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Jubiläumsmagazin
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Tom Hardt
Wandelndes Lexikon
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Anmeldedatum: 27.10.2006
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BeitragVerfasst am: 03.01.2012, 23:27    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="Herbi53"]
Tom Hardt hat Folgendes geschrieben:
Die TuS stand 2002 vor dem Aus. Zum Trainingsauftakt standen gerade einmal sieben Spieler auf dem Platz und halt mit Milan Sasic ein Trainer der sich diesem "Todeskomando" ausgesetzt hatte. Für mich war der Klassenerhalt in dieser Saison die größte Sensation der jüngeren Vereinsgeschichte. Danach hatte Sasic ein glückliches Händchen bei den Neuzugängen und es hat ganz einfach alles gepasst.

quote]

Stimmt soweit, mit der Einschränkung dass Milan im 2 OL Jahr (Aufstiegsjahr) nicht viele Neuverpflichtungen vornahm! Es kamen lediglich Mäkelmann, Kresovic, Mujakic, Koschinat und Wagner (zur Hälfte). Damit dann den Aufstieg zu schaffen war schon Klasse.



ABGÄNGE, ZUGÄNGE & EINSÄTZE

ABGÄNGE:
Asbach (SpVgg Wirges), Bieser (TSG Wörsdorf), Dr.Docktor (Ende der Laufbahn), Erhardt (unbekannt), Kalyta (unbekannt), Klotz, Lauer (beide TuS Mayen), Melunovic (TuS Hohenecken), Murseli (SG Neuwied/Irlich/Hüllenberg), Piechaczek, Pluhar, Torus (alle unbekannt), Foroutan (TSV Emmelshausen – w.d.S.).

ZUGÄNGE:
Koschinat (FV Engers), Kresovic, Mujakic (beide Sportfreunde Siegen), Behr, Langen, Lückenbach, Müller, Thiesen (alle eigene Jugend), Rahn (VfL Hamm), Wagner (TuS Mayen), Mäkelmann (Bonner SC – w.d.S.), Faller (eigener Nachwuchs – w.d.S.)

TRAINER:
Sasic, Milan (01.07.2003 – 30.06.2004)

EINSÄTZE:
Kresovic Slobodan 34/8, Shalaj Nehat 34/7, Mujakic Nihad 33/2, Auer Peter 33/0, Koschinat Uwe 33/0, Grgic Velimir 32/22, Kaes Christian 32/8, Krause Marc 29/3, Akkaya Cihan 28/1, Bungart Sebastian 27/4, Lazarevic Nenad 26/8, Grenier Josh 26/2, Bogdanovic Daniel 24/1, Reiner Jonas 20/1, Wagner Patrick 13/1, Cift Fatih 10/0, Moog Andreas 4/0, Langen Philipp 3/1, Foroutan Nicolai 3/0, Rahn Johannes 3/0, Thiesen Patrick 3/0, Lückenbach Florian 2/0, Behr Stefan 1/0, Faller. Andre 1/0, Müller Alexander 1/0, Mäkelmann Timo 0/0.
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Herbi53
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Beiträge: 4337

BeitragVerfasst am: 03.01.2012, 23:52    Titel: Antworten mit Zitat

Rahn wechselte 7/2003 von Hamm zu TuS U19 und von dort 7/2004 zur Ersten (tm.de). Wagner kam meines Wissens zur Halbserie. Die Spieler aus der eigenen Jugend habe ich nicht als Zugänge aufgeführt. Zudem haben die zusammen lediglich 13 Einsätze gehabt.
Im Prinzip waren echte Verstärkungen/Neuzugänge, so wurde es auch in Funk und Presse verbeitet, lediglich die Regionallioga erfahrenen Kresovic und Mujakic sowie (für mich mit Abstrichen) vom Lokalrivalen Engers kommend Koschinat.
Statistisch gesehen hast Du bestimmt Recht.
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SportlichElegant
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BeitragVerfasst am: 04.01.2012, 13:03    Titel: Antworten mit Zitat

Rolli hat Folgendes geschrieben:
SportlichElegant hat Folgendes geschrieben:
Naja aber wenn ich keine Ahnung von der Vereinsgeschichte habe, umschiffe ich konkrete historische Daten im Vorwort.

Formulierungen wie "TuS Kobblenz, der Nachfolgeverein der TuS Neuendorf" hingegen sind in meinen Augen aber wirklich ein echter faux pas.
Klingt ja so, als seien wir ein in den 80ern gegründeter Fußballclub. Oder bin ich da nur zu dünnhäutig?


Die TUS ist doch erst eigentlich in den 80er gegründet
und die meisten jungen Ultras sind doch erst zur TuS gekommen als die Aufstiegsserie bis in Liga 2 kam.
Und der Nachfolger von TuS Neuendorf ist in meinen Augen TuS Neuendorf 82.

Aber ich kann da in manchen Augen auch Falsch liegen, mache mir aber nix draus..


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lordofkerry
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BeitragVerfasst am: 05.01.2012, 17:23    Titel: Antworten mit Zitat

Un Dau has AaaHnung!

Lach mich schlapp, dann können die Neuendorfer ja mal die Restschulden von Ihrem Traditionsverein aus den 80gern übernehmen.

