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Radtour nach Kaiserslautern
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LGW
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BeitragVerfasst am: 16.03.2009, 11:38    Titel: Radtour nach Kaiserslautern Antworten mit Zitat

„Die Tatsache, dass ich hier stehen kann, verdanke ich in allererster Linie meiner Krankenversicherung, dem Klinikum und der deutschen Pharmaindustrie.“

Ein bekannter Entertainer des TV konnte noch mit Humor auf seine schwere Erkrankung reagieren.
Auch die Radtour mit den kaputten Knien bedurfte „medizinischer“ Unterstützung und glich eher einer Handykap-Veranstaltung, als einer vernünftigen Entscheidung im fortgeschrittenen Alter.

Außer dem „Doping“ für die Knie passte in die Lenkertasche noch Penatencreme, Muskelöl, Zahnbürste und Zahncreme, sowie Ersatzsocken, T-Shirt, Unterhose, zweite Radlerhose und TuS-Schal.

Die Planung
Ein Blick auf die Autokarte reichte um zu sehen, dass es eine 3-Flüssefahrt gibt.
Zuerst am Rhein entlang, dann ein Stück die Nahe hoch, um an der Alsenz entlang nach Lautern zu kommen. Karte und so ein Ballast brauchte ich nicht, im nach hinein hätte ich aber einen Kompass mitnehmen sollen.

Das Wetter
machte mir die größten Sorgen. Ab Bingen rechnete ich mit Gegenwind bis nach Kaiserslautern. Die Fahrt entlang der Flußtäler sollte einen gewissen Schutz bieten, wobei regelrechte Düseneffekte in Schleifen und an Engstellen im Vorfeld durch meine "Lufterfahrung" schon eingeplant wurden.

Das Fahrrad
Zur Auswahl standen mein teures Marken-Treckingrad, dass ich vor rund 18 Jahren in Stuttgart bei gefühlten minus 10 Grad auf dem Grund eines Schloßteichs durch die dicke Eisschicht entdeckte.
Restaurationssüchtig auf alles , was so „Schrauberseelen“ wie mich nicht mehr los läßt, entpuppte sich aus dem Schlammpaket, wofür meine Begleiter mir nur den Vogel zeigten, nach „entfluten“ des Rahmens über die Trinkflaschenlöcher und Abspritzen ein richtig guter Drahtesel. Nur für das abgefackelte Rücklicht durch die wahrscheinlich jugendlichen Diebe mit anschließendem Versenken im Schloßteich, brauchte noch ein wenig Geld investiert werden.
Alternative war das Fahrrad meines Sohnes. Mountainbike heißen wohl diese unsinnigen Geräte, die bei 99% der kids nie einen Berg sehen und grobstollig über glatte Fahrradwege getrieben werden.
Gottseidank konnte ich ihn vor der letztenjährigen Sommerurlaubstour von der Spreequelle bis zum Olympiastadion in Berlin davon überzeugen, dass ihm nur ein gescheites Strassenprofil eine Chance gegen mein altmodisches Fahrrad läßt.
Nach monatelanger Verweigerung eine Waage zu betreten, entschied dieses erbarmungslose Teil durch die Faustformel 1kg Bauch zu viel gleicht man mit 2kg weniger Radgewicht aus, welches Rad nun zu nehmen sei.
Sorgen bereitete der schmale Sattel mit der ungenormten Rinne in der Mitte, wofür vielleicht in dem asiatischen Herstellerland ein männliches Modell Pate stand.
Das die Dinger impotent machen können, relativierte ein Radkenner damit, dass sein größtes Problem von Impotenz der fehlende Kettenschutz sei. Mr. Green
Das ließ dann ja keine weitere Probleme erwarten Smile
Jetzt noch die Socken "frisieren", das bringt mehr als Kettenöl und sonstige Schmiererei. 4bar mit Ohrenstopfen und Schutzbrille bewaffnet traute ich mich in die Schläuche zu jagen und schon konnte es um 16.00 Uhr am Oberwerth los gehen.


