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RZ-Berichte zum Spiel gegen Hoffenheim

 
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chris
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BeitragVerfasst am: 30.11.2007, 10:33    Titel: RZ-Berichte zum Spiel gegen Hoffenheim Antworten mit Zitat

Gäste von Zweitligist TuS Koblenz haben noch große Pläne

TSG Hoffenheim plant den Erfolg


HOFFENHEIM. TuS Koblenz bekommt es am Sonntag mit einem höchst interessanten Gegner zu tun. Die TSG 1899 Hoffenheim ist zwar ein "Dorfclub", gilt aber dank der üppigen Zuwendungen von Mäzen Dietmar Hopp als finanzkräftigster Verein der Zweiten Liga.

Da ist wohl selbst den Machern des 1. FC Köln oder von Borussia Mönchengladbach der Mund vor Staunen offen geblieben. Jenen Clubs, die in der Zweiten Liga vermeintlich das dickste Portemonnaie haben. Es war Ende August, der Aufsteiger TSG Hoffenheim war eher mäßig in die Zweite Liga gestartet, die Transferperiode neigte sich dem Ende zu. Guter Rat war teuer - aber nicht im beschaulichen Kraichgau. Kurzerhand wurden die Akteure Demba Ba, Carlos Eduardo und Edu nachverpflichtet, die allein an Ablösesummen rund 15 Millionen Euro gekostet haben sollen. Rechnet man die übrigen Transfers hinzu, die bereits vor der Saison getätigt wurden, hat der Aufsteiger mehr Geld für neue Spieler ausgegeben als der komplette Rest der Liga.

Es ist inzwischen bekannt, dass diese Investitionen vor allem dem Software-Milliardär Dietmar Hopp zu verdanken sind. Dank seiner Millionen-Spritzen hat es der kleine Verein aus der Nähe von Heilbronn inzwischen bis in die Zweite Liga geschafft, nachdem im Jahr 2005 ausgerechnet TuS Koblenz der TSG die Tour vermasselt hatte. Es ist das Ergebnis eines von langer Hand geplanten Aufstiegs, der in den nächsten Jahren noch eine Etage weiter nach oben gehen soll. Und dafür wurde auch abseits des Rasens hochqualifiziertes Personal verpflichtet: Trainer Ralf Rangnick soll die hochtalentierte Truppe zu einer spielstarken Einheit formen, daneben soll der ehemalige Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters als Sport- und Nachwuchsdirektor die Rahmenbedingungen verbessern.

Und die Erfolge im Jugendbereich können sich durchaus sehen lassen: Die TSG spielt inmitten der Großclubs aus München oder Stuttgart in der A-Junioren- Bundesliga und stellt etliche Nationalspieler, die U 23 kickt in der Oberliga Baden-Württemberg. Nicht zu vergessen das neue Stadion, das nach langem Hin und Her endlich in Sinsheim unweit der Autobahn 6 gebaut wird. Ein 40-Millionen-Projekt, in der Arena soll auch bei der Frauen-Weltmeisterschaft 2011 der Ball rollen.

Die Quintessenz der zahlreichen Aktivitäten: In Hoffenheim bemüht man sich, den Erfolg zu planen - was im Fußball bekanntermaßen nicht ganz einfach ist. Aber: Die jüngsten Resultate geben den Vereins-Verantwortlichen aus der 3300-Einwohner Gemeinde Recht: Seit Carlos Eduardo und Co. ihre Arbeit aufnahmen, ging es mit Hoffenheim ziemlich steil bergauf. Zwischenzeitlich startete die Rangnick-Elf eine Serie von neun Spielen ohne Niederlage, auch für Mainz 05 oder den 1. FC Kaiserslautern setzte es gegen die Emporkömmlinge eine Niederlage.