Viel Spaß beim sammeln

Karl
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Herbi53
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BeitragVerfasst am: 13.02.2012, 17:43    Titel: Antworten mit Zitat

In meiner Lotto Annahmestelle liegt noch ein ganzer Batzen davon, scheint also noch mehr als genug Exemplare verfügbar.
Inhaltlich zu kritisieren gibts für mich und viele Fans aus meiner Altersschicht :
1. Die Aufstiegsrundenzeit 67-69 kommt viel zu kurz weg obwohls sportlich ein wenn nicht das Highlight war.
2. Generell bewegt sich der Inhalt relativ zeitnah, was offensichtlich dem Alter einiger Zuarbeiter geschuldet ist?
3. Die jetzige Mannnschaft bekommt viel zu viel Berichterstattung. Es gibt weder sportlich noch sachlich einen Grund für diese Bevorzugung ggüber vielen guten Mannschaften die die TuS hatte.

Es soll sich doch um ein Jubiläumsmagazin handeln nicht um eine mehr oder wenig aktuelle Stadionzeitschrift?
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Hannes
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BeitragVerfasst am: 13.02.2012, 17:49    Titel: Antworten mit Zitat

Herbie,

hast Du erlebt, wie diese Ausgabe entstanden ist ? Hast Du Ideen eingebracht, oder Dich selbst in jeglicher Form eingebracht ?
Dir ist bekannt, dass Tom Hardt mit beteiligt war und sein Buch lt. letztem Stand der Dinge erscheinen wird ?

Hauptsache, wieder einmal den Mülleimer geleert. Versuch es mal mit Bio-Produkten oder stell selbst was auf die Beine.

Der Dritte Wink
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Herbi53
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BeitragVerfasst am: 13.02.2012, 18:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ich halte zum wiederholten Male fest : Jeder der sich nicht mit eingebracht hat hat kein Recht zur Kritik und wird harsch "niedergebügelt". Hat sich nichts geändert. Inhaltlich wie immer keine Antwort. Red mal mit vielen aus der "Aufstiegsrundenzeit", dann wirst du meine Kritik weitgehend bestätigt bekommen. Material hierzu ist im Übrigen genug vorhanden. Weiterhin find ich nichts Schlimmes dabei wenn jemand aus der Sicht seiner Generation den Inhalt des Jubiläumsmagazins betrachtet.
Hauptsache mal wieder seine Intoleranz bewiesen.
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Hannes
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BeitragVerfasst am: 13.02.2012, 18:19    Titel: Antworten mit Zitat

Herbie,

mir ist sicher bewusst, dass auch Du an der TuS Deine Freude hast, sonst wärst Du nicht in dieser Intensivität unterwegs. Toleranz ist ein Thema, welches wir alle nicht aus den Augen verlieren sollten und da vermisse ich in diesem Fall leider Deine. Warum ?

Der DKF und die Macher dieser "Zeitschrift" arbeiten ehrenamtlich, investieren viel Zeit und teilweise auch private Gelder. Man versucht etwas auf die Beine zu stellen und das DKF-Forum ist sicher nicht unbekannt. Bringe Dich doch auch dort ein mit Ideen.
Wink

Ich bin dort registriert und meine Ideen sind recht bescheiden, wurden nicht aufgegriffen/umgesetzt. Ich versuche dort aber zumindest einen ganz kleinen Teil beizutragen. Ich übe dort Kritik, weil sie dort angebracht ist .......
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*** Mit freundlichen Grüssen, Hannes ***
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TuS-Herz
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BeitragVerfasst am: 13.02.2012, 18:29    Titel: Antworten mit Zitat

ich finde das jubi-magazin toll, aber es muss nicht jedem gefallen.
kritik solte und dürfte möglich sein, ohne dass sich jemand auf die füsse getreten fühlt.
jemand, der seit gefühlten 100 jahren fan ist, muss nicht die gleiche meinung vertreten, wie der, der die TuS erst seit 5 jahren kennt.
nur, weil TuS drauf steht, muss man nicht alles klasse finden....meine meinung....
Ich persönlich finde das Jubi-Magazin toll, habe mitunter das TuS-Emblem auf meinen Fingernägeln, muss aber nun nicht in TuS-Bettwäsche schlafen.
wenn es kritiken an dem magazin gibt, sollte jeder das auch sportlich fair akzeptieren und nicht persönlich nehmen....
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TuS Koblenz jetzt in Liga 4.......ganz egal, ich steh zu Dir!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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Herbi53
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BeitragVerfasst am: 13.02.2012, 18:36    Titel: Antworten mit Zitat

TuS Herz : Daumen hoch
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Buddy
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BeitragVerfasst am: 15.02.2012, 09:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde, es gibt keinen Grund, jetzt wieder direkt aufeinander loszuschlagen. Herbi hat nicht ganz unrecht. Von der Bedeutung her geht die 67-69er Aufstiegsrundenelf unter und es wird zu stark auf die letzten Jahre fokusiert.

Persönlich hätte es mir besser gefallen, wenn man etwas mehr auf die Gauggel-Elf und die eben erwähnte 67-69er-Aufstiegsrundenelf eingegangen wäre. Natürlich kann ich auch verstehen, wenn man gerade die letzen Jahre (die trotz aller Nebengeräusche sportlich erfolgreich waren) hervorgehoben hat; ich denke, hier galt auch der Blick den vielen jungen Fans.

Grundsätzlich freue ich mich, dass es überhaupt ein solches Heft gibt und danke den ehrenamtlichen Helfern! Aber das schließt nicht ein, dass man nicht kritische Worte zu Inhalten finden kann.