Zuletzt bearbeitet von LGW am 18.03.2009, 12:08, insgesamt einmal bearbeitet
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letitgo
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BeitragVerfasst am: 17.03.2009, 10:46    Titel: Antworten mit Zitat

Dann mal nachträglich noch gute Fahrt.
Wie lange haste denn nun gebraucht?

Wäre vielleicht auch ne gute Idee, durch den " SpielerKreisel" ne Runde zu drehen Mr. Green
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LGW
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BeitragVerfasst am: 17.03.2009, 12:34    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Dir !
Die 180 Dezibel kamen phasenweise an - Danke Euch dafür !

Fahrzeit incl. Pausen waren 11 Stunden.
Ich schreibe den Beitrag detailiert weiter, sobald ich die Zeit dafür finde.

Grüße
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LGW
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BeitragVerfasst am: 18.03.2009, 12:06    Titel: Antworten mit Zitat

Von dem ehemaligen „Remagener“ Rudi Altig hatte ich gelernt, dass ein Radfahrer seinen Hintern besser pflegen muß, als sein Gesicht. Mit dick Wollfett und Zinkoxid des berühmten Bad Honnefer Drogisten Max Riese zwischen den Backen gings 4buchstabenmäßig mit vollen Hosen los, ob ich diese Strecke bewältigt bekomme.
Noch auf kriegsfuß knirschend mit der Gangschaltung beschäftigt, tauchte schnell die Königsbacher neben mir auf und Schloß Stolzenfels wirkte schon monumental. Als bereits nach 20 Minuten der Lenker auf der Höhe der Marksburg hinter dem Campingplatz in Brey oder Niederspay erreicht hatte, war ich vollen Mutes - das klappt !
Kaum erblickte ich auf der gegenüberliegenden Rheinseite Osterspay, trat das ein womit ich bei der Abfahrt schon rechnete. Nicht nur die Uhren gehen in der Blumenkübel-Wettbewerb-Enklave anders rum, auch der Wind blies mir mächtig ins Gesicht.
Gut, dass die Rheinschleifen nach 1 Stunde Fahrt zu ende waren und ich die erste paar Minuten-Rast in Boppard an der Promenade nahm, sinnierend über die Laufräder, wie sie auf dem Asphalt singen und der Kette, wie sie auf den Zahnkränzen schnurrt.

Mit der Gewissheit, Alter und Tücke besiegen Jugend und Können lief es weiter problemlos Ich habe mir geschworen, nicht zu altern und hielt mich an rund 80 Kurbelumdrehungen pro Minute, egal in welchem Gang.
Da gings schon ab nach Werlau, wo wir im Endspiel um die links- und rechtsrheinische Meisterschaft in irgendeiner Jugendklasse immer, jedes Jahr die Spiele verloren hatten.
St.Goar war schnell erreicht, ich freute mich auf die Loreley. Es lief dermassen rund, dass ich keine Lust verspürte, eine weitere Pause einzulegen und fuhr durch bis zur Pfalz im Rhein bei Kaub.
An der Bushaltestelle den Rest Wasser runter laufen lassen, damit die Rotze nicht weiter am Rahmen vertrocknet kleben bleibt und weiter gings Richtung Bingen.
Um halb 8 erreichte ich den Ort, es sollte das erste Ziel der in 2 Teilen geplanten Route nach Kaiserslautern sein.
Ich radelte noch eine ganze Stunde in Bingen rum, weil die Unterkünfte sauteuer waren. In Frankfurt war gleichzeitig Messe, glaube die Ambiente, dort sind keine Zimmer unter 200€ mehr zu kriegen und das hat sich bis in den Rheinort rum gesprochen. Als dann eine Absteige mir 7,5€ für die Unterbringung meines Fahrrads abknöpfen wollte, regte sich bei mir dieser unbändige Ehrgeiz wie bei den Urlauben in südlichen Ländern, mal ein näheren persönlichen Kontakt zu dem „Volk“ aufzunehmen, um rauszukriegen, was die so in meiner Situation denn zum schlafen nehmen würden. Das wurde dann beim Inder während eines köstlichen TandooriChicken dann mal durchgegangen. 0,4-er Wasser, danach zwei 0,4-er Bitburger brachten keine Unterbrechung in die Gespräche, ein eindeutiges Zeichen, dass ich während den 3 ½ Stunden Fahrradtour wohl zuwenig getrunken hatte.
Mehr will ich garnicht zu schreiben – aber es kam eine gute Lösung dabei raus. Wink

