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Aufgalopp mit dezimiertem Kader

 
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chris
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BeitragVerfasst am: 04.01.2008, 10:10    Titel: Aufgalopp mit dezimiertem Kader Antworten mit Zitat

Koblenzer Balkan-Trio steckt fest

TuS: Aufgalopp mit dezi­mier­tem Kader

Koblenz - Seit gestern rollt bei Fußball-Zweit­ligist TuS Koblenz wieder der Ball: Mit Neuzugang Gabriel Fernandez und Test­spie­ler Njaz Kuqi hat die Mann­schaft von Trainer Uwe Rapolder die rund fünf­wöchige Vor­berei­tung auf die Rückrunde begonnen.

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Der Chef und sein Personal bei der Arbeit: Zum Trai­nings­auf­takt im neuen Jahr beließ es TuS-Coach Uwe Rapolder (Zweiter von links) vor rund 200 Zuschau­ern im Stadion Oberwerth bei einem Spielchen.

Am ersten Arbeits­tag im neuen Jahr gab sich Uwe Rapolder milde. Nach etwas mehr als einer Stunde beendete der Trainer von TuS Koblenz den Aufgalopp im neuen Jahr - wohl auch zur Freude der rund 200 Zuschauer im Stadion Oberwerth, die von dem kalten Ostwind reichlich durch­gefro­ren waren. Es blieb gestern bei einem Spiel von Zehn gegen Zehn über ein drei­vier­tel Feld, ehe heute ein Lak­tat­test auf dem Programm steht.

Dass es nicht zu einem Spiel in voller Mann­schaftsstärke reichte, lag auch an den chao­tischen Wet­ter­bedin­gun­gen in Sarajevo, die Anel Dzaka, Branimir Bajic und Marko Lomic daran hinderten, recht­zei­tig zur Mann­schaft zu stoßen - das Balkan-Trio wird somit erst heute in Koblenz zurücker­war­tet. Womöglich wäre auch Torwart Djordje Pantic von dem Flu­gaus­fall betroffen gewesen, der Serbe denkt aber mitt­ler­weile über einen Ver­eins­wech­sel nach und absol­viert derzeit beim pol­nischen Erst­ligis­ten Wisla Krakau ein Pro­betrai­ning. Ver­ständ­lich, denn der 28-Jährige war in dieser Saison bislang nicht über den Status als Nummer drei im Koblenzer Tor hin­aus­gekom­men. "Das kann nicht sein Anspruch sein, schließ­lich hat er mit Partizan Belgrad in der Champions League gespielt", sagt TuS-Trainer Uwe Rapolder über den Schluss­mann, "er hat bislang leider nicht die Spiel­pra­xis bekommen, die man gerade als Torwart benötigt."

Fluk­tua­tion soll über­schau­bar bleiben

Ähnlich liegen die Dinge bei Artim Polozani, der bei der TuS bislang nur schwer Fuß fasst. Ein paar Kurzeinsätze stehen für den Maze­donier in der Hinrunde zu Buche, der im Mit­tel­feld keine Bindung zu den Mit­spie­lern und dem System findet. Dass er im Herbst mehrfach bei seiner Län­der­aus­wahl weilte, war der Inte­gra­tion bei der TuS ebenfalls nicht för­der­lich. "Er ist Natio­nal­spie­ler, insofern muss er sich auch prä­sen­tie­ren können", so Rapolder, der dem 24-Jährigen einen Ver­eins­wech­sel nahe­gelegt hat. Ob neben Pantic und Polozani noch weitere Akteure der TuS den Rücken kehren sollen, ist offen - die Fluk­tua­tion wird nach Angaben des Trainers aber über­schau­bar bleiben.

Was nichts daran ändert, dass die TuS auch nach dem Weggang von Dragan Bogavac in der Offensive nach­gebes­sert hat. Nachdem Gabriel Fernandez im Herbst erfolg­reich vor­gespielt hatte und mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2009 belohnt wurde, meldete sich der Argen­tinier gestern voller Taten­drang zum Dienst. "Ich will mich auf jeden Fall noch einmal in Europa beweisen", sagte der 30-Jährige, der bis auf ein kurzes Inter­mezzo beim franzö­sischen Club SC Bastia bislang seine Brötchen bei diversen Vereinen in Süda­merika verdient hat.

Weiterer Offen­sivspe­ler?

Mög­licher­weise stößt im Verlauf der Vor­berei­tung noch ein weiterer Offen­sivspie­ler zur TuS. Njaz Kuqi, der bereits vor der Saison getestet worden war, mischte ebenfalls eifrig mit und darf sich Hoff­nun­gen auf ein Enga­gement in Koblenz machen. Der Finne mit alba­nischen Wurzeln stand zuletzt bei Liga-Kon­kur­rent Carl Zeiss Jena unter Vertrag und sucht derzeit einen neuen Klub. Der kantige Angreifer wäre im Sturm­zen­trum je nach Spiel­stand eine Option, der 24-Jährige ist ein Typ wie der vor der Saison abge­wan­derte Stefan Mai­erho­fer. Kuqi kann den Ball als "Wand­spie­ler" geschickt abschir­men, ließ gestern aber auch erkennen, dass er vor dem geg­neri­schen Kasten nicht unbedingt mit einem Kil­ler­instinkt aus­gestat­tet ist. Kuqis Vorteil: Er würde den TuS-Etat nicht über Gebühr bean­spru­chen.

Wie die übrigen Akteure wird der Angreifer mit Freude zur Kenntnis nehmen, dass der TuS-Kader nach der nur zwei­wöchi­gen Pause bis zum Rück­run­den­auf­takt nicht viel Kondition bolzen muss - statt­des­sen hat Fußball-Lehrer Rapolder viel Ball­arbeit und Kraft­trai­ning auf den Stun­den­plan gesetzt.

Sven Sabock

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
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