Die beste Nachricht entnehme ich Hannes Beitrag, dass Toms Buch (nun doch) kommen soll. Ich werde mir 2 Exemplare zulegen, aber wenn ich daran etwas zu kritisieren habe, dann werde ich es auch tun, denn ich bin frei, im Handeln und im Denken. Wink
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Tom Hardt
Wandelndes Lexikon
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BeitragVerfasst am: 15.02.2012, 09:30    Titel: Antworten mit Zitat

Zunächst mal vorweg - beide Bereiche waren erstellt, sind aber bei der Zusa,mmenstellung hintenrunter gefallen. Warum ? Weiß ich nicht und wurde mir auch nicht mitgeteilt. Ich hatte u.a. auch ein Spielerlexikon erstellt was nicht erschien. Hier die Berichte

.
Die Gauchel-Elf

100 Jahre TuS Koblenz. Eine bewegte Geschichte eines Sportvereins. Doch wenn man bei der TuS auf die 100 Jahre zurückblick fällt unweigerlich der Focus auf die Zeit nach dem Krieg. Die Jahre, von 1945 bis 1955 in der das Team in Deutschland meist unter dem Namen Gauchel genannt wird. Der erste Nationalspieler der Schängel drückte seinem Club seinen Stempel wie kein anderer auf. Nur wenige Monate nach dem Krieg hatte die Vereinsführung in Neuendorf mit dem Aufbau einer neuen jungen Mannschaft, die unter der Führung Jupp Gauchels bereits kurz darauf auch wieder in den Spielbetrieb einstieg. Georg Unkelbach erinnerte sich Mitte der achtziger Jahre noch sehr gut an die Anfänge. „In den letzten Kriegstagen wollte es der Zufall, ich traf Jupp Gauchel in der Nähe von Berlin und kam mit ihm in Gefangenschaft. Den Dritten im Bunde trafen wir dann im Lager, nämlich unseren Mannschaftskapitän Jakob Schäfer. Im Zelt gab es natürlich nur ein Thema, die zukünftige Mannschaft der TuS. Hoffentlich kommen alle gesund nach Hause. In Gedanken waren wir schon wieder auf dem Oberwerth. Und unser Wunsch ging Gott sei Dank in Erfüllung. Wir kamen nach Hause und ich glaube ein „Jahrzehnt“ hat bei der TuS angefangen, wo wir heute noch stolz sein können“. Ich glaube in der Zeit gab es keinen Verein in Deutschland der mehr internationale Spiele machte als unsere TuS“.

Bevor die Kicker loslegen konnte musste zunächst der Schutt beseitigt werden. Koblenz lag zum größten Teil in Trümmern, wenig besser ging es dem Fußball-Dorf Neuendorf. Die Sportplätze am Rhein, das Stadion Oberwerth und fast alle anderen Plätze in Koblenz waren mit Bombentrichtern übersät. Und es funktionierte trotzdem. Bereits im Spätsommer kickte die TuS wieder in der Region und ab bald darauf auch wieder am Oberwerth. Im Frühjahr 1947 folgten dann auch wieder Punktspiele. Es ging langsam aufwärts. Das die Schängel ein gefragter Spielpartner war lag an Josef Gauchel. Der ehemalige Nationalspieler, der seinen Heimatclub seit 1936 als Trainer und Spieler betreute, führte ein hartes Regime. Aber es zahlte sich auch. Bereits 1948 konnte der Club die Früchte der Arbeit ernten. Dabei war vieles ungleich schwieriger wie heute. Reisen, wie ins 150 Km entfernte Dortmund, dort musste die TuS im Viertelfinale gegen den HSV antreten, waren halbe Weltreisen. Es gab keine Autobahnen. Die Straßen am Rhein waren nur notdürftig passierbar, die Fahrzeuge störanfällig und die „Grenzer“ pingelig. Richtig es gab Grenzkontrollen innerhalb Deutschlands. Immer dann wenn man eine Besatzungszone verlies hieß auch das Papiere bzw. Genehmigungen für den Übertritt in die andere Zone ausgefüllt werden musste. Umso bemerkenswerter war dann auch die Tatsache dass sich ins Dortmunder Stadion Rote Erde rund 2.000 Koblenzer aufmachten um ihre Mannschaft zu unterstützen. Mit dem Zug, in Omnibusse, auf Lastwagen, mit PKW’s, auf Motorräder und sogar auf Fährrädern bewältigten die Fans die Strecke ins Westfalenland. Und sie sollten für ihre Bemühungen belohnt werden. 2:1 siegte das Team und war fortan in aller Munde. Daran änderte auch nichts die herbe 1:5-Pleite eine Woche darauf gegen den 1.FC Kaiserslautern. Eine Mannschaft war geboren die fortan unter dem Namen „Gauchel-Elf“ ein hochangesehener Gegner war. Bis Mitte der fünfziger Jahre blieb der Stamm dieser Mannschaft fast unverändert, schaffte noch zweimal den Sprung in die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft und 1954 sogar den Eintritt ins Pokalhalbfinale. Erst als Jupp Gauchel 1954 die TuS erstmals verließ verblasste erst der Stern der ruhmreichen Mannschaft.


