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Torlöwe Gast
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Verfasst am: 08.12.2007, 11:25 Titel: Remis bei Aue: TuS lässt Punkte liegen |
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FC Erzgebirge Aue - TuS Koblenz 0:0
Remis bei Aue: TuS lässt Punkte liegen
Aue -
TuS Koblenz sammelt weiter eifrig Punkte für den Klassenverbleib. Beim Gastspiel in Aue war für die Elf von Trainer Uwe Rapolder allerdings mehr drin als nur ein mageres 0:0. Die TuS verpasste den dritten Auswärtsdreier bei den biederen Sachsen.
Selten ging es am Freitagabend im Erzgebirge so spektakulär zu: In einer ereignisarmen Partie der Zweiten Fußball-Bundesliga trennten sich Aue und die TuS Koblenz 0:0. Für die TuS, die defensiv auch dank der Kopfballstärke von Branimir Bajic (Zweiter von rechts) und Manuel Hartmann (links) gut stand, war es immerhin der 21. Punkt im 16. Saisonspiel. (FOTO: Spielszene, Anm. Torlöwe)
Wismut, Erz und Nickel - die Schätze im Erzgebirge sind unterirdisch. Der Fußball ist es neuerdings auch. So betrachtet hätten die Spieler von TuS Koblenz von ihrem Gastspiel bei einer maßlos enttäuschenden Mannschaft von Erzgebirge Aue mehr mit nach Hause bringen müssen als ein torloses Unentschieden.
Keine Frage, bei etwas mehr Präzision und Durchschlagskraft im Angriffsspiel wäre für die Elf von Trainer Uwe Rapolder bei den Sachsen auch der dritte Auswärtssieg dieser Spielzeit drin gewesen. Aber immerhin schlagen jetzt schon vier Spiele in Folge ohne Niederlage für die Koblenzer zu Buche.
TuS-Trainer Uwe Rapolder blieb auch im Erzgebirge seinem mittlerweile liebgewonnenen Grundsatz treu, niemals zweimal in Folge dieselbe Startelf aufs Feld zu schicken. Auf drei Positionen verändert nahmen die Koblenzer auf dem tiefen Geläuf sogleich das Heft in die Hand. Die allgemeine Verunsicherung bei den Gastgebern ausnutzend, machte und kontrollierte die TuS in der Anfangsphase das Spiel. Die Spielanlage stimmte, nur in Sachen Zielstrebigkeit ließ die Koblenzer Offensive vieles vermissen.
Wenn überhaupt ging Gefahr von der linken Seite aus, wo sich Marko Lomic und Anel Dzaka mühten, Druck auf die Auer Defensive auszuüben. In der Spitze indes war Kenan Sahin allzu oft auf sich allein gestellt. Und rechts verweigerte Du-Ri Cha über weite Strecken die Teilnahme am Spiel.
Djokaj hat zweimal Siegtor auf dem Fuß
Nach anfänglicher Desorientierung kam Aue in der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs besser ins Spiel. Die Platzherren standen nun nicht mehr so tief, wurden mutiger und erarbeiteten sich, angetrieben vom flinken Skerdilaid Curri, auch einige Chancen. Die beste vergab Carsten Sträßer, dessen Schuss von der Strafraumgrenze TuS-Torhüter Dennis Eilhoff per Fußabwehr entschärfte (35.). Einen Schuss von Kapitän Jörg Emmerich konnte die aufmerksame TuS-Defensive im letzten Moment noch blocken (43.).
Von der TuS war am Ende von Halbzeit eins nicht mehr viel zu sehen. Wie vom böigen Wind weggeblasen war die anfängliche Ballsicherheit und Dominanz. Der Koblenzer Abwärtstrend hielt auch zu Beginn der zweiten Halbzeit an. Dem begegnete Rapolder mit zwei Maßnahmen. Zum einen beorderte er Cha auf die Position des rechten Verteidigers. Martin Forkel und später der eingewechselte Tayfun Pektürk übernahmen auf dieser Seite den offensiven Part. Zudem schickte der Trainer nach 55 Minuten Ardijan Djokaj für den recht uninspiriert agierenden Sahin auf den Rasen.
Mit Djokaj wurden die Koblenzer schließlich auch torgefährlicher. Zweimal hatte der Linksfuß das 1:0 für die Gäste auf dem Fuß. Doch in der 72. Minute war es Aues Verteidiger Thomas Paulus, der einen Djokaj-Schuss per Kopf von der Linie kratzte. In der Schlussminute schließlich hämmerte wieder Djokaj das Leder nur an den Pfosten des Auer Kastens.
Szenen, die belegen, dass die Koblenzer gegen Ende der Partie gegen die mehr und mehr resignierenden Gastgeber wieder größeren Aufwand betrieben, um die Partie doch noch siegreich zu gestalten. Doch insgesamt war das offensiv einfach zu wenig aus TuS-Sicht.
Das sah auch Trainer Uwe Rapolder so: "Natürlich können wir mit dem einen Punkt hier in Aue leben. Doch wenn wir uns in 90 Minuten nur einen einzige Eckball herausspielen, ist das unterm Strich nicht genug."
