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chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
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Verfasst am: 18.01.2008, 13:37 Titel: Härtetest gegen Hertha als Zäsur |
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Für TuS Koblenz beginnt die Feinarbeit
Härtetest gegen Hertha als Zäsur
Koblenz - Die Profis von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz haben das Schlimmste hinter sich. Nach den ersten beiden schweißtreibenden Wochen der Vorbereitung beginnt mit dem Härtetest gegen Hertha BSC Berlin am Sonntag die taktische Feinarbeit - und die Suche nach der idealen Startformation für die Rückrunde.
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Der Torjäger meldet sich zurück: TuS-Angreifer Nourredine Daham (rechts, im Zweikampf mit Manuel Hartmann) hat mit zwei Treffern im Test gegen Brohltal Selbstvertrauen getankt.
Es gibt Dinge, die müssten den Balltretern von TuS Koblenz inzwischen eigentlich in Fleisch und Blut übergegangen sein. Zum Beispiel die taktischen Übungen, die Chefcoach Uwe Rapolder immer wieder in die tägliche Arbeit einbaut. Spieleröffnung aus der Defensivzentrale auf den Mittelfeldmann oder Angreifer, schnelles Nachrücken, Pass auf den Außenspieler, Hinterlaufen, Flanke, Tor. Fußball kann im Prinzip ganz einfach sein. Dass bei diesen "periodischen Wiederholungen", wie es Rapolder nennt, in dieser Woche längst nicht alles klappt, hat freilich zwei Gründe: Zum einen wird das Geläuf auf dem Südplatz zunehmend holprig und lässt kaum Direktspiel zu, zum anderen haben die kräftezehrenden Einheiten seit dem Jahresbeginn offenbar ihre Spuren hinterlassen.
"Die Mannschaft ist im Moment recht müde"
"Die Mannschaft ist im Moment recht müde", zeigt sich der Trainer milde mit seinem Personal. Neben etlichen Ausdauerläufen ging es zuletzt auch mehrfach in den Kraftraum, um die Muskulatur zu stabilisieren und damit auch Verletzungen vorzubeugen. Klar, dass bei einem derartigen Programm auch mal die letzte Präzision in den Pässen fehlt.
Das soll sich im Hinblick auf den Rückrundenauftakt am 3. Februar gegen den FSV Mainz 05 natürlich ändern. In der kommenden Woche wird sich die Mannschaft einmal mehr für acht Tage nach Bad Bertrich zurückziehen, um bei besten Bedingungen am Feinschliff zu arbeiten. Positiv dabei: Bis auf die noch länger verletzten Philipp Langen und Evangelos Nessos ist der TuS-Kader derzeit nahezu komplett. Einzig Kenan Sahin muss nach einem Infekt Lauftraining absolvieren, um wieder auf der Höhe zu sein, zudem trainiert Goran Sukalo nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel im Moment nur dosiert. Grund: Der Slowene will im Hinblick auf das Mainz-Spiel kein Risiko eingehen und die Belastung erst langsam wieder steigern.
Dennoch: Rapolder und Co-Trainer Uwe Koschinat (Mario Basler muss derzeit aufgrund einer Angina passen) sind in der glücklichen Lage, 22 Feldspieler zu beschäftigen - was gerade bei Spielformen im mannschaftstaktischen Bereich von Vorteil ist. Nicht nur dank der erfreulichen Personallage steht für Rapolder zwei Wochen vor dem Ablauf der Transferfrist fest, "dass niemand mehr kommen wird".
Andersherum gibt es durchaus den ein oder anderen Kandidaten, der in Rapolders Planungen wohl nur eine untergeordnete Rolle spielt und den Verein verlassen kann. Dazu gehören bekanntermaßen Torwart Djordje Pantic und Artim Polozani, die aber bislang noch keinen neuen Arbeitgeber gefunden haben. Möglich auch, dass dem ein oder anderen Akteur bei einem entsprechenden Angebot kein Stein in den Weg gelegt wird.
Test im Blickpunkt
Zunächst steht allerdings erst einmal der Test gegen Hertha BSC Berlin am Sonntag um 15.30 Uhr im Blickpunkt. Nachdem Rapolder in den bisherigen Partien nahezu allen Akteuren die gleiche Spielzeit eingeräumt hat, werden sich die Anteile nun langsam ändern, um in zweieinhalb Wochen eine eingespielte Elf auf den Rasen schicken zu können.
Spannend ist dabei die Frage, ob die Winter-Neuzugänge Njazi Kuqi und Gabriel Fernandez bereits ernsthafte Optionen sind. "Beide schonen sich nicht und sind eifrig bei der Sache", lobt der Trainer, fügt aber auch an: "Sie sind körperlich in einem Loch, aber da müssen sie jetzt durch." Immerhin, und das ist das Wichtigste: Die Abläufe auf dem Rasen haben sie allem Anschein nach bereits verinnerlicht.
