chris Admin


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Verfasst am: 20.07.2007, 09:36 Titel: Lomic braucht nicht viele Worte |
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Neuzugang von TuS Koblenz fühlt sich pudelwohl
Lomic braucht nicht viele Worte
Willkommene Erholung für die Akteure von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz: Im Trainingslager in Bad Bertrich wurde zwischenzeitlich die Intensität gesenkt. Gelegenheit auch für Neuzugang Marko Lomic, neue Kraft zu tanken.
- FOTO - Neuzugang bei TuS Koblenz: Marko Lomic. Foto: Th. Frey
BAD BERTRICH. Ganze drei Kiebitze hatten sich gestern Morgen auf den Weg nach Bad Bertrich gemacht, um zu sehen, wie es dort um die Fußball-Profis von TuS Koblenz steht, die sich für zehn Tage zur Klausur in den Eifel-Kurort zurückgezogen haben. Zumindest am Vormittag gab's im Ueßbachtal-Stadion allerdings nichts zu sehen. Der Grund: Entgegen der ursprünglichen Planungen erließ TuS-Trainer Uwe Rapolder seinen Kickern eine Übungseinheit, nach einer leichten Laufeinheit vor dem Frühstück ging es erst um 15.30 Uhr zur Arbeit. Zeit, die müden Beine hochzulegen und die Seele baumeln zu lassen.
Gelegenheit dazu bietet das noble Kurhotel Fürstenhof reichlich. Zur Auswahl stehen Sauna, Dampfbad, Schwimmbad, Whirlpool, Entspannung verspricht auch der Innenhof, in dem man bei einer Tasse Kaffee abschalten kann. Dumm nur, dass gestern Vormittag ein kräftiges Gewitter die Idylle trübte.
Marko Lomic hat eine simple Variante gewählt und sich schlichtweg für ein paar Stunden ins Bett gelegt. "Die Beine tun mir doch ganz schön weh", sagt der Neuzugang später mit einem Lächeln auf den Lippen. Übersetzt wird das Ganze von Kapitän Anel Dzaka. Lomics Englischkenntnisse sind bescheiden, Deutsch spricht er noch nicht. "Ich werde demnächst aber einen Kurs besuchen, um mich noch besser zurechtzufinden", sagt der Serbe. Vorerst trifft es sich gut, dass es etliche Gesprächspartner bei der TuS gibt - neben Deutsch wird vor allem serbokroatisch gesprochen.
Vielleicht war das sogar ein Grund, weshalb der Linksverteidiger in Koblenz gelandet ist. Torwart Djordje Pantic, der bereits im Winter von Partizan Belgrad zur TuS gewechselt war, hat seinem ehemaligen Kollegen offenbar reichlich Gutes erzählt. "Ich bin am Anfang meiner Karriere, da ist die Zweite Liga in Deutschland eine gute Adresse", glaubt Lomic. In Serbien, so erzählt er, gibt es neben den zwei Belgrader Groß-Klubs noch drei, vier Vereine, die konkurrenzfähig sind, das Niveau der Liga ist durchwachsen. Seine ersten Eindrücke von Verein und Mannschaft bestätigen ihn in der Entscheidung, dass TuS Koblenz die richtige Wahl war. "Alles läuft bestens, wir brauchen einfach noch ein bisschen Zeit, um als Mannschaft auch geschlossen aufzutreten", sagt der Linksfuß.
Gut möglich, dass der 23-Jährige zum Saisonauftakt in der Startelf stehen wird, zumal sein unmittelbarer Konkurrent Frank Wiblishauser derzeit verletzt ist. Zumindest lässt ihn Trainer Uwe Rapolder häufig mit Martin Forkel, Branimir Bajic und Matej Mavric auf einer Linie verteidigen. "Mit dem System komme ich eigentlich ganz gut zurecht, so ähnlich haben wir bei Partizan auch gespielt."
Dort zählte er in den vergangenen beiden Spielzeiten - unter anderem war Jürgen Röber sein Trainer - zu den Stammkräften, zwischenzeitlich hat er auch in der serbischen Nationalelf debütiert. Zusammen mit Bajic sammelte er zudem im Uefa-Cup internationale Erfahrung, nach der Vorrunde war für Partizan allerdings Endstation. Beeindruckend ist vor allem seine Athletik, die TuS-Kollegen können ein Lied davon singen: Bei den Waldläufen und dem Laktattest zu Beginn der Vorbereitung lief Lomic quasi außer Konkurrenz und sorgte allenthalben für Staunen. "Vielleicht wollte ich auch ein bisschen zu viel", sagt der Neu-Koblenzer mit Blick auf den Muskelfaserriss, der ihn zehn Tage außer Gefecht gesetzt hatte. Das ist mittlerweile vergessen, beim Test in Elversberg servierte er gleich mit einer Maßflanke das entscheidende 1:0.
Mit Trainer Rapolder kommuniziert Lomic übrigens auch zwangsläufig noch mit der Hilfe der Abwehrkollegen Bajic und Mavric, die die Anweisungen weitergeben. "Im Fußball braucht man nicht viele Worte", schmunzelt der TuS-Neuzugang, ehe er sich in die Mittagspause verabschiedet. Das klappt auf Deutsch schon ganz gut. "Tschüss, bis bald", sagt Marko Lomic.
Sven Sabock
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus.html |
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