|
| Thema drucken :: Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
|
Verfasst am: 17.03.2008, 14:07 Titel: Richter trifft in letzter Sekunde |
|
|
|
TuS Koblenz fährt überraschenden Auswärtssieg ein
Richter trifft in letzter Sekunde
Fürth - TuS Koblenz hat einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenverbleib gemacht. In einer am Ende turbulenten Partie gewann die Elf von Trainer Uwe Rapolder in buchstäblich letzter Sekunde bei der SpVgg Greuther Fürth. Das Tor des Tages erzielte Andreas Richter, zuvor hatte TuS-Torwart Dennis Eilhoff einen Foulelfmeter gehalten.
Ausgebremst! Der Koblenzer Anel Dzaka (links) lässt den Fürther Daniel Adlung ins Leere laufen. Gegen 1860 München wird der TuS-Kapitän allerdings fehlen. Dzaka kassierte in Fürth seine fünfte Gelbe Karte. Foto: Frey
SpVgg Greuther Fürth - TuS Koblenz 0:1 (0:0)
Die Uhr im Fürther "Playmobil-Stadion" zeigte 15.50 Uhr, als es für die Spieler und Betreuer von TuS Koblenz kein Halten mehr gab. Wenige Sekunden zuvor hatte Andreas Richter einen Eckball von Marko Lomic ins Netz geköpft, Schiedsrichter Christian Schößling pfiff erst gar nicht mehr an. Nach einer teilweise dramatischen Schlussphase jubelten die TuS-Kicker über einen überraschenden Auswärtssieg bei den Franken.
"Es war sicher etwas glücklich, aber nicht unverdient", bemühte TuS-Trainer Uwe Rapolder später eine Floskel, die aber letztlich den Spielverlauf und auch das Ergebnis völlig zutreffend beschreibt. Denn: Gerade in der zweiten Halbzeit mussten sich die Koblenzer mehrfach ihrer Haut erwehren, ehe sich die Dinge kurz vor dem Ende zugunsten der TuS wendeten. Entscheidenden Anteil daran hatte Torwart Dennis Eilhoff, der nach der Pause zunächst zwei Großchancen der Fürther vereitelte, ehe er in der 77. Minute einen Elfmeter von Stefan Reisinger parierte. "Es freut mich für ihn, nachdem er zwischenzeitlich doch etwas in der Kritik gestanden hatte", sagte TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos, der einen Einstand nach Maß verbucht hatte. "Ich habe noch nie gegen Fürth verloren", schmunzelte der neue Manager, "schön, dass es so geblieben ist."
Dafür gab es handfeste Gründe, die ihre Ursache vor allem in der Taktik von Rapolder hatten. Angesichts der Ausfälle von Branimir Bajic und Goran Sukalo hatte der Coach seiner Elf ein ungewohntes 3-5-2-System mit auf den Weg gegeben, mit dem die Hausherren vor allem in der ersten Halbzeit gar nicht zurecht kamen. Die Greuther liefen sich immer wieder fest, zwischenzeitlich agierten die Koblenzer hinten mit fünf Mann auf einer Linie.
"Das hat mir sehr gut gefallen", lobte Rapolder, der indes nach der Pause korrigierend eingreifen musste, als der Druck der Gastgeber immer größer wurde. Aus dem 3-5-2 wurde das gewohnte 4-2-3-1, was aber nichts daran änderte, dass die Führung der Fürther eigentlich nur eine Frage der Zeit war.
Vermutlich wären die Koblenzer auch mit dem einen Punkt zufrieden gewesen. Die TuS-Kicker gönnten sich sogar den Luxus, ihre wenigen Konterchancen mehr als fahrlässig zu vergeben. Bestes Beispiel: Statt den Ball ins Tor zu rammen, setzte der eingewechselte Gabriel Fernandez in der 90. Minute ohne Not einen Heber an - ein (missglücktes) Kunststück zum völlig falschen Zeitpunkt. "So etwas geht natürlich nicht", schimpfte Rapolder nach dem "Wechselbad der Gefühle". Konsequenz des Ganzen: Mit nunmehr 33 Punkten ist der Klassenverbleib greifbar nah. "Je früher, desto besser", meint Rapolder.