Radfahren begann im Streckenteil 2......
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LGW
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BeitragVerfasst am: 19.03.2009, 14:19    Titel: Antworten mit Zitat

Wie gut das Muskelöl wirkte, wurde am folgenden Morgen deutlich. Keinerlei Muskelkater, Verspannungen oder sonstige Wehwehchen konnte die Motivation schmälern – wenn nicht diese Bemerkung über mindestens noch 130km bis Kaiserslautern mir das Brötchen im Hals feststecken ließ. Da fährste dir ja Eiterbeulen zwischen Skrotum und Anus, dachte ich mir und begab mich dann zögerlich mit einer vagen Beschreibung, wie ich aus dem demoralisierenden Nest heraus die Nahe finde, auf mein Rad.
Der Radweg Richtung Bad Kreuznach war dann schnell gefunden. Das breite Nahe-Delta empfing mich mit mächtig Gegenwind und Nieselregen.
Die Ansicht, dass das Ideal der klassischen griechischen Kultur, welches auf die Harmonie von Körper und Geist abzielt, genauso wie der Mensch und das Fahrrad eine perfekte Synthese aus Körper und Maschine bilden würde, konnte ich nicht erleben. Mich beschäftige eher, wie viele kg Kartoffeln man verdrücken muß, für geschätzte 4000 Kalorien Verbrauch bis Lautern. Von der Gegend her gesehen, wird’s wohl wenigstens keine Mangelernährung geben dachte ich mir und nahm den Kampf gegen Wind und Wetter auf.
Noch keine 5km unterwegs, zwickte es im rechten Oberschenkel, der Sattel rutschte nach unten und ich saß weitere 5km wie ein Affe auf dem Schleifstein auf dem inzwischen angeformten Sattel, der glücklicherweise noch nicht im Hintern saß.
So hatte ich eine gute Ausrede, mal öfters aus dem Sattel zu gehen – nein, das hatte mit dem Wind gaaaarnichts zu tun.....
Außerdem hätte ich das mit dem Sattel loooocker auch so bis Lautern durchgestanden. Es war halt Zuuufall, dass mit 2km Umweg jemand mir zufällig begegnete, der einen Imbusschlüssel in der Garage fand, um diesen verfluchten Schnellspannverschluß an der Sattelhalterung mit einer Viertelumdrehung so zu stellen, dass mir die Kniee nicht dauernd ins Gesicht schlugen.
Schöner Beginn, 10 Kilometer im Regen und Gegenwind, mit einem Energieverbrauch von rund 2kg Fritten und danach wegen einer Baustelle im Schotterbett 2km neben dem Rad auch noch in die falsche Richtung gelaufen. Hätte mir der Schrauber mit dem Imbusschlüssel auch gleich sagen können, dass Bretzenheim eher auf der Route liegt, als Sprendlingen.
So lief ich nach 2 ½ Stunden Fahrzeit erst in Bad Kreuznach ein. Die rund 300 Meter Abfahrt nahm ich doch tatsächlich erstmals ohne mittreten, aber das hatte ja nuuur mit der Landschaft zu tun, die ich mir anschauen wollte, die Beine waren ja noch soooooo fit.....
Quäl dich, Du Sau, dachte ich mir und stieg erst garnicht vom Rad, es konnte ja nur noch schlimmer werden.
