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Skipper A-Jugend-Spieler


Anmeldedatum: 20.08.2008 Beiträge: 208 Wohnort: Koblenz
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Verfasst am: 04.07.2011, 08:10 Titel: Landesligist Eimsbütteler TV + der Pokal |
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Vereinsinteresse und das liebe Geld…
4. Juli 2011
Geldgier oder Geizhälse? Diese Frage beschäftigt die Hamburger Amateurfußballszene. Dort hat der Landesligist Eimsbütteler TV die erste Runde des DFB-Pokals erreicht – nur keine Mannschaft mehr. Die Pokal-Helden traten nach einem Streit um Geld geschlossen aus dem Club aus.
Quelle: SoS
Kollektive Kündigung als letzter Ausweg: Eigentlich ist es der große Traum jedes Amateurfußballers. Ein Duell mit den Profis, TV-Übertragung und Rekordkulisse inklusive. Die sechstklassigen Fußballer des Eimsbütteler Turnverbands (ETV) haben sich diesen Traum erst erkämpft und dann selbst zerstört. Fünf Wochen vor ihrem Spiel gegen den Zweitligisten Greuther Fürth trat die Mannschaft geschlossen aus dem Hamburger Stadtteilverein aus. Grund war ein Streit um die Aufteilung der circa 110.000 Euro DFB-Pokal-Fernsehgelder .
„Wir haben nicht auf gleicher Augenhöhe verhandelt, es klang eher nach: Ihr könnt sehen, wo ihr bleibt“, blickt der 28-jährige Trainer Dennis Mitteregger auf die Verhandlungen mit dem Vorstand des 12.000 Mitglieder starken Großvereins zurück. Der Lehramtsstudent, der ebenfalls gekündigt hat, wollte eine einmalige Prämie und monatliche Zahlungen von etwa 80 Euro für die Mannschaft durchsetzen. Was sich im Zusammenhang mit dem DFB-Pokal nach lächerlichen Beträgen anhört, ist nicht wenig für die jungen Kicker, die größtenteils seit der B-Jugend zusammen und bislang quasi zum Nulltarif spielen: Einige von ihnen sind arbeitslos oder absolvieren gerade ihre Ausbildung.
Normalerweise kickt der ETV in der Landesliga Hammonia vor hundert Zuschauern. Als die Rot-Weißen im Verbandspokal einen Favoriten nach dem anderen besiegten, kamen schon mehr Zuschauer. Am 1. Juni war die Pokalsensation perfekt: Im Außenseiterfinale gegen den Landesligigsten Vorwärts-Wacker Billstedt köpfte der angehende Industriemechaniker Luciano Filipe Dias das Tor zum 1:0-Sieg. Als den Eimsbüttelern statt Bayern München nur Greuther Fürth zugelost wurde, ging leises Stöhnen durch die Spielerreihen.
Klagen der Kicker
Nun folgte der große Knall, weil in drei langen Wochen nach dem Hamburger Pokalsieg keine Einigung über die Verteilung der Prämien erzielt werden konnte. Dreimal traf sich der Vereinsvorstand in dieser Zeit mit der Fußball-Abteilungsleitung, doch die Fronten blieben verhärtet. Am Mittwoch gaben alle Spieler und Trainer Mitteregger ihre Austrittserklärung beim Verein ab.
„Es ist schade, dass die Mannschaft, die Großes geleistet hat, sich jetzt selbst um die Belohnung bringt“, sagt der Vereinsvorsitzende Frank Fechner, der turbulente Verhältnisse schon als Geschäftsführer des FC St. Pauli zwischen 2003 und 2005 kennengelernt hat. Mancher Kritiker warf ihm damals vor, das ohnehin schon reichlich vorhandene Chaos beim Kiezclub eher vergrößert zu haben. Beim traditionsbewussten Breitensportverein ETV gilt er als der fußballfreundlichste Vorsitzende seit Jahrzehnten. Mehr als das unterbreitete 50:50-Angebot sei aber auch im Aufsichtsrat des Vereins nicht durchzusetzen gewesen, so Fechner, man dürfe und wolle sich schließlich „nicht erpressen lassen“.
