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Dämgen sucht in Siegen die richtige Mischung

 
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Kleeiro
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BeitragVerfasst am: 08.07.2011, 15:34    Titel: Dämgen sucht in Siegen die richtige Mischung Antworten mit Zitat

Koblenz - Hochbetrieb im Stadion Oberwerth: Seit Montag bittet Michael Dämgen, der neue Trainer des Regionalligisten TuS Koblenz, seine Schützlinge in spe zweimal täglich zum Sichtungstraining, lediglich am Freitag wird nur einmal geprobt. Im Verbund mit Co-Trainer Evangelos Nessos muss er dabei mit geschultem Auge möglichst rasch die sprichwörtliche Spreu vom Weizen trennen.


Eine kniffelige Aufgabe: Bis zum ersten Regionalliga-Spiel am 13. August gegen den SC Verl müssen TuS-Trainer Michael Dämgen (rechts) und sein Co-Trainer Evangelos Nessos aus wenigen bekannten und vielen neuen Gesichtern eine schlagkräftige Mannschaft geformt haben. Foto: Thomas Frey
Frey-PressebildDie erste Gelegenheit, das Schängel-Ensemble unter Wettkampfbedingungen zu beobachten, erhält der 50-jährige Übungsleiter am Samstag um 15 Uhr: Dann nämlich tritt die TuS im Hofbachstadion beim NRW-Oberligisten Spfr Siegen an. "Gar keine Frage, unter Druck kann man die Fähigkeiten der einzelnen Spieler besser beurteilen", umreißt Dämgen die immense Bedeutung der nun folgenden Testspielserie.

Exakt einen Tag nach dem Saisonauftakt der TuS präsentierte der DFB den Rahmenspielplan der 19 Mannschaften umfassenden Regionalliga West. Spieltag eins steht vom 5. bis 7. August auf dem Programm, die Koblenzer genießen aufgrund der ungeraden Teilnehmerzahl zunächst aber ein freies Wochenende. Ein Umstand, der Dämgen jedoch in die Karten spielt: "Ja, klar. Wir haben schließlich ein bis zwei Wochen später als die Konkurrenz mit der Vorbereitung begonnen." So hat er zum einen sieben Tage mehr Zeit, um die neue TuS auf den Ernst des Fußballlebens vorzubereiten. Und zum anderen beispielsweise die Möglichkeit, den ersten Gegner unter die Lupe zu nehmen. Dabei handelt es sich um den Vorjahresneunten SC Verl, der aller Voraussicht nach am Samstag, 13. August, um 14 Uhr in Koblenz seine Visitenkarte abgeben wird. Zunächst aber muss der DFB in Absprache mit den Vereinen noch eine terminliche Feinabstimmung vornehmen. Eine Woche später treten die Koblenzer bei der Bundesliga-Reserve von Borussia Mönchengladbach an. Gegen Eintracht Trier darf die TuS am ersten Oktober-Wochenende vor eigenem Publikum ran, zwei Wochen später erwarten die Koblenzer den SC Idar-Oberstein.

Zuvor gilt es aber, aus der langen Reihe an Testspielern und den verbliebenen Kräften der Vorsaison eine schlagkräftige Einheit zu bilden. Dämgen: "Jeder bekommt die Chance, sich adäquat zu zeigen." TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen macht klar, dass trotz des relativ kleinen Zeitfensters in der Vorbereitungsphase überhastete Vertragsabschlüsse nicht zu befürchten sind: "Wir werden bestimmt keinen Spieler verpflichten, ohne ihn vorher unter ernsthaften Bedingungen getestet zu haben." Mit "ernsthaft" meint er speziell die vier Testspiele, die die TuS bis zum 20. Juli zunächst bestreiten wird (siehe links). Danach stehen laut Dämgen noch drei bis vier weitere Spiele auf dem Programm, unter anderem geht es dabei in Bad Ems gegen eine Rhein/Lahn-Auswahl. Eine rühmliche Ausnahme im Vertragspoker der nächsten Tage und Wochen bildet wohl Jura Groß, im Vorjahr noch für den RSV Würges in der Oberliga Hessen im Einsatz. An seiner Verpflichtung besteht schon jetzt gesteigertes Interesse. Er zählt zum Kreis derer, die nach Möglichkeit schon am heutigen Freitag unter Vertrag genommen werden sollen. Neben Groß sind es laut Theisen sieben Spieler der Vorsaison, mit denen über die sportliche Zukunft konkret verhandelt werden soll.

Beim Auftakt am Montag tummelten sich 24 Aktive auf dem Oberwerther Grün, dazu gesellten sich am Spielfeldrand die verletzten Thomas Klasen und Philipp Langen, dessen Vertrag in Fürth abgelaufen ist. Mittlerweile nehmen auch Johannes Grober (SG Bad Breisig, zuvor TuS Mayen) und der aus der Jugendabteilung der SG 99 Andernach stammende Oliver Stang (VfL Osnabrück, zuvor Borussia Mönchengladbach II) am Übungsbetrieb teil. Auch Toki Nakai (Spvgg Wirges) zählt zu den Spielern, die an einem Engagement in Koblenz interessiert sind. Ob's klappt, wird die nahe Zukunft zeigen.

Bodo Heinemann

Quelle: Rhein Zeitung
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