Ein Kellerkind auf Abwegen
Als Mitte August 1967 die neue Spielzeit angepfiffen wurde setzte kaum einer einen Pfifferling auf die Schängel. Fast ausschließlich Nachwuchsleute hatten den Weg ans Oberwerth gefunden. Nur Willi Kostrewa, der vom 1.FC Kaiserslautern gekommen war, galt als Verstärkung. Die richtige Verstärkung aber stand auf der anderen Seite der Linie. Herbert Rappsilber hatte Karl-Heinz Trieschmann abgelöst. Rappsilber verstand es mit den jungen Talenten umzugehen, förderte ihre Stärken und gab Ihnen so Selbstvertrauen. So entwickelte sich in der Rückrunde das, was man umgangssprachlich einen Lauf nennt. Nach 16:14 im Dezember gab es in der zweiten Hälfte der Saison 26:4 Punkte zum gutschreiben. Davon aber auch zwei am grünen Tisch denn die Partie in Mülheim war eigentlich mit 0:1 verloren gegangen aber der SSV hatte mit Wilfried Heinz einen Jugendspieler eingesetzt der keine Spielberechtigung besaß. Da aber Punkte am grünen Tisch nicht zur Entscheidungsfindung genutzt wurden setzte der Verband ein Spiel gegen den um einen Punkt schlechter platzierten FK Pirmasens an. In Bad Kreuznach trafen die beiden alten Rivalen aufeinander und sorgten für eine dramatische Entscheidung. 18.000 Zuschauer, sahen eine zweimalige Führung der Kurstädter die aber die Neuendorfer durch Günter Funke und Otto Jaworski ausgleichen konnten. Als dann Werner Hölzemann der dritten Treffer erzielte war die Überraschung perfekt. Aus einem Absteiger war binnen von zwölf Monaten ein Aufstiegskandidat geworden. Noch ein Jahr konnten die Schängel dieses Niveau denn auch im Folgejahr erreichten die Blau-Schwarzen die Aufstiegsrunde. Wieder war die Mannschaft als Vizemeister, punktgleich mit Titelträger SV Alsenborn, über die Ziellinie gehuscht. Aber beide Teams aus dem Südwesten scheiterten in der Runde der besten Regionalvertreter am Bundesligaaufstieg. Fünf Jahre war die Regionalliga weiterhin Heimat der Schängel ehe eine erneute Ligen Reform, der DFB führte die zweigleisige 2.Bundesliga ein, die Koblenzer ins Amateurlager absteigen ließ.
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Tom Hardt
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BeitragVerfasst am: 15.02.2012, 09:44    Titel: Antworten mit Zitat

Es gab auch noch weitere Beiträge - die nicht gedruckt wurden. Julian und ich hatten uns mehrfach im Vorfeld getroffen und ein klares Konzept erstellt. Aber soweit ich weiß war Jiulian dann nicht nicht mit ins Boot geholt als dann die Zusammenstellung erfolgte.


TuS Neuendorf – Als Markenzeichen durch Europa gereist

Das die TuS im Laufe der letzten hundert Jahre zu einem Markenzeichen für die Stadt geworden ist wie das Deutsche Eck hat sie auch ihrer Reiselust zu verdanken. Freundschaftsspiele in vielen Ländern Europas aber auch zahlreiche Einladungen von Spitzenteams ans Oberwerth legen davon Zeugnis ab. Die TuS war ein gern gesehener Gast, geschätzter Gegner und ausgezeichneter Botschafter seiner Heimatstadt.
Die ersten internationalen Gehversuche gab es bereits Mitte der dreißiger Jahre mit Freundschaftsspielen in Luxemburg, und gegen Teams aus Paris, London oder Wien. Erfolgreich wie man an den Ergebnissen feststellen konnte. Ein 2:2 gegen den mehrfacher französischen Meister, ein 4:2 gegen den Floridsdorfer AC oder gar ein 80 gegen den AFC London zeugen schon vor dem Krieg von einer enormen Spielstärke der damals noch im gelben Dress aktiven Akteure.
Die ersten internationalen Gehversuche 1945 gab es bereits fünf Monate nach Kriegsende. Klar der 5.engl.Kops war „nur“ eine Soldatenmannschaft aber dass die TuS dafür extra nach Bonn anreisen durfte anstatt der dort beheimateten Teams des Bonner FV, der Tura oder auch des SV Beuel 06, zeugten schon davon das der kleine Club aus dem verschlafenen Fischer in Europa ein hohes Ansehen genoss. Drei Jahre später kam mit Racing Straßburg (3:2) bereits der erste Internationale Gegner aufs Oberwerth zu einem Besuch. Schwierige Zeiten, man muss bedenken – was das 1948 für eine schwierige Zeit war. Bei der TuS galten Oberligaspiele im Saarland bereits als „Auslandsreise“ mit Visum und Grenzkontrollen. Internationalen Fußball, gab es nach der Katastrophe des 2.Weltkrieges kaum in Europa, bzw. hier in unserem Land überhaupt noch nicht. Umso bemerkenswerter das der „Erbfeind“ aus Straßburg bereit war als erster und Deutschen die Hand zur Freundschaft zu reichen und sich dafür auch noch die Neuendorfer aussuchte. Der Anfang war gemacht. Fortan präsentierte sich die TuS als gerngesehener Partner auf Europas Bühne. So war die TuS 1951 auch erster Ansprechpartner für den FV Rheinland als es darum ging eine Reisegruppe für eine Einladung nach Island zusammen zustellen. Robert Weinand, der damalige TuS-Vorsitzende, erkannte die Zeichen der Zeit und nutzte dies um seinen Club in Europa zu präsentieren. Insgesamt fünf Spiele gab es auf der Insel der Vulkane angesetzt. Bei dreien verließ die TuS den Platz als Sieger. Dieser Auftritt war der Startschuss für eine Flut von internationalen Freundschaftsspielen.