Bad Münster am Stein war dann genauso naß wie die Nahe, aber das machte nix. Irgendwann ist das sowieso egal und man merkt nichts mehr. Nur dieser verfluchte Wind. Der formt tatsächlich den Charakter und ich tat einen Teufel, mich am Bahnhof nach den Abfahrtszeiten dieser Bimmelbahn an der Alsenz entlang zu erkundigen. Das muß wohl der „Schleichweg“ der Kölner Fans sein, um unbehelligt bis Kaiserslautern anreisen zu können. Von Bingen aus faktisch die Route, die ich mit dem Rad fuhr.
¼ Stunde Pause machte ich in einem Kiosk, wo 2 Lauterer Fans ungläubig abwechselnd auf mich und das Fahrrad schauten. Waren aber gut drauf und Einer begleitete mich bis zur Abfahrt ins Alsenztal – aber nicht ohne mir rein zu drücken, dass es bis vor Kaiserslautern immer leicht bergauf geht und das Wetter noch schlechter wird. Mein Dank war grenzenlos, erst recht, als ich nach 3 Kilometer auf irgendeinem verfluchten Hof stand und kein Radweg weiter führte. Wegen der Bahnlinie konnte ich den ganzen Schei.ss wieder zurück – aber wenigstens hatte ich einmal an dem Tag Rückenwind. Dass ich das noch erleben durfte.
Bis zum Ort Alsenz hatte ich dann meinen Rhythmus endlich gefunden und radelte mit den angepeilten 80 Kurbelumdrehungen so vor mich hin. Im Ort bisschen mit der Verkäuferin im Schlecker verzällt und gegen das aufkommende Bedürfnis gekämpft, die Konversation auf Stunden auszudehnen.
Rockenhausen, dahin sollte ich, meinte sie kopfschüttelnd. Keine 4 Kilometer bekäm man sie aufs Rad. Das hatte ich nun auch wirklich nicht vor, hatte ich mit meinem eigenen Gewicht doch genug zu kämpfen..
Rockenhausen. Wie sich das schon anhört, Donnersbergkreis, jau. Bin doch kein Radrennfahrer mit 1000Watt in den Beinen und 2Watt im Hirn.
Irgendwann wurde es in diesem Tal so eng, dass ich in den Außenspiegeln der vorbeischleichenden Autos mein fletschendes Gebiss sehen konnte und schon leitete man mich die Berge hinauf von der komfortablen Kreisstraße ab.
So langsam erschienen die ersten Fata Morganas und ich fragte mich, welcher Bekloppte den Asphalt des Fahrradweges an die senkrechte Wand genagelt hat. Unter mir begann der Asphalt abzurutschen, so steil kam mir dieser Wahnsinn vor. Als ich dann so fertig in den Beinen und Kopf war, dass ich mir überlegte, wie ich die plötzlich visuell auftauchenden Serpentinen bergauf dann anbremsen sollte, wußte ich, wie körpereigene Glückshormone funktionieren.
Voller Stolz und mit mords Selbstvertrauen, diese doch lächerliche „Bodenwelle“ locker gemeistert zu haben, schoß ich die Abfahrt hinunter. Das konnte ja nicht gut gehen. Treckerdreck auf Rinnsälen den Berg runter zwang mich dann zu der blitzschnellen Entscheidung, geradeaus durch die Wiese oder in der Kurve mit den Slicks auf die Fres.se legen.
Da kein Stacheldrahtzaun für die anderen Rindviecher zu sehen war, entschied ich mich für eine kurze Auffahrt die Wiese hoch (hehehe, nix links bis ins Kuhdorf runter schibbeln), hinterließ einen braunen Bremsstreifen auf der Wiese und fuhr als ob nix gewesen wäre.
So führte ich an jedem Berg meinen privaten Guerilla-Krieg und kam dann tatsächlich doch noch in Rockenhausen an.
