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rancher Trainer der 1.



Anmeldedatum: 22.04.2007 Beiträge: 7248 Wohnort: Waterloo
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Verfasst am: 18.11.2009, 16:10 Titel: Robert Enke...und wie weiter? |
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Chris hatte vor einigen Tagen angeregt, aufgefordert einen Thread zu diesem Komplex aufzumachen.
Keine Resonanz - und jetzt könnte man sich ja fragen, warum dem niemand gefolgt ist.
Hilflosigkeit, Gleichgültigkeit, Unwissenheit, St. Florian…? Eine Mischung aus Allem?
In diversen Trauerreden wurde die ehrenvolle Absicht geäußert, künftig mit dem Thema Depression offensiver umzugehen, sich der Betroffenen anzunehmen und ihnen gegenüber mehr Verständnis für ihre Krankheit einzuräumen.
Ich fürchte jedoch, dass bei aller Betroffenheit und Trauer, bald wieder zur Tagesordnung übergegangen wird - business as usual. Wie sollte sich auch etwas ändern.
Der Profisport, egal welcher Profession, lässt doch praktisch keinen Spielraum zu, Schwächen zu zeigen.
Auch über den Profisport hinaus, verzeiht unsere Gesellschaft nicht das scheinbare Versagen, das Rausfallen aus dieser Leistungsgesellschaft.
Ganz extrem ist die Stigmatisierung in ausgesprochen leistungsorientierten Bereich wie z.B. dem Profifußball. Dort fällt es Erkrankten besonders schwer, sich zu ihrer Depression zu bekennen. Das würde Schwäche, Gesichtsverlust bedeuten und man wäre sehr schnell weg vom Fenster, zumindest weg von der absoluten Spitze und somit auch vom großen Geld.
Es gibt einige Beispiele, Deisler, Sternkopf, Simak u.a., die diesen Druck nicht ausgehalten, es aber durch entsprechende Therapien und Behandlungen geschafft haben, wieder den Weg aus dieser Krankheit zu finden.
An der gesamtgesellschaftlichen Einstellung, im beruflichen (burn out) wie sportlichen Bereich, wird sich m.E. aber leider kaum etwas ändern.
Beispiele hierfür gibt es genug, nicht zuletzt auch in einem Fußballforum. _________________ ***Signatur gelöscht*** |
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rancher Trainer der 1.



Anmeldedatum: 22.04.2007 Beiträge: 7248 Wohnort: Waterloo
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Verfasst am: 18.11.2009, 21:15 Titel: |
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DFB Präsident Zwanziger entwickelte in der FAZ die Idee eines speziellen Benefiz-Spiels.
"Wenn das gelingt, werden wir mit dem Geld dazu beitragen, einen ganz klaren Schwerpunkt beim Thema Depression zu setzen. Wenn der Tod Robert Enkes einen kleinen Funken Sinn haben soll, müssen wir jetzt versuchen zu verhindern, dass zu viele Menschen in ähnlichen Lagen zurückbleiben." _________________ ***Signatur gelöscht*** |
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Superkalifragilistigex... Kapitän der 1.


Anmeldedatum: 01.10.2009 Beiträge: 1086
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Verfasst am: 18.11.2009, 21:32 Titel: |
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Was willsten machen?
Wenn einer Depressionen hat, soll er zum Arzt gehen. _________________ - kocham cię - |
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TuS-Herz Alte Herren


Anmeldedatum: 29.08.2009 Beiträge: 2078 Wohnort: Koblenz
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Verfasst am: 18.11.2009, 21:47 Titel: |
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was ist denn das für eine unsensible antwort???
Depression ist eine krankheit die man weder sieht noch hört, und nur der betroffene selber merkt mit glück, was mit ihm los ist.
sicher muss irgendwann nach dem tod von robert enke der alltag wieder weiter gehen.......das ist bei jedem todesfall........ob im bekanntenkreis, verwandtenkreis oder kollegenkreis.........
die frage ist nur, ob uns sein tod ein wenig sensibilisiert........und ich denke das tut er...........
jeder, der sich nun ein wenig, und wenn es wirklich nur ganz wenig ist, nach Enkes tod mit dem thema depression auseinander setzt oder gesetzt hat wird diese krankheit nun mit anderen augen sehen.......
wen sein tod nur irgendeinen kleine sinn hatte, dann den, dass sich jeder überlegen sollte, wie er mit seinen mitmenschen umzugehen hat...... _________________ TuS Koblenz jetzt in Liga 4.......ganz egal, ich steh zu Dir!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! |
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Verfasst am: Titel: |
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Superkalifragilistigex... Kapitän der 1.


