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Planungen der TuS liegen auf Eis

 
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chris
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BeitragVerfasst am: 29.04.2008, 11:27    Titel: Planungen der TuS liegen auf Eis Antworten mit Zitat

Punkt­abzug bringt Ver­hand­lun­gen ins Stocken

Planungen der TuS liegen auf Eis

Koblenz - In dieser Woche beginnt für TuS Koblenz der Gang durch die Instanzen, um sich gegen den Punkt­abzug durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) zu wehren. Ein Prozedere, das womöglich bis über das Sai­son­ende hinaus dauern kann - mit weit­rei­chen­den Folgen für die sport­lichen Planungen.

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Mit neuem Schwung aus dem Tal der Tränen: Die TuS-Akteure Manuel Hartmann, Branimir Bajic und Du-Ri Cha (von links) sammeln in dieser Woche in Bad Bertrich neue Kräfte für den Abstiegs­kampf - der eigent­lich schon vorbei war.

Am Woche­nende war Uwe Rapolder wieder einmal viel unterwegs. Spiel­beob­ach­tung stand auf dem Dienst­plan des Trainers von TuS Koblenz. Und, was noch viel wichtiger ist: Spie­ler­beob­ach­tung. Landauf, landab haben die Planungen für die Zukunft begonnen, alle Klubs sind auf der Suche nach dem ulti­mati­ven Schnäpp­chen, da macht TuS Koblenz keine Ausnahme. Allein, die in vielerlei Hinsicht vakante Situation des Vereins erschwert die Akquise von poten­ziel­len Neu­zugän­gen enorm, Rapolder sind derzeit die Hände gebunden. Oder, wie er selbst sagt: "Die DFL hat uns mit ihrem Urteil Fesseln angelegt."

Natürlich hat der TuS-Coach längst eine Wun­sch­liste erstellt, die ange­sichts der finan­ziel­len Zwänge in diesem Jahr weitaus beschei­dener ausfällt als noch in der Vorsaison. Rapolder steht vor der Her­aus­for­derung, zweit­liga­taug­liche Akteure aus­zugra­ben, die sozusagen für den Profi-Min­dest­lohn bei der TuS anheuern. Über­flüs­sig zu erwähnen, dass die Spieler ablö­sefrei sein müssen. Und: Um mit der soge­nann­ten Local- Player-Regel nicht in Konflikt zu kommen, werden junge deutsche Kicker bevorzugt.

Suche nach der "eier­legen­den Woll­milchsau"

Ein dif­fizi­les Anfor­derungs­pro­fil, das die Suche enorm eingrenzt. Die Koblenzer müssen quasi die "eier­legende Woll­milchsau" finden, um auch in der kommenden Spielzeit sportlich kon­kur­renz­fähig zu sein. Um so wichtiger: Durch die ver­meint­lich vor­zei­tige Rettung nach der Partie gegen den SC Freiburg hatte Rapolder bei Spieler-Anfragen ein gewich­tiges Argument auf seiner Seite: die Liga-Zugehö­rig­keit und die damit ver­bun­dene Pla­nungs­sicher­heit. Ein nicht zu unter­schät­zen­der Vorsprung gegenüber der Kon­kur­renz, die bis zum letzten Spieltag am 18. Mai noch nicht weiß, wohin die Reise geht.

Der zeitliche Vorsprung von rund vier Wochen ist nun dahin. Doch nicht nur das: Ange­sichts des neu ent­stan­denen Exis­tenz­kamp­fes zählt bei der TuS nur das Hier und Jetzt. Statt Pro­bespie­ler zu testen und Son­die­rungs­gespräche zu führen, liegen die Planungen erst einmal auf Eis. Dem Vernehmen nach waren die Ver­hand­lun­gen mit etlichen Kan­dida­ten schon im fort­geschrit­tenen Stadium, sind aber vorerst hinfällig. "Es ist doch klar, dass jetzt auch die Spieler erst einmal abwarten, was hier passiert", berichtet Rapolder, der aber auch selbst umdenken muss. Vor den absch­ließen­den vier Spiel­tagen hat sich die sport­liche Gemen­gelage komplett geändert. Um alle juris­tischen Unwäg­bar­kei­ten zu umschif­fen, müssen bei nunmehr 32 Punkten zumindest zwei Siege her, um ein zweites Mal den Klas­sen­ver­bleib zu schaffen - eine enorme Her­aus­for­derung für Körper und Geist aller Betei­lig­ten bei der TuS.

Vor diesem Hin­ter­grund kommt dem anste­hen­den Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden eine enorme Bedeutung zu. Um optimal vor­berei­tet zu sein, zieht sich der Kader ab heute für drei Tage ins Trai­nings­lager nach Bad Bertrich zurück, wo sich Rapolder mit den letzten Auf­rech­ten aus seinem dezi­mier­ten Team neu einstimmt. Nach den Chaos-Tagen soll in der Eifel-Idylle der Grund­stein für ein glück­liches Ende gelegt werden.

Sven Sabock

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
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