Warme Fleischwurst im Brötchen, das wärs doch jetzt, dachte ich mir, aber selbst die Metzgereien sind in der Pfalz seltener, als die Kebab-Buden.
Dort machte ich mich erst mal frsich. Ich war jaaa nicht müüüüde. Nur, weil der „türkische“ Besitzer ein Fußballfan war, bliiieb ich jaaaa länger.
Damit das nicht auffiel, dass ich kein Bock mehr aufs Rad hatte, verzettelte ich ihn Gespräche über den 1.FCK. Bis ein paar Monate zuvor arbeitete er bei einer Pizza-Kette und belieferte die Spieler der Lauterer mit Pasta und Pizza, erzählte er stolz. Auch der TuS hätte er letzte Saison beliefert. Das muß ja gutes Zeugs gewesen sein und probierte bei ihm einen Salatteller mit Hühnchenstreifen und Parmesan.
Fenerbahçe oder Galatasaray wollte ich fragen, aber er kam mir zuvor und sagte, dass Türken ihm eigentlich viel zu streng und unnachgiebig seine, das würde er auch bei seiner Frau merken, er käme aus dem Irak. So konnten wir noch ein wenig über Bernd Strange philosophieren und warum man verstehen muß, dass es normal ist, im Irak als Privatperson eine Waffe zu haben, aber ihm jedes Verständnis dafür fehlt, dass in dem sicheren Deutschland ein Vater so verantwortungslos damit um geht. Das erste Mal, dass ich von dieser Tragödie in diesem Umfang erfuhr.
Es ging weiter mit dem Bewußtsein dass der Donnersberg mich genauso wenig schaffen kann, wie die Pyrenäen, Wille ist alles und laßt mich in Ruhe mit der Realität, meine Meinung steht.
Fahrradwege waren mir inzwischen egal geworden, an der B48 gings weiter im Kampf gegen den Wind über die ganzen „Weiler“. Imsweiler, Schweisweiler (wie wahr), nach Winnweiler.
Richtung Münchweiler sah ich dann die Autobahn und der weite Blick bis zur Abfahrt hoch oben.
So konnte ich mir das Grauen dieses Scheiss-Anstiegs im Westwind auch noch 2 Kilometer vorher ansehen.
Oben an der Auffahrt angekommen, zeigte dieses verfluchte gelbe Hinweisschild „Kaiserslautern“ genau in die Richtung, wo ich her kam. Dann leck mich doch am A.rsch. Machte erst mal Rast neben dem bekloppten Schild und sagte mir: Ruuuuuuhig, der Rest bis auf den Betze macht dich auch nicht mehr Alle.
So bescherte mir dieser kleine Ausflug wenigstens noch mal eine schöne Abfahrt nach Lohnsfeld, hat sich dann auch gelohnt....
Ja, von da an hatte ich gewonnen. Sembach war nicht mehr weit und den Rest hoch nach Mehlingen war in dem inzwischen gewohnten Trott. Immer noch kein Muskelkater oder sonstige Unpässlichkeiten.
Grandios dann die letzten 8 Kilometer. Außer einem Anstieg, konnte man nach Kaiserslautern sausen. Es waren bis auf kleine Ausnahem, die erste Strecke seit Koblenz, wo ich nicht mehr mittreten brauchte.
Schon 2 Kilometer vor Lautern, sieht man den Betze im Hang liegen und fährt Richtung Bahnhof zu dem Spielerkreisel links weg, um den letzten Anstieg zu nehmen. Bis vor die gefühlten 500 Treppen, wo ich das Fahrrad noch hochschleppte.