Sven Sabock
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html |
|
| Nach oben |
|
 |
chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
|
Verfasst am: 18.03.2008, 10:40 Titel: |
|
|
|
Koblenzer Systemwechsel greift
TuS ausnahmsweise defensiv zum Erfolg
Koblenz - Der Zweck heiligt die Mittel. So oder so ähnlich lässt sich im Rückblick das Koblenzer 1:0 bei der SpVgg Greuther Fürth zusammenfassen, das die Elf von TuS-Trainer Uwe Rapolder auf eher untypische Weise für sich entschieden hat. Was noch wichtiger ist: Mit nunmehr 33 Punkten ist der Klassenverbleib als vorrangiges Ziel fast schon erreicht.
- FOTO -
Vielbeschäftigt: TuS-Mittelfeldspieler Manuel Hartmann eroberte beim Koblenzer 1:0 in Fürth viele Bälle und bemühte sich im Spiel nach vorne um Struktur.
Wenn's sein muss, wirft Uwe Rapolder für 90 Minuten auch mal seine Prinzipien über den Haufen. Dominant aufzutreten ist eigentlich eines der Leitmotive, die der Trainer von TuS Koblenz seinen Schützlingen immer wieder mit auf den Weg gibt. Die eigenen Stärken einzubringen, das eigene Spiel durchzudrücken, unabhängig davon, ob der Gegner Bayern München oder Barfuß Jerusalem heißt. So haben es die Koblenzer in vielen der bislang 24 Partien in dieser Zweitliga-Saison praktiziert und sich hinterher oft geärgert, manchen Punkt liegengelassen zu haben. Am Sonntag allerdings lagen die Dinge ganz anders, vielleicht war deshalb der Jubel umso größer. Das 1:0 der TuS in Fürth kam auf eher unorthodoxe Art und Weise zustande, weil sich die Gäste über weite Strecken darauf beschränkten, dem Gegner zuvorderst das Leben schwer zu machen und erst dann den Weg nach vorne zu suchen.
Rapolder: "Haben in der ersten Halbzeit richtig gut gespielt"
"Wir haben in der ersten Halbzeit richtig gut gespielt", fand der Fußball-Lehrer und meinte damit vor allem das taktische Verhalten seiner Akteure. Angesichts von diversen Verletzten hatte er sich dazu entschlossen, bei den Franken mit einem bislang noch nicht praktizierten 3-5-2-System ins Rennen zu gehen - um dann Nadelstiche in der Offensive zu setzen. Eine eher defensivere Ausrichtung, die eins zu eins umgesetzt wurde. "Wir konnten so die Außenspieler schneller aufnehmen", erklärte der TuS-Coach später, der zufrieden feststellen konnte, dass den Fürthern wenig einfiel, um der TuS beizukommen. Was freilich auch daran lag, dass die Koblenzer Außenspieler bei gegnerischem Ballbesitz mitunter auf einer Linie mit den Verteidigern agierten und damit einen kaum zu überquerenden Wall bildeten. Kurzum: Die Koblenzer, die sonst selbst in der Fremde darum bemüht sind, stets den Weg nach vorne zu suchen, können auch anders.
Dass diese Strategie zum Erfolg führte, lag für Mittelfeldmann Manuel Hartmann vor allem daran, "dass wir uns cleverer als in Köln angestellt haben". Nachdem Trainer Rapolder dort noch bemängelt hatte, dass der letzte Tick fehlte, konnte er sich nun über mangelnde Entschlossenheit auf allen Ebenen nicht beschweren. Der gehaltene Elfmeter von Torwart Dennis Eilhoff war fast schon die logische Konsequenz aus dessen Glanzleistung in der zweiten Halbzeit, der vielumjubelte Siegtreffer von Andreas Richter in letzter Sekunde war letztlich nicht einmal überraschend.
Loos: "Hervorragend eingestellte Mannschaft"
"Ich habe eine taktisch hervorragend eingestellte Mannschaft gesehen", gab's denn auch ein Lob vom rundum zufriedenen Geschäftsführer Wolfgang Loos, der ebenso wie Rapolder weiß: Jeder Zähler, der beizeiten eingefahren wird, hilft bei den Planungen für die kommende Spielzeit. "Wir brauchen noch zwei Siege", sagt derweil Trainer Rapolder, der damit aber noch nicht am Ziel seiner Träume ist: Seine Motivation ist, die Mannschaft weiter zu entwickeln. Die ominöse 40-Punkte-Marke dürfte dabei quasi nur eine Zwischenmarke sein. Eine Prognose, die angesichts von zehn ausstehenden Partien durchaus realistisch ist. Die taktische Reifeprüfung haben die Koblenzer in Fürth allemal bestanden.
