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Die „neue“ TuS liegt im Soll

 
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Mael
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BeitragVerfasst am: 02.09.2010, 07:41    Titel: Die „neue“ TuS liegt im Soll Antworten mit Zitat

Eine erste Zwischenbilanz des Koblenzer Drittligisten – Michael Stahl nutzt seine Chance

Der erste Heimsieg lässt weiter auf sich warten, aber im Lager von Fußball-Drittligist TuS Koblenz kann der Start in die Saison als gelungen bezeichnet werden. Eine Zwischenbilanz.

Koblenz. Der leisen Hoffnung auf ein paar freie Tage hat Trainer Petrik Sander schon früh eine Absage erteilt. Zwar macht die Dritte Liga bis zum 11. September Pause, für den Coach von Fußball-Drittligist TuS Koblenz ist das aber noch lange kein Grund, es mit der Arbeit ein bisschen ruhiger angehen zu lassen. Selbst ein Sieg gegen Werder Bremen II hätte daran wohl nichts geändert. Denn, so der Coach: „Wir müssen begreifen, dass wir nur dann in der Lage sind, unsere Stärken einzubringen, wenn die körperliche Fitness stimmt.“

Ein Leitsatz, der bereits zu Beginn der Vorbereitung ein wesentlicher Maßstab für Sander war. Die bisherigen Spiele geben ihm recht, vor allem im DFB-Pokal gegen Fortuna Düsseldorf ist es seiner Elf gelungen, trotz widriger Bedingungen in der Schlussphase das Tempo zu erhöhen – als Belohnung gab's ein 1:0 und den Einzug in die nächste Runde. Dort empfängt die TuS am Dienstag, 26. Oktober (19 Uhr), den Bundesliga-Absteiger Hertha BSC.

Mit bislang neun Punkten aus den ersten fünf Spielen liegen die Koblenzer auf ihrer Marschroute durch die Saison bislang voll im Plan und rangieren derzeit fern der Abstiegsränge. Ein Ruhekissen ist das freilich nicht, das wissen alle Beteiligten. Dennoch, der erste Eindruck bei der TuS anno 2010/2011 stimmt.

Die Stärken: Charakterlich passt es in der Mannschaft. Cliquenbildung gehört der Vergangenheit an, der Teamgeist hilft über manches fußballerische Defizit hinweg, das im Team logischerweise noch auszumachen ist. Ebenfalls deutlich sichtbar: Der Wille ist vorhanden, das Spiel zu bestimmen und Dominanz aufzubauen. Gefördert wird das offensive Denken durch das Sander' sche 4-3-3-System, das die TuS-Elf flexibel anzuwenden weiß. Je nach Spielsituation zieht sich Dennis Brinkmann aus dem Mittelfeld in die Abwehr zurück, zudem müssen auch die Außenspieler nach hinten arbeiten. Nur eine Niederlage in sechs Spielen ist ein Beleg dafür, dass die Elf bereits als stabile Einheit auftritt. Wie gefestigt das gesamte Gefüge ist, wird sich freilich erst dann zeigen, wenn die Mannschaft von einer Negativ-Serie ereilt wird.

Die Schwächen:
Das Verhältnis von Aufwand und Ertrag stimmt in den Heimspielen noch nicht. Obwohl es gegen Erfurt und Bremen ein deutliches Chancenplus gab, sprang letztlich nur ein Unentschieden heraus. Zudem halten sich trotz der erfreulichen Entwicklung der Nachwuchsakteure die Impulse von der Bank noch in Grenzen. Durch die Nachverpflichtung von Manuel Hornig hat Trainer Sander eine zusätzliche Option, der Mini-Kader verträgt aber nach wie vor keine größeren Verletzungen.

Der Gewinner:
Michael Stahl. Der Mittelfeldspieler hatte sich bereits am Ende der Vorsaison im wahrsten Sinne des Wortes an die Mannschaft herangekämpft und nutzt nun die sich bietende Chance. Der 22-Jährige ist nach dem ersten Spieltag aufgrund einer Verletzung von Christian Pospischil in die Startelf gerückt und verteidigt vor allem dank seiner Zweikampfstärke seinen Platz. Auffällig: Stahl schont weder sich und schon gar nicht den Gegner.

Der Pechvogel: Christian Pospischil war eigentlich als Fixpunkt im Mittelfeld verpflichtet worden, muss sich nach seiner Verletzung erst einmal wieder hinten anstellen. Aber: Die Tatsache, dass Trainer Sander zuletzt im Heimspiel gegen Bremen Oliver Laux als Einwechselspieler den Vorzug gab, zeigt, dass sich der Ex-Offenbacher strecken muss, um seinen Status wiederzuerlangen.

Das Umfeld:
Die „neue“ TuS kommt sympathisch rüber, das honorieren auch die Fans. Gegen Werder Bremen II kamen trotz sintflutartiger Regenfälle im Vorfeld über 5000 Zuschauer ins Stadion Oberwerth – ein Beleg dafür, dass die Mannschaft sich bereits einen Bonus erarbeitet hat. Zudem haben weder die Vereinsoberen noch die Zuschauer überzogene Erwartungen. Nach den Turbulenzen der Vorjahre wären die Fans auch in Liga drei mit einer Saison ohne Abstiegssorgen und Querelen abseits des Platzes völlig zufrieden.

Das muss besser werden: Trotz der offensiven Ausrichtung ist die Torausbeute ausbaufähig. In drei Heimspielen ist bislang kein Treffer aus dem Spiel heraus gelungen, auch beim 1:0 im Pokal gegen Düsseldorf musste ein Freistoß herhalten.

Zwischenbilanz: Auf dem Weg zum Klassenverbleib hat die TuS den ersten Schritt gemacht. Möglicherweise war das letztlich enttäuschende 0:0 gegen Bremen dabei sogar hilfreich. Zumindest hielt der Coach anschließend in Richtung seiner Spieler fest, „dass es vielleicht bei dem ein oder anderen erste Anzeichen gab, von Dingen zu träumen, die nicht hierhin gehören“. Aber, so betont Sander einmal mehr: „Wir dürfen nicht träumen, sondern müssen weiter hart arbeiten.“

Sven Sabock / Quelle Rhein-Zeitung 02.09.2010 http://rhein-zeitung.de
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Der Wendler
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BeitragVerfasst am: 02.09.2010, 09:51    Titel: Re: Die „neue“ TuS liegt im Soll Antworten mit Zitat

Mael hat Folgendes geschrieben:
Eine erste Zwischenbilanz des Koblenzer Drittligisten – Michael Stahl nutzt seine Chance

Der erste Heimsieg lässt weiter auf sich warten, aber im Lager von Fußball-Drittligist TuS Koblenz kann der Start in die Saison als gelungen bezeichnet werden. Eine Zwischenbilanz.



Der Gewinner:
Michael Stahl. Der Mittelfeldspieler hatte sich bereits am Ende der Vorsaison im wahrsten Sinne des Wortes an die Mannschaft herangekämpft und nutzt nun die sich bietende Chance. Der 22-Jährige ist nach dem ersten Spieltag aufgrund einer Verletzung von Christian Pospischil in die Startelf gerückt und verteidigt vor allem dank seiner Zweikampfstärke seinen Platz. Auffällig: Stahl schont weder sich und schon gar nicht den Gegner.


Absolut. Auch meiner Ansicht einer der besten Spieler der bisherigen Saison. Wie schon beschrieben wurde: Iron Mike.
Mach bitte weiter so und bleib hoffentlich verletztungsfrei. Daumen hoch

D W
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