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Seth Trainer der 1.



Anmeldedatum: 14.05.2007 Beiträge: 5247 Wohnort: Koblenz-Altstadt
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Verfasst am: 19.02.2010, 12:29 Titel: Lehrermord in Ludwigshafen |
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Und wieder jammern alle rum, wie schlimm und furchtbar das doch ist. Und wieder hat niemand schuld, sondern Musik, Internet, Computerspiele bla bla bla BLA. So ein gequirlter MIST!
Schuld sind diejenigen die an den Schulen andere Leute wie Minderheiten behandeln, diese Mobben und fertigmachen weil die Klamotten keine 100€ kosten, und nicht Spiele oder Musik. Schuld sind auch die Lehrer, die ihre Augen verschließen vor offensichtlichen Mobbingfällen und die Kontrolle über ihre Schäfchen verloren haben, und nicht anders können als die Schüler zu tyranisieren. Schuld sind Eltern, die ihre Kinder vom Fernseher erziehen lassen. Schuld ist Langeweile, Happy Slapping lässt grüßen.
Die Täter sind auch Opfer, denkt daran! So war es bei Columbine, bei Robert Steinhäuser, bei Bastian Bosse und so ist es auch HIER.
Würden wir nicht in solch einer egoistischen Gesellschaft leben in der jeder wegschaut, würden solche Vorkommnisse nicht passieren!
Ich nenne hier mal das Beispiel Emsdetten, Resistant X:
Bastian hatte damals ein jahrelanges Martyrium durch seine Mitschüler zu erdulden, weil er sich dem Markenwahn nicht ergeben hat und nicht der Mitläufer war der hinter dem ganzen Mainstream hinterhergelaufen ist. Er suchte auch Hilfe, bei der Schulleitung, beim Klassenlehrer... Jeder schaute weg. Und so ging es dann weiter.
Natürlich werden täglich sehr viele Menschen gemobbt, aber unter denen gibt es immer wieder den einen labilen Menschen, der mit der Belastung nicht klarkommt. Die Wut staut sich über Jahre auf, irgendwann sieht man keinen Ausweg mehr sondern sieht nur die Möglichkeit der Rache.
Wichtig: Bastian tötete niemanden ausser sich selbst. Er hätte es tun können, es ging ihm in erster Linie darum Schüler zu verletzen. Was man nicht gutheissen kann, aber ich versuche das etwas aufzuarbeiten: Als er in die Schule ging, sah er nicht mehr diejenigen die ihn quälten, sondern die Schule und alles was drinwar als ein einziges Hassobjekt auf das sich seine Wut entladen hat.
Wer seinen Abschiedsbrief gelesen hat, versteht es vielleicht zu einem kleinen Teil was ich meine.
Man darf hier nicht einfach nur das Argument bringen das täglich so viele gemobbt werden und nicht jeder von denen nen Run durchführt. Das Problem ist der Umgang untereinander, fehlender Respekt anderen Menschen gegenüber und das Fehlen der Autorität gegenüber den Lehrpersonen. Die Lösung sind keine Verbote von Medien, sondern Aufklärungsarbeit in Schulen, Gegenmaßnahmen bei Mobbingfällen und vor allen sollten die Menschen aufhören einfach wegzusehen!!! Aber das wäre ja ein zu großer Aufwand für unseren politischen Dschungel, da ist es einfacher und schneller die Schuld auf Games und Filme zu schieben.
Armes Deutschland! _________________ "Dieser Taylor geht mir auf'n Sack!! " FCK-Forum, 05. Oktober 2008
** GELB VERWARNT ** |
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Tom Hardt Wandelndes Lexikon


Anmeldedatum: 27.10.2006 Beiträge: 4076 Wohnort: Irlich (Neuwied)
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Verfasst am: 19.02.2010, 16:23 Titel: |
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Schwieriges Thema was Du da angehst - in vielen Punkten auch zutreffend.
Aber die Personen die Du hier "anklagst" werden auch von oben (Staat) alleingelassen.
- Lehrer - die dürfen sich beleidigen., anspucken lassen aber wehe einem von Ihnen rutsch einmal ein falsches Wort herraus, von der berühmten Hand will ich garnicht erst sprechen. Dann kommt direkt ein Staatsanwalt und fordert die "Toderstrafe" zumindest aber Berufsverbot. (es soll jetzt aber um Gottes Willen keiner glauben das ich wieder in der Schule das Prügelrecht für Lehrkörper zurückwünsche)
Was können die Lehrer denn gegen bzw. für Mobbing Opfer tun. Den Eltern der Täter ist das doch egal was ihre Kids in der Schule tun - sonst würde es garnicht soweit kommen. Wenn die dann Nachhause kommen wird evtl. noch gegessen - wenn überhaupt einer da ist - und dann kommt der Nachwuchs vor die Glotze.
Du hast mit Sicherheit den Hauptgrund angeführt. Mangel von Respekt dem anderen Menschen gegenüber. Respekt fängt zuhause an - dort wird der Grundstein gelegt. Gehen Eltern nicht respektvoll miteinander um kann es auch im weiteren Umfeld des Menschen kaum einer vermitteln.
Übrigens Respektlosigkeit (jetzt kommt die alte Leier) ist auch den gegnerischen Keeper bei einem Abschlag als Ar.sc.hlo.ch - Wis..Hur.en.s... zu betiteln. Aber da sind ja sofort wieder die da die schreien das Fußball von Emos lebt und das gehört dazu. Aber genau hier sind die Eltern gefragt.
Erlebnis aus der eigenen Jugend: Mein alter Herr hat meinemn Geburtsfehler (FC) entdeckt und gefördert. So durfte ich bereits ab 1973 regelmäßig mit nach Müngersdorf und auch ich konnte mich nicht entziehen und habe gegnerische Spieler lauthals beleidigt. Beim ersten mal wurde ich nur ermahnt, beim zweitenmal abgemahnt, beim drittenmal hat er mich gepackt und, es waren gerade 30 Minuten gespielt" ist mit mir nach Hause gefahren. Ich war ein halbes Jahr gesperrt . Aber ich hab niemals wieder neben meinen Vater (zumindest wenn ich nur Beifahrer war ) das Gastteam beleidigt. Heute bin ich ihm dankbar weil diese Aktion ein Baustein dafür war das ich heute versuche auch im Hobby über den Tellerrand hinaus zuschauen. Aber ich denke das es nicht viele Erziehungsberechtigte gibt die auf ihr eigenes Vergnügen zu verzichten um dem Nachwuchs gesellschaftliche Verhaltensregeln nahezubringen. _________________ Fußball ist ein einfaches Spiel, nur die Anwesenheit des Gegners verkompliziert die Sache ungemein. |
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