Sven Sabock - Foto: Thomas Frey
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html |
|
| Nach oben |
|
 |
chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
|
Verfasst am: 18.03.2008, 10:40 Titel: |
|
|
|
Einwurf
Käsekuchen und grüne Männchen
Sven Sabock blickt auf den 24. Spieltag zurück
Der Beruf bringt es so mit sich, dass man als Berichterstatter auch so eine Art "Groundhopper" ist. Vermutlich haben Sie schon von dem etwas merkwürdigen Hobby mancher Fußball-Fans gehört, die 900 Kilometer einfachen Weg fahren, um sich ein Zweitliga-Spiel in Tschechien oder Polen anzuschauen - nicht zuletzt, um sich vom Charme manch maroder Arena zu überzeugen. Eine zugegeben etwas skurrile Passion, aber jeder pflegt eben sein ganz spezielles Hobby.
So ähnlich wie den "Stadionhüpfern" geht es auch uns. Alle zwei Wochen treibt uns die Pflicht quer durch die Republik. Ob Aue, Jena, Burghausen oder Rostock - jede Stadt und jedes Stadion haben ihr ganz besonderes Flair. Das trifft zweifellos auch auf Fürth zu, wo vor allem Traditionalisten auf ihre Kosten kommen. Am Ronhof, so hieß das dortige Stadion früher, hat die SpVgg in früheren Zeiten manches Fußball-Fest geboten. Insgesamt drei Mal waren die "Kleeblätter" Deutscher Meister, zuletzt 1929. Große Fotowände zeugen im Innern von den Großtaten der wackeren Mittelfranken, eine Ahnengalerie schmückt den Presseraum.
Nun geht es den Fürthern nicht anders als vielen altehrwürdigen Klubs, die mit der Last der Tradition zu kämpfen haben. Das wird nicht zuletzt an der Kampfbahn deutlich, die unübersehbar ihre besten Tage hinter sich hat. Aber vor den Toren von Nürnberg wird seit einigen Jahren der architektonische Spagat zwischen Gründerzeit und Moderne praktiziert - wenn auch mit höchst durchwachsenem Erfolg.
Was ja womöglich auch mit dem neuen Namen der Spielstätte zusammenhängt. Aus dem Ronhof ist längst das "Playmobil-Stadion" geworden, neben den guten alten Holzbänken gibt's bunte Sitze, zudem kann der Gast vier verschiedene Tribünenarten bewundern. Was recht lustig aussieht, aber gar nicht witzig ist, wenn es regnet. Bei der Überdachung der Stehplätze ist offenbar das Geld ausgegangen. Aber auch das ist kein Problem: Für die Fans gibt's gratis grüne Ganzkörper-Plastiktüten, die die Anhänger quasi zu lebenden Playmobil-Männchen werden lassen.
Mit der Improvisations-Kunst der Fürther geht obendrein eine ganz besondere Gastfreundschaft einher - was sich wahrlich nicht von allen Städten im Bundesliga-Unterhaus behaupten lässt. Das fängt beim hilfsbereiten Ordner an und endet - ganz wichtig bei Journalisten - mit einer adäquaten Bewirtung. Nicht genug damit, dass die ausgehungerten Berichterstatter vor der Partie mit einem warmen Mahl aufgepäppelt werden, nach den aufreibenden 90 Minuten gibt's sogar noch wahlweise Käsekuchen oder Erdbeerboden mit Sahne. Das hat zweifellos Erstliga-Niveau, wobei sich der Fürther Anhang nach dem 0:1 gegen Koblenz aber offensichtlich schon auf die nächste Saison in der Zweiten Liga einstellt. "Bis zum nächsten Mal", sagt der freundliche Mann an der Tür. Gerne - und sei es nur, um ein Stück fränkischen Käsekuchen zu genießen.
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-2.html |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|