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chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
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Verfasst am: 22.02.2008, 10:46 Titel: Koblenzer Rat nimmt Maß in Paderborn |
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Koblenzer Rat nimmt Maß in Paderborn
Am Stadionneubau des Zweitligisten Beispiel genommen - Bürgermeister begeistert: "Der Profifußball ist für unsere Stadt der wichtigste Imageträger"
Reisen bildet. Wenn das so ist, konnten rund 20 Mitglieder des Koblenzer Stadtrates allerhand lernen - in Sachen Stadionneubau. Paderborn war das Ziel, die künftige "paragon-arena" das Studienobjekt.
KOBLENZ/PADERBORN. Fünf Tabellenplätze trennen TuS Koblenz vom Abstiegskandidaten SC Paderborn. In puncto Stadionbau sind die Westfalen jedoch erheblich weiter vorn als die Koblenzer. Noch in der laufenden Saison soll die "paragon-arena" (benannt nach dem Nixdorf-Ableger) "ans Netz" gehen. Kein Wunder also, wenn sich auch die Koblenzer Stadtspitze mit Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein und Baudezernent Martin Prümm sowie rund 20 Ratsmitglieder von CDU, Freier Bürgergruppe und Bündnisgrünen vor allem für die Rahmenbedingungen des Stadionneubaus interessierten. Die SPD-Fraktion hatte bereits den Rohbau vor den Toren der Bischofsstadt inspiziert.
Der Rasen ist schon 25 Zentimeter tief verwurzelt, grünt selbst in diesen Wintertagen prächtig. Kein Wunder, die für Liga 2 obligatorische Rasenheizung wärmt gegebenenfalls nach.
Nicht nur für Fußball
Im Stadionrund, das einmal 15 000 Menschen fassen soll, bei einer durchschnittlichen Auslastung von 8500 Zuschauern, wird noch emsig gewerkelt. Das Aluminiumdach erhält seine Profil-Abdeckung, damit beim Fußballspiel und anderen Events jeder Zuschauer vor Regen geschützt ist.
Überall gleichzeitig sind die Bauarbeiter zu Gange. Kein Wunder, hinkt die "paragon-arena" gewaltig dem Zeitplan hinterher. Und das allein aus juristischen Gründen: Erst klagten drei Nachbarn in der angrenzenden Häuserzeile - bislang vergeblich, während sich drei Bauern nördlich des Stadions gut "ausbezahlen" ließen und ihr Haus künftig an einem lukrativeren Standort bauen können. Und schließlich versuchte ein Ratsmitglied den Stadionbau via Brüssel zu torpedieren: Die enge Zusammenarbeit von Stadt, privaten Investoren und der Stadiongesellschaft ist ihm ein Dorn im Auge. Der EU-Bürokratie jedoch offenbar nicht.
Das sieht auch die Stadtspitze Paderborns ganz anders. "Der Fußball ist inzwischen Imageträger Nr. 1 für Paderborn", erklärt Bürgermeister Heinz Paus (CDU) bei einem Empfang für die Koblenzer im historischen Rathaus. Der Stadtchef hat längst die wirtschaftliche Bedeutung des Zweitliga-Fußballs und eines Stadionneubaus für die aufstrebende 143 000 Einwohner zählende Stadt erkannt, in der 80 Prozent der Bevölkerung aktiv Sport treiben. Für sie gibt Paderborn jährlich 6,7 Millionen Euro aus, ohne die Bäder - und ohne den Fußball! Denn für die Zukunft ihres "SC" greift der Paderborner Stadtrat viel tiefer in die Tasche: Neben der kompletten Infrastruktur mit Zuwegung, 4700 Parkplätzen, 1900 Fahrradstellplätzen und einem Autobahnanschluss (8,9 Millionen Euro) des Geländes, das in städtischem Eigentum steht und per Erbpacht der Stadiongesellschaft zur Verfügung gestellt wird, zahlt die Stadt einen (verlorenen) Zuschuss von 3,4 Millionen Euro und gewährt darüber hinaus ein Darlehen von 2,5 Millionen Euro für den Stadionbau.
Die Arena selbst kostet rund 9 Millionen Euro. In der Stadiongesellschaft haben sich 13 Gesellschafter, Unternehmen aus der Region, mit einem Stammkapital von 1,6 Millionen Euro zusammengefunden, darunter ein großer Möbelhändler (gleichzeitig SC-Präsident), die Warsteiner Brauerei, Bauunternehmen, die am Stadionbau beteiligt sind, und natürlich der Namensgeber paragon.
Zweites "Oberwerth"
Notwendig wurde der Stadionneubau in Paderborn übrigens, nachdem das traditionsreiche, aber längst in die Jahre gekommene stadtnahe Hermann-Löns-Stadion für den Profifußball nicht mehr geeignet war Ein weiteres altes Stadion kam ebenso wenig infrage, wie zwei Machbarkeitsstudien ergaben, die jeweils annähernd 20 Millionen Euro Sanierungskosten prognostizierten. Acht weitere Standorte wurden untersucht, bevor sich Rat und Verwaltung schließlich auf den heutigen verständigten.
In Koblenz ist das Thema unterdessen noch nicht endgültig entschieden: Der Stadtrat wird sich voraussichtlich in seiner Sitzung am 24. April erneut mit dem geplanten Stadionneubau beschäftigen. Dann sollen auch in der Rhein-Mosel-Stadt die Weichen für die Zukunft des Profifußballs gestellt werden.
Quelle: Rhein-Zeitung 21.02.07 |
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Schwedentod Im Kader der 1.

Anmeldedatum: 05.11.2007 Beiträge: 380 Wohnort: Ransbach-Baumbach
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Verfasst am: 22.02.2008, 12:19 Titel: |
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Vielleicht solltet Ihr vor allem von den negativen Seiten des Stadionbaus in Paderborn lernen...  |
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