Am Oberwerth gab sich in den folgenden Jahren die Creme de la Creme die Klinke in die Hand. Mannschaft aus Frankreich, Österreich, Spanien, Jugoslawien, Holland, Belgien, England, selbst aus Brasilien kamen zu Besuch und genossen die Gastfreundschaft rund ums Deutsche Eck. Große Spiele die meist über 20.000 Zuschauer ins Oberwerth lockten.
Erst Ende der sechziger wurde es ruhiger am Deutschen Eck. Der Ruhm der glorreichen Gauchel-Elf verblasste auch im Ausland langsam und beim Blick auf die Tabellen war der Namen TuS Neuendorf und auch später TuS Koblenz kaum noch in der überregionalen Presse zu finden. Zwar gab es immer einmal wieder kurze Höhepunkte wie zum Beispiel der Besuch des ehemaligen brasilianischen Meister aus Rio de Janeiro, Mitte der achtziger Jahre aber ansonsten blieb es bei Vergleichen mit luxemburgischen Teams. Zumindest in den letzten Jahren hat sich dies wieder ein wenig gewandelt. Mit Besuchen in Holland und Belgien sorgen die TuS Kicker dafür dass die Region des Deutschen Eckes auch im angrenzenden Europa und manchmal auch darüber hinaus, wieder ins Blickfeld gerät.

Tom Hardt



NATIONALSPIELER DER TUS KOBLENZ-NEUENODRF

JOSEF GAUCHEL
Hätte Bundestrainer Otto Nerz dem Urteil des Sportmagazins „Kicker“ geglaubt, so wäre der Stern von Jupp Gauchel nie aufgegangen. Sein Laufstil sei grobschlächtig, seine Bewegungen sähen ungelenk und eckig aus, so das Fachblatt 1941 in der Beschreibung seiner Spielereigenschaften. Den Freunden der TuS war es egal, dem Bundestrainer sowieso. Der Halbstürmer war seinen Altersgenossen um Jahre voraus und kickte schon als 17-Jähriger in der 1933 neugegründeten Gauliga. 1936 debütierte er bei den Olympischen Spielen in Berlin in der Nationalmannschaft, wurde im Spiel gegen Luxemburg (9:0) eingesetzt und traf zweimal. Fortan war er im fußballverrückten Fischerdorf ein Held. Auch Sepp Herberger, der Nerz 1938 abgelöst hatte, baute auf das Naturtalent. Er gehörte zu den größten Förderern Gauchels. Erst als 1942 ein gewisser Fritz Walter auf die Fußballbühne trat, endete Gauchels Karriere als Nationalspieler. Der Freundschaft zu Herberger tat dies aber keinen Abbruch. Im Gegenteil. Der Koblenzer hatte sich 1946 beim Freundschaftsspiel gegen den FC Schalke 04 eine harmlose Verletzung zugezogen, die in einer Blutvergiftung endete. Vermutlich hatten die Reste einer Phosphorbombe die Wunde infiziert. Herberger konnte über den Schweizer Nationaltrainer Karl Rappen das in Deutschland kaum aufzutreibende Medikament Penicillin organisieren, was am Ende das Leben des Koblenzers retten sollte. Von 1946 an war Gauchel für die TuS als Spielertrainer tätig. Wieder hergestellt – er hatte noch eine Niere verloren und fiel rund zwei Spielzeiten als Spieler aus – schnürte er bis April 1954 seine Schuhe für die Neuendorfer. In der Saison 1955/56 trainierte der größte Fußballsohn der Stadt in der Oberliga Südwest den FV Engers und kehrte dann 1957 nochmals für zwei Jahre auf die Trainerbank der TuS zurück. Die TuS war Jupp Gauchels Leben. Der Verein dankte es ihm in dieser Zeit nicht. Als er 1963 an den Folgen eines Herzinfarktes verstarb, war er kein Mitglied der Schängel mehr. 1959 war er wegen angeblich vereinsschädigenden Verhaltens ausgeschlossen worden: Er soll dem Fußballverband den Hinweis zur Existenz einer „schwarzen Kasse“ gegeben haben, wofür Verein und Vorsitzender vom Fußballverband bestraft worden waren. Heute erinnert eine Jupp-Gauchel-Straße am Stadion an ihn.

KARL ADAM
„Adam hatte mehr Sprungfedern in sich als der um Kopflänge größere Westfalen Torwart“, stand in der Leistungsbewertung von Karl Adam bei seinem größten Erfolg 1951 in der Fachpresse zu lesen. Der Koblenzer hatte den 1.FC Kaiserslautern mit seinen Paraden zum ersten Mal die Deutsche Meisterschaft gesichert. Begonnen hatte seine Laufbahn in der Nachwuchsabteilung des SC Moselweiß die er aber 1941 in Richtung Neuendorf verlies. Zu diesem Zeitpunkt war er neben dem Fußball auch als erfolgreicher Leichtathlet unterwegs. In jeder freien Minute war der bullige Athlet, der 1950 die pfälzische Meisterschaft im Kugelstoßen gewann, auf den Rheinwiesen seiner Heimatgemeinde zu finden. Zunächst kickte der Kraftfahrer jedoch als Mittelläufer. „1946 hielt er als Stopper des Rheinlandes in Koblenz sozusagen allein das berühmte Innentrio des Südwestens (Basler, O.Walter, F.Walter)“, erinnerte sich Fritz Walter 1963 im „Kicker“. Mehr durch Zufall kam er nach dem Krieg zu seinen ersten Torwarteinsatz als der etatmäßige Schlussmann verhindert war. Adam war gerade aus zerstörten Dresden, in seine Heimat zurückgekehrt und gehörte zur legendären Gauchel-Elf die 1948 bis ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft stürmte.
Von 1948 bis 1951 hielt der den Kasten in der Pfalz sauber mit dem Ergebnis das er die Roten Teufel zum Titelgewinn führte. Seinen persönlich größten Erfolg feierte er am 21.November 1951 als er in Istanbul (2:0) erstmals mit dem Bundesadler auf der Brust auflief. Zu diesem Zeitpunkt stand er bereits wieder in Neuendorf unter Vertrag. Noch zweimal sollte der „Chef“ den Koblenzer zu einem Spiel der deutschen Auswahl auflaufen lassen wo der Keeper ebenfalls ohne Gegentreffer blieb. Als es 1953, nach zwei Südwest-Vizemeisterschaften, zwischen ihm und TuS Coach Jupp Gauchel zu einem Zerwürfnis kam wechselte Adam nochmals das Trikot, zog zur Säbeler Straße zu den Münchner Bayern wo er aber deren Oberligaabstieg 1955 nicht verhindern konnte. Nach der Rückkehr in seine Heimatstadt 1955 blühten die Schängel nochmals auf und holten sich zum dritten Mal die Vizemeisterschaft ehe er 1956 die Fußballschuhe wegen einer Knieverletzung endgültig an den Nagel hängte. 1999 verstarb Karl Adam im Alter von 75 Jahren an den Folgen eines Herz- und Kreislaufversagen.