Wobei die Qualitäten der Hoffenheimer fraglos in der Offensive liegen, die als eine der stärksten in der Liga gilt. Eben jener Carlos Eduardo, der auch schon in Brasiliens U 20-Auswahl gekickt hat, trumpfte im Mittelfeld phasenweise groß auf, schließlich hat er in Hoffenheim große Ziele: "Ich will mit dem Verein in die Bundesliga aufsteigen."

Diese Hoffnung hat jedoch zuletzt einen Dämpfer bekommen, der Angriff auf die Aufstiegsplätze ist (vorerst) gestoppt. Beim 0:2 gegen den 1. FC Köln wurden der Mannschaft die Grenzen aufgezeigt, auch die TSG kocht eben nur mit Wasser. Überhaupt hält sich Rangnick mit großspurigen Prognosen zurück. Der ehemalige Schalke-Coach will sich mit seinen Schützlingen erst einmal in der Liga etablieren, ehe in der kommenden Spielzeit der Aufstieg angepeilt wird. Insofern wird er die jüngste Pleite gegen die "Geißböcke" verschmerzen können. Dennoch: In Koblenz wird sich für die Gäste aus Hoffenheim zeigen, ob sie im Mittelfeld verharren oder sich im vorderen Drittel der Tabelle festsetzen können. Eine interessante Herausforderung auch für die TuS, die wieder einmal zum Spielverderber für die Männer aus dem Kraichgau werden könnte.

Sven Sabock

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html


Zuletzt bearbeitet von chris am 04.12.2007, 13:30, insgesamt einmal bearbeitet
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chris
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BeitragVerfasst am: 30.11.2007, 10:34    Titel: Antworten mit Zitat

Koblenzer Verteidiger muss Gelb-Sperre absitzen

Wer vertritt Mavric?

KOBLENZ. Auch im 15. Spiel der Saison wird TuS Koblenz mit einer veränderten Formation auflaufen. Nachdem Trainer Uwe Rapolder zuletzt wegen taktischen Überlegungen oder aus Verletzungsgründen seine Elf immer wieder umstellen musste, muss er gegen die TSG Hoffenheim aufgrund einer Sperre die Abwehr umbauen: Matej Mavric hat beim 2:0 in Wiesbaden seine fünfte Gelbe Karte kassiert und muss zuschauen.

Erster Anwärter auf den freien Platz ist Andreas Richter, der gegen Wehen nicht zum Einsatz gekommen war. Aber auch Joshua Grenier ist eine Option, wobei der US-Amerikaner in dieser Saison bislang nur als Außenverteidiger zum Einsatz gekommen ist. Ansonsten hat Rapolder wenig Grund, die Elf der Vorwoche zu ändern. Aber: Du-Ri Cha hat sich durch seinen Treffer wieder in Erinnerung gebracht und will seinen Platz auf der rechten Außenbahn zurückerobern.

Bleibt eigentlich nur die Frage, mit welchen TSG-Akteuren es die Koblenzer zu tun bekommen. Bei deren 0:2 gegen den 1. FC Köln wirkte vor allem Millionenmann Carlos Eduardo müde - gut möglich, dass Trainer Ralf Rangnick seinen Edel-Kicker zunächst auf der Bank lässt.

Dort findet sich übrigens derzeit auch Vedad Ibisevic wieder, der seinen Stammplatz an die Nachkäufe Demba Ba und Edu verloren hat. Aus dem Mittelfeld heraus ist bei den Gästen vor allem Francisco Copado zu beachten, der Routinier ist bei der TSG zudem der Mann für die ruhenden Bälle. In der Abwehr hat sich nach langer Verletzung der Ex-Lauterer Jochen Seitz zurück in die Mannschaft gekämpft.

(sab)

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-2.html
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chris
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BeitragVerfasst am: 01.12.2007, 12:58    Titel: Antworten mit Zitat

Koblenzer setzen gegen Hof­fen­heim auf kämp­feri­sche Tugenden

Rapolder fordert aggres­sive TuS

Koblenz - Das anste­hende Heimspiel wird für TuS Koblenz zu einer Prüfung der beson­deren Art: Mit einem Heimsieg gegen die TSG Hof­fen­heim (Sonntag, 14 Uhr) soll der Erfolg aus der Vorwoche in Wiesbaden veredelt werden und als Folge mehr Konstanz in der Elf von Trainer Uwe Rapolder Einzug halten.