Zuletzt bearbeitet von LGW am 19.03.2009, 15:02, insgesamt einmal bearbeitet
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chris
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BeitragVerfasst am: 19.03.2009, 15:01    Titel: Antworten mit Zitat

Grandios. Applaus Applaus Applaus

Und wie war dann das Spiel für Dich? Und die Rückfahrt?


Aber mal unter uns Pastorentöchtern. Ist die Fahrt nach Lautern mit dem Rad wirklich so viel länger und schwieriger als die nach Mainz? Ich bin mal mit einem Kumpel mit dem Rad von Koblenz nach Mainz gefahren. Auf der Hinfahrt brauchten wir ca. 7 Stunden. Dann einen Tag Aufenthalt in Mainz und am dritten Tag die Rückfahrt. Die machten wir dann am Stück ohne Pause. Nach gut 4 Stunden waren wir zuhause. Und das, obwohl an meinem 5-Gang-Rad der Bowdenzug der Schaltung gerissen ist. Ich konnte die letzte Hälfte der Strecke nur im fünften Gang fahren.

Im Gegensatz zu Dir hatten wir allerdings nicht mit Anstiegen zu kämpfen. Wir sind nur am Rhein lang gefahren.
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BeitragVerfasst am: 19.03.2009, 15:05    Titel: Antworten mit Zitat

Super Bericht, LGW und meine Hochachtung!!!
Was aber fehlt, ist eine Beschreibung Deiner Übernachtung nachdem Du "Kontakt mit dem Volk aufgenommen" hattest.
Begannen eventuelle Beschwerden von Skrotum und Anus bereits während der Nacht? Gab es entsprechende Übergriffe von außen?

Gespannt: Doc
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LGW
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BeitragVerfasst am: 19.03.2009, 15:07    Titel: Antworten mit Zitat

Antwort aus Alle Macht den Rädern von Benjamin Heinrichs:

Wieso kauft so ein Mensch sich ein Fahrrad? Es ist wohl dasselbe wie früher mit den Pferden und den Gewehren: Um hinterher Heldengeschichten, Lügengeschichten zu erzählen.

....also, bisschen Spass muß sein. Wink

War eine schöne Fahrt und für mich jedenfalls auch sehr anstrengend.
Aber das brauchte ich auch.
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letitgo
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BeitragVerfasst am: 19.03.2009, 18:36    Titel: Antworten mit Zitat

Was für ein geiler Bericht.

Hat mich ermutigt, für meinen Mittelrhein Marathon mehr zu trainieren.
Also fahre ich heute abend mit dem Bike zur Schaff.











5 km bergab. Mr. Green Mr. Green Mr. Green Applaus
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LGW
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BeitragVerfasst am: 19.03.2009, 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

Dr. Socrates hat Folgendes geschrieben:

Begannen eventuelle Beschwerden von Skrotum und Anus bereits während der Nacht? Gab es entsprechende Übergriffe von außen?

Gespannt: Doc


Diese Fragestellung wurde von meiner besseren Hälfte mitgelesen und sie brennt auf ein date mit Dir.
Ihr Blitzen in den Augen, was mir nach fast 30 Jahren Ehe bestens vertraut ist und die mir haften gebliebenen Wortfetzen wie homullus ex argilla et luto fictus, Quod licet Iovi, non licet bovi, oder einfach mach nen Phallus impudicus impudent draus lassen nichts Gutes erahnen.
War schon alles im Grünen Bereich.
Wenn man in ne Disco geht und die Jungspunde kommen mit so nem Spruch, "jetzt kommen die schon zum sterben hierhin", weiß man ja auch wo der "Hammer" hängt Wink


Zuletzt bearbeitet von LGW am 19.03.2009, 23:17, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 19.03.2009, 22:42    Titel: Antworten mit Zitat

LGW hat Folgendes geschrieben:
Dr. Socrates hat Folgendes geschrieben:

Begannen eventuelle Beschwerden von Skrotum und Anus bereits während der Nacht? Gab es entsprechende Übergriffe von außen?

Gespannt: Doc


Diese Fragestellung wurde von meiner besseren Hälfte mitgelesen und sie brennt auf ein date mit Dir.
Ihr Blitzen in den Augen, was mir nach fast 30 Jahren Ehe bestens vertraut ist und die mir haften gebliebenen Wortfetzen wie homullus ex argilla et luto fictus, Quod licet Iovi, non licet bovi, oder einfach mach nen Phallus impudicus impudent draus lassen nichts Gutes erahnen.

Ich denk mir nur meinen Teil... Floet
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BeitragVerfasst am: 19.03.2009, 23:04    Titel: Antworten mit Zitat

chris hat Folgendes geschrieben:



Aber mal unter uns Pastorentöchtern. Ist die Fahrt nach Lautern mit dem Rad wirklich so viel länger und schwieriger als die nach Mainz?


Das kommt drauf an, sagt Radio Eriwan. Oder wenn man noch Gudrun Ensslin als Pastorentochter mal fragen könnte....

