chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
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Verfasst am: 29.04.2008, 11:27 Titel: Planungen der TuS liegen auf Eis |
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Punktabzug bringt Verhandlungen ins Stocken
Planungen der TuS liegen auf Eis
Koblenz - In dieser Woche beginnt für TuS Koblenz der Gang durch die Instanzen, um sich gegen den Punktabzug durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) zu wehren. Ein Prozedere, das womöglich bis über das Saisonende hinaus dauern kann - mit weitreichenden Folgen für die sportlichen Planungen.
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Mit neuem Schwung aus dem Tal der Tränen: Die TuS-Akteure Manuel Hartmann, Branimir Bajic und Du-Ri Cha (von links) sammeln in dieser Woche in Bad Bertrich neue Kräfte für den Abstiegskampf - der eigentlich schon vorbei war.
Am Wochenende war Uwe Rapolder wieder einmal viel unterwegs. Spielbeobachtung stand auf dem Dienstplan des Trainers von TuS Koblenz. Und, was noch viel wichtiger ist: Spielerbeobachtung. Landauf, landab haben die Planungen für die Zukunft begonnen, alle Klubs sind auf der Suche nach dem ultimativen Schnäppchen, da macht TuS Koblenz keine Ausnahme. Allein, die in vielerlei Hinsicht vakante Situation des Vereins erschwert die Akquise von potenziellen Neuzugängen enorm, Rapolder sind derzeit die Hände gebunden. Oder, wie er selbst sagt: "Die DFL hat uns mit ihrem Urteil Fesseln angelegt."
Natürlich hat der TuS-Coach längst eine Wunschliste erstellt, die angesichts der finanziellen Zwänge in diesem Jahr weitaus bescheidener ausfällt als noch in der Vorsaison. Rapolder steht vor der Herausforderung, zweitligataugliche Akteure auszugraben, die sozusagen für den Profi-Mindestlohn bei der TuS anheuern. Überflüssig zu erwähnen, dass die Spieler ablösefrei sein müssen. Und: Um mit der sogenannten Local- Player-Regel nicht in Konflikt zu kommen, werden junge deutsche Kicker bevorzugt.
Suche nach der "eierlegenden Wollmilchsau"
Ein diffiziles Anforderungsprofil, das die Suche enorm eingrenzt. Die Koblenzer müssen quasi die "eierlegende Wollmilchsau" finden, um auch in der kommenden Spielzeit sportlich konkurrenzfähig zu sein. Um so wichtiger: Durch die vermeintlich vorzeitige Rettung nach der Partie gegen den SC Freiburg hatte Rapolder bei Spieler-Anfragen ein gewichtiges Argument auf seiner Seite: die Liga-Zugehörigkeit und die damit verbundene Planungssicherheit. Ein nicht zu unterschätzender Vorsprung gegenüber der Konkurrenz, die bis zum letzten Spieltag am 18. Mai noch nicht weiß, wohin die Reise geht.
Der zeitliche Vorsprung von rund vier Wochen ist nun dahin. Doch nicht nur das: Angesichts des neu entstandenen Existenzkampfes zählt bei der TuS nur das Hier und Jetzt. Statt Probespieler zu testen und Sondierungsgespräche zu führen, liegen die Planungen erst einmal auf Eis. Dem Vernehmen nach waren die Verhandlungen mit etlichen Kandidaten schon im fortgeschrittenen Stadium, sind aber vorerst hinfällig. "Es ist doch klar, dass jetzt auch die Spieler erst einmal abwarten, was hier passiert", berichtet Rapolder, der aber auch selbst umdenken muss. Vor den abschließenden vier Spieltagen hat sich die sportliche Gemengelage komplett geändert. Um alle juristischen Unwägbarkeiten zu umschiffen, müssen bei nunmehr 32 Punkten zumindest zwei Siege her, um ein zweites Mal den Klassenverbleib zu schaffen - eine enorme Herausforderung für Körper und Geist aller Beteiligten bei der TuS.
Vor diesem Hintergrund kommt dem anstehenden Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden eine enorme Bedeutung zu. Um optimal vorbereitet zu sein, zieht sich der Kader ab heute für drei Tage ins Trainingslager nach Bad Bertrich zurück, wo sich Rapolder mit den letzten Aufrechten aus seinem dezimierten Team neu einstimmt. Nach den Chaos-Tagen soll in der Eifel-Idylle der Grundstein für ein glückliches Ende gelegt werden.
Sven Sabock
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html _________________ "Genau so isses."
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