Anmeldedatum: 01.10.2009 Beiträge: 1086
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Verfasst am: 18.11.2009, 22:03 Titel: |
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Aber wie soll man denn Depressionen bei anderen Menschen erkennen? Es gibt nach aussen doch keine Symptome. Der/die Betroffene muss den ersten Schritt machen, entweder selber zum Arzt gehen, der einen dann zum Psychologen überweist oder sich jemandem anvertrauen (Familie, Freunde), die dann gemeinsam zum Arzt gehen.
Probieren die Depressionen ohne Fachpersonal zu bewältigen halte ich für falsch, bzw. birgt ein hohes Risiko. _________________ - kocham cię - |
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Kleeiro Alte Herren


Anmeldedatum: 09.04.2009 Beiträge: 4146
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Verfasst am: 18.11.2009, 22:18 Titel: |
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| Superkalifragilistigex... hat Folgendes geschrieben: | Aber wie soll man denn Depressionen bei anderen Menschen erkennen? Es gibt nach aussen doch keine Symptome. Der/die Betroffene muss den ersten Schritt machen, entweder selber zum Arzt gehen, der einen dann zum Psychologen überweist oder sich jemandem anvertrauen (Familie, Freunde), die dann gemeinsam zum Arzt gehen.
Probieren die Depressionen ohne Fachpersonal zu bewältigen halte ich für falsch, bzw. birgt ein hohes Risiko. |
Und das ist das grosse Problem unserer Gesellschaft. Erzähle doch mal jemandem das Du Dich in psychologischer Behandlung befindest. Dann
heisst es doch im Volksmund direkt......
Für mich ist ein Psychologe das Gegenstück zu einem Chirurgen. Der eine ist der Arzt für die Seele und der andere für die Knochen. |
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Superkalifragilistigex... Kapitän der 1.


Anmeldedatum: 01.10.2009 Beiträge: 1086
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Verfasst am: 18.11.2009, 22:27 Titel: |
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| Kleeiro hat Folgendes geschrieben: | | Superkalifragilistigex... hat Folgendes geschrieben: | Aber wie soll man denn Depressionen bei anderen Menschen erkennen? Es gibt nach aussen doch keine Symptome. Der/die Betroffene muss den ersten Schritt machen, entweder selber zum Arzt gehen, der einen dann zum Psychologen überweist oder sich jemandem anvertrauen (Familie, Freunde), die dann gemeinsam zum Arzt gehen.
Probieren die Depressionen ohne Fachpersonal zu bewältigen halte ich für falsch, bzw. birgt ein hohes Risiko. |
Und das ist das grosse Problem unserer Gesellschaft. Erzähle doch mal jemandem das Du Dich in psychologischer Behandlung befindest. Dann
heisst es doch im Volksmund direkt......
Für mich ist ein Psychologe das Gegenstück zu einem Chirurgen. Der eine ist der Arzt für die Seele und der andere für die Knochen. |
Im Volksmund sind ja auch alle Tättowierten Knastis oder Seemänner!
Man muss es ja nicht an die große Glocke hängen, wenn man in Therapie/Behandlung ist oder sehe ich das falsch? _________________ - kocham cię - |
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rancher Trainer der 1.



Anmeldedatum: 22.04.2007 Beiträge: 7248 Wohnort: Waterloo
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Verfasst am: 18.11.2009, 22:36 Titel: |
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| Superkalifragilistigex... hat Folgendes geschrieben: |
Man muss es ja nicht an die große Glocke hängen, wenn man in Therapie/Behandlung ist oder sehe ich das falsch? |
Ja, das siehst du falsch.
Denn gerade das war ja die Tragik, die Robert Enke zum Verhängnis wurde. _________________ ***Signatur gelöscht*** |
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Kleeiro Alte Herren


Anmeldedatum: 09.04.2009 Beiträge: 4146
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Verfasst am: 18.11.2009, 22:42 Titel: |
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Also ich habe weder ein Problem mit Menschen die tätowiert sind noch mit Menschen die ein psychisches Problem haben.
Wir sollten das verdammt nochmal akzeptieren und helfen, denn es kann jeden von uns treffen. |
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Dr. Socrates Alterspräsident


