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Härtetest gegen Hertha als Zäsur

 
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chris
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BeitragVerfasst am: 18.01.2008, 13:37    Titel: Härtetest gegen Hertha als Zäsur Antworten mit Zitat

Für TuS Koblenz beginnt die Fein­arbeit

Härtetest gegen Hertha als Zäsur

Koblenz - Die Profis von Fußball-Zweit­ligist TuS Koblenz haben das Schlimmste hinter sich. Nach den ersten beiden schweiß­trei­ben­den Wochen der Vor­berei­tung beginnt mit dem Härtetest gegen Hertha BSC Berlin am Sonntag die taktische Fein­arbeit - und die Suche nach der idealen Start­for­mation für die Rückrunde.

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Der Torjäger meldet sich zurück: TuS-Angreifer Nour­redine Daham (rechts, im Zweikampf mit Manuel Hartmann) hat mit zwei Treffern im Test gegen Brohltal Selbst­ver­trauen getankt.

Es gibt Dinge, die müssten den Ball­tre­tern von TuS Koblenz inzwi­schen eigent­lich in Fleisch und Blut über­gegan­gen sein. Zum Beispiel die tak­tischen Übungen, die Chefcoach Uwe Rapolder immer wieder in die tägliche Arbeit einbaut. Spie­leröff­nung aus der Defen­siv­zen­trale auf den Mit­tel­feld­mann oder Angreifer, schnelles Nachrü­cken, Pass auf den Außen­spie­ler, Hin­ter­lau­fen, Flanke, Tor. Fußball kann im Prinzip ganz einfach sein. Dass bei diesen "peri­odi­schen Wie­der­holun­gen", wie es Rapolder nennt, in dieser Woche längst nicht alles klappt, hat freilich zwei Gründe: Zum einen wird das Geläuf auf dem Südplatz zunehmend holprig und lässt kaum Direkt­spiel zu, zum anderen haben die kräf­tezeh­ren­den Einheiten seit dem Jah­res­beginn offenbar ihre Spuren hin­ter­las­sen.

"Die Mann­schaft ist im Moment recht müde"

"Die Mann­schaft ist im Moment recht müde", zeigt sich der Trainer milde mit seinem Personal. Neben etlichen Aus­dau­erläu­fen ging es zuletzt auch mehrfach in den Kraftraum, um die Mus­kula­tur zu sta­bili­sie­ren und damit auch Ver­let­zun­gen vor­zubeu­gen. Klar, dass bei einem der­arti­gen Programm auch mal die letzte Präzision in den Pässen fehlt.

Das soll sich im Hinblick auf den Rück­run­den­auf­takt am 3. Februar gegen den FSV Mainz 05 natürlich ändern. In der kommenden Woche wird sich die Mann­schaft einmal mehr für acht Tage nach Bad Bertrich zurück­zie­hen, um bei besten Bedin­gun­gen am Fein­schliff zu arbeiten. Positiv dabei: Bis auf die noch länger ver­letz­ten Philipp Langen und Evangelos Nessos ist der TuS-Kader derzeit nahezu komplett. Einzig Kenan Sahin muss nach einem Infekt Lauf­trai­ning absol­vie­ren, um wieder auf der Höhe zu sein, zudem trainiert Goran Sukalo nach seinem Mus­kel­faser­riss im Ober­schen­kel im Moment nur dosiert. Grund: Der Slowene will im Hinblick auf das Mainz-Spiel kein Risiko eingehen und die Belastung erst langsam wieder steigern.

Dennoch: Rapolder und Co-Trainer Uwe Koschinat (Mario Basler muss derzeit aufgrund einer Angina passen) sind in der glück­lichen Lage, 22 Feld­spie­ler zu beschäf­tigen - was gerade bei Spiel­for­men im mann­schaft­stak­tischen Bereich von Vorteil ist. Nicht nur dank der erfreu­lichen Per­sonal­lage steht für Rapolder zwei Wochen vor dem Ablauf der Trans­fer­frist fest, "dass niemand mehr kommen wird".

Anders­herum gibt es durchaus den ein oder anderen Kan­dida­ten, der in Rapolders Planungen wohl nur eine unter­geord­nete Rolle spielt und den Verein verlassen kann. Dazu gehören bekann­ter­maßen Torwart Djordje Pantic und Artim Polozani, die aber bislang noch keinen neuen Arbeit­geber gefunden haben. Möglich auch, dass dem ein oder anderen Akteur bei einem ent­spre­chen­den Angebot kein Stein in den Weg gelegt wird.

Test im Blick­punkt

Zunächst steht aller­dings erst einmal der Test gegen Hertha BSC Berlin am Sonntag um 15.30 Uhr im Blick­punkt. Nachdem Rapolder in den bis­heri­gen Partien nahezu allen Akteuren die gleiche Spielzeit ein­geräumt hat, werden sich die Anteile nun langsam ändern, um in zwei­ein­halb Wochen eine ein­gespielte Elf auf den Rasen schicken zu können.

Spannend ist dabei die Frage, ob die Winter-Neu­zugänge Njazi Kuqi und Gabriel Fernandez bereits ernst­hafte Optionen sind. "Beide schonen sich nicht und sind eifrig bei der Sache", lobt der Trainer, fügt aber auch an: "Sie sind kör­per­lich in einem Loch, aber da müssen sie jetzt durch." Immerhin, und das ist das Wich­tigste: Die Abläufe auf dem Rasen haben sie allem Anschein nach bereits ver­inner­licht.

