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Offene Fragen um die TuS-Torleute

 
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chris
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BeitragVerfasst am: 19.04.2008, 13:05    Titel: Offene Fragen um die TuS-Torleute Antworten mit Zitat

Koblenzer Planungen mit Hin­der­nis­sen - Eilhoff nach Bielefeld?

Offene Fragen um die TuS-Torleute

Koblenz - Wer steht in der kommenden Saison im Tor von Fußball-Zweit­ligist TuS Koblenz? Eine Frage, die derzeit völlig offen ist, weil die Verträge von beiden Keepern auslaufen - und die TuS im Fall von Dennis Eilhoff nur bedingt Einfluss auf eine mögliche Wei­ter­ver­pflich­tung hat.

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Wieder mittendrin statt nur dabei: TuS-Torwart Michael Gurski darf sich nach langem Reservisten-Dasein in den ausstehenden Zweitliga-Partien neu beweisen. Foto: Thomas Frey

Manch einer der TuS-Profis wird die Was­ser­werks­runde bisweilen ver­flu­chen. Welcher Fußballer läuft schon gerne ohne Ball, und sei es nur, um die lästige Pflicht zu erfüllen? Bei Michael Gurski sieht das schon ein wenig anders aus. Nach rund 14 Monaten kam der 29-jährige Torwart des Koblenzer Zweit­ligis­ten in dieser Woche endlich mal wieder in den Genuss nach einem Meis­ter­schaftss­piel mit dem Stamm­per­sonal auf dem Rundkurs unweit des Stadions die müden Muskeln zu lockern.

"Das ist eigent­lich nur ein netter Ran­daspekt", sagt Gurski, dessen Reser­vis­ten­dasein aller Voraus­sicht nach vorerst ein Ende hat. Wenn nichts Gra­vie­ren­des passiert, wird die Nummer zwei der TuS nach seinem Saison-Debüt gegen Freiburg auch in den aus­ste­hen­den fünf Begeg­nun­gen im Kasten stehen. Der nach­voll­zieh­bare Grund: Trainer Uwe Rapolder will Gurski unter Wett­kampf­bedin­gun­gen testen, um Rück­schlüsse für die Planungen auf der Torwart-Position zu erhalten. Traut er Gurski den Status als unum­strit­tene Nummer eins zu, könnten sich die Koblenzer in den nächsten Wochen nach einem Nach­wuchs­mann umsehen. Im umge­kehr­ten Fall wäre die Ver­pflich­tung eines eta­blier­ten Schluss­man­nes die logische Kon­sequenz.

"Das ist natürlich schon eine spezielle Situation", weiß der Keeper, der ange­sichts dieser Chance und Her­aus­for­derung zugleich alle wei­ter­gehen­den Fragen aus­blen­det. Zum Beispiel die, ob er womöglich seine Zukunft bei einem anderen Klub sieht. "Die TuS ist mein erster Ansprech­part­ner", lässt Gurski durch­bli­cken, dass er nach fast vier Jahren in Koblenz gerne bleiben würde. Ein klares Bekennt­nis ist ihm indes nicht zu entlocken - wohl auch, um die Position in den anste­hen­den Ver­hand­lun­gen nicht zu schwächen. Maß­geb­lich dafür sind freilich ohnehin die Leis­tun­gen in den nächsten Wochen. Im Vergleich zum Freiburg-Spiel gibt es dabei noch reichlich Luft nach oben, was nach einer derart langen Wett­kampf­pause nach­voll­zieh­bar ist. "Ich muss einfach sehen, dass ich jetzt wieder meinen Rhythmus finde", sagt Gurski, der ebenso ver­ständ­lich den Unsi­cher­hei­ten nach der Pause keine größere Bedeutung zumisst. Positives Denken ist gefragt.