Schon mehrfach waren die Koblenzer dicht dran, am Sonntag soll es endlich gelingen. Die Rede ist von zwei Siegen in Folge, die der TuS in dieser Spielzeit partout noch nicht gelingen wollten. Dies ist zumindest die Hoffnung von Uwe Rapolder, der mit der Mann­schaft zu sta­bile­ren Leis­tun­gen und folglich kon­tinu­ier­lichen Ergeb­nis­sen kommen will.

Denn, so weiß Rapolder: "Wenn man sich erst einmal in einen Lauf hin­ein­gear­bei­tet hat, geht dann vieles einfacher." Das hört sich simpel an, ist aber mit reichlich Aufwand verbunden - die geg­neri­schen Millionen-Männer von der TSG Hof­fen­heim gehören in Sachen Technik und indi­vidu­eller Qualität zum Besten, was die Zweite Liga zu bieten hat.

Chance gegen Edel­tech­niker

Diese Erkennt­nis ist nicht neu und deckt sich mit den Beo­bach­tun­gen, die Rapolder am ver­gan­genen Sonntag beim Hof­fen­hei­mer 0:2 gegen den 1. FC Köln gemacht hat. "Deren fuß­bal­leri­sche Qualität ist schon enorm, die einzelnen Spieler bringen viel Klasse mit." Im Lob für die Gäste liegt aber gleich­zei­tig auch die Chance der TuS. Weil die Edel­tech­niker der TSG die Dinge auf dem Platz fast aus­sch­ließ­lich mit spie­leri­schen Mitteln regeln, will Rapolder den Gegner mit anderen und nicht minder wichtigen Kom­ponen­ten knacken: Zwei­kampf­härte, Biss und Lei­den­schaft sollen der Leitfaden für die Gastgeber sein. "Über Aggres­sivität müssen wir dazu kommen, dominant auf­zutre­ten", fordert Rapolder - nicht zuletzt, um die Fans im Stadion Oberwerth mit­zureißen.

Eine knifflige Aufgabe für die Koblenzer. Wis­sen­schaft­ler würden in diesem Zusam­men­hang womöglich sogar von einem Para­dig­men­wech­sel sprechen. In die ver­ständ­liche Fuß­bal­ler­spra­che übersetzt heißt das nichts anderes als: Die TuS-Akteure sollen für 90 Minuten zumindest ein Teil von dem vergessen, was sie bislang gelernt haben.

Denn die TuS-Kicker standen in dieser Saison noch nicht unbedingt in dem Ruf, ihre Partien über den Faktor Kampf zu bestrei­ten. Genau genommen ist bislang eher das Gegenteil passiert. Dass Rapolder mit seiner Mann­schaft mitt­ler­weile schon ordent­liche 19 Punkte beisammen hat, liegt vor allem an der Spiel­kul­tur, die auf dem Oberwerth Zug um Zug ver­bes­sert worden ist. Aber das eine schließt das andere ja nicht aus, weshalb neben dem aggres­siven Pressing auch die Ball­sicher­heit zum Faktor werden soll. Anders aus­gedrückt: Für die Koblenzer geht es darum, ziel­führend zum Abschluss zu kommen.

Trai­nings­arbeit: Mehr Qualität als Quantität

Damit die graue Theorie auch in die Praxis umgesetzt wird, ist in der Trai­nings­arbeit derzeit mehr Qualität als Quantität angesagt. Drei Runden vor der Win­ter­pause nach dem Motto: "Weniger ist mehr." Wobei sich in dieser Woche durchaus der ein oder andere Spieler hervortun konnte.