Sven Sabock

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
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chris
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BeitragVerfasst am: 19.01.2008, 14:51    Titel: Antworten mit Zitat

Koblenzer Testspielgegner Hertha hofft auf bessere Zeiten

Am Sonntag gas­tiert ein großer Name auf dem Ober­werth. Im Rahmen der Rück­run­den-Vor­berei­tung fordert Fußball-Zweit­ligist TuS Koblenz keinen Gerin­geren als den eine Etage höher ange­sie­del­ten Tra­diti­ons­club Hertha BSC Berlin heraus - ein Verein, der aller­dings Mühe hat, den hohen Erwar­tun­gen stand zu halten.

KOBLENZ. Am Sonntag wird man erst einmal ein paar Minuten brau­chen, um alle Gesich­ter zu iden­tifi­zie­ren, die sich da auf dem Rasen des Sta­dions Ober­werth tummeln. Gut möglich, dass auf Koblen­zer Seite die beiden Neu­zugänge Gabriel Fer­nan­dez und Njazi Kuqi ihr Debüt im TuS-Trikot feiern, vor allem aber gibt es auf Seiten der Gäste von Hertha BSC den ein oder anderen Akteur zu bestau­nen, der hier­zulande noch unbe­kannt ist. Denn: Vor dem Test­spiel des Zweit­ligis­ten gegen den Haupt­stadt­club (Anstoß: 15.30 Uhr) hat die "Alte Dame", wie sie gemein­hin genannt wird, in den ver­gan­genen Tagen eine veri­table Frisch­zel­len­kur erhal­ten. Der Bra­silia­ner Raffael (22) und der Serbe Lju­bomir Fejsa (19) wurden ver­pflich­tet, daneben soll am Rande der Partie in Koblenz der Trans­fer mit dem US-Ame­rika­ner Bryan Arguez (19) über die Bühne gehen.


Dass die Hert­haner ihren Kader in der Win­ter­pause ver­stär­ken wollen und müssen, hat zwei wesent­liche Gründe. Da wäre zum einen der Tabel­len­platz, der zur Bun­des­liga-Halb­zeit aus Sicht der Hertha alles andere als berau­schend ist. Gerade einmal 20 Punkte stehen für die Mann­schaft des neuen Trai­ners Lucien Favre zu Buche, als Zwölf­ter sind die Ber­liner nur auf­grund der bes­seren Tor­dif­ferenz vor dem VfL Bochum plat­ziert - einem Club, dem seit jeher das Image der grauen Maus anhaf­tet. Die inter­natio­nalen Ränge sind in weiter Ferne, wie schon im Vorjahr (Platz zehn) droht ein Rang irgendwo im Nie­mands­land der Tabelle.

Zufrieden ist damit in Berlin natürlich niemand. Nicht die Club­spitze um Manager Dieter Hoeneß und schon gar nicht die Fans, die ihre Hertha lieber heute als morgen auf Augen­höhe mit den Bran­chen­füh­rern der Liga sehen wollen. Ver­ständ­lich, schließ­lich kann es für den Vor­zei­gever­ein nicht der Anspruch sein, um Platz zwölf zu spielen. Keine Frage, es ist die Kluft zwi­schen Anspruch und Wirk­lich­keit, die der Hertha seit jeher zu schaf­fen macht. Was auch mit der chro­nisch klammen Finanz­lage zusam­men­hängt, aktuell soll den Verein ein Schul­den­berg von 45 Mil­lio­nen Euro drücken.

Doch es gibt ein Licht am Ende des Tunnels und einen wei­teren guten Grund für Hoeneß, zum Bei­spiel stolze 4,7 Mil­lio­nen Euro hin­zublät­tern, um Raffael vom FC Zürich los­zuei­sen. Unter der Woche wurde nämlich der Vertrag mit dem Sport­rechte-Ver­mark­ter "Sport­five" vor­zei­tig bis 2018 ver­län­gert und spült dem Verein 25 Mil­lio­nen Euro in die Kasse. 15 Mil­lio­nen davon sollen in die Schul­den­til­gung gehen, der Rest kann in Beine inves­tiert werden. "Wir können, wenn wir wollen - und wir wollen", sagt Hoeneß und unter­mau­ert damit das Vor­haben, der Hertha zu einer bes­seren Zukunft zu ver­hel­fen. Beim Test in Koblenz darf sich nun erst einmal das neue Per­sonal bewei­sen, allen voran soll Raffael im Angriff den bis­heri­gen Allein­unter­hal­ter Marko Pan­telic ent­las­ten.

Damit den Herthanern auf dem ange­streb­ten Weg nach oben nicht schwin­delig wird, hat auch Favre schon vor­gesorgt: Im Kabi­nen­trakt des Olym­pia­sta­dions soll eine Höhen­kam­mer instal­liert werden, in der der Körper mehr rote Blut­kör­per­chen bildet, die wie­derum die Muskeln besser ver­sor­gen. Die schwie­rige Suche nach Erfolg ist eben ein ganz­heit­liches Projekt.

Sven Sabock

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/fussball/t/rzo394587.html
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