5 Stunden von Mainz nach Koblenz ist eine reife Leistung, m.A. nach.
Müßte mal sehen, wie weit es von Bingen nach Mainz ist. 3 !/2 Stunden brauchte ich dafür. Könnte dann wohl hinkommen mit 5 Stunden.
Ich bräuchte allerdings den Talwind von hinten.
Das Hauptproblem nach Lautern war wirklich der Wind. Der macht Dir erbarmungslos den Schnitt kaputt. Das radeln im flachen Tal kann man mit leicht ansteigend und Gegenwind nicht vergleichen.
Im Prinzip kann das radeln am Rhein entlang wirklich Jeder. Den Leistungsabfall bei untrainierten Leuten, oder wie bei mir mit beidseitig kaputten Knien und schon Muskelatrophie als Folge im Oberschenkel, merkt man im Flachen überhaupt nicht, im Berg macht das Dich Alle.
Wieviele Kilometer es waren, weißich nicht.
Aber es ist schon in einem Tag machbar unter normalen Wetterbedingungen.
Nach Mainz 7 Stunden einplanen und man ist auf der sicheren Seite. Leute mit Schmackes in den Beinen, planen wahrscheinlich höchstens die 5 Stunden ein.
Aber für Deinen freundlichen Empfang auf dem Betze ( Dich sieht man auch nur bei den Auswärtsspielen in der Nähe, in Nürnberg habe ich Dich mit dem Fahrrad noch nie gesehen) habe ich eh noch eine Rechnung mit Dir offen.
Du und Dein Moderatorenteam, mit Unterstützung von wem auch immer, können ja mit einem Fäßchen Königsbacher mit dem
http://bikehugger.com/images/blog/bike_bar.jpg
oder
http://www.geocities.com/rcgilmore3/6teambike.jpg

mal zeigen, was sie drauf haben.
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BeitragVerfasst am: 19.03.2009, 23:21    Titel: Antworten mit Zitat

Nee, lass mal. Das jahrelange Rauchen hat bei mir seine Spuren hinterlassen. Ausdauersport ist nicht mehr. Es reicht nur noch für 90 Minuten im Block. Wink
Bei den anderen Mods dürfte es besser aussehen. Mit denen kannst Du Dich vielleicht duellieren. Die sind alle in Saft und Kraft und laufen die 5 Kilometer ohne Kotzen hinterher.

Aber wenn Du eine Rechnung mit mir offen hast, lass uns die im Sommer begleichen. Meine Wette gegen den Schalker Junge werde ich ja wohl gewinnen. Der Wetteinsatz war ein Treffen im Biergarten und dann Badewanne spielen (ganz langsam voll laufen lassen). Der Verlierer der Wette bezahlt den Deckel.
Wenn Du kommst, gehen 5 Liter auf mich.

Übrigens: Für die Rückfahrt aus Mainz brauchten wir gut 4 Stunden (VIER), nicht 5. Und das mit einem stinknormalen "Herrenrad" mit 5-Gang-Schaltung und auf der zweiten Hälfte ohne Schaltung.
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BeitragVerfasst am: 20.03.2009, 00:00    Titel: Antworten mit Zitat

Von Mainz nach Bingen wohl rund 20 km.
Reife Leistung in 4 Stunden nach KO.
5ltr. für den Spruch - das ist doch ein gutes Geschäft. Trinken
Das nehm ich gerne an.
Mit dem Schalker Jungen hab ich auch noch was laufen, hab aber vergessen, worum es ging.....

PS:

Wieviel Stunden braucht man eigentlich mit dem Paddelboot nach Duisburg ?
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BeitragVerfasst am: 20.03.2009, 00:04    Titel: Antworten mit Zitat

chris hat Folgendes geschrieben:
Nee, lass mal. Das jahrelange Rauchen hat bei mir seine Spuren hinterlassen. Ausdauersport ist nicht mehr. Es reicht nur noch für 90 Minuten im Block. Wink
Bei den anderen Mods dürfte es besser aussehen. Mit denen kannst Du Dich vielleicht duellieren. Die sind alle in Saft und Kraft und laufen die 5 Kilometer ohne Kotzen hinterher.


Habe am 1.3. wieder angefangen. Läuft ganz gut, heute war ich allerdings zu faul. Samstag, Sonntag wieder.
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"Turbulente Anfangsphase: Das frühe Dortmunder Tor, die Verletzung von Weidenfeller, die Balleroberung durch Blaszcykowski, Gündogan und Subotic" (B. Rethy beim Pokalfinale)
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