Klar, dass der Per­sonal­wech­sel im Koblenzer Kasten gar nicht nach dem Geschmack von Dennis Eilhoff ist. Der 25-Jährige hielt zuletzt stark und strotzt spätes­tens seit seinen Glanz­taten in der Partie in Fürth vor Selbst­ver­trauen. "Ich denke, dass ich im Moment einen Lauf habe", ist Eilhoff mit seiner der­zei­tigen Form durchaus zufrieden, "insofern hätte ich auch gerne die rest­lichen Partien absol­viert". Aber beide Koblenzer Torleute zeichnet auch aus, dass sie sich dem Kon­kur­ren­ten gegenüber loyal und kollegial verhalten.

Eilhoff bleibt letztlich auch gar nichts anderes übrig, er weiß, dass Trainer Rapolder zum Handeln gezwungen ist. "Man muss den Verein verstehen, wenn er alle Optionen auslotet", sagt die Nummer eins der TuS, "das ist eben auch das Schicksal eines Leih­spie­lers." Genau in diesem Umstand liegt ein Stück weit das Dilemma aller Betei­lig­ten. Die TuS kann im Fall von Eilhoff nur reagieren. Der Westfale steht bekann­ter­maßen noch bis 2009 bei Arminia Bielefeld unter Vertrag, zurzeit scheint völlig offen, was der Bun­des­ligist plant. Momentan hütet dort der Süda­meri­kaner Rowen Fernandez das Tor, die Ver­hand­lun­gen mit Arminia-Ikone Mathias Hain ziehen sich hin. "Es liegt mir auch ein bisschen im Magen, dass dort noch keine Ent­schei­dung getroffen worden ist", sagt Eilhoff. Sollte Bielefeld ohne ihn planen, kann er sich auch einen Verbleib in Koblenz vor­stel­len, "für mich ist letztlich ent­schei­dend, dass ich spiele", so Eilhoffs Maxime.

Angesichts der diversen Unwäg­bar­kei­ten hat TuS-Trainer Uwe Rapolder wohl schon einen Plan B, sprich eine Torwart-Alter­native, in der Tasche. Sein Name: David Yelldell. Dem Vernehmen nach wurde der aktuelle Schluss­mann der Stutt­gar­ter Kickers bereits beob­ach­tet und von TuS-Tor­wart­trai­ner Peter Auer in einem Pro­betrai­ning getestet.

Sven Sabock

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
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chris
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BeitragVerfasst am: 21.04.2008, 11:51    Titel: Antworten mit Zitat

Arminia Bielefeld fordert aus­gelie­henen Torwart zurück

TuS Koblenz muss Eilhoff ziehen lassen

Koblenz - Am Woche­nende ist bei Fußball-Zweit­ligist TuS Koblenz die erste Per­sonal­ent­schei­dung für die neue Spielzeit gefallen. Weil Arminia Bielefeld den aus­gelie­henen Dennis Eilhoff zurück­beor­dert, kehrt die Nummer eins der TuS am Ende der Saison zu seinem eigent­lichen Arbeit­geber zurück.

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Streckt sich künftig wieder für Arminia Bielefeld: Nach zwei Jahren im TuS-Trikot wechselt Torwart Dennis Eilhoff zur kommenden Saison zurück zu seinem Stamm­ver­ein, der ihn an die Koblenzer aus­gelie­hen hatte.

Plötzlich ging dann doch alles ganz schnell. Nach einer wochen­lan­gen Hän­gepar­tie hat Fußball-Bun­des­ligist Arminia Bielefeld am Woche­nende Fakten geschaf­fen - mit unmit­tel­baren Aus­wir­kun­gen für TuS Koblenz. In Ost­west­falen ist nunmehr die Per­sona­lie Mathias Hain vom Tisch. Nach acht Jahren erhält der Arminia-Torwart keinen neuen Vertrag mehr, statt­des­sen haben sich die Verant­wort­lichen dort ent­schlos­sen, mit Rowen Fernandez und Dennis Eilhoff in die neue Saison zu gehen. Der 25-Jährige ist von den Bie­lefel­dern seit zwei Jahren nach Koblenz aus­gelie­hen, Eilhoff selbst und die TuS-Verant­wort­lichen hatten bei dieser Ent­schei­dung kein Mit­spra­che­recht. "Wir sind zu der Über­zeu­gung gelangt, dass wir mit Fernandez und auch Eilhoff sowohl sportlich als auch von der Alter­sstruk­tur her optimal auf­gestellt sind", heißt es in der Erklärung von Arminia-Geschäfts­füh­rer Detlev Dammeier.

