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Anel Dzaka mit neuem Kampfgeist

 
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chris
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BeitragVerfasst am: 25.01.2008, 11:17    Titel: Anel Dzaka mit neuem Kampfgeist Antworten mit Zitat

Kapitän hat sich einiges vor­genom­men

TuS: Anel Dzaka mit neuem Kampf­geist

Bad Bertrich - Neues Jahr, neues Selbst­ver­trauen: Nachdem es für Anel Dzaka in der Hinrunde der Zweiten Fußball-Bun­des­liga nicht immer rund gelaufen war, blickt der Kapitän von TuS Koblenz zuver­sicht­lich auf die Rest­sai­son - und stellt dabei das Wohl der Mann­schaft in den Vor­der­grund.

- FOTO -
Kämpfer und Spiel­gestal­ter zugleich: TuS-Kapitän Anel Dzaka (am Ball, im Duell gegen Herthas Raffael) stellt sich ganz in den Dienst der Mann­schaft - und nimmt klaglos die Ver­set­zung ins defensive Mit­tel­feld hin.

Der Tag fing beschau­lich an in Bad Bertrich. Ein bisschen Massage, ein bisschen die Seele baumeln lassen, ein bisschen frische Luft schnappen - so sah gestern das Vor­mit­tags-Programm für die Ball­tre­ter von TuS Koblenz aus, die nach dem 8:0 im Test gegen TuS Mayen erst am Nach­mit­tag ihre Übungs­stunde auf dem Rasen zu absol­vie­ren hatten. Anel Dzaka zum Beispiel ent­spannte bei einer Tasse Cappuc­cino im "Kurhotel Fürs­ten­hof" und blickte dabei glei­cher­maßen gelassen und kämp­ferisch auf die anste­hen­den Aufgaben.

"Ich gebe immer Gas"

"Ich weiß natürlich, dass die Leute einiges von mir erwarten", ist sich der TuS-Kapitän seiner beson­deren Stellung durchaus bewusst, "aber dass mir immer noch ein Formtief ange­dich­tet wird, kann ich nicht ganz nach­voll­zie­hen." Keine Frage, die zeitweise Kritik, die in den ver­gan­genen Monaten an seiner Person auf­gekom­men war, hat den 27-Jährigen geärgert. Aber Dzaka ist keiner, der sich trotzig in sein Schne­cken­haus zurück­zieht. Im Gegenteil: Auch wenn ihm zuletzt nicht alles geglückt ist, kniet sich der "TuS-Zehner" in jede Einheit hinein und stürzt sich in die Zwei­kämpfe. "Das ist nun mal meine Art", sagt Dzaka, "ich gebe immer Gas, dann kommt auch das Quäntchen Glück zurück."

Dabei hat er durchaus seinen Anteil daran, dass sich die Koblenzer vor der Rückrunde in einer relativ kom­for­tablen Situation befinden. Vier Tore und eine Vorlage stehen für ihn zu Buche, hoch­gerech­net auf das Sai­son­ende liegt er damit im Bereich seiner üblichen Quote. "Hätte ich im letzten Spiel gegen Aachen den Elfmeter ver­wan­delt, wäre alles im Lot gewesen", zeigt sich der Bosnier durchaus selbst­kri­tisch, "aber ich werde auch in der Rückrunde noch meine Tore schießen."

"Wichtig ist, dass wir als Mann­schaft gut funk­tio­nie­ren"

Viel­leicht hat er manchmal auch ein bisschen viel gewollt, viel­leicht ist er manchmal auch unnötige Wege gelaufen, glaubt Dzaka im Rückblick - und hat dabei viel­leicht ein paar Körner gelassen, die dann vor dem geg­neri­schen Tor gefehlt haben. Wobei sich sein Arbeits­bereich im Vergleich zu den Vorjahren aber auch geändert hat. Im System von Trainer Uwe Rapolder ist bei aller tak­tischen Disziplin auch Fle­xibi­lität und damit Defen­siv­arbeit gefragt. "Wichtig ist doch, dass wir als Mann­schaft gut funk­tio­nie­ren", rückt der Koblenzer Kapitän das große Ganze in den Mit­tel­punkt. Ent­spre­chend stört es ihn auch nicht, bis zur Genesung von Goran Sukalo dessen Position im defen­siven Mit­tel­feld zu über­neh­men. "Ich habe damit kein Problem", so Dzaka, "ich habe auch schon in Osnabrück als Sechser gespielt." Ein Arbeits­platz, der den Weg zum geg­neri­schen Tor erschwert und reichlich Lau­far­beit erfordert, der aber auch etliche Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten mit sich bringt. "Letztlich ent­schei­det der Trainer. Er wird wissen, was er vorhat", sagt Dzaka, wohl­wis­send, dass er auf mehreren Posi­tio­nen ein­setz­bar ist.

Auf dem Weg zu weiteren Glanz­taten ist sicher von Vorteil, dass sich die neu formierte Mann­schaft zwi­schen­zeit­lich gefunden hat. Elf neue Akteure zu inte­grie­ren, das ist nicht einfach, noch dazu, wenn ver­schie­dene Natio­nalitäten auf­ein­ander­pral­len. "Natürlich habe ich auch mit dem ein oder anderen gespro­chen, um ihm zu helfen", ist der Kapitän auch außerhalb des Platzes gefordert gewesen. Eine Aufgabe, der er gerade zu Sai­son­beginn nach­kom­men musste - wenn­gleich Dzaka eher als Lei­setre­ter gilt. Offenbar hat manches Gespräch Früchte getragen, "denn alle wissen jetzt, was der Trainer sehen will". Beste Voraus­set­zun­gen für die TuS, um einer guten Hinrunde eine noch bessere Rückrunde folgen zu lassen.

Sven Sabock - Foto: Thomas Frey

Quelle: RZ-Online - http://rhein-zeitung.de/a/sport/r/tus-1.html
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