Anmeldedatum: 17.10.2006 Beiträge: 8393 Wohnort: Koblenz
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Verfasst am: 18.11.2009, 22:51 Titel: |
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Lesenswert aus "breitnigge":
"Wir fahren nach Schalke, um zu gewinnen. Für Robert.
Oder so.
Zumindestens der erste Teil des Zitats ist echt. Von Hanno Balitsch. Noch einer, der das mit Robert Enke alles vorher gewusst hat.
Wieso auch nicht. Das mit dem Auswärtssieg für Hannover jetzt.
Geht das Leben weiter, oder nicht?
Meine Meinung zum Thema Enke habe ich ja schon zum Besten gegeben. Kann man ähnlich sehen, muss man aber nicht.
Aber glaubt eigentlich irgendjemand ernsthaft, dass sich jetzt in der Bundesliga etwas ändern wird?
Will jetzt keiner mehr gegen Hannover gewinnen? Wegen Robert?
Wird es jetzt keine Schmähungen mehr von den Rängen geben, nur weil es vielleicht einen Spieler auf dem Platz geben könnte, der davon betroffen sein könnte. Jetzt auch als Tabu-Thema?
Ich mein’, klar, das wäre ja jetzt direkt mal eine Chance für die Schalker Fans, hier mal Charakter zu zeigen. Und sämtliche Schmähungen gegen den Gegner zu unterlassen. Nur die eigene Mannschaft nach vorne zu peitschen. Damit sie gegen Hannover das Heimspiel gewinnt?
Oder wäre das politisch inkorrekt? Weil Hannover schließlich Enkes Team war?
Und kommt es im nächsten Hannover-Spiel tatsächlich zum ausbleibenden Jubel, sollten die Bayern im Auswärtsspiel an der Leine siegreich sein? Sowas habe ich schon ernsthaft gelesen.
Für mich ist das alles weltfremd.
Ein Fußball-Fan mag das vielleicht noch differenziert sehen können. Aber in einem Stadion, in einer “Kurve” gibt es “die Fans”. Da geht der einzelne Fan “in der Masse” unter.
Und “die Masse” differenziert nicht. Deshalb wird es auch in Zukunft derlei emotional getriebene Ausbrüche geben, die den Gegner insgesamt, einzelne Spieler, den Schiedsrichter oder wen auch immer, beleidigen, herabsetzen und verunglimpfen werden.
So ist nun einmal Fußball. Auch das kann man gut oder schlecht finden (und schlecht finden dies vor allen all die Gutmenschen, die in diesen Tagen eine Veränderung in der Gesellschaft fordern).
Damit mich keiner falsch versteht: Ich bin eigentlich gar nicht so. Aber zwischen An- und Abpfiff verändere ich mich. Das ist eine eigene Welt. Welcher (wirkliche) Fan (mit allen Konsequenzen) kann derlei abstreiten?
Es ist hier auch kein einfaches “weiter so” gemeint. Das wird es nicht geben. Aber eben auch kein “jetzt wird alles anders”.
Was es geben wird – und sowas gibt’s (soweit ich weiß) auch beim FC Bayern schon – ist eine intensivere Betreuung rund um die Spieler. Psychologisch. Professionell.
Das ist gut und richtig.
Ferner wird es – sofern hier die Gesellschaft insgesamt ein Vorbild für den Fußball wird – irgendwann mehr Akzeptanz geben. Zum Beispiel auch für homosexuelle Fußballer (irgendwo habe ich den Vergleich mit Westerwelle/Wowereit gelesen – in der Politik geht’s, wieso dann nicht auch im Fußball? Alles nur eine Frage der Homophobie unter Hetero-Männern?).
Dann sind betroffene Spieler, dann ist der Mensch, der immer noch dahintersteht, eventuell stark genug, die “Schwulen”-Sprüche in Stadien locker(er) zu verarbeiten.
Aber stellen wir uns nur mal vor, man wüsste von der Depression eines Spielers. So wie im Falle Deisler. Gab es ab diesem Zeitpunkt wirklich keine Sprüche und Rufe mehr bezüglich seiner Krankheit? Wirklich nicht?
Dafür muss man stark sein. Als Spieler, als Mensch, als Persönlichkeit. Und das kann man erreichen. Mit entsprechender Hilfe.
Trotzdem geht imho der Alltag weiter.
Wie? Sehen wir dann ja in Schalke."
Gruß Doc _________________ Nie wieder Faschismus!
Nie wieder Krieg!
Nie wieder vierte Liga! |
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rancher Trainer der 1.



Anmeldedatum: 22.04.2007 Beiträge: 7248 Wohnort: Waterloo
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Verfasst am: 18.11.2009, 23:02 Titel: |
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"auf" Schalke Doc...
aber ansonsten Zustimmung  _________________ ***Signatur gelöscht*** |
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