Eine Ent­wick­lung, die sich abge­zeich­net hatte, auch für Eilhoff. "Es gab ja eigent­lich nicht soviele Mög­lich­kei­ten", sagt der Torwart, "dass mich die Bie­lefel­der nach zwei Jahren Ausleihe komplett ziehen lassen würden, war eher unwahr­schein­lich." Theo­retisch hätte die TuS einen Vorstoß wagen können, um Eilhoff auch weiterhin an den Verein zu binden. Dann wäre aller­dings eine Ablöse fällig geworden, weil der Schluss­mann noch ein Jahr Vertrag bei der Arminia hat. Schon allein aus diesem Grund blieb der klammen TuS nur die Rolle des Zuschau­ers. Diese und alle übrigen Modelle sind nun ohnehin Makulatur, nachdem sich Eilhoff mit seinen zuletzt starken Leis­tun­gen in Bielefeld empfohlen hat. Unab­hän­gig von der Liga-Zugehö­rig­keit des abstiegs­bedroh­ten Bun­des­ligis­ten wird der 25-Jährige am 1. Juli bei seinem Stamm­ver­ein seinen Dienst antreten und sich dann mit Fernandez um den Status als Nummer eins im Tor duel­lie­ren.

"Eine große Her­aus­for­derung"

"Das ist natürlich eine große Her­aus­for­derung, der ich mich gerne stelle", sieht Eilhoff durchaus die Hoffnung auf einen Kar­rie­resprung - und hofft in der Vor­berei­tung auf eine faire Chance. Insofern wird sich der Keeper neu beweisen müssen, während er in Koblenz zuletzt seinen Posten als Stamm­tor­wart unter­mau­ert hatte. "Es ist natürlich auch ein bisschen schade, dass ich jetzt gehe", so der 25-Jährige, "schließ­lich hatte ich eine erfolg­rei­che Zeit in Koblenz." Das kann man durchaus so sehen. Nachdem Eilhoff vor der Rückrunde der ver­gan­genen Saison Michael Gurski im Tor abgelöst hatte, leistete er mit etlichen starken Partien seinen Beitrag zum Klas­sen­ver­bleib. In dieser Saison spielte er eine mit­tel­präch­tige Hinrunde, in der es ihm selten gelang, der TuS ein paar Punkte zu holen, ehe er sich in der laufenden Rückrunde von Woche zu Woche steigern konnte.

Unter dem Strich haben letztlich alle Parteien von der Ausleihe pro­fitiert: Eilhoff konnte Spiel­pra­xis sammeln, die TuS hatte für kleines Geld einen Torwart - und Arminia Bielefeld bekommt nun ein gereiftes Eigen­gewächs zurück. Eine "win-win-Situation", wie man neu­deutsch sagt. "Ich denke, ich konnte der TuS ein bisschen helfen", drückt es Eilhoff eher beschei­den aus. Klar, dass er sich deshalb bis zum letzten Spieltag in Koblenz ein­brin­gen wird, wenn auch nun als Nummer zwei. Wie schon zuletzt gegen Freiburg wird Gurski aller Voraus­sicht nach in den aus­ste­hen­den fünf Partien im TuS-Tor stehen, um sich für eine Wei­ter­beschäf­tigung zu empfehlen. Anders als bei Eilhoff haben Trainer Uwe Rapolder und Geschäfts­füh­rer Wolfgang Loos in dieser Per­sona­lie jeglichen Hand­lungs­frei­raum. Sollten sich alle Betei­lig­ten zeitnah zu einer Ent­schei­dung durch­rin­gen, könnte womöglich sogar Eilhoff doch noch zu einem Einsatz kommen. Ansprüche will der schei­dende Torwart nicht stellen, sagt aber: "Ich habe ein Fünkchen Hoffnung."

Sven Sabock - Foto: Thomas Frey

Quelle: http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
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