JAKOB MILTZ
Ein Spiel reichte Jakob Miltz um sich im Lexikon des deutschen Fußballs einen festen Platz zu sichern. Am 18. Juli 1948 musste sich der Hamburger SV einem kleinen Dorfverein im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft mit 1:2 geschlagen geben. Der neunzehnjährige „Köbes“ Miltz war es, der die Norddeutschen innerhalb von sieben Minuten fast im Alleingang abschoss und somit für die erste große Sensation im deutschen Nachkriegsfußball sorgte.
Miltz kam aus einer Neuendorfer Fußballerfamilie. Bereits der Vater, Metzgermeister, hatte sich dem runden Leder verschrieben und gehörte in den Vorkriegsjahren zu den Stützen der Mannschaft. Der Junior übernahm diese Leidenschaft und entwickelte sich im Nachkriegsdeutschland schnell zu einer festen Größe. Als „bulliger“ Typ mit ausgefeilter Technik trug er einen maßgeblichen Anteil am Neuendorfer Aufschwung. Zehn Jahre lang gehörte der Südwestauswahlspieler, der zwischen 1954 und 56 auch zum A-Nationalspieler (2 Länderspiele) wurde, zu den Leistungsträgern am Deutschen Eck. Der ganz große Durchbruch blieb „Köbes“, der 1956 noch drei weitere Länderspiele in der B-Nationalmannschaft (2 Tore) bestritt, versagt. 1957 verließ der Neuendorfer Mannschaftskapitän seine Heimat um sich in Hannover, zwecks beruflicher Weiterbildung, anzusiedeln. Einem Jahr in Niedersachsen folgte eine Saison in Kaiserslautern, ehe er ans Deutsche Eck zurückkehrte. Dort kickte er zwei weitere Jahre, um 1961 dann seine aktive Fußballerlaufbahn zu beenden. Allerdings blieb Miltz dem Fußballsport treu und wirkte viele Jahre im Spielausschuss bei den Schängeln mit bis er am 18.Februar 1984 verstarb.

HANS-ADOLF (ADI) WEIß
„Adi“ Weiß konnte es kaum glauben. Da stand er mit seinen 15 Jahren im Zentrum der Fußballwelt und 95.000 Zuschauer wollten die gleich beginnende Begegnung verfolgen. Es waren aber nicht die beiden Top-Auswahlteams der einst verfeindeten Länder, sondern die Schülernationalmannschaften aus England und Deutschland, die sich hier gegenüberstanden. Erstmals wurde dieses Spiel im „Gotteshaus“ des englischen Fußballs, in Wembley, ausgetragen und ein „Kovelenzer Schängel“ war live dabei. Mit 0:2 unterlag das deutsche Team. Doch das Ergebnis war zweitrangig. Zu beeindruckend waren die Momente vor einer solchen Kulisse spielen zu dürfen. Wenige Monate später beim Rückspiel kamen „nur“ 40.000 in Essen, wo der TuS Nachwuchskicker ebenfalls dabei war und einen Treffer zum 4:0 Erfolg beitragen konnte.
1951 hatte Weiß in Lützel erstmals gegen das runde Leder getreten. Und das ganz brauchbar, da bereits zwei Jahre später die TuS den talentierten Angreifer für sich entdeckt hatte. So durchlief der gelernte Stürmer alle Nachwuchsteams, um 1961 zu den Vertragsspielern zu stoßen.
„Gleich in der ersten Begegnung hatte ich es mit Werner Liebrich zu tun“, schwärmt der heute in Kadenbach lebende Angreifer. Große Namen schienen ihn aber nicht zu schocken, im Gegenteil. Gegen den FCK traf „Adi“ zweimal und hatte somit maßgeblichen Anteil am 5:1 Sieg gegen die Roten Teufel. Insgesamt traf der „Frischling“ siebzehnmal in dieser Saison und so wurde er in der jungen Mannschaft Torschützenkönig.
Große Namen waren in den Sechzigern des öfteren zu Gast. „Es gab viele tolle Spiele am Oberwerth. Die Löwen mit Radenkovic, die Bayern mit Beckenbauer oder auch die japanische Nationalmannschaften waren hier zu Gast“, schwärmt der rüstige Rentner noch heute von tollen Fußballtagen am Zusammenfluss von Rhein und Mosel.
In den folgenden Jahren entwickelte sich Hans-Adolf Weis zu einer festen Größe am Deutschen Eck. Erst als ihn 1969 ein zweiter Herzinfarkt, den ersten hatte er bereits fünf Jahre zuvor, überraschte, beendete er seine Vertragsspielerlaufbahn.
Nach seiner Genesung startete der zweifache Vater nochmals beim VfB Lützel als Spielertrainer (4 Jahre). Weitere Stationen waren der SC Moselweiß und auch die TuS Neuendorf 1982, die er in die Kreisliga A führte.