Zum Beispiel Nou­red­dine Daham, der es nach seinem Dop­pel­pack von Jena versäumt hat, sich nach­hal­tig in der Startelf fest­zuset­zen. Viel­leicht darf er ja gegen Hof­fen­heim wieder mal von Beginn an stürmen, wobei in der Offensive einmal mehr der Posten auf der rechten Seite vakant ist. Ein weiterer Bewerber dort ist Du-Ri Cha, der nach seinem Treffer in Wiesbaden wieder selbst­bewus­ster daher­kommt. Daneben wird gegen Hof­fen­heim noch ein Innen­ver­tei­diger gesucht, der den Gelb-gesperr­ten Matej Mavric vertritt. Rapolders Vorteil: Den kantigen Männern in der hinteren Reihe muss er von rus­tika­ler Zweikampf-Führung nicht viel erzählen.

Sven Sabock

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
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WunderVomOberwerth
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BeitragVerfasst am: 02.12.2007, 01:50    Titel: Antworten mit Zitat

chris hat Folgendes geschrieben:
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html


Sry, für die Verbesserung chris, aber der Link, den Du angegeben hast klappt nicht...

@all --> http://rhein-zeitung.de/on/07/12/01/sport/r/tus-1.html?a <-- Das ist der neue Quellen-Link von chris' Anzeige von RZ-Online Wink
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chris
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BeitragVerfasst am: 02.12.2007, 12:47    Titel: Antworten mit Zitat

WunderVomOberwerth hat Folgendes geschrieben:
Sry, für die Verbesserung chris, aber der Link, den Du angegeben hast klappt nicht...

Die Links mit ...tus-1.html, tus-2.html und so weiter sind immer nur kurze Zeit online. Unter der selben Adresse erscheint dann später immer der nächste TuS-Artikel.
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WunderVomOberwerth
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BeitragVerfasst am: 02.12.2007, 17:38    Titel: Antworten mit Zitat

Achso...

Danke, habe mich schon gewundert Very Happy
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chris
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BeitragVerfasst am: 04.12.2007, 13:29    Titel: Antworten mit Zitat

Beim Remis gegen Hoffenheim holen Koblenzer zweimal Rückstand auf

TuS beweist langen Atem

- FOTO -
Das tat weh: Hoffenheims Verteidiger Per Nilsson fährt TuS-Stürmer Kenan Sahin von hinten in die Parade. Ansonsten aber sahen die Zuschauer auf dem Oberwerth trotz einiger Gelber Karten zwar eine hart umkämpfte, aber zumeist faire Partie. Foto: Frey


Starke zweite Halbzeit, tolle Aufholjagd: Beim 2:2 gegen die TSG 1899 Hoffenheim konnte Zweitligist TuS Koblenz die Zuschauer vor allem in den zweiten 45 Minuten begeistern.

TuS Koblenz - TSG 1899 Hoffenheim 2:2 (1:1)

KOBLENZ. Uwe Rapolder nahm's mit der ihm eigenen Gelassenheit. "Leider haben wir es auch diesmal nicht geschafft, zwei Siege hintereinander einzufahren. Doch solange wir nicht zweimal hintereinander verlieren, soll mir das recht sein." Ein Satz, wie in Stein gemeißelt, und gleichsam der Kurzkommentar zum 2:2 (1:1) der TuS gegen den hochgelobten Aufsteiger TSG 1899 Hoffenheim.

Neun Tage nach dem Auswärtserfolg in Wiesbaden bestätigten die Koblenzer insbesondere in Halbzeit zwei ihren Ruf als mittlerweile gefestigte Mannschaft im Unterhaus. Lediglich die folgenschwere Tiefschlafphase zu Beginn der zweiten Hälfte verhinderte den neuerlichen TuS-Erfolg. Als die Gäste nach 50 Minuten und einem völlig unnötigen Ballverlust des erstmals seit April dieses Jahres wieder spielenden Außenverteidigers Brenny Evers zum zweiten Mal in Führung gingen, hieß das Gebot der Stunde erneut: Aufholjagd.