Klaus Reimann
Quelle: RZ-Online
http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html |
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chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
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Verfasst am: 10.12.2007, 18:49 Titel: |
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Tiefer Boden machte allen Spielern zu schaffen
TuS: Ergebnis geht vor Ästhetik
Aue - Die Leistung war bescheiden, aber die Ausbeute stimmte: Weil die Koblenzer nach dem 0:0 in Aue seit nunmehr vier Partien unbesiegt sind, nahmen sie auch billigend in Kauf, dass im Erzgebirge vieles Stückwerk geblieben war. Zudem machte der tiefe Boden allen Beteiligten zu schaffen.
- FOTO -
Schwerstarbeit im Morast von Aue: Auch der technisch beschlagene TuS-Kapitän Anel Dzaka (links, im Duell mit Aues Jörg Emmerich) kam im Erzgebirge kaum dazu, seine eigentlichen Fähigkeiten einzusetzen. Stattdessen musste er sich in vielen Zweikämpfen aufreiben.
Müde kamen sie am Samstag daher. Drei Runden um das Wasserwerk mussten all jene Akteure von TuS Koblenz zurücklegen, die am Freitag bei Erzgebirge Aue über die volle Distanz marschiert waren. Entsprechend gemächlich ging es rund um das Stadion Oberwerth zu, zumal der komplette Tross erst in der Nacht wieder in der Heimat eingetrudelt war.
Viel hätte nicht gefehlt, und die komplette Tour wäre im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen. Nach zwei Schauern mit sintflutartigen Regenfällen hatte die Partie zwischenzeitlich sogar auf der Kippe gestanden. Erst nach zwei Platzbegehungen gaben die Verantwortlichen grünes Licht. "Wir hatten die längsten Stollen aufgezogen, die es gibt", erzählte TuS-Torwart Dennis Eilhoff.
"Es war ganz schwer, dort ordentlich Fußball zu spielen"
Der extrem tiefe Boden war auch einer der Gründe dafür, dass die 90 Minuten im Erzgebirgsstadion alles andere als ein Vergnügen für die 7500 Zuschauer wurden - darunter auch 60 wackere TuS-Fans, die in ihrem Block obendrein schutzlos dem scharfen Wind ausgesetzt waren. "Es war ganz schwer, dort ordentlich Fußball zu spielen", berichtete Innenverteidiger Matej Mavric, "deshalb müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein." Eine pragmatische Sicht der Dinge, zumal es seit jeher nicht einfach ist, den heimstarken Auern einen oder gar drei Zähler abzutrotzen. "Wichtig ist erst einmal, dass wir hinten zu Null gespielt haben", ergänzte Mittelfeldmann Goran Sukalo, "denn normalerweise schießen wir mittlerweile vorne immer ein Tor."
Was im Erzgebirge allerdings nicht gelang, weil sich die Koblenzer nach einem starken Auftakt darauf beschränkten, das Unentschieden zu verwalten. Massenhaft Zweikämpfe prägten das Spielgeschehen, zahlreiche Unterbrechungen taten ein Übriges zu dem zerfahrenen Hin und Her im Morast.
Aus Sicht der TuS konnte man das durchaus verschmerzen, schließlich lastete der Druck in erster Linie auf den Schultern der Platzherren. Aber: Weil die Erzgebirgler nicht in der Lage waren, einen strukturierten Angriff bis zum Ende zu spielen, wäre wohl auch nach drei Stunden noch kein Tor gefallen - sieht man von der Großchance ab, die TuS-Torwart Dennis Eilhoff in der 35. Minute mit einer Fußabwehr parierte.
"Wir hätten gewinnen können"
Vielleicht merkten die Koblenzer zu spät, dass in Aue mehr möglich war. Mit zwei gezielten Umstellungen und der Hereinnahme des unter der Woche angeschlagenen Ardijan Djokaj schrammte die Elf von Trainer Uwe Rapolder nur knapp an den drei Punkten vorbei. Aber hinterher ist man freilich immer schlauer, "wir hätten gewinnen können", merkte Sukalo zu Recht an.
Dass am Samstag die Stimmung trotz der müden Beine ziemlich entspannt war, lag auch an der Tatsache, dass sich der Aufwärtstrend mehr und mehr in der Tabelle niederschlägt. Seit vier Spielen sind die Koblenzer nun schon ohne Niederlage, die vom Trainer stets geforderte Stabilität nimmt Formen an. "Wir sind aber nicht Bayern München und holen uns einfach in Aue die Punkte ab", sagte Sukalo, der auf dem glitschigen Geläuf mehr damit zu tun hatte, den Stand zu bewahren, als die Koblenzer Angriffe mit Wucht voranzutreiben. Im Nachhinein wird er sich vermutlich ärgern, im Erzgebirge nur ein 0:0 erreicht zu haben. Aber im Schmuddelwetter Sachsens überwogen die Realitäten.
Sven Sabock - Foto: dpa
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html |
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