LUDWIG SCHERHAG
Oberligameister, Torschütze des Monats, Nationalspieler, Rheinlandmeister & Pokalsieger. Die Liste der Erfolge eines Ludwig Scherhag ließ sich noch weiter ausbauen.
Begonnen hatte es beim TuS Immendorf wo der ehrgeizige Akteur bis zum 22.Lebensjahr aktiv war, Als dann 1975 TuS-Coach Hermann-Oster vorbeischaute wurde man sich schnell einig und der Angreifer wechselte zum Stadtrivalen. Insgesamt fünf Jahre blieb Scherhag am Oberwerth. Zwei Rheinlandmeisterschaften und zwei Pokalsiege konnten dank des Scherhagischen Torinstinktes gefeiert werden. Höhepunkte in diesen Jahren waren die drei Treffer im DFB-Pokalspiel gegen den 1.FC Bochholt, wo der gelernte Industriekaufmann erst den Ausgleich markierte und
später in der Verlängerung das westfälische Top-Team, das ein Jahr ungeschlagen war, im Alleingang erledigte. Lohn für die starken Leistungen war eine Einladung von Erich Ribbeck zum Amateurländerspiel im März 1979 in Schwenningen (0:2 Italien). Das Spiel diente zur Vorbereitung für die Olympischen Spiele 1980. Leider wurde kurz darauf der Europäische Boykott für Moskau bekannt gegeben und die Nationalelf aufgelöst. Für Scherhag dienten die Leistungen in der Saison 79/80 als Sprungbrett für den FSV Mainz 05. Eine gute Entscheidung denn in den vier Jahren gab es neben der Oberligameisterschaft 1981 auch den Titel des Deutschen Amateurmeisters 1982 (3:0 Werder Bremen Am.) und die Plakette für den Torschütze des Monats (Oktober 1982) zu feiern. 1984 kehrte der zweifache Familienvater ans Oberwerth zurück wo er noch drei Spielzeiten das Blau-Schwarze Shirt trug.

Tom Hardt



"Die 1.Bundesliga im Visier" - Die TuS und der Frauenfußball

„Hübsch und erfolgreich“, mit dieser Schlagzeile die TuS in ihrem Jubiläumsheft zum 75-jährigen Bestehen ihre Sparte Damen Fußball. Dabei sollte die erfolgreichste Zeit noch kommen. Begonnen hatte alle Anfang der Siebziger Jahre. 1970 hatten Günter Hanschke, Alfred Hildebrand und Werner Schliebusch erstmals ein Frauenteam ins Leben gerufen welches auch recht erfolgreich auftrumpfte. Schon in der „ersten“ Dekade gehörten die Mädels aus dem Schängelland zu den erfolgreichsten Vertretern des „schwachen“ Geschlechtes und holten gleich in der ersten Saison, den Staffelsieg, die Bezirksmeisterschaft und landeten danach bei der erstmals ausgetragenen der Rheinlandmeisterschaft auf dem dritten Platz. 1978 musste dann der Spielbetrieb erstmals mangels Masse eingestellt werden. Die Aktiven wurden Mutter oder heirateten, wie zum Beispiel Spielführerin Karin Akholk, die mit dem damaligen Regionalligatrainer Werner Mangold den Mann fürs Leben fand und mit ihm, nach seiner Zeit als Trainer der TuS, nach Kaiserlautern verzog.

Sieben Jahre später aber fanden sich erneut genug Sportlerinnen. Unter der Führung von Ilona Hoffmann als Abteilungsleiterin entwickelte sich wieder ein reger Spielbetrieb. Erster Trainer war in diesen Jahren Frank Eigenbrod unter dem das Team gleich in der ersten Spielzeit ein tollen dritten Platz ergatterte und somit der Aufstieg in die Verbandsliga nur knapp verpasst wurde. Dies sollte aber ein Jahr später nachgeholt werden. Höhepunkt der erfolgreichen Damenmannschaft war die Saison 1993/94 als am Ende sogar die Meisterschaft in der Verbandsliga heraussprang, die auch zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde in die Zweite Bundesliga berechtigte. Auch wenn der Sprung in die zweithöchste Liga nicht klappte gehörte der Koblenzer Fußball auch in dieser Saison zu dem besten was der Fußball im Rheinland überhaupt zu bieten hatte. Bis heute ist das „Geschlechter Double, Damen- und Herrenmannschaft holten in einem Spieljahr die Rheinlandmeisterschaft, unerreicht geblieben. Das Double im rheinländischen Frauenfußball wurde dann aber leider verpasst verpasste. Nach dem frühzeitigen Gewinn der Meisterschaft gab es im Rheinland Pokalfinale in Engers gegen die Ahrbacher Bundesligareserve ein 0:3. In der anschließenden Aufstiegsrunde zur Bundesliga scheiterte die TuS ebenfalls. Wirtschaftlich hatten die Koblenzer ihre Hausaufgaben gemacht. Wie bei den Herren musste hier auch für einen evtl. Aufstieg ein Finanzplan aufgestellt werden. Eine Saison in der höchsten Liga in Deutschland hätte den Verein hier nach 84.000 DM gekostet. Bei den Einnahmen war der „Finanzminister“ der TuS auf 86.000 gekommen, sodass unterm Strich sogar ein kleiner Überschuss hängen geblieben wäre. Ein Jahr später wurde die Abteilung leider, pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum, im Zuge von Sparmaßnahmen im Verein, abgemeldet. Sportlich hatte es auch in der letzten Spielzeit, unter Trainer Dietmar Seimetz, zu einem überzeugenden vierten Platz in der der Verbandsliga gereicht.

