Mika Alte Herren

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Verfasst am: 28.08.2007, 08:16 Titel: Rapolder blickt schon nach vorne |
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Rapolder blickt schon nach vorne
Trainer von TuS Koblenz bringt die Niederlage in St. Pauli nicht aus der Ruhe - Änderungen gegen den FCK wahrscheinlich
Im Nachklapp wird man sich im Lager von TuS Koblenz vermutlich mächtig ärgern. Denn: Die Niederlage beim FC St. Pauli war vermeidbar, zeigte aber auch, dass die neuformierte Mannschaft noch in der Findungsphase ist.
Foto - Uwe Rapolder
KOBLENZ. Kurz vor Mitternacht trudelte die Reisegruppe von TuS Koblenz am Sonntag wieder in der Heimat ein, ehe gestern das obligatorische Programm am Tag nach dem Spiel absolviert wurde. Auslaufen und Pflege für die Stammspieler, eine ganz normale Trainingseinheit für die Reservisten. Zeit auch, um das 0:1 beim FC St. Pauli aufzuarbeiten, das sich die TuS-Kicker in weiten Teilen selbst zuzuschreiben hatten. Im Nachklapp blieb die Erkenntnis, dass der technisch limitierte Gegner lediglich aufgrund von Leidenschaft und Zweikampfhärte den Platz als Sieger verließ. Zwei Chancen genügten den Gastgebern, um drei Punkte einzufahren, das schmerzt. Noch dazu wurde den Koblenzern in der Schlussphase ein klarer Elfmeter verweigert, wie die Fernsehbilder eindeutig belegten - als Alibi sollte das angesichts der überschaubaren Offensivleistung freilich nicht herhalten.
All das kommentierte Trainer Uwe Rapolder am Tag danach ebenso nüchtern, wie er es unmittelbar nach den 90 Minuten getan hatte. Deckel drauf, am Freitag steht bereits das mit Spannung erwartete Derby gegen Kaiserslautern an. "Ich habe in meiner Laufbahn schon viele Spiele erlebt, über dieses muss ich mich nicht besonders aufregen", blickt der Coach nur kurz zurück, "man muss die Dinge einfach realistisch sehen." Soll heißen: Rapolder war und ist durchaus bewusst, dass der Umbau der Mannschaft seine Zeit braucht. Allem Anschein nach ist seine neuformierte Truppe noch nicht so weit, wie manch einer geglaubt hatte. "In Koblenz sind viele Dinge im Wandel, das muss alles verarbeitet werden", sagt der Trainer mit Blick auf die gestiegene Erwartungshaltung, die nach den Transfers und der gelungenen Vorbereitung die Sicht auf das Wesentliche verstellt haben. Auch in diesem Jahr wird kein Spiel zum Selbstläufer, muss jeder Punkt erarbeitet werden.
Als Konsequenz daraus bleibt nach dem Pauli-Spiel auch die Erkenntnis, dass die Suche nach der Balance weitergeht. "Wenn wir mehr Wert auf die spielerische Komponente gelegt hatten, hat uns die Kompaktheit gefehlt und andersherum die Kreativität", fasst der Trainer die ersten drei Auftritte inklusive der Personalwechsel zusammen.
Gut möglich, dass am Freitag gegen Kaiserslautern wieder eine andere Formation als in Pauli beginnt, zumindest waren Rapolders disziplinarische Maßnahmen eine (vorerst) einmalige Angelegenheit. "Wir gehen diskret, aber konsequent unseren Weg", so der Coach, der nichts davon wissen will, dass die aus der Startelf gerutschten Akteure wie Fatmir Vata, Dragan Bogavac oder Marko Lomic indirekt die Gewinner waren: "Verlierer waren vor allem die Spieler, die nicht auf dem Platz waren. Ich musste nach einigen Vorfällen ein Zeichen setzen."
In dieser Woche will Rapolder im Vorfeld des Lautern-Spiels weiter "genau hinschauen", wie sich seine Akteure auf dem Platz bewegen, "der ein oder andere wird sich am Riemen reißen müssen". Was nichts daran ändert, dass ihm wohl schon eine Elf vorschwebt, die gegen den FCK die in Pauli verpassten Punkte zurückholt. Angesichts der kurzen Trainingswoche bis zum Freitag bleibt ohnehin nicht viel Zeit, um größere taktische Änderungen auszuprobieren. Dazu gibt's für den Trainer auch gar keinen Anlass: "Die Automatismen haben wir in der Vorbereitung einstudiert." Stattdessen steht aktive Erholung an vorderster Stelle. Rapolder: "Wir arbeiten an Kopf, Herz und den Beinen."
Rhein-Zeitung |
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