chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
|
Verfasst am: 27.07.2007, 10:31 Titel: Mehr Qualität im TuS-Spiel |
|
|
|
Koblenzer Zweitligist zieht positives Fazit des Trainingslagers
Mehr Qualität im TuS-Spiel
Zehn gemeinsame Tage in Bad Bertrich liegen hinter den Spielern des Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz. Offenkundig hat das Trainingslager neben vorübergehender Erschöpfung vor allem ein gesteigertes Selbstbewusstsein hervorgerufen.
- FOTO -
Gegen Mülheim wieder am Ball: Auch TuS-Spieler Artim Polozani plagte sich mit einer Blessur herum. Foto: Richard Frey
KOBLENZ. Auch das obligatorische Duschen nach Ende des Spiels ging an diesem Abend etwas schneller als gewöhnlich. Nur wenige der Spieler von TuS Koblenz hatten nach Ende des Testspiels beim Bezirksligisten SG Mülheim-Kärlich (3:0) die Muße, plaudernd noch ein wenig gemeinsame Zeit zu verbringen. Die meisten Akteure suchten den direkten Rückweg zum Mannschaftsbus, der sie in Richtung Heimat transportierte. Endlich.
Zehn Tage Trainingslager in Bad Bertrich hatten der Mannschaft sichtlich zugesetzt, die sich in Mülheim redlich mühte, letzte vorhandene Kräfte zu mobilisieren. "Wir haben sehr, sehr hart gearbeitet und noch am gleichen Tag eine extrem intensive Einheit absolviert", berichtete Co-Trainer Uwe Koschinat, der den aus persönlichen Gründen abwesenden Uwe Rapolder an der Seitenlinie vertreten hatte, von der umfassenden Belastung der zurückliegenden anderthalb Wochen.
Neben der Erschöpfung brachten die Koblenzer Akteure aber vor allem ihre Zufriedenheit über den reibungslosen Verlauf des Trainingslagers zum Ausdruck. Lediglich eine Trainingsverletzung von Matej Mavric hatte zwischenzeitlich für einen kurzen Schrecken gesorgt - diese entpuppte sich jedoch letztlich als relativ harmlose Schienbeinprellung. "Unser Fazit fällt durchweg positiv aus, vor allem die letzten Tests haben wichtige Erkenntnisse darüber geliefert, dass wir auf einem guten Weg sind", sagte Koschinat.
"Das Konzept des Trainers ist uns nun klar", wusste auch Rechtsverteidiger Martin Forkel - fraglos einer der Gewinner der Vorbereitung - von den Fortschritten in drei anvisierten Bereichen zu berichten: der spielerischen und taktischen Schulung sowie der Integration der Neuzugänge. "Klare Verbesserungen im Vertikalspiel" hat Neuzugang Manuel Hartmann während der Tage von Bad Bertrich beobachten können - das gesteigerte technische Potenzial gegenüber der Vorsaison, wenn es um die schnelle Überbrückung des Mittelfeldes geht, war vor allem im Testspiel gegen Slavia Prag, der bislang eindrucksvollsten Koblenzer Leistung, deutlich geworden.
Auffällig ist, wie sehr das TuS-Spiel bereits vom gesteigerten Zutrauen in die eigenen spielerischen Fähigkeiten geprägt ist. Wurden in der vergangenen Saison stets die fußballerischen Grundtugenden wie Teamgeist, Disziplin und defensive Kompaktheit als Allheilmittel beschworen, hat sich gerade bei den arrivierten Akteuren das Vokabular verändert. "Wir haben mehr Qualität", bringt Kapitän Anel Dzaka seine Eindrücke auf den Punkt. Und gerade manch neuer Spieler deutet mehr oder weniger zaghaft an, dass der Klassenerhalt in der nun bald beginnenden Saison nicht die Ultima Ratio sein muss.
Christoph Oster
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html |
|