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BeitragVerfasst am: 15.02.2012, 09:50    Titel: Antworten mit Zitat

Buddy: GAUCHEL-Elf, ich wiederhole GAUCHEL-Elf!!!

Die "Gauggel-Elf" war eher weniger erfolgreich. Laughing

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Tom Hardt
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BeitragVerfasst am: 15.02.2012, 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

Herbi53 hat Folgendes geschrieben:
Ich halte zum wiederholten Male fest : Jeder der sich nicht mit eingebracht hat hat kein Recht zur Kritik und wird harsch "niedergebügelt". Hat sich nichts geändert. Inhaltlich wie immer keine Antwort. Red mal mit vielen aus der "Aufstiegsrundenzeit", dann wirst du meine Kritik weitgehend bestätigt bekommen. Material hierzu ist im Übrigen genug vorhanden. Weiterhin find ich nichts Schlimmes dabei wenn jemand aus der Sicht seiner Generation den Inhalt des Jubiläumsmagazins betrachtet.
Hauptsache mal wieder seine Intoleranz bewiesen.


Material ist wirklich genug vorhanden. Ich glaube ich könnte allein aus den beiden Jahren ein 100 Seiten Werk basteln. Very Happy.

Generell kann und soll jeder kritiersieren. Die Kritik war in meinen Augen auch sachlich deswegen und trifft im übrigen auch den Kern. Vielleicht auch deswegen weil ich eh einer bin der lieber verklärt zurückblickt, auf die "Gute alte Zeit", wo Fußball noch aus Spass an der Freud gespielt wurde. Und das war auch Ende der sechziger so.

Klar bekamen die Akteure auch Kohle. Aber hier passte auch der Spruch"Lieber der Spatz in der and - als die Taube auf dem Dach". Die Spieler waren in ihrer Heimatgemeinde eingebunden, hatten ihren Beruf, ihre Familie. Da war ein Wechsel, verbunden mit einem Umzug, nicht immer leicht.

Werner Adam hatte vom HSV ein unterschriftsreifes Angebot und wäre dann hinter Rudi Kargus beim HSV die Nummer zwei gewesen. Vom Geld her gesehen ein lukratives Angebot. Aber Werner sagte das der HSV nicht dafür sorgen konnte und letztendlich auch nicht zusichern konnte das er im Norden weiterhin beruflich als Lehrer zu arbeiten. Dieses As hatte aber aber hier unten die TuS im Ärmel. So blieb er hier da die Familie und die soziale Siucherheit, ganz einfach wichtiger war. Und auch das Verhältnis Fan - Spieler war enger.

Günter Funke zum Beispiel hat als er zur TuS zurückkehrte noch Forderungen an seinen Altverein im Westerwald. Unter dem Strich verzichtete er auf sein Geld und sorgte somit für seine Freigabe. Das alles sind Geschichten die mir persönlich mehr gefallen als ein Torjäger, der zwar erfolgreich startet, einen tollen Adlerflug hinlegt, aber unter dem Strich nur wegen der Kohle am Oberwerth unterschreibt.

Klar haben auch Spieler in dieser Zeit persönliche Vorteile gehabt, haben Geld für die Kickerei bekommen, aber meist waren berufliches Vorwärtskommen - ein neuer Arbeitsplatz - Antriebsfeder bei der TuS zu spielen. Peter Auer hat versucht den Sprung in den Profibereich umzusetzen. Aber als er merkte das dies für ihn von sovielen Unwägsamkeiten abhängig ist, die er nicht beeinflussen kann, hat er lieber seine Ausbildung in den Vordergrund gestellt. Zur TuS kam er weil die ihm Ausbildungsplatz besorgte und er somit beruflich abgesichert war. Und er hat ja damit sein Glück gefunden. Sicherer Arbeitsdplatz, die Frau fürs Leben und so war es für ihn auch leichter gute Angebote, er gehörte ja während seiner aktiven Zeit zu den besten Keepern der Oberliga, abzulehnen.

All das sind Gründe warum ich so einen Spass dabei habe wenn ich mit diesen Ehemaligen mich treffe und sie über ihre Jahre bei der TuS befrage. Und genau deswegen schreibe ich auch so gerne aus dieser Zeit weil diese Werte, Gradlinigkeit, Zuverlässigkeit, Vereinstreue und Loyalität einen hohen Stellenwert haben. Ich kann mir nicht vorstellen in 15 Jahren mich mit z.B.: einem Zoltan Stieber über seine jahre am Deutschen Eck zu sprechen. Es war für ihn nur ein zeitliches Engagement und kein "Liebe" was ihn zur TuS trieb.

Und bevor mir jemand vorwirft das ich diese Werte selbst nicht leben in Bezug auf den 1.FC Köln wo ich 35 Jahre immer hingepilgert bin. Ich bin aber genauso gradlinig wenn mich jemand bei diesen Werten enttäuscht. Das ist da unten geschehen - aber das ist auch insgesamt dann wieder ein anderes Thema.
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