa­tion nicht als Ausrede zuge­las­sen, meinte der 05-Manager. Nur, außer Acht lassen darf man das Ver­let­zungspech halt auch nicht. "Aber auch die Leistung heute wieder spricht für die Breite unseres Kaders", sagte Heidel. Er wolle TuS Koblenz nicht zu nahe treten, aber auch diese Mainzer Notelf habe die Gastgeber doch über 90 Minuten klar dominiert.

Im Heimspiel am Woche­nende gegen die Fürther fehlt nun auch noch Daniel Gunkel, der in Koblenz die fünfte Gelbe Karte kassierte. Heidel hofft, dass dafür andere zurück­kom­men ins Team. Wie Felix Borja, dessen Gelb­sperre vorbei ist. "Ich freue mich darauf, Borja und Boakye neben­ein­ander spielen zu sehen", so Heidel, der vom Debüt des Neu­zugangs sehr angetan war. "Isaac Boakye hat mir heute auch sehr gut gefallen. So einen haben wir gebraucht."

Jörg Schneider

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BeitragVerfasst am: 05.02.2008, 15:59    Titel: Antworten mit Zitat

Nach dem Duell: Trainer loben Kampf­geist, kri­tisie­ren Offensive

Derby ohne Durch­schlags­kraft

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Einer von unzähligen Zweikämpfen auf dem Koblenzer Oberwerth: TuS-Kapitän Anel Dzaka (vorne) behauptet das Leder gegen den Mainzer Nejmeddin Daghfous. Foto: Thomas Frey

Koblenz - Was bleibt hängen nach dem Rheinland-Pfalz-Derby zwischen TuS Koblenz und dem FSV Mainz 05? Das 1:1 auf dem Oberwerth lässt sich wohl erst in ein paar Wochen ernsthaft bewerten - zumindest gibt es etliche Anzeichen dafür, dass beide Mann­schaf­ten noch nicht ihr eigent­liches Niveau gefunden haben.

Am Ende führten alle Betrach­tun­gen irgendwie immer wieder zu einem Ergebnis: Egal, ob Koblenzer oder Mainzer, sie allesamt kamen zu dem Schluss, dass das 1:1 ein Ergebnis war, "mit dem man leben kann". Was bleibt den Betei­lig­ten auch anderes übrig, nach einem Spiel, in dem sich beide Reihen über weite Strecken neu­tra­lisiert haben, wie es im Trai­ner­jar­gon so schön heißt. Eine gefühlte Über­legen­heit für die Gäste aus Mainz, aber die Statistik wies 55,2 zu 44,8 Prozent Ball­besitz für die Koblenzer aus. Ein bisschen Zah­len­spie­lerei, die letztlich wenig aussagt.

"Es war nicht einfach", sagte TuS-Kapitän Anel Dzaka stell­ver­tre­tend für das Gros der Spieler und sprach damit vor allem die Schwie­rig­keit an, aus dem Mit­tel­feld heraus kon­struk­tiv in die vorderste Linie zu kommen. Ein Kern­pro­blem, das sowohl die TuS-Kicker als auch die 05er selten lösen konnten. Weil auf beiden Seiten der Schwer­punkt des Handelns darin bestand, dem Gegner das Leben schwer zu machen, fehlte im Umkehrschluss die nötige Kon­zen­tra­tion, um aus dem Spiel heraus zu zwin­gen­den Tor­chan­cen zu kommen.

Während das auf Mainzer Seite vor allem mit dem Fehlen etlicher Offen­siv­kräfte (Soto, Borja, Amri, Karhan) zu erklären ist, liegt darin seit geraumer Zeit das Kern­pro­blem der Koblenzer. Seit nunmehr sechs Runden - bei fünf Unent­schie­den - ist die TuS nun schon ohne Nie­der­lage und hat sich im Mit­tel­feld der Tabelle ein­genis­tet, kurio­ser­weise haben dafür aber fünf Tore gereicht.