Der Verein wollte die Hälfte der Fernsehgelder in einen neuen Kunstrasenplatz stecken, die andere Hälfte in die Fußballabteilung. Fechner sagte SPIEGEL ONLINE: „Es gab einen von den Fußballern ausgearbeiteten Verteilungsmodus, der vorsah, 22.000 Euro an Prämien direkt an die Mannschaft auszuschütten und 33.000 Euro für einen Mannschaftsetat für die kommende Saison vorzusehen. Doch auch das war dem Trainer und der Mannschaft zu wenig. Dadurch sind die Gespräche gescheitert.“
Bei den Pokalhelden herrschte allerdings Misstrauen, wie viel tatsächlich bei ihnen ankommt, wenn die Mittel erst einmal auf einem Festgeldkonto gelandet sind. Denn die Fußballabteilung ist mit 51 Mannschaften groß. In Gesprächen mit Spielern wird schnell klar, dass sich viel Frust aufgestaut hat. Wieso musste die Mannschaft im Winter neben anderen Teams auf einem Drittel des Platzes trainieren? Warum unterstützte sie niemand auf der Suche nach Sponsoren, um den schmalen Etat aufzubessern? Nie habe der Gesamtverein sich um die Fußballer gekümmert, klagen die Kicker, erst nach den erreichten Erfolgen und Geldern erinnere man sich auf einmal an sie.
„Wir haben nie Ansprüche gestellt, die wir nicht auch eingespielt hätten“, sagt Trainer Mitteregger und verweist auf den „gar nicht einzuschätzenden Imagegewinn“, den der Pokalsieg dem Club eingebracht habe. Fußballerisch liegen die glanzvollen „Eimsbütteler Tage“, von denen Rhetorik-Professor Walter Jens sprach, tatsächlich sehr weit zurück. 1942 spielte der Turnverein letztmals um die deutsche Meisterschaft mit, seit Jahrzehnten steht der Breitensport im Vordergrund. Der „alte Turnergeist“, der noch so geringe Zahlungen an Sportler ablehnt, ist noch weit verbreitet. Fechner verweist auf die Bundesliga-Wasserballerinnen des Vereins, die ihre Reisen selbst finanzierten.
„Wenn von uns nebenbei noch verlangt wird, von der Landesliga in die Oberliga aufzusteigen, geht das nicht zum Nulltarif“, hält Mitteregger dagegen. Sein Team spielt zu großen Teilen seit der B-Jugend zusammen, verlockende Angebote höherklassiger Clubs an einzelne Spieler blieben nicht aus. Der Pokalsieg war vielleicht auch die letzte Chance, die Mannschaft zusammenzuhalten.
Das hat sich nun erledigt: In kürzester Zeit müssen die Pokalsieger neue Vereine finden, während der ETV Spieler sucht, die gegen Greuther Fürth antreten. Am Donnerstag blieb die Mannschaft der eigenen Pokalsiegerehrung durch den Hamburger Fußball-Verband fern. Sie versammelte sich lieber am Platz, um ihre Zukunft zu besprechen. Die Entgegennahme eines Schecks über 5000 Euro vom lokalen Pokalsponsor Lotto Hamburg übernahm Vereinschef Fechner. Lotto-Hamburg-Chef Siegfried Spies rief zu einem letzten Versöhnungsversuch auf: „Das tut mir in der Seele weh. Wenn es irgendwie hilft, sich noch einmal zusammenzusetzen, gebe ich gerne Essen und Getränke aus.“
Doch dafür dürfte es zu spät sein. Die Sache scheint endgültig gegessen zu sein
Mittlerweile ist auch die komplette zweite Mannschaft aus dem Verein ausgetreten… |
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lordofkerry Alte Herren


Anmeldedatum: 19.10.2006 Beiträge: 2071
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Verfasst am: 04.07.2011, 15:13 Titel: |
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Na prima, dann können wir ja für die einspringen!
Karl _________________ Unhaltbar - Lutz Pfannenstiel (Welttorhüter) |
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Skipper A-Jugend-Spieler


Anmeldedatum: 20.08.2008 Beiträge: 208 Wohnort: Koblenz
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Verfasst am: 04.07.2011, 15:44 Titel: |
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| lordofkerry hat Folgendes geschrieben: | Na prima, dann können wir ja für die einspringen!
Karl |
Genau, daran hab ich auch gedacht.
Skipper |
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