chris Admin


Anmeldedatum: 13.10.2006 Beiträge: 6809 Wohnort: Koblenz-Güls
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Verfasst am: 04.01.2008, 10:10 Titel: Aufgalopp mit dezimiertem Kader |
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Koblenzer Balkan-Trio steckt fest
TuS: Aufgalopp mit dezimiertem Kader
Koblenz - Seit gestern rollt bei Fußball-Zweitligist TuS Koblenz wieder der Ball: Mit Neuzugang Gabriel Fernandez und Testspieler Njaz Kuqi hat die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder die rund fünfwöchige Vorbereitung auf die Rückrunde begonnen.
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Der Chef und sein Personal bei der Arbeit: Zum Trainingsauftakt im neuen Jahr beließ es TuS-Coach Uwe Rapolder (Zweiter von links) vor rund 200 Zuschauern im Stadion Oberwerth bei einem Spielchen.
Am ersten Arbeitstag im neuen Jahr gab sich Uwe Rapolder milde. Nach etwas mehr als einer Stunde beendete der Trainer von TuS Koblenz den Aufgalopp im neuen Jahr - wohl auch zur Freude der rund 200 Zuschauer im Stadion Oberwerth, die von dem kalten Ostwind reichlich durchgefroren waren. Es blieb gestern bei einem Spiel von Zehn gegen Zehn über ein dreiviertel Feld, ehe heute ein Laktattest auf dem Programm steht.
Dass es nicht zu einem Spiel in voller Mannschaftsstärke reichte, lag auch an den chaotischen Wetterbedingungen in Sarajevo, die Anel Dzaka, Branimir Bajic und Marko Lomic daran hinderten, rechtzeitig zur Mannschaft zu stoßen - das Balkan-Trio wird somit erst heute in Koblenz zurückerwartet. Womöglich wäre auch Torwart Djordje Pantic von dem Flugausfall betroffen gewesen, der Serbe denkt aber mittlerweile über einen Vereinswechsel nach und absolviert derzeit beim polnischen Erstligisten Wisla Krakau ein Probetraining. Verständlich, denn der 28-Jährige war in dieser Saison bislang nicht über den Status als Nummer drei im Koblenzer Tor hinausgekommen. "Das kann nicht sein Anspruch sein, schließlich hat er mit Partizan Belgrad in der Champions League gespielt", sagt TuS-Trainer Uwe Rapolder über den Schlussmann, "er hat bislang leider nicht die Spielpraxis bekommen, die man gerade als Torwart benötigt."
Fluktuation soll überschaubar bleiben
Ähnlich liegen die Dinge bei Artim Polozani, der bei der TuS bislang nur schwer Fuß fasst. Ein paar Kurzeinsätze stehen für den Mazedonier in der Hinrunde zu Buche, der im Mittelfeld keine Bindung zu den Mitspielern und dem System findet. Dass er im Herbst mehrfach bei seiner Länderauswahl weilte, war der Integration bei der TuS ebenfalls nicht förderlich. "Er ist Nationalspieler, insofern muss er sich auch präsentieren können", so Rapolder, der dem 24-Jährigen einen Vereinswechsel nahegelegt hat. Ob neben Pantic und Polozani noch weitere Akteure der TuS den Rücken kehren sollen, ist offen - die Fluktuation wird nach Angaben des Trainers aber überschaubar bleiben.
Was nichts daran ändert, dass die TuS auch nach dem Weggang von Dragan Bogavac in der Offensive nachgebessert hat. Nachdem Gabriel Fernandez im Herbst erfolgreich vorgespielt hatte und mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2009 belohnt wurde, meldete sich der Argentinier gestern voller Tatendrang zum Dienst. "Ich will mich auf jeden Fall noch einmal in Europa beweisen", sagte der 30-Jährige, der bis auf ein kurzes Intermezzo beim französischen Club SC Bastia bislang seine Brötchen bei diversen Vereinen in Südamerika verdient hat.
Weiterer Offensivspeler?
Möglicherweise stößt im Verlauf der Vorbereitung noch ein weiterer Offensivspieler zur TuS. Njaz Kuqi, der bereits vor der Saison getestet worden war, mischte ebenfalls eifrig mit und darf sich Hoffnungen auf ein Engagement in Koblenz machen. Der Finne mit albanischen Wurzeln stand zuletzt bei Liga-Konkurrent Carl Zeiss Jena unter Vertrag und sucht derzeit einen neuen Klub. Der kantige Angreifer wäre im Sturmzentrum je nach Spielstand eine Option, der 24-Jährige ist ein Typ wie der vor der Saison abgewanderte Stefan Maierhofer. Kuqi kann den Ball als "Wandspieler" geschickt abschirmen, ließ gestern aber auch erkennen, dass er vor dem gegnerischen Kasten nicht unbedingt mit einem Killerinstinkt ausgestattet ist. Kuqis Vorteil: Er würde den TuS-Etat nicht über Gebühr beanspruchen.
Wie die übrigen Akteure wird der Angreifer mit Freude zur Kenntnis nehmen, dass der TuS-Kader nach der nur zweiwöchigen Pause bis zum Rückrundenauftakt nicht viel Kondition bolzen muss - stattdessen hat Fußball-Lehrer Rapolder viel Ballarbeit und Krafttraining auf den Stundenplan gesetzt.
Sven Sabock
Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html |
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