Das kannten die TuS-Spieler schon. Mit dieser Rolle hatten sie sich bereits in Durchgang eins anfreunden dürfen. "Wir sind zweimal schlecht aus der Kabine gekommen. Das hat Moral und Kraft gekostet", beschrieb Rapolder, wie sich seine Mannschaft zweimal aus denkbar schlechter Ausgangsposition zumindest noch zum Teilerfolg spielte und kämpfte.

Sejad Salihovic hatte Hoffenheim per Freistoß (7.) in Führung gebracht. Danach riss Koblenz die Partie zwar an sich, agierte aber oftmals zu drucklos und nicht präzise genug beim Spiel in die Spitze, um Gefahr vor dem TSG-Tor heraufbeschwören zu können. Weil die Hoffenheimer sich einzig und allein darauf verständigt hatten, die knappe Führung zu verwalten, war das 1:1 kurz vor dem Wechsel durch den erneut starken Goran Sukalo der verdiente Lohn für die etwas umständlich und nicht unbedingt zwingend vorgetragenen Koblenzer Angriffsbemühungen.

Anders nach dem 1:2. Dem neuerlichen Rückstand folgte die Wiederentdeckung der Leidenschaft bei den TuS-Akteuren. Auf einmal war die Körpersprache eine ganz andere. Die Gastgeber hängten sich richtig rein, und plötzlich war auch das Publikum da. Und mit dem Elan auf Rasen und Rängen kamen auch die Chancen.

Linksverteidiger Marko Lomic, stärkster TuS-Akteur an diesem Tag, traf per Freistoß zunächst nur das Lattenkreuz (59.). Kapitän Anel Dzaka machte es fünf Minuten später besser, als bei seinem Freistoß von der halblinken Seite heftige Böen aus Südwest den Ball ins Tor wehten. "Eigentlich wollte ich ja flanken. Aber der Ball bekam dann so eine seltsame Flugkurve, dass er sich schließlich ins Tor drehte", beschrieb der TuS-Kapitän diesen lang herbeigesehnten Glücksmoment.

Von da an spielten nur noch die Koblenzer. Wie schon in Durchgang eins nach der frühen Führung agierte Hoffenheim viel zu passiv. "Da haben wir viel zu wenig investiert. Wenn einige nicht in der Lage sind, ihr volles Leistungsvermögen abzurufen, reicht es eben nicht zum Sieg", analysierte TSG-Trainer Ralf Rangnick und monierte dabei wohl die schwache Leistung seiner Offensivkräfte Vedad Ibisevic und Carlos Eduardo.

Für Uwe Rapolder dagegen gab es bis auf den Lapsus vor dem 1:2 nicht viel zu kritisieren. "Wir hatten stets den Willen, das Spiel in die Hand zu nehmen. 60 Prozent Ballbesitz für uns sprechen eine deutliche Sprache." So konnten sich beide Parteien durchaus mit der Punkteteilung anfreunden. Nochmal Rapolder: "Im Prinzip dürfen wir uns nicht beklagen." Womit der Fußball-Lehrer prinzipiell recht hatte.

Klaus Reimann

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/on/07/12/03/sport/r/tus-1.html?a
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BeitragVerfasst am: 04.12.2007, 13:30    Titel: Antworten mit Zitat

Koblenzer Kapitän sorgt mit kuriosem Freistoßtreffer für Unentschieden

Böiger Wind macht Dzaka froh

- FOTO -
Gefährliches Spiel: Glück für TuS-Verteidiger Brenny Evers (links), dass er diese Aktion von Hoffenheims Sejad Salihovic unbeschadet überstand. Der Niederländer kam gegen den Aufsteiger zu seinem Saisondebüt. Foto: Thomas Frey

TuS-Kapitän Anel Dzaka hat sich mit einem Tor zurückgemeldet. Nachdem der Mittelfeldspieler zuletzt für seinen Eifer nicht belohnt worden war, stand ihm beim Koblenzer Unentschieden gegen die TSG Hoffenheim der böige Wind helfend zur Seite.