Sven Sabock
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html |
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chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6811 Wohnort: Koblenz-Güls
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Verfasst am: 19.01.2008, 14:51 Titel: |
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Koblenzer Testspielgegner Hertha hofft auf bessere Zeiten
Am Sonntag gastiert ein großer Name auf dem Oberwerth. Im Rahmen der Rückrunden-Vorbereitung fordert Fußball-Zweitligist TuS Koblenz keinen Geringeren als den eine Etage höher angesiedelten Traditionsclub Hertha BSC Berlin heraus - ein Verein, der allerdings Mühe hat, den hohen Erwartungen stand zu halten.
KOBLENZ. Am Sonntag wird man erst einmal ein paar Minuten brauchen, um alle Gesichter zu identifizieren, die sich da auf dem Rasen des Stadions Oberwerth tummeln. Gut möglich, dass auf Koblenzer Seite die beiden Neuzugänge Gabriel Fernandez und Njazi Kuqi ihr Debüt im TuS-Trikot feiern, vor allem aber gibt es auf Seiten der Gäste von Hertha BSC den ein oder anderen Akteur zu bestaunen, der hierzulande noch unbekannt ist. Denn: Vor dem Testspiel des Zweitligisten gegen den Hauptstadtclub (Anstoß: 15.30 Uhr) hat die "Alte Dame", wie sie gemeinhin genannt wird, in den vergangenen Tagen eine veritable Frischzellenkur erhalten. Der Brasilianer Raffael (22) und der Serbe Ljubomir Fejsa (19) wurden verpflichtet, daneben soll am Rande der Partie in Koblenz der Transfer mit dem US-Amerikaner Bryan Arguez (19) über die Bühne gehen.
Dass die Herthaner ihren Kader in der Winterpause verstärken wollen und müssen, hat zwei wesentliche Gründe. Da wäre zum einen der Tabellenplatz, der zur Bundesliga-Halbzeit aus Sicht der Hertha alles andere als berauschend ist. Gerade einmal 20 Punkte stehen für die Mannschaft des neuen Trainers Lucien Favre zu Buche, als Zwölfter sind die Berliner nur aufgrund der besseren Tordifferenz vor dem VfL Bochum platziert - einem Club, dem seit jeher das Image der grauen Maus anhaftet. Die internationalen Ränge sind in weiter Ferne, wie schon im Vorjahr (Platz zehn) droht ein Rang irgendwo im Niemandsland der Tabelle.
Zufrieden ist damit in Berlin natürlich niemand. Nicht die Clubspitze um Manager Dieter Hoeneß und schon gar nicht die Fans, die ihre Hertha lieber heute als morgen auf Augenhöhe mit den Branchenführern der Liga sehen wollen. Verständlich, schließlich kann es für den Vorzeigeverein nicht der Anspruch sein, um Platz zwölf zu spielen. Keine Frage, es ist die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit, die der Hertha seit jeher zu schaffen macht. Was auch mit der chronisch klammen Finanzlage zusammenhängt, aktuell soll den Verein ein Schuldenberg von 45 Millionen Euro drücken.
Doch es gibt ein Licht am Ende des Tunnels und einen weiteren guten Grund für Hoeneß, zum Beispiel stolze 4,7 Millionen Euro hinzublättern, um Raffael vom FC Zürich loszueisen. Unter der Woche wurde nämlich der Vertrag mit dem Sportrechte-Vermarkter "Sportfive" vorzeitig bis 2018 verlängert und spült dem Verein 25 Millionen Euro in die Kasse. 15 Millionen davon sollen in die Schuldentilgung gehen, der Rest kann in Beine investiert werden. "Wir können, wenn wir wollen - und wir wollen", sagt Hoeneß und untermauert damit das Vorhaben, der Hertha zu einer besseren Zukunft zu verhelfen. Beim Test in Koblenz darf sich nun erst einmal das neue Personal beweisen, allen voran soll Raffael im Angriff den bisherigen Alleinunterhalter Marko Pantelic entlasten.
Damit den Herthanern auf dem angestrebten Weg nach oben nicht schwindelig wird, hat auch Favre schon vorgesorgt: Im Kabinentrakt des Olympiastadions soll eine Höhenkammer installiert werden, in der der Körper mehr rote Blutkörperchen bildet, die wiederum die Muskeln besser versorgen. Die schwierige Suche nach Erfolg ist eben ein ganzheitliches Projekt.
Sven Sabock
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/fussball/t/rzo394587.html |
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