Rapolder fehlt vor allem der ball­sichere Angreifer

"Wir werden in diesem Bereich weiter arbeiten müssen", sagte Uwe Rapolder, der im Moment vor allem fest­stel­len muss, dass ihm in der vor­ders­ten Reihe ein ball­siche­rer Angreifer fehlt. Nou­red­dine Daham fehlt derzeit das Selbst­ver­trauen, um die Bälle "abzu­klem­men", wie es der TuS-Trainer nennt, Win­ter­zugang Njazi Kuqi hat noch nicht die rechte Bindung zum Spiel gefunden. Zwi­schen­zeit­lich musste dort auch Fatmir Vata aushelfen - aber der TuS-Routinier hat seine Stärken vor allem als hängende Spitze.

Immerhin, es spricht für beide Mann­schaf­ten, dass sie trotz der Probleme gepunktet haben und damit im Geschäft bleiben. "Wir haben das auf den Platz gebracht, was möglich war", hielt 05-Trainer Jürgen Klopp fest und beschei­nigte damit seiner zweiten Reihe eine ordent­liche Leistung, wohl­wis­send, dass die Mainzer mehr Torgefahr ent­wickeln müssen. Die nächsten Gegner sind übrigens Greuther Fürth und Borussia Mön­chen­glad­bach ...

Derweil hat sich bei der TuS noch eine weitere Baustelle aufgetan, was Rapolder gar nicht schmeckt. Im anste­hen­den Spiel in Augsburg muss er auf seinen Abwehr­chef Branimir Bajic ver­zich­ten, der sich ohne Not in der Nach­spiel­zeit die Gelb-Rote Karte ein­gehan­delt hat. "Wir haben jetzt einen relativ engen Kader und sollten uns nicht selbst schwächen", schimpfte der TuS-Trainer. Aber: In Joshua Grenier und Andreas Richter stehen zwei eta­blierte Innen­ver­tei­diger in den Start­löchern, die ebenfalls das Vertrauen des Trainers genießen. "Ich habe keine Probleme damit, jemanden aus der zweiten Reihe zu bringen", so der Coach, der schlus­send­lich wie sein Kollege Klopp das Unent­schie­den als Punkt­gewinn wertete: "Viel mehr war dieses Mal nicht drin." Was gibt's Schöneres als allseits zufrie­dene Gesichter nach einem Derby?

Sven Sabock

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/derby-1.html
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BeitragVerfasst am: 05.02.2008, 16:00    Titel: Antworten mit Zitat

Einwurf: 90 Prozent reichen nicht

Sven Sabock blickt auf den 18. Spieltag zurück

1:1 in Köln, 1:1 in Mön­chen­glad­bach, 1:1 in Freiburg, 1:1 in Koblenz. Auch wenn sich hier und da hinter dem Ergebnis zumindest ansatz­weise eine gewisse Dramatik verbirgt, können wir getrost fest­hal­ten: Zum Rück­run­den­auf­takt ist in der Zweiten Liga tabel­larisch nicht viel passiert.

Dass sich Greuther Fürth als Nutz­nießer der zahl­rei­chen Unent­schie­den nach dem 2:0 gegen Aue auf den dritten Platz nach vorne geschoben hat, ist allen­falls als Moment­auf­nahme zu werten.

Wenn uns denn der Aufgalopp ins neue Jahr überhaupt etwas lehrt, dann vor allem eines: Selbst die Auf­stiegs­favo­riten der Liga gewinnen ihre Spiele nicht im Vor­bei­gehen - weder zu Hause noch in der Fremde. 90 Prozent reichen eben nicht, das werden in dieser Woche vor allem die Trainer in Köln (Daum) und Mön­chen­glad­bach (Luhukay) ihren Schütz­lin­gen predigen. Ganz zu schweigen vom Kat­zen­jam­mer bei den Münchner "Löwen", die wohl in Gedanken schon beim Pokal-Derby gegen den großen Nachbarn vom FC Bayern waren. Anders ist das 0:3 gegen den FC Augsburg wohl nicht zu erklären. Der Aufgalopp ins neue Jahr dürfte aber vor allem dem breiten Mit­tel­feld der Tabelle Mut machen: Es geht auch was gegen die Großen der Liga.

E-Mail an den Autor: Sven.Sabock@Rhein-Zeitung.net

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