chris Admin


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Verfasst am: 20.09.2007, 10:27 Titel: Hartmann im Aufwind |
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TuS-Neuzugang etabliert sich im zentralen Mittelfeld
Hartmann im Aufwind
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Allein gegen zwei: Neuzugang Manuel Hartmann (gestreiftes Trikot) hat sich erstaunlich schnell bei TuS Koblenz zurechtgefunden - und freut sich jetzt auf den 1. FC Köln. Foto: Thomas Frey
KOBLENZ. Das Stadion Oberwerth ist mittlerweile ausverkauft, einem Fußballfest zwischen Zweitligist TuS Koblenz und dem 1. FC Köln steht also nichts im Wege. Mittendrin: TuS-Neuzugang Manuel Hartmann, der sich erstaunlich schnell in der Rapolder-Elf etabliert hat.
Sie sind quasi die "eierlegenden Wollmilchsäue" des Fußballs. Manch einer hat schon genug damit zu tun, hinten alles abzuräumen, die Räume zuzustellen und die Abwehr zu entlasten. Bei einem defensiven Mittelfeldspieler, im Fachjargon auch "Sechser" genannt, ist das allerdings nur ein Teil der umfassenden Arbeitsplatzbeschreibung.
Denn: Die Männer im Zentrum des Platzes müssen obendrein in der Offensive den Takt vorgeben, die Verbindung zwischen den Mannschaftsteilen herstellen - und das ein oder andere Tor ist auch erwünscht. Andrea Pirlo oder auch Torsten Frings sind im internationalen Fußball die Protagonisten auf dieser Position, die immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Im Fall von TuS Koblenz fällt diese sensible Aufgabenstellung gleich zwei Akteuren zu. Neben Goran Sukalo hat sich Manuel Hartmann im defensiven Mittelfeld schneller etabliert, als er das wohl selbst vermutet hat. "Dass es für mich schon so gut laufen würde, konnte man nicht erwarten", sagt der Schwabe, der auch in den Planungen der TuS eher als Perspektivspieler angesehen worden war.
Aber Hartmann hat in der Vorbereitung den Routinier Rüdiger Ziehl überholt und sich auch von seiner schwachen Leistung gegen Kaiserslautern nicht aus der Ruhe bringen lassen. "Die Frage ist, ob man den Kopf in den Sand steckt oder wieder Gas gibt", geht er offen mit seinem Patzer um, der gegen den 1. FCK zum zwischenzeitlichen 1:1 geführt hatte. "Fehler gehören zum Fußball dazu", sagt Hartmann, "man muss sie akzeptieren und die richtigen Lehren daraus ziehen."
Nimmt man das jüngste Spiel in Jena, ist ihm das ordentlich gelungen. Gerade in der Abwehrarbeit hat sich der Neuzugang stabilisiert, kam besser in die Zweikämpfe. Und im Spiel nach vorn gelang es ihm im Verbund mit Sukalo immer wieder, Konterchancen einzuleiten.
Dass sich Hartmann nach dem Lautern-Spiel wieder berappelt hat, liegt auch in dem Vertrauen, das ihm Uwe Rapolder entgegenbringt. "Wir wollen hier eine Mannschaft mit Perspektive aufbauen", sagt der TuS-Trainer und meint damit auch den Ex-Stuttgarter, "es ist nicht meine Art, einen Spieler gleich fallen zu lassen."
Worte, die Hartmann gerne hört, wenngleich er weiß, dass er noch jede Menge Arbeit hat, um den komplexen Anforderungen auf seiner Position gerecht zu werden. "Ich bin ja gerade erst 23 und muss sicher einen gewissen Reifeprozess durchlaufen", zeigt er sich selbstkritisch. Dennoch: Durch seinen schnellen Aufstieg innerhalb der Mannschaft hat er Selbstvertrauen getankt - das er auch in den kommenden Wochen in Leistung umwandeln will. "Wenn man neu zu einem Verein kommt, will man zu Beginn erst einmal Fehler vermeiden, außerdem verlangt der Trainer in taktischer Hinsicht sehr viel von uns", blickt er auf seine ersten Wochen bei der TuS zurück.
Doch die sind Vergangenheit, die Zukunft heißt erst einmal 1. FC Köln. Zweifellos einer der bisherigen Höhepunkte für einen Akteur, der im Vorjahr noch in der Regionalliga gegen Pirmasens oder Kaiserslautern II im Einsatz war. Immerhin: Mit den Stuttgarter Kickers kegelte Hartmann den Hamburger SV aus dem DFB-Pokal, jetzt sollen Christoph Daum & Co. an der Reihe sein. "Bis vor ein paar Jahren hat man ihn ja nur aus dem Fernsehen gekannt", sagt Hartmann, was aber nur zur Hälfte stimmt. Denn, so fügt er an: "Als Daum 1992 mit dem VfB Stuttgart Meister geworden ist, habe ich mir als kleiner Bub von ihm ein Autogramm geholt."
Sven Sabock
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html |
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