KOBLENZ. Was war das für ein krummes Ding. Anel Dzaka nahm drei Schritte Anlauf, zwirbelte den Ball aus rund 40 Metern in Richtung Tor, ehe die Kugel eine kuriose Laufbahn nahm. Gästetorwart Daniel Haas verschätzte sich und plötzlich lag der Ball im Netz. Es war das 2:2 zwischen TuS Koblenz und der TSG Hoffenheim und gleichzeitig der emotionale Höhepunkt in einer durchaus ansprechenden Partie. Und es war ein Moment, den der Koblenzer lange herbeigesehnt hatte. Endlich durfte er wieder vor der Haupttribüne des Stadions Oberwerth jubeln, nachdem er in den letzten Wochen eher mit durchwachsenem Erfolg seiner Arbeit nachgegangen war. "Manchmal braucht man eben einfach ein bisschen Glück", sagte Dzaka später, nachdem er seine Torflaute beendet hatte.

Nun waren die persönlichen Glücksgefühle von Dzaka nur bedingt auf die gesamte Mannschaft übertragbar, für den Großteil der Elf war es eher ein Wechselbad der Gefühle. Was vor allem am Spielverlauf lag. Zweimal gerieten die Koblenzer in Rückstand, zweimal kämpften sie sich ins Spiel zurück. "Eigentlich hätten wir mehr als einen Punkt verdient gehabt", meinte Dzaka und spielte damit vor allem auf die zweite Halbzeit an, in der die Koblenzer jenes Szenario herbeiführten, das sich Trainer Uwe Rapolder im Vorfeld gewünscht hatte: Mit energischer Zweikampfführung und Leidenschaft wurden die technisch beschlagenen Gäste-Kicker mehr und mehr daran gehindert, ihre filigranen Stärken einzubringen. Dass unter dem Strich nicht mehr möglich war, lag zum einen an dem schlafmützigen Auftakt in beiden Halbzeiten, zum anderen am Pech vor dem gegnerischen Kasten, die TuS-Kicker konnten zu Recht auf ein deutliches Chancenplus verweisen.

Die gemischte Gefühlslage passte auch bei Brenny Evers ins Bild. Erstmals seit dem 22. April, als die TuS mit 0:1 in Unterhaching verloren hatte, durfte der Niederländer wieder in einem Punktspiel mitmischen, noch dazu in der Startelf. Eine Handverletzung sowie ein Virus hatten ihn seitdem außer Gefecht gesetzt. "Schön, dass ich mal spielen durfte", sagte Evers, der sich mit zuletzt starken Trainingsleistungen seinen Platz als rechter Verteidiger zurückerobert hatte. Dass der 29-Jährige hinterher aber eher nüchtern auf sein Saisondebüt zurückblickte, lag vor allem an der Szene vor dem 1:2, als er den Ball an Hoffenheims Sejad Salihovic verloren hatte. "Mir fehlt noch ein bisschen der Spielrhythmus", gestand Evers selbstkritisch ein, "die frühe Gelbe Karte hat mir nicht unbedingt geholfen." Immerhin, von Trainer Rapolder gab's aufmunternde Worte: "Bis auf den einen Fehler hat er gut gespielt." Die Entscheidung für Evers war wohl auch ein Signal an die übrigen TuS-Kicker, "denn auch diejenigen, die nicht immer spielen, müssen wissen, dass sie dazugehören", ergänzte Rapolder.

Das galt gestern übrigens auch für Kenan Sahin, der sich nach seinem Tor in der Vorwoche einen Platz in der Startelf verdient hatte. Viel fehlte nicht, und der 23-Jährige hätte sein zweites Saisontor erzielt. Aber da gab's ja jenes krumme Ding von Dzaka, das den Ärger bei manchem Koblenzer Akteur vergessen machen dürfte - schließlich ist die TuS seit drei Runden ohne Niederlage.

Sven Sabock

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/on/07/12/03